Hafen mit Containern

Die Lage an den Beschaffungsmärkten ist weiterhin angespannt. Die Corona-Pandemie offenbart die Volatilität globaler Lieferketten. Hinzu kommt die sich zuspitzenden Entwicklung an den Energiemärkten. Der Mangel an Rohstoffen ist industrieübergreifend hoch. Wo geht die Entwicklung hin? (Bild: chuttersnap - unsplash.com)

20.09.2022: Domo erhöht Preise für "Technyl"-Kunststoffe

Wie Domo Chemicals bekanntgab, werden angesichts der dynamischen Entwicklung bei den Energie- und Rohmaterialkosten die Preise für „Technyl“-Kunststoffe in Europa erhöht.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 werden die Preise wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
„Technyl“ A, B, D (PA66, PA66/6, PA6.10) + 700 Euro/t
„Technyl“ C (PA6): + 500 Euro/t

 

20.09.2022: Auch Carbonsäuren werden teurer

OQ Chemicals erhöht die Preise für Carbonsäuren. Darunter fallen die nachfolgenden Produkte mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 respektive nach vertraglicher Möglichkeit.

Produkt Europa Euro/to Nordamerika/Mexiko US-Dollar/lb Rest der Welt US-Dollar/mt
Isovaleriansäure +110 +0,05 +111
Pelargonsäure +180 +0,08 +182
OXLUBE L9-TMP +180 +0,08 +182
Isononansäure +180 +0,07 +162

16.09.2022: Weitere Preiserhöhungen bei Röhm

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 erhöht Röhm nach eigenen Angaben die Verkaufspreise für seine unter den Marken Plexiglas und Pleximid vertriebenen PMMA- und PMMI-Formmassen.

Die Preiserhöhung beträgt demnach 0,15 Euro/kg für alle Produkte in Europa, Mittlerer Osten und Afrika, soweit unter bestehenden vertraglichen Vereinbarungen möglich.

14.09.2022: Welchen Einfluss hätte eine Laufzeitverlängerung auf die Strompreise?

Wie aus Berechnungen des Ifo Instituts, München hervorgeht, würde eine Laufzeitverlängerung der drei deutschen Atomkraftwerke den Strompreis im kommenden Jahr um 4 % senken. Dem Institut zufolge würde die Atomkraftwerke rund 4 % des Stroms in Deutschland erzeugen. Der Stromerzeugungsanteil von Erdgas würde allerdings nur von 8,3 % auf 7,6 % sinken.

„Denn Atomkraft ersetzt Erdgas nicht 1:1, sondern kurzfristig vor allem auch Kohle“, sagt ifo-Stromexperte Mathias Mier.

Gaskraftwerke glichen vor allem Schwankungen der Nachfrage und der erneuerbaren Energien aus. Atomkraft sei dazu ungeeignet, und die Kostenstruktur verlange nach einem Dauerbetrieb. Nicht alle Determinanten des künftigen Stromverbrauchs und insbesondere der Erdgasverfügbarkeit im Winter seien heute bereits bekannt, deswegen kann es sinnvoll sein, sich die Option Atomstrom auch über eine krisenbedingte, kurzfristige Laufzeitverlängerung im kommenden Jahr hinaus offen zu halten.

 

13.09.2022: Ab in Richtung Rezession?

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die drastisch gestiegenen Energiepreise machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Kommt jetzt die Rezession? Wir werfen einen Blick auf Zahlen des Ifo Instituts sowie des IFW Kiel. Grafiken und Hintergrundinformationen erhalten Sie hier.

09.09.2022: Mit hohen Energiepreisen in die Rezession?

Entwicklung des BIP in Deutschland
(Bild: IFW Kiel)

­Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird laut Herbstprognose des IFW Kiel durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jäh unterbrochen. Im laufenden Jahr dürfte das BIP noch um 1,4 % zulegen, 0,7 Punkte weniger als in der Sommerprognose erwartet. Für das nächste Jahr revidiert das IFW Kiel seine Prognose um 4 Prozentpunkte nach unten – statt einem kräftigen Plus hat die deutsche Wirtschaft ein Minus von 0,7 %  zu erwarten. Die Teuerung dürfte im nächsten Jahr mit 8,7 % noch stärker ausfallen als dieses Jahr mit 8 %. Die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte 2023 zwar möglich sein, im Jahr 2024 aber eng werden.
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Mit den hohen Importpreisen für Energie rollt eine konjunkturelle Lawine auf Deutschland zu. Vor allem energieintensive Produktionen und konsumnahe Wirtschaftsbereiche werden mit Wucht getroffen“, kommentiert Stefan Kooths, Vizepräsident und Konjunkturchef des IfW Kiel, die neuen Prognosen für Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft.

Die deutsche Energieimportrechnung steigt voraussichtlich um 123 Mrd. Euro in diesem Jahr und um weitere 136 Mrd. Euro im nächsten Jahr. Das Geld fehlt im Inland für Konsum und schmälert die Rentabilität energieintensiver Unternehmen. In der Folge sinkt Deutschlands Wirtschaftskraft erheblich und liegt im nächsten Jahr 130 Mrd. Euro niedriger als bislang vom IFW Kiel erwartet. Die Kaufkraft der privaten Haushalte dürfte im kommenden Jahr mit 4,1 % so stark einbrechen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland.

„Die Energiekrise macht einer sonst zu erwartenden kräftigen postpandemischen Erholung einen Strich durch die Rechnung. Die teuren Energieimporte bedeuten, dass Deutschland nun einen weitaus größeren Teil seines erwirtschafteten Einkommens ins Ausland überweisen muss als bislang. Deutschland wird dadurch insgesamt ärmer. Mit seinen Entlastungspaketen kann der Staat die Lasten daher nur umverteilen, aus der Welt schaffen kann er sie nicht“, so Kooths.

Die Wertschöpfung in Deutschland dürfte nun bis in das kommende Jahr hinein rückläufig sein und erst im dritten Quartal 2023 wieder leicht ins Plus drehen. Für 2024 wird dann ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 % erwartet.
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06.09.2022: Trinseo senkt Preise für Polystyrol

Trinseo und ihre Tochtergesellschaften geben für den europäischen Raum eine Preissenkung für Polystyrol-(PS)-Typen bekannt. Mit Wirkung zum 1. September 2022 oder sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise wie folgt gesenkt:

Produkt Preisänderung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) -200 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron C-Tech" und „Styron X-Tech“ High Impact Polystyrene Grades (HIPS) -200 Euro/t

 

02.09.2022: Automobilbranche weiter im Abwärtsstrudel?

Geschäftslage in der Autobranche
(Bild: Ifo Institut)

Wie schlägt sich aktuelle die deutsche Automobilbranche? Daten des Ifo Instituts, München, zeigen: im August haben sich die Aussichten weiter verschlechtert. Einer Umfrage des Ifo Instituts zufolge sank der auf minus 10 Punkte, nach plus 7,5 Punkten im Juli. Die Erwartungen allerdings hellten sich etwas auf, von minus 4 auf null. Damit war das Gesamtklima erstmals seit April wieder unter null.

„Die allgemeine Eintrübung der Konjunktur zeigt sich auch in der Autobranche“, sagt Oliver Falck vom Ifo Institut. „Dabei sind die Zulieferer deutlich schlechterer Stimmung als die Hersteller.“

Das Klima bei den Herstellern drehte auf minus 1,6, nach plus 5,8 im Vormonat. Das lag vor allem an einer deutlich pessimistischeren Beurteilung ihrer aktuellen Lage mit minus 2,5 Punkten, nach plus 18 im Vormonat. Die Erwartungen hingegen stiegen von minus 5,8 auf minus 0,7. Bei den Zulieferern sank das Geschäftsklima sogar auf minus 11,4 Punkte, nach minus 4,9 im Juli. Auch hier schätzten die Unternehmen ihre aktuelle Lage deutlich schlechter ein als im Vormonat. Die Erwartungen konnten diesen Pessimismus nicht ausgleichen, sie verbesserten sich nur leicht. Gleichzeitig sind die Unternehmen zurückhaltender, Personal einzustellen. Der Indikator für die Beschäftigungspläne der Branche sank von plus 9,5  auf minus 3,6 Punkte.

01.09.2022: Geschäftsklima in der Chemie stürzt ab

Geschäftsklima in der Chemiebranche
(Bild: Ifo Institut)

Wie eine Umfrage des Ifo Instituts, München, ergab, hat sich das Ifo Geschäftsklima in der Chemischen Industrie im August drastisch verschlechtert. Es fiel auf minus 33 Punkte, nach minus 14 Punkten im Juli. Besonders stark sackte die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. Erstmals seit September 2020 bewerteten sie die Firmen negativ, mit minus 8 Punkten, nach plus 22 im Juli. Sehr tief rutschten die Erwartungen für die kommenden Monate, auf minus 55 Punkte, nach minus 45 Punkten im Juli. Das ist der schlechteste Wert seit 1991.

Die Pläne für die kommende Produktion gingen stark zurück, der entsprechende Wert fiel im August auf minus 38 Punkte, nach minus 27 Punkten im Juli. Der Krieg in der Ukraine belastet die Branchenkonjunktur erheblich, denn ein großer Anteil des Energieverbrauchs in der Chemischen Industrie entfällt auf Erdgas.

Etwas entspannter war im August nur die Lage bei der Materialknappheit. Sie ließ etwas nach, wie im Rest der Industrie. 50 % der Firmen berichteten von Nachschubproblemen, im Juli waren es 54 %.

31.08.2022: Der Containerumschlag stagniert

Containerumschlag-Index des RWI für den Monat Juli 2022
(Bild: RWI/ISL)

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Juli mit saisonbereinigt 126,2 Punkten gegenüber dem Vormonat weitgehend unverändert geblieben. In den nordeuropäischen Häfen hat sich der Containerumschlag hingegen deutlich abgeschwächt.

In den chinesischen Häfen hat sich der Containerumschlag nach einer kräftigen Erholung in den Vormonaten etwas abgeschwächt. Der Indexwert für die chinesischen Häfen sank von 137,4 auf 136,0. Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im Juli gegenüber dem Vormonat von 113,0 (revidiert) auf 110,7 deutlicher zurückgegangen.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Der Containerumschlag stabilisiert sich inzwischen auf einem hohen Niveau. Anscheinend gelingt es nach und nach, den durch die gestörten Lieferketten aufgestauten Warenhandel nachzuholen. Für eine gewisse Entspannung im Containerhandel sprechen die zuletzt etwas gefallenen Containerraten.“

30.08.22: Entspannung in Sachen Matrialknappheit

Wie aus einer Umfrage des Ifo Instituts, München, hervorgeht, beklagten im Monat August 62 % der befragten Firmen den Mangel an Material. Im Juli waren es noch 73,3 %. Damit ist der Der August-Wert der niedrigste seit über einem Jahr.

Von einer nachhaltigen Entspannung kann aber leider noch nicht gesprochen werden“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Der Rückgang ist immer noch zu klein, um einen deutlichen Impuls bei der Industrieproduktion auszulösen und damit die Konjunktur anzuschieben.“

Am deutlichsten fiel der Rückgang aus in der Lederindustrie (von 79,5 auf 38,9 %) und in der Möbelbranche (von 62,8 auf 33,4 %). Dennoch sind die Probleme gerade in den Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft weiterhin groß. Im Maschinenbau berichteten weiterhin 85,7 % der Unternehmen, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen. Auch in der Elektroindustrie klagen darüber rund 80 %. „Ein deutlicher Rückgang hier könnte einen positiven Dominoeffekt auslösen“, sagt Wohlrabe.

Die Unternehmen berichteten, dass vor allem elektronische Komponenten aller Art fehlen. Auch Stahl und Aluminimum in unterschiedlichsten Ausfertigungen werden in vielen Unternehmen gebraucht. Ein großes Problem seien auch nicht lieferbare Verpackungsmaterialien.

 

Materialmangel in der Industrie im August 2022
(Bild: Ifo Institut)

25.08.2022: Stimmung der deutschen Wirtschaft weiterhin mau

Wie das Ifo Institut, München, bekanntgab, ist der Geschäftsklimaindex im Monat August auf 88,5 Punkte gefallen, nach 88,7 Punkten im Juli. Die Unternehmen waren etwas weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Ausblick auf die kommenden Monate blieb nahezu unverändert deutlich pessimistisch. Die Unsicherheit unter den Unternehmen bleibt hoch. Die Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal schrumpfen.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index unverändert geblieben. Während die Unternehmen die aktuelle Lage etwas weniger gut beurteilten, fielen die Erwartungen etwas weniger pessimistisch aus. Der Auftragsbestand war erneut leicht rückläufig. Insbesondere die chemische Industrie berichtete von großen Problemen.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert, nach dem starken Einbruch im Vormonat. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas besser. Ihre Erwartungen blieben unverändert pessimistisch. Während sich im Tourismus die Stimmung etwas erholte, erwartet das Gastgewerbe eine merkliche Verschlechterung der Geschäfte.

Im Handel setzte der Indikator seine Talfahrt fort. Immer weniger Firmen berichteten von gut laufenden Geschäften. Die Erwartungen sind äußerst pessimistisch. Viele Händler stehen vor einem Dilemma. Einerseits belasten die hohen Inflationsraten ihr Geschäft. Andererseits kommen sie um Preiserhöhungen wegen gestiegener Kosten kaum herum.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas besser. Zudem nahm der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate ein wenig ab.

Geschäftsklimaindex für den Monat August 2022
(Bild: Ifo Institut)

18.08.2022: Dem Maschinenbau fehlen zunehmend Fachkräfte

Wie eine Juli-Umfrage des Ifo Instituts, München, ergab, leidet der deutsche Maschinenbau unter zunehmendem Fachkräftemangel. Zutreffen würde das auf 43 % der befragten Unternehmen der Branche. Im Vormonat April waren es noch 38,7 %.

"Die Maschinenbauer spüren jetzt die Folgen des Personalabbaus vor und während der Corona-Pandemie“, sagt Nicolas Bunde, Branchenexperte am ifo Institut. „Jetzt suchen die Betriebe händeringend geeignetes Personal.“

Nicht nur ausgebildete Mechatroniker, Mechaniker und IT-Spezialisten fehlen, auch bei geringqualifizierten Beschäftigten meldeten erste Unternehmen einen Mangel. 9,4 % der befragten Maschinenbauer sagten das, nach 8,3 im April. Noch stärker wird die Branche durch den Mangel an wichtigen Vorprodukten eingeschränkt. Das sagten 90,7 % der Firmen, nach 90,6 % im Juni.

„Seit Mitte 2021 ist der Materialmangel das Hauptproblem der Maschinenbauer“, sagt Bunde.

Die Geschäftsaussichten im Maschinenbau bleiben düster. Im Juli stiegen die Erwartungen nur leicht auf minus 22,7 Punkte, nach minus 23,2 im Juni.

Kurve zeigt Entwicklung des Fachkräftemangels
(Bild: Ifo Institut)

15.08.2022: Welche Folgen hat das Niedrigwasser für die Industrie?

Das derzeitige Niedrigwasser, insbesondere im Rheim, betrifft vor allem Rohstoffe und Güter am Anfang der Produktionskette. Dazu der Vizepräsiden und Konjunkturchef des IfW Kiel, Stefan Kooths:

„Unsere Berechnungen zu den Folgen des Niedrigwasser 2018 im Rhein zeigen, dass die Industrieproduktion um etwa 1 Prozent abnimmt, wenn die Pegelstände an der Messstelle Kaub die kritische Marke von 78 Zentimetern für einen Zeitraum von 30 Tagen unterschritten haben. In der Spitze wurde die Industrieproduktion seinerzeit um etwa 1,5 Prozent gedrückt, auf Jahressicht dürfte das Niedrigwasser etwa 0,4 Prozent an Wirtschaftsleistung gekostet haben.

Die Situation sei allerdings nicht eins zu eins auf heute übertragbar. "Gegenwärtig kommt verschärfend hinzu, dass die Behinderungen durch das Niedrigwasser auf ohnehin schon sehr angespannte Lieferketten treffen, zudem ist die Binnenschifffahrt ein wichtiges Transportmittel für Energierohstoffe. Die Unternehmen dürften aber durch die Erfahrungen aus 2018 nun auch besser auf Ausfälle bei der Binnenschifffahrt vorbereitet sein, etwa durch den Einsatz anderer Schiffstypen. Zudem kann Produktion nur einmal ausfallen – was wegen der bestehenden Lieferengpässe schon stillsteht, kommt durch die Folgen des Niedrigwassers nicht nochmals zum Erliegen."

Laut Kooths werde in Deutschland nur ein kleiner Anteil der insgesamt beförderten Güter per Binnenschiff transportiert (2017: 6 Prozent). Für einzelne Güterabteilungen wie „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas“, „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ sowie „chemische Erzeugnisse“ sei die Binnenschifffahrt allerdings für 10 Prozent bis 30 Prozent der Beförderungsmenge verantwortlich. "Diese Güter stehen am Anfang vieler Produktionsketten, sodass Ausfälle bei deren Transport zu Produktionsbehinderungen in nachgelagerten Produktionsstufen führen können. Ein Schock in einem kleinen Sektor - der Anteil der Binnenschifffahrt an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland liegt unter 0,2 Prozent - kann so beträchtliche Auswirkungen auf andere Sektoren haben."

Insgesamt, so Kooths, seien die wirtschaftlichen Folgen des Niedrigwassers zwar schmerzhaft, die negativen Auswirkungen der Lieferengpässe aber deutlich größer. "Bis zuletzt blieb die Industrieproduktion aufgrund der Lieferengpässe um 7 Prozent hinter dem Niveau zurück, das angesichts der Auftragseingänge zu erwarten wäre.“

05.08.2022: Preise und Containerstau dämpfen den Handel

Der globale Handel fällt im Juli gegenüber dem Vormonat zurück, wie Daten Kiel Trade Indicator zeigen. Getrieben wird das Handelsvolumen der letzten Monate vor allem durch gestiegene Preise, während es preisbereinigt nur wenig Dynamik zeigt. Derzeit warten 24 Containerschiffe in der Deutschen Bucht auf Abfertigung, der Stau beeinträchtigt den Handel mit Asien spürbar. Interessanter Nebenfakt: Aus der Ukraine müssen noch 20 Mio. t Getreide abtransportiert werden, was rund 570 Schiffsladungen entspricht.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator zeigt für den Welthandel im Juli im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 1,7 % an. Auch für Deutschland (Exporte: -3,2 %; Importe: -1,6 %), die EU (Exporte: -2,1 %; Importe: -2,1 % ), die USA (Exporte: -2,2 %; Importe: -2,1 %), China (Exporte: -3,2 %; Importe: -4,1 %) und Russland (Exporte: -1,2 %; Importe: -1,7 %) sind alle Indikatorwerte negativ und zeigen im Vergleich zum Juni einen Rückgang sowohl bei Ausfuhren als auch Einfuhren

Laut offizieller Handelsstatistik sind die deutschen Exporte im Juni 2022 im Vergleich zum Juni 2021 um 18 % gestiegen, preisbereinigt allerdings nur um etwa 2 %. Für den Welthandel erlaubt die Datenlage nur einen Vergleich im Monat Mai, hier liegt der nominale Zuwachs bei 36 %, der preisbereinigte Zuwachs bei nur noch 5 %.

In der Deutschen Bucht stauen sich mittlerweile 24 Containerschiffe und warten auf Abfertigung in Hamburg oder Bremerhaven. Einige der Schiffe liegen dort nun schon etwa drei Wochen. Das hat Folgen für den Handel Deutschlands bzw. der EU mit Asien. Das Frachtvolumen im Roten Meer, der Haupthandelsroute zwischen der EU und Asien, liegt gegenwärtig 21 % niedriger, als unter normalen Umständen zu erwarten wäre. Die Lücke ist zum großen Teil auf ausbleibende Fracht von Europa nach Asien zurückzuführen. Auch der Stau vor den deutschen Nordseehäfen trägt hierzu bei, denn in der Folge können Containerschiffe nicht mehr pünktlich auslaufen. Dagegen scheinen die Folgen des Lockdowns im Hafen von Shanghai überstanden.

Staus vor internationalen Containerhäfen
(Bild: Ifw Kiel)

04.08.2022: Erzeugerpreise in der Industrie weiter gestiegen

Wie Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, berichtet, sind die Erzeugerpreise in der Industrie im Euroraum um 35,8 % im Euroraum und um 36,1 % in der EU gegenüber dem Vergleichszeitraum Juni 2021 gestiegen. Im Monatsvergleich von Mai 2022 auf Juni 2022 stiegen die Erzeugerpreise im Euroraum um 1,1 % und in der EU um 1,3 %.

Weiterhin stiegen die Erzeugerpreise im Energiesektor im Euroraum in der Industrie im Juni 2022 gegenüber Juni 2021 um 92,8 %, für Vorleistungsgüter um 23,8 %, für Verbrauchsgüter um 12,5 %, für Gebrauchsgüter um 9,5 % und für Investitionsgüter um 7,6 %. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt ohne den Energiesektor stiegen demnach um 15,6 %.

In der EU stiegen die Erzeugerpreise in der Industrie im Energiesektor um 92 %, für Vorleistungsgüter um 24,1 %, für Verbrauchsgüter um 13,4 , für Gebrauchsgüter um 10 % und für Investitionsgüter um 7,8 %. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt ohne den Energiesektor stiegen um 16,2 %.

Die Erzeugerpreise in der Industrie stiegen in allen Mitgliedstaaten, wobei die höchsten jährlichen Anstiege in Rumänien (+61,2 %), Dänemark (+55,5 %) und Litauen (+52,5 %) registriert wurden.

Erzeugerpreise in der EU und Euroraum bis 2022
(Bild: Eurostat)

03.08.2022: Lage für Automobilhersteller nochmals verschlechtert

Wie das Ifo Institut, München, mitteilt, hat sich die Geschäftslage der deutschen Autohersteller im Juli weiter verschlechtert. Der Wert fiel auf 20,5 Punkte, nach 22,4 im Juni. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Ifo Umfrage.

„Die Möglichkeiten der PKW-Hersteller steigende Materialkosten an den Verbraucher weiterzugeben, scheinen eine Grenze erreicht zu haben“, sagt Oliver Falck, Leiter des Ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. Die Preiserwartungen fielen auf 38,6 Punkte, nach 73,1 im Juni.

Der Auftragsbestand der Autobauer hat abgenommen und fiel im Vergleich zum Vormonat auf minus 29 Punkte, nach plus 8,2 im Juni. Auch ihre Produktion haben die Hersteller zurückgefahren, von 15,4 auf 0,2 Punkte. „Sorgen um eine mögliche Gasverknappung und die weiterhin pandemiegeschwächte chinesische Wirtschaft als wichtiger Auslandsmarkt beeinträchtigen die künftigen Geschäfte der Autobauer“, sagt Falck. Die Geschäftserwartungen haben sich verschlechtert, von plus 10,1 Punkte auf minus 6,5 im Juli.

Auch die Zulieferer blicken weiterhin pessimistisch in die Zukunft. „Die Zulieferer wären von möglichen Gasrationierungen stark getroffen, insbesondere bei energieintensiven Vorprodukten für die Hersteller“, sagt Falck. Sie erwarten ihre Produktion weiter herunterzufahren. Der Indikator fiel auf minus 14,9 Punkte, nach minus 6,8 im Juni. Die Preiserwartungen der Zulieferer blieben moderat bei 62,8 Punkten, nach 64,9 im Juni.

 

Beurteilung der Geschäftslage in der Automobilindustrie
(Bild: Ifo Institut)

01.08.2022: Noch kein Ende der Materialknappheit in Sicht

Rohstoffen und auch Vorprodukte bleiben wir die Industrie auch weiterhin Mangelware. Wie das Ifo Institut, München, mitteilt, meldeten im Juli 73,3 % der befragten Unternehmen Engpässe. Im Juni waren es 74,1 %. Das geht aus der aktuellen Umfrage des Instituts hervor.

„Neben der grundsätzlichen Knappheit bei elektronischen Komponenten, tragen weiterhin auch Probleme in der weltweiten Logistik, insbesondere im Schiffsverkehr, zu den Beschaffungsproblemen bei“, sagt der Leiter der Ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe.

In den Kernbranchen der deutschen Industrie bleibt die Situation kritisch. In der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und in der Automobilbranche berichteten weiterhin rund 90 %der Unternehmen, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen.

„Für die nächsten Monate gibt es keine Anzeichen einer deutlichen Erholung bei der Beschaffung wichtiger Werkstoffe“, ergänzt Wohlrabe.

Deutlich verschärft hat sich die Lage bei den Getränkeherstellern. 70,5 % der Unternehmen sind betroffen, nach 47,9 % im Juni. Hingegen entspannt hat sich die Situation in der Bekleidungsindustrie. Hier berichteten noch 64,1 % über Engpässe, nach 81,7 im Juni. Den geringsten Anteil mit 30,5 % meldeten die Metallerzeugung und -bearbeitung.

Knappheit an Vorprodukten in der Industrie
(Bild: Ifo Institut)

29.07.2022: Containerumschlag in chinesischen Häfen erholt sich

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Juni saisonbereinigt um 1,2 Punkte auf 126,1 gestiegen. Insbesondere in den chinesischen Häfen hat sich die kräftige Erholung des Containerumschlags aus dem Vormonat fortgesetzt. Der Indexwert für die chinesischen Häfen stieg von 134,7 auf 140,5. Und auch der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im Juni gegenüber dem Vormonat von 112,9 (revidiert) auf 111,2 gesunken.

„Die Belebung des Containerumschlags in China gibt dem Welthandel auch im Juni deutliche Impulse. In den europäischen Häfen zeigen sich nun die Störungen der Lieferketten der vergangenen Monate. Auch der eingeschränkte Handel mit Russland macht sich nun hier bemerkbar“, sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

 

28.07.2022: Preiserwartungen sinken erneut

Die Preiserwartungen der Unternehmen sind im Juli das dritte Mal in Folge gesunken, wie aus Daten des Ifo Instituts, München, hervorgeht. Laut jüngster Ifo-Umfrage hat der Anteil der befragten Unternehmen weiter abgenommen, die in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen wollen. Der Indikator sank auf 47,4 Punkte, von zuvor 52,9.

„Die Preise dürften zwar weiter steigen, allerdings wird sich das Tempo verlangsamen. Damit hat die Inflation ihren Hochpunkt voraussichtlich erreicht und wird im Verlauf der zweiten Jahreshälfte allmählich zurückgehen“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

„Die Preiserwartungen der Unternehmen schlagen sich in der Regel mit ein paar Monaten Verzögerung in den Verbraucherpreisen nieder“, ergänzt Wollmershäuser. Spürbar gesunken sind die Preiserwartungen vor allem in den Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist. Dazu zählen unter anderem das Baugewerbe (40,7 Punkte, von zuvor 51,6) und die Industrie (54,6 Punkte, von zuvor 59,5). Aber auch bei den konsumnahen Dienstleistungen (Gastgewerbe, Freizeit, Kultur, Unterhaltung) dürften die Preise langsamer steigen. Dort sank der Indikator auf 46,3 Punkte, von zuvor 63,1. Wie bereits in den Monaten zuvor gaben alle befragten Händler an, ihre Preise anheben zu wollen.

 

Preiserwartungen Juli 2022
(Bild: Ifo Institut)

26.07.2022: Lage an den Rohstoffmärkten bleibt dynamisch

Die Oberflächen- und Werkzeugtechnik hat wie alle anderen Branchen weiterhin mit der dynamischen Marktlage bei den Rohstoffen zu kämpfen. Das gilt auch für das Unternehmen Novoplan, Aalen, das die aktuelle Situation in diesem Bereich umreißt. Demnach haben sich einzelne, relevante Industriemetalle wie Nickel und Zinn deutlich abgeschwächt, die Energiepreise haben aber als direkte Folge des Ukraine Konfliktes nochmals zugelegt. Weiterhin schwierig gestaltet sich demnach auch die Beschaffung von Phosphor welches für sämtliche Chemisch Nickel-Verfahren benötigt wird. Die Preise konsolidieren auf rekordhohem Niveau.

Im Vordergrund stehe die Versorgungssicherheit aller relevanten Rohstoffe, um die Verfügbarkeit sämtlicher Beschichtungsdienstleistungen lückenlos zu gewährleisten. Herausfordernd seien Force Majeure-Fälle, die langfristige Lieferverträge relevanter Energieträger obsolet mache.

Die Rohstoffzuschläge für Beschichtungen von Novoplan präsentieren sich wie folgt:

  • Zuschlag für Chemisch Nickel + 6,5 % (Vorperiode + 9.5 %)
  • Zuschlag für Chemisch Nickel Dispersion + 6,8 % (Vorperiode + 9.8 %)

Die Zuschläge gelten ab dem 1. August bis Ende des Jahres.

 

25.07.2022: Stimmung in deutscher Wirtschaft kühlt merklich ab

Wie das Ifo Institut, München, bekanntgibt, hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft deutlich abgekühlt. So fiel der Ifo Geschäftsklimaindex im Juli auf 88,6 Punkte, nach 92,2 Punkten im Juni. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2020. Die Unternehmen erwarten dem Institut zufolge in den kommenden Monaten erheblich schlechtere Geschäfte. Zudem waren sie weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit belasten die Konjunktur. Deutschland steht an der Schwelle zur Rezession.

So ist im Verarbeitenden Gewerbe der Index stark gefallen. Der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat den höchsten Stand seit April 2020 erreicht. Das zieht sich nahezu durch alle Industriebranchen. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen ebenfalls schlechter. Die Neuaufträge waren erstmals seit zwei Jahren leicht rückläufig.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima erheblich verschlechtert. Insbesondere die Erwartungen sind eingebrochen. Nach zuletzt großem Optimismus drehte sich die Stimmung auch im Tourismussektor und dem Gastgewerbe. Die aktuelle Lage bewerteten die Dienstleister zwar schlechter, jedoch liegt der Indikator weiterhin auf hohem Niveau.

Im Handel ist der Indikator erneut deutlich gesunken. Die Händler waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Sorgenfalten mit Blick auf die kommenden Monate werden immer tiefer. Es gibt gegenwärtig keine Einzelhandelssparte, die optimistisch in die Zukunft schaut.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima nach einer kurzen Erholung im Vormonat wieder merklich verschlechtert. Die Urteile zur aktuellen Lage fielen auf den niedrigsten Stand seit April 2016. Auch die Erwartungen sind von großem Pessimismus geprägt.

Ifo Geschäftsklimaindex Juli 2022
(Bild: Ifo Institut)

18.07.2022: Carbonsäure wird teurer

Wie OQ Chemicals mitteilt, werden die Preise für Carbonsäuren mit Wirkung zum 1. August 2022 angehoben und zwar wie folgt:

Produkt Europa (Euro/mt) Nordamerika/Mexiko (US-Dollar/lb) Rest der Welt (US-Dollar/mt)
Pelargonsäure +180 +0,09 +190
OXLUBE L9-TMP +180 +0,09 +190

 

13.07.2022: Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

Die deutsche Wirtschaft hat weiter mit den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu kämpfen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Exporte teils deutlich zurück. Und dennoch ist in einem Bereich auch eine Erholung zu spüren.

Besonders getroffen hat es aber den Maschinenbau und den Kraftfahrzeugbereich. Hier brachen die Exporte drastisch ein. Im Mai 2021 waren Maschinen noch das wichtigste Exportgut im deutschen Handel mit Russland. Alle Entwicklungen und Zahlen können Sie hier nachlesen.

07.07.2022: Warum sinken die Erwartungen der Chemiebranche?

Angesichts des befürchteten Erdgasmangels haben sich die Erwartungen der deutschen Chemiefirmen im Juni deutlich verschlechtert. Der Wert sank auf minus 40,3 Punkte, nach minus 27,2 im Mai. Das geht aus der jüngsten Umfrage des Münchner Ifo Instituts hervor.

„Die Unsicherheit über ein russisches Gasembargo und die Folgen für die Chemie sind groß“, sagt Anna Wolf, Branchen-Expertin am Ifo Institut.

Die Unternehmen in der Chemie erwarten daher, ihre Produktion in den nächsten Monaten zurückzufahren. Der Indikator fiel auf minus 14,8 Punkte, nach plus 11,2 im Mai. Zudem wollen die Firmen ihre Preise erhöhen, auch wenn der Indikator auf 60,7 Punkte fiel, von 67,8 im Mai. „Die aktuelle Versorgung der Chemiefirmen mit Vorprodukten hat sich kaum entspannt“, sagt Wolf. 57,5 % der Unternehmen meldeten einen Mangel, nach 58,7 % im Mai. Der Rekord lag im Dezember 2021 bei 73,0 %.

Die Punkte sind netto Prozentpunkte auf einer Skala von plus 100 bis minus 100. Wenn alle Firmen positiv gestimmt sind, liegt er bei plus 100. Sind 90 % positiv und 10 % negativ gestimmt, liegt er bei plus 80. Neutrale Antworten werden nicht berücksichtigt.

 

Grafik zur Geschäftsentwicklung in der Chemieindustrie
(Bild: Ifo Institut)

05.07.2022: wie steht es um die Automobilindustrie?

Laut Daten des Ifo Instituts, München, hat sich die Geschäftslage der deutschen Autobauer im Juni leicht verbessert. Sie stieg auf 23,6 Punkte, nach 17,8 im Mai.

„Die Autohersteller können weiterhin hohe Verkaufspreise durchsetzen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. Der Indikator für die Preiserwartungen blieb bei hohen 74,7 Punkten, nach 80,5 im Mai.

Ihren Auftragsbestand bewerteten die Hersteller deutlich besser. Er stieg im Vergleich zum Vormonat etwas an. „Die Autobauer hoffen, ihre Produktion in den nächsten Monaten auszuweiten“, sagt Falck.

Die Produktionserwartungen stiegen auf gute 56,2 Punkte, nach 45,6 im Mai. Auch wollen sie neues Personal einstellen. Ihre Perspektive insgesamt bewerteten die Hersteller aber als wenig optimistisch. Die Erwartungen fielen auf 9,8 Punkte, nach 41,3 im Mai.

Grund ist hier auch die jüngste Entscheidung der EU: „Das EU-Parlament hat für das Verbrenner-Aus in Europa im Jahre 2035 gestimmt. Ford hat sich gegen den Produktionsstandort Saarlouis entschieden und wird Elektroautos in Valencia produzieren. Und es herrscht weiterhin ein großer Mangel an wichtigen Vorprodukten. Das alles drückt die Erwartungen“, sagt Falck.

Bei den Zulieferern der Automobilbranche blieb die Geschäftslage im Juni weiter angespannt. Der Wert sank auf 2,5 Punkte, nach 8,1 im Mai. Das gilt auch für ihre Geschäftsaussichten. Die Erwartungen fielen deutlich auf minus 33,1 Punkte, nach minus 19 im Mai. Sie meldeten einen gesunkenen Auftragsbestand und erwarten, ihre Produktion einzuschränken.

 

Geschäftserwartungen in der Automobilindustrie
(Bild: Ifo Institut)

30.06.2022: Wie lange dauert die Materialknappheit noch an?

Der Materialmangel in der deutschen Industrie wird nach Erwartungen der Unternehmen mindestens noch 10 Monate anhalten.

Wie aus einer Umfrage des ifo Instituts, München, hervorgeht, gehen Unternehmen davon aus, dass der Materialmangel mindestens noch 10 Monate andauern könnte. Demnach klagten 74,1 % der befragten Unternehmen im Juni über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Im Mai waren es 77,2 %t.

„Die erhoffte Entspannung in den Lieferketten verschiebt sich immer weiter nach hinten“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Lieferengpässe gehören für viele Unternehmen inzwischen leider zum Alltag.“

In der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und der Automobilbranche berichten jeweils rund 90 % der Unternehmen, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen. Keine Branche geht davon aus, dass sich die Lieferprobleme in diesem Jahr auflösen werden. Am kürzesten ist die erwartete Dauer der Lieferprobleme mit 7,2 Monaten in der Metallerzeugung und -bearbeitung, am längsten in der Getränkeindustrie mit 13,1 Monaten.

Materialmangelerwartungen nach Branche
Wie lange der Materialmangel anhält, bleibt abzuwarten. Das sind die Erwartungen der einzelnen Branchen. (Bild: Ifo Institut)

30.06.2022: Weitere Preiserhöhungen bei Trinseo

Trinseo und die zugehörigen Tochtergesellschaften in Europa teilen mit, die Preise für "Pulse" PC/ABS und für alle "Magnum" ABS-Produkte für den Automobilmarkt zu erhöhen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 oder sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die folgenden Produkte :

Produkt Preiserhöhung
"Pulse" PC/ABS Resins +370 Euro/t
"Magnum" ABS Resins +450 Euro/t

27.06.2022: Material- und Fachkräftemangel bei Unternehmen spitzt sich weiter zu

Wie eine Blitzumfrage des VDMA zeigt, werden die Produktion und die Lieferfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland werden immer stärker durch Materialengpässe und Fachkräftemangel behindert. An der Umfrage haben 520 Mitgliedsunternehmen vom 21. bis 23. Juni teilgenommen.

Vor dem Hintergrund der Verknappung der Gaslieferungen wird auch das Thema der Versorgungssicherheit immer wichtiger. Alles dazu und weitere Hintergründe der Umfrage lesen Sie hier.

24.06.2022: Stimmung in deutscher Wirtschaft trübt sich ein

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni laut ifo Institut, München, auf 92,3 Punkte gefallen, nach 93 Punkten im Mai. Die Unternehmen waren demnach etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen fielen deutlich pessimistischer aus. Steigende Energiepreise und die drohende Gasknappheit bereitet der deutschen Wirtschaft große Sorgen.

Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe hat der Index einen deutlichen Dämpfer erhalten. Die Unternehmen bewerteten die aktuelle Lage etwas schlechter. Zudem blicken sie merklich pessimistischer auf das zweite Halbjahr. Insbesondere die chemische Industrie ist höchst beunruhigt.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert. Dies war auf deutlich weniger skeptische Erwartungen zurückzuführen. Die Dienstleister bewerteten die aktuelle Lage etwas besser. Das Gastgewerbe erlebt einen guten Sommer. Transport und Logistik blicken hingegen pessimistisch auf das zweite Halbjahr.

Im Handel hat der Indikator stark nachgegeben. Die Händler sind deutlich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen auf den niedrigsten Stand seit April 2020. Groß- und Einzelhändler blicken äußerst sorgenvoll auf die kommenden Monate. Im Bauhauptgewerbe stieg das Geschäftsklima. Die Unternehmen bewerteten die Lage besser. Ihre Erwartungen blieben pessimistisch, wenn auch etwas weniger als im Vormonat.

Geschäftsklima-Index Deutschland
(Bild: Ifo Institut)

23.06.2022: Habeck verkündet Alarmstufe des Notfallplans Gas

Seit dem 14. Juni 2022 hat Russland die Gaslieferungen gekürzt. Das und die weiterhin hohen Preise auf dem Gasmarkt haben dafür gesorgt, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) jetzt die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausruft.

Dazu sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Wolfgang Große Entrup: „Die Maßnahme ist folgerichtig, um auf die zunehmend ernste Versorgungslage zu reagieren und die Märkte zu stabilisieren. Das gilt gleichermaßen für Erdgasmengen wie explodierende Preise".

Was sich dahinter verbirgt und die weiteren Details erfahren Sie bei unseren Kollegen der CHEMIETECHNIK.

22.06.2022: Dispersionen, Polymerharze und Dispersionspulver von Wacker werden teurer

Wie der Wacker-Konzern mitteilt, werden mit Wirkung vom 1. Juli die Preise für in Europa produzierte polymere Dispersionen, Polymerharze und Dispersionspulver um bis zu 10 %, soweit dies bestehende Kundenverträge zulassen, erhöht.

Begründet werden diese Maßnahme mit steigenden Kosten für Rohstoffe und Logistik. Aus den gleichen Gründen erhöhen sich auch die bereits existierenden Preiszuschläge für Dispersionspulver.

03.06.2022: Trinseo erhöht Preise für Polystyrol

Trinseo und ihre Tochtergesellschaften in Europa haben mit Wirkung zum 1. Juni 2022 die Preise für alle Polystyrol- (PS), ABS- und SAN-Typen erhöht. Sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die unteren Produkte wie folgt angehoben:

"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) +25 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X-Tech" und „Styron C-Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +25 Euro/t

 

01.06.2022: Rohöl-Preis erreicht 123 US-Dollar – OPEC erwägt Ausschluss Russlands

Laut Opec kletterte der Ölpreis Anfang dieser Woche auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Grund ist das verabschiedete Teilembargo der EU-Staaten für russisches Öl. So stieg Nordseeöl der Sorte Brent um bis zu 1,6 % auf 123,58 US-Dollar je Barrel (Stand: 31.05.2022). Für US-Öl der Sorte WTI wurden demnach bis zu 118,97 US-Dollar je Barrel fällig, ein Plus von 3,4 %.

Laut Medienberichten hindern die Sanktionen mittelbar auch die Opec-Staaten daran, die Öl-Förderung zu erhöhen. Einige Mitglieder der Opec erwägen demnach, Russland aus einer Ölfördervereinbarung auszuschließen. So könnten könnten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Opec-Staaten mehr fördern, um die anvisierten Produktionsziele zu erreichen.

30.05.2022: Lage in China verschärft Materialmangel

77,2 % der Unternehmen im industriellen Umfeld klagten im Mai über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Im April waren es 75 %. Dies geht aus einer Umfrage des ifo Instituts, München, hervor. „Die Lieferketten stehen unter Dauerstress“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Schließung von Häfen in China hat für viele Unternehmen die Situation weiter verschlechtert.“

Nahezu alle Schlüsselindustrien sind stark betroffen. Gegenwärtig leidet der Maschinenbau mit 91,5 % am stärksten – gefolgt von der Elektroindustrie. In der Autoindustrie ist der Anteil mit 89,5 % nahezu unverändert. In der Chemischen Industrie ist der Anteil der Betroffenen mit 58,7 % hingegen deutlich geringer. Bei den Herstellern von Nahrungsmitteln hat sich die Lage leicht entspannt. Gegenwärtig sprechen 63,7 % von Problemen, nach 76,9 % im April.

Rund jedes zweite Unternehmen, das von Materialmangel betroffen war, gab an, die aktuellen Lockdowns in China hätten die Situation weiter verschlimmert. Insbesondere der Autobau ist hier betroffen. Die massive Störung der Logistikketten wird die Erholung merklich verzögern.

30.05.2022: Röhm erhöht die Preise für PMMA und PMMI Formmassen

Wie das Unternehmen Röhm mitteilt, werden mit Wirkung zum 1. Juni 2022 die Verkaufspreise für die unter den Marken Plexiglas und Pleximid vertriebenen PMMA- und PMMI-Formmassen erhöht.

Der seit dem 1. April 2022 geltende Energiezuschlag von 0,30 €/kg wird ab dem dritten Quartal 2022 vollständig in die reguläre Preisgestaltung integriert. Darüber hinaus beträgt die Preiserhöhung 0,20 €/kg für alle Produkte in Europa, Mittlerer Osten und Afrika, soweit unter bestehenden vertraglichen Vereinbarungen möglich.

27.05.2022: Haben die Preiserhöhungen bald ein Ende?

Wie das ifo Institut, München, mitteilt, wird mit einem allmählichen Abflauen der Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. In einer Befragung des Instituts im Mai sank erstmals seit Monaten der Anteil der Unternehmen, die ihre Preise in den kommenden drei Monaten erhöhen wollen. Er fiel auf 57,8 Punkte, von 61,8 im April.

„Das immer noch der zweithöchste Wert seit 2005. Aber die Tendenz spricht dafür, dass die Monatsraten der Inflation in der zweiten Jahreshälfte von über 7 Prozent auf unter 6 Prozent sinken werden, wenn auch nur sehr langsam“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Für das Gesamtjahr rechnen wir mit rund 6 Prozent.“ Die Ausnahme bei den Branchen bildet der Einzelhandel, wo der Anteil der Firmen mit Preiserhöhungen im Mai noch einmal etwas stieg, von 75,6 auf 77,4 Punkte.

Im Mai sank der Anteil der Industriefirmen, die ihre Preise erhöhen wollen, von 72,6 auf 67,4 Punkte, im Großhandel von 79,3 auf 68,1, bei den Dienstleistern von 51,4 auf 46,7 und auf dem Bau von  64,7 auf 56,9.

23.05.2022: Wie stark drückt der Ukraine-Krieg auf den Umsatz?

Deutsche Unternehmen sind seit Beginn des Krieges wieder etwas unsicherer, wie ihre künftige Umsatzentwicklung verlaufen wird. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des ifo Instituts, München. Im Vergleich zum Schock während der Pandemie steigt die Unsicherheit jedoch nur moderat.

„Der Krieg in der Ukraine hat bisher zu keiner Unsicherheitskrise geführt, wie es zu Beginn der Covid-19-Pandemie der Fall war. Dabei spielt es keine Rolle, wie stark die Unternehmen durch einen etwaigen Gaslieferstopp betroffen wären“, sagt ifo Forscher Manuel Menkhoff, einer der Autoren der Studie.

Im Ergebnis beurteilen Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ihre Umsatzaussichten für das zweite Quartal 2022 etwas negativer als die Dienstleister. Der mögliche Ausfall von Gaslieferungen spielt laut der Analyse offenbar keine Rolle bei der Beurteilung der Umsatzsituation: Würden die Gaslieferungen an die Unternehmen durch ein Embargo der EU oder durch einen Lieferstopp Russlands um 10 % verringert, schätzen die Befragten den Produktionsausfall im Schnitt auf 7 Prozent.

„Möglicherweise schauen die Unternehmen derzeit eher auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und halten einen Ausfall der Gaslieferungen derzeit für unwahrscheinlich“, sagt Rüdiger Bachmann von der University of Notre Dame, USA, ebenfalls Mitautor des Beitrags.

16.05.2022: Deutscher Kunststoff- und Gummimaschinenbau korrigiert Prognose für 2022

Laut Quelle des VDMA ist der Auftragseingang im deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau im ersten Quartal 2022, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, um 27 % zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum ist der Umsatz um lediglich 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen.

Die Gründe liegen zum einen in einem Basiseffekt, da das erste Quartal des vergangenen Jahres durch eine hohe Nachfrage im Verpackungs- und Medizinsektor außerordentlich gut verlief und zum anderen in der Tatsache, dass es sich für die Unternehmen immer schwieriger gestaltet, den hohen Bestand an Aufträgen schnell abzuarbeiten und in Umsatz zu verwandeln. „Allen voran ist hier die schlechte Materialverfügbarkeit zu nennen“, erläutert Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. Darüber hinaus wirken sich in Folge des Ukraine-Kriegs und der strikten Null-Covid-Politik in China viele Faktoren wie bspw. Logistikprobleme und eine höhere Unsicherheit im Markt negativ auf das Geschäft aus.

Ein Wachstum von 5 bis 10 % sei dem Fachverband zufolge nicht mehr realistisch: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Beschaffungsmarkt gehen wir für 2022 – trotz voller Auftragsbücher – nur noch von einer Seitwärtsbewegung bzw. im besten Fall von einem leichten Umsatzplus aus. Wir erwarten eine Entwicklung in der Größenordnung von 0 bis 2 Prozent“, erklärt Kühmann.

12.05.2022: Russland-Exporte brechen ein

Wie das statistische Bundesamt (Destatis) bekanntgab, brachen im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat die Exporte nach Russland um 58,7 % ein.

Die Daten im Schnellcheck:

  • Große Rückgänge bei Maschinen (-73,6 %) und chemischen Erzeugnissen (-40,9 %)
  • Importe aus Russland gegenüber März 2021 aufgrund höherer Rohstoffpreise um 77,7 % gestiegen
  • Wert der Erdöl- und Erdgasimporte im Vorjahresvergleich um 56,5 % gestiegen, importierte Erdöl- und Erdgasmenge jedoch um 27,8 % gesunken

Die gesamten Daten lassen sich auf der offiziellen Seite von Destatis einsehen.

06.05.2022: Plastics Europe mit klarem Nein zu möglichem Gas-Embargo

Auf der Wirtschaftspressekonferenz am 05. Mai 2022 in Hamburg gab Plastics Europe Deutschland umfassende Einblicke auf das insgesamt herausfordernde Marktumfeld für Kunststofferzeuger im vergangenen Jahr. Kurzum: Eine wiedererstarkte Nachfrage im In- und Ausland sorgte bei den Kunststofferzeugern in Deutschland für ein Plus bei Beschäftigung, Produktion und Umsatz im Jahr 2021. Die Unternehmen trotzten der volatilen Lage und profitierten dabei vom leichten Wiederanziehen der Konjunktur nach dem Corona-Einbruch.

Dabei wurde deutlich, dass die wirtschaftliche Volatilität der Pandemiezeit nicht mit den Herausforderungen und Auswirkungen des Ukraine-Krieges in 2022 vergleichbar sei. So gefährde der russische Angriffskrieg in Osteuropa die Rohstoffsicherheit, verteure die Energie maßgeblich und störe oder unterbreche Transportwege sogar komplett. Insgesamt drohe aufgrund deutlich höherer Produktionskosten in Kombination mit einer eingetrübten Weltkonjunktur ein Einbruch bei Kaufkraft und Nachfrage.

„Gut 44 % des gesamten Energieverbrauchs der Kunststofferzeuger entfallen auf Erdgas, vor allem als Energieträger für Großanlagen. Bei einem Gasembargo würden Teile der Produktion zum Stillstand kommen, da unsere Unternehmen diese Großanlagen abschalten müssten – und diese können nicht einfach mal aus- und wieder eingeschaltet werden. Daher ist unsere Haltung ein klares Nein zu einem Gasembargo“, sagt Dr. Michael Zobel, scheidender Vorsitzende des Verbands der Kunststofferzeuger.

Die ganze Meldungen inklusive Marktdaten lesen Sie hier.

06.05.2022: Warenverkehr stabilisiert sich global

Dem ifw Kiel - Institut für Weltwirtschaft, zufolge, hat sich der Warenverkehr im Monat April in zahlreichen Volkswirtschaften stabilisiert. Nach Daten des jüngsten Kiel Trade Indicators zufolge liegt der Welthandel im Vergleich zum Vormonat klar im Plus (preis- und saisonbereinigt). Einen vergleichbaren Zuwachs gab es zuletzt im Januar. Die negativen Folgen des Lockdowns in Shanghai bleiben überschaubar. Die Staus in der Containerschifffahrt verfestigen sich auf hohem Niveau.

Zwar würde auch der Ukraine-Krieg noch immer immense Auswirkungen haben, dennoch: „Die ersten Schockwellen der russischen Invasion in der Ukraine für den globalen Warenaustausch sind offenbar verdaut, und die Handelsdaten im April stabilisieren sich. Fast alle wichtigen Volkswirtschaften können Zuwächse oder zumindest eine Seitwärtsbewegung erwarten“, sagt Vincent Stamer, Leiter Kiel Trade Indicator.

So dürfte der Welthandel im Vergleich zum Vormonat um 2,1 % zulegen. Für Deutschland lassen die Schiffsbewegungen auf eine positive Entwicklung gegenüber dem März schließen, sowohl Exporte (+3,2 %) als auch Importe (+1,4 P%) liegen im Plus. Gleiches gilt für die EU, ihre Exporte dürften um 0,7 % steigen, ihre Importe um 1,1 %. Die gesamte Datenlage können Sie direkt beim ifw Kiel einsehen.

Kiel Trade Indicator April 2022
(Bild: ifw Kiel)

06.05.2022: Preiserwartungen erreichen Rekordstand

Laut Ifo Institut, München, haben die Preiserwartungen einen neuen Rekordstand erreicht. Demnach lagen sie im April bei 62 Punkten, dem höchsten Wert seit 1991. Im März betrugen sie 55 Punkte. Immer mehr Unternehmen planen, ihre Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen. Besonders hoch waren die Preiserwartungen im Großhandel mit 79,3 Punkten, gefolgt vom Einzelhandel mit 75,4 Punkten und der Industrie mit 73,1 Punkten. Am Ende der Skala liegen der Bau mit 64,2 Punkten und die Dienstleister mit 51,5 Punkten. „Die Inflation in Deutschland dürfte damit auch in den kommenden Monaten bei über 7 Prozent liegen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Hauptursache für die kräftigen Preisanhebungen seien gestiegene Kosten bei der Beschaffung von Energie, Rohstoffen, sonstigen Vorprodukten und Handelswaren. „In unserer jüngsten Befragung im April gaben die Unternehmen allerdings an, dass sie diese Kosten nicht vollständig an ihre Kunden weitergeben können und entsprechend ihre Gewinnmargen verringern“, sagt Wollmershäuser. „57,7 Prozent der Großhändler können ihre Kosten durchreichen, gefolgt von der Industrie mit 51,4 Prozent. Im Einzelhandel, auf dem Bau und bei den Dienstleistern kann mit 35,3 Prozent, 25,2 Prozent bzw. 23,8 Prozent nur ein geringer Teil der Kostenanstiege weitergegeben werden.“

 

Preiserwartungen zwischen den Jahren 2018 und 2022
(Bild: Ifo Institut)

04.05.2022: Trinseo erhöht die Preise für Polystyrol und Copolymere

Wie Trinseo mitsamt Tochtergesellschaften in Europa mitteilen, werden die Preise für alle Polystyrol- (PS), ABS- und SAN-Typen in Europa erhöht. Mit Wirkung zum 1. Mai 2022, oder sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die unten aufgeführten Produkte wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) +90 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X- Tech" und „Styron C- Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +90 Euro/t
"Magnum" ABS +60 Euro/t
"Tyril" SAN +60 Euro/t

 

02.05.2022: Containerumschlag: Welthandel weiter am schwächeln

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach einer Schnellschätzung im März saisonbereinigt um 1,6 Punkte auf 119,2 gestiegen. Der Containerumschlag hat demnach insbesondere in den chinesischen Häfen deutlich zugelegt, die Daten sind aber durch das chinesische Neujahrsfest verzerrt.

„Der Containerumschlag konnte sich im März von dem kräftigen Rückgang im Vormonat nur etwas erholen. Damit setzt sich die Schwäche, die Ende des vergangenen Jahres einsetzte, fort“, sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

 

02.05.2022: Leichte Entspannung in Sachen Materialmangel

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich geringfügig entspannt. Das geht aus Umfragedaten des ifo Instituts, München, hervor. Demnach klagten 75 % aller Unternehmen im Monat April über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Im Monat zuvor waren es noch 80,2 %.

„Von einer durchgreifenden Entspannung kann nicht gesprochen werden“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Neben dem Krieg in der Ukraine bereitet der Blick nach China zunehmend Sorgen.“

Die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sind mit 91,9 % am stärksten betroffen vom Materialmangel. Auch in der Autoindustrie ist der Anteil mit 89,1 % sehr hoch. Bei den Herstellern von Nahrungsmitteln ist der Anteil auf rund drei Viertel gestiegen. In der Chemischen Industrie ist der Anteil hingegen auf 61,7 % gesunken, von 70,5 im März.

„Im Moment gibt es keine Anzeichen, dass es in den kommenden Monaten zu einer substantiellen Entlastung kommt“, ergänzt Wohlrabe.

Wie viele Unternehmen am Materialmangel leiden
(Bild: Ifo)

27.04.2022: BASF stellt Aktivitäten in Russland und Belarus ein

Wie der Chemiekonzern BASF mitteilt, wird man die bestehenden Aktivitäten in Russland und Belarus bis Anfang Juli 2022 einstellen. Hintergrund ist die derzeitige dynamische Entwicklung hinsichtlich des Ukrainekrieges. Die gesamte Meldung dazu lesen Sie hier.

26.04.2022: Deutsche Galvanotechnik unter Druck

Die Lage auf dem Energie- und Rohstoffmarkt setzt die Unternehmen der deutschen Galvonotechnik unter Druck. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat diese Preise weiter steigen lassen. Eine drohende Gasmangellage hätte enorme Folgen. Die Lage sei dabei insbesondere für KMUs existenzbedrohend. Die Hintergründe erfahren Sie hier.

25.04.2022: Stimmung der Wirtschaft auf stabil niedrigem Niveau

Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im April auf 91,8 Punkte gestiegen, nach 90,8 Punkten im März. Dies war vor allem auf weniger pessimistische Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Nach dem ersten Schock über den russischen Angriff zeigt sich die deutsche Wirtschaft widerstandsfähig. Die detaillierte Entwicklung lesen Sie bei unserem Partnerportal KGK nach.

20.04.2022: Preiserhöhungen bei BYK Additives

Wie das Unternehmen BYK, Anbieter im Bereich der Additive und Messgeräte, mitteilt, werden mit Wirkung zum 1. Juni 2022 die Preise für Additive um 25 % erhöht – soweit bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen. Dabei kann es laut Unternehmensangaben bei vielen Produkten – je nach Kostendynamik – zu erheblichen Abweichungen kommen.

Die Preisanpassung sei notwendig, um das eigene Service- und Innovationsniveau angesichts steigender Kosten, unter anderem für Rohstoffe, Energie, Transport und Verpackung aufrechtzuerhalten.

19.04.2022: Deutsche Kautschukindustrie sieht Unternehmen an Belastungsgrenze

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk), Frankfurt, weist darauf hin, dass die Rohstoffpreise mittlerweile ein Niveau erreicht haben, das die Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. Zahlen und Hintergründe dazu, erfahren Sie hier.

19.04.2022: OQ Chemicals erhöht Preise für n-Buttersäure

Wie das Unternehmen mitteilt, erhöht man die Preise für n-Buttersäure mit Wirkung zum 1. Mai 2022 beziehungsweise nach vertraglicher Möglichkeit folgendermaßen:

Produkt Europa Nordamerika/Mexiko Rest der Welt
n-Buttersäure +400 Euro/mt +0,20 US-Dollar/lb +440 US-Dollar/mt

13.04.2022: Kuraray erhöht die Preise für thermoplastische Elastomere

Wie die Elastomer-Geschäftseinheit des Chemiekonzerns Kuraray, Japan, angekündigt hat, werden die Preise für die Elastomerprodukte der Marken Septon, Hybrar und Kurarity weltweit erhöht. Den Unternehmensangaben zufolge werden sich die genannten Produkte mit Wirkung zum 1. Mai 2022 oder im Rahmen bestehender Liefervereinbarungen um 0,50 US-Dollar/kg verteuern.

Als Grund für die Preiserhöhung werden ständig steigende Rohstoffpreise, Versorgungs- und Logistikkosten genannt.

12.04.2022: Bundesregierung gewährt finanzielle Hilfe für vom Krieg betroffene Unternehmen

Wie aus Quellen des BMWI hervorgeht, beschließt die Bundesregierung einen Schutzschild für vom Krieg betroffene Unternehmen. Die von der Staatengemeinschaft ergriffenen Sanktionen treffen die russische Wirtschaft hart, aber wirken sich auch auf die Situation der Unternehmen in Deutschland aus. Vizekanzler und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner haben jüngst ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem Unternehmen unterstützt werden sollen, die von den Sanktionen oder dem Kriegsgeschehen betroffen sind. Der Befristete Krisenrahmen, den die Europäische Kommission am 23. März 2022 beschlossen hatte, bietet - vorbehaltlich noch erforderlicher beihilferechtlicher Genehmigungen – die notwendige Grundlage für staatliche Hilfen, um die betroffenen Unternehmen bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen.

Kurzfristig gehe es vor allem darum, die Liquidität von Unternehmen sicherzustellen. Eine Auflistung der von der Bundesregierung gestützten Maßnahmen gibt es direkt beim BMWI.

12.04.2022: Licht und Schatten im produzierenden Gewerbe

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die reale (preisbereinigte) Produktion im produzierenden Gewerbe im Februar 2022 gegenüber Januar 2022 saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2021 war die Produktion im Februar 2022 kalenderbereinigt um 3,2 % höher. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, lag die Produktion im Februar 2022 saison- und kalenderbereinigt 3,8 % niedriger. Diese Produktionslücke dürfte auf die anhaltende Knappheit an Vorprodukten zurückzuführen sein, durch die viele Unternehmen Probleme haben, eingehende Aufträge abzuarbeiten.

05.04.2022: Weitere Preiserhöhungen für Polystyrol und Copolymere

Trinseo und ihre Tochtergesellschaften erhöhen die Preise für alle Polystyrol- (PS), ABS- und SAN-Typen in Europa. Mit Wirkung zum 1. April 2022, oder sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die folgenden Produkte wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) +430 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X- Tech" und „Styron C- Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +430 Euro/t
"Magnum" ABS +430 Euro/t
"Tyril" SAN +430 Euro/t

 

04.04.2022: China größter Partner deutscher Seehäfen im Containerverkehr

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, machte der Verkehr mit Häfen in China im Jahr 2021 mit 3,1 Mio. TEU (Twenty-foot-Equivalent-Unit) gut ein Fünftel (20,7 %) des Containerumschlags deutscher Seehäfen aus. Dabei entfiel allein auf Shanghai ein Umschlag von 968.000 TEU. Wichtigster inländischer Partnerhafen Shanghais war Hamburg, mit einem Empfang von 449.000 TEU sowie einem Versand von 315.000 TEU. Insgesamt lag der Containerumschlag der deutschen Seehäfen im Jahr 2021 bei 14,8 Mio. TEU und damit 5,9 % höher als 2020, aber 1,5 % unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.

Nach China waren i2021 die USA mit einem Anteil 10,1 % oder 1,5 Mio. TEU am gesamtem Umschlag der zweitwichtigste Handelspartner im Containerverkehr. An dritter Stelle folgte die damals noch nicht mit Sanktionen infolge des Angriffs auf die Ukraine belegte Russische Föderation. Im Frachtverkehr insgesamt (containerisierter und nicht-containerisierter Güterverkehr) war Russland im Jahr 2021 noch der wichtigste Handelspartner deutscher Seehäfen, gefolgt von Schweden an zweiter und China an dritter Stelle.

Unter den zehn wichtigsten ausländischen Partnerhäfen im Containerverkehr befanden sich im Jahr 2021 gleich vier chinesische Häfen. Neben Shanghai als wichtigstem Partnerhafen sind das die chinesischen Häfen Ningbo (467.000 TEU), Shenzhen (432.000 TEU) und Qingdao (350.000 TEU). In den Top-5 der wichtigsten deutschen Partnerhäfen finden sich zudem die Häfen von New York (463.000 TEU) und Sankt Petersburg (460.000 TEU).

Quelle: Destatis

01.04.2022: Ukraine-Krieg verschärft den Materialmangel

Laut Angaben des Ifo Instituts, München, hat sich der Materialmangel in der deutschen Industrie infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weiter verschärft. Demnach klagten 80,2 % der Firmen im März über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Im Februar waren es 74,6 %. Die Zahlen gehen aus einer Umfrage des Instituts hervor.

„Die Attacke auf die Ukraine hat die Lage für viele Unternehmen nochmals verschlechtert“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Zu den bestehenden sind nun neue Probleme in den Lieferketten hinzugekommen. 17 Prozent der Industriefirmen importieren zum Beispiel aus Russland.“

In den Schlüsselbranchen der deutschen Industrie sind die Anteile auf sehr hohem Niveau nahezu unverändert geblieben. So berichteten rund 90 % der Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Elektroindustrie von Lieferproblemen. In der Chemischen Industrie stieg der Anteil von 58,4 auf 70,5 %. Auch bei den Herstellern von Bekleidung berichteten deutlich mehr Unternehmen von Knappheiten.

„Ursprünglich hatten die Unternehmen für den Sommer mit einer Entspannung gerechnet. Die wird sich nun weiter verzögern“, ergänzt Wohlrabe.

01.04.2022: PC/ABS und ABS für Automotive werden teurer

Wie das Unternehmen Trinseo und deren Tochtergesellschaften in Europa mitteilten, wurden die Preise für sämtliche "Pulse" PC/ABS und für "Magnum" ABS Produkte für den Automobilmarkt angehoben. Mit Wirkung zum 1. April 2022 oder sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die unten aufgeführten Produkte wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Pulse" PC/ABS Resins +230 Euro/t
"Magnum" ABS Resins +200 Euro/t

 

30.03.2022: Firmen drehen weiter an der Preisschraube

Immer mehr Firmen planen, ihre Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen. Das geht aus einer Befragung des Ifo Instituts, München, hervor. Demnach wurde ein neuer Höchstwert von 54,6 Punkten erreicht, nach 47,6 im Februar. Vor allem in den konsumnahen Branchen werde mit stark steigenden Preisen gerechnet. Im Nahrungsmittel-Einzelhandel sind die Preiserwartungen auf 94,0 Punkte gestiegen, im übrigen Einzelhandel auf 68,2 Punkte und bei den konsumnahen Dienstleistern auf 64,0 Punkte.

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo-Konjunkturprognosen.

„Damit dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr auf deutlich über 5 Prozent steigen. Das gab es in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren, als die Inflationsrate nach der zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1981 auf 6,3 Prozent kletterte“, fügt Wollmershäuser hinzu. Auch in den Wirtschaftszweigen, die dem privaten Konsum vorgelagert sind, nimmt der Preisdruck weiter zu. Im Großhandel sind die Preiserwartungen auf 78,1 Punkte gestiegen, in der Industrie auf 66,3 Punkte, im Baugewerbe auf 48,9 Punkte, und bei den Dienstleistern auf 42,7 Punkte.

28.03.2022: Stimmung auf dem Exportmarkt schwächt sich ab

In Folge des Krieges in der Ukraine ist die Stimmung unter den deutschen Exporteuren zuletzt merklich eingebrochen. Laut Angaben des Ifo Instituts, München, sind die Exporterwartungen auf minus 2,3 Punkte abgestürzt, von 17 Punkten im Februar. Einen stärkeren Rückgang gab bisher nur zu Beginn der Coronakrise im April 202. Damals waren es minus 31,2 Punkte. Insbesondere Unternehmen mit wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland blicken deutlich pessimistischer auf die kommenden Monate. Der Zuwachs der Exporte wird sich merklich verlangsamen.

In allen Branchen der Industrie sind die Exporterwartungen gefallen. Einen deutlichen Rückschlag mussten die Autohersteller und ihre Zulieferer verkraften. Sie rechnen mit einem Rückgang der Exporte. Davon gehen auch die Gummi- und Kunststoffindustrie sowie die Drucker aus. In der Chemischen Industrie halten sich die positiven und negativen Antworten gegenwärtig in etwa die Waage. Gleiches gilt für den Maschinenbau. Die Elektroindustrie rechnet weiter mit steigenden Auslandsumsätzen, jedoch weniger stark noch als zuletzt.

Mit dem Ukraine-Konflikt stürzt zugleich auch der Geschäftsklimaindex ab. Das Ifo Institut hat dazu weitere Zahlen veröffentlicht. So ist der Ifo Geschäftsklimaindex im März auf 90,8 Punkte abgestürzt, nach 98,5 Punkten im Februar. Die Firmen schätzten auch ihre aktuelle Lage schlechter ein. Der Rückgang fiel jedoch vergleichsweise moderat aus (1,6 Punkte). Die Unternehmen in Deutschland rechnen mit harten Zeiten.

 

23.03.2022: Lanxess erhöht die Preise für anorganische Pigmente

Wie der Spezialchemie-Konzern über seine offiziellen Kanäle mitteilt, werden mit sofortiger Wirkung weltweit Zuschläge für anorganischen Pigmente erhoben. Die Preise steigen für Eisenoxidpigmente aus der Produktionsstätte in Krefeld-Uerdingen um 400 Euro/t sowie vom Standort Porto Feliz, Brasilien, um 200 Euro – oder den entsprechenden Betrag in nationaler Währung. Darüber hinaus passt der Geschäftsbereich Inorganic Pigments auch die Notierungen für Chromoxide an. Hierzu informiert das Unternehmen individuell.

Gründe für die Anpassungen sind insbesondere noch nie dagewesene Herausforderungen mit erheblichen Auswirkungen auf Produktion und Logistik. Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Energiepreise auf einem deutlich höheren Niveau. Der Ukraine-Konflikt treibt die Preise zusätzlich. Enorme Verknappungen und Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Frachtkapazitäten kommen dazu.

21.03.2022: Röhm erhöht auch bei weiteren Produkten die Preise

Aufgrund weiter steigender Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten sieht sich Röhm gezwungen, für alle Plexiglas und Deglas PMMA-Halbzeugprodukte sowie für Acrifix Klebstoffe einen preislichen Zuschlag von 0,48 Euro/kg zu berechnen.

18.03.2022: Hersteller von Kunststoffverpackungen melden Liquiditätsprobleme

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat katastrophale humanitären Folgen. Gleichzeitig hat er auch weitreichende Auswirkungen auf die Hersteller von Kunststoffverpackungen in Deutschland.

17.03.2022: Trinseo erhöht die Preise für PMMA-Granulate und Platten in EMEA

Wie das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften mitteilten, wurden die Preise für PMMA-Granulate und -Platten auf den europäischen Markt ab sofort angehoben. Demnach erhöht sich der Preis um 550 Euro/t.

16.03.2022: Lanxess hebt Preise für Hexandiol an

Wie Lanxess berichtet, werden mit sofortiger Wirkung weltweit die Preise für 1,6-Hexandiol (HDO) angehoben. Die Erhöhung beträgt 1.200 Euro/t.

HDO ist ein wichtiger Ausgangsstoff für hochwertige Beschichtungen, Fasern, Klebstoffe, Polyurethane, Polycarbonatdiole sowie Reaktivverdünner für Epoxidharze.

16.03.2022: Auch Röhm erhöht die Preise

Aufgrund rapide steigender Erdgas- und Energiepreise erhöht Röhm mit Wirkung zum 1. April 2022 die Preise für die unter der Marke Plexiglas vertriebenen PMMA-Formmassen (Polymethylmethacrylat).

Der Energiezuschlag beträgt demnach bis auf Weiteres 0,30 Euro/kg für alle Produkte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika zusätzlich zu der bereits im Februar getätigten Preiserhöhung.

16.03.2022: Energieembargo könnte deutsche Wirtschaft empfindlich treffen

Kurzfristig könnte ein Stopp der russischen Energieimporte Deutschland bis zu 3 % des Bruttoinlandsproduktes kosten. Das ergeben Schätzungen des Netzwerkes Econpol Europe mithilfe eines Simulationsmodells. Öl und Kohle könnten demnach durch Einfuhren aus anderen Ländern ersetzt werden, nicht so leicht hingegen das Gas.

Größere wirtschaftliche Einbrüche und Verwerfungen werden nicht ausgeschlossen, da die Stärke des potentiellen Schocks hohe Unsicherheiten für die Modellierung mit sich bringt. Zudem sei zu berücksichtigen, dass sich weite Teile der Industrie noch nicht von den Auswirkungen der Pandemie erholt haben. Aus dem simulierten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts insgesamt werde zudem nicht deutlich, dass einige Industriezweige, ebenso wie vor- und nachgelagerte Branchen, weitaus stärker betroffen sein können.

Die russischen Gasimporte zu ersetzen sei kompliziert, heißt es in der Studie. Man könne Gas aus anderen Ländern als Russland importieren, Kohle und Kernenergie statt Gas in der Stromerzeugung nutzen und die Gasspeicher über den Sommer auffüllen. Allerdings ließe sich das Defizit beim Gasverbrauch durch diese Maßnahmen in den nächsten 12 Monaten nur zum Teil ausgleichen. In erster Linie sollten politische Maßnahmen darauf abzielen, die Anreize zur Substitution und Einsparung fossiler Energien so schnell wie möglich zu erhöhen, auch wenn ein Embargo nicht unmittelbar bevorsteht.

„Ein sofortiges Handeln vermeidet noch härtere Anpassungen in diesem oder kommenden Jahr, wenn es hart auf hart kommt. Da die Preise sich im Zuge dessen noch weiter erhöhen, müssten gezielte Unterstützungsmaßnahmen für besonders betroffene Industrien und gesellschaftliche Gruppen ergriffen werden“, sagt Karen Pittel, Econpol-Netzwerkmitglied und Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen.

Quelle: Ifo Institut

15.03.2022: Preise für Amine und Butylenglykol steigen

Wie OC Chemicals bekanntgibt, werden mit sofortiger Wirkungen die Preise für Amine und 1,3 Butylenglykol (1,3-BG) erhöht. Als Grund wird das aktuelle Marktgeschehen von Angebot und Nachfrage sowie steigende Rohstoffkosten angegeben.

Die Preiserhöhungen für Amine finden Sie hier:

Produkt Europa Euro/mt Nordamerika/Mexiko US-Dollar/lb Row US-Dollar/mt
Isopropylamin +400 +0,20 +440
n-Butylamin +500 +0,25 +545
Di-n-Butylamin +500 +0,25 +545
Tri-n-Butylamin +500 +0,25 +545
2-Ethylheyylamin +400 +0,20 +440
Di-2-Ethylhexylamin +400 +0,20 +440

Zusätzlich erhöht das Unternehmen auch die Preise für 1,3 Butylenglykol (1,3-BG). Mit sofortiger Wirkung erhöhen sich die Preise für folgende Produkte:

Produkt Nordamerika/ Mexiko US-Dollar/lb Europa Euro/mt ROW US-Dollar/mt
1,3 Butylenglykol (1,3 BG) Industrie-Qualität +0,18 +350 +400
1,3 Butylenglykol (1,3 BG) Kosmetik-Qualität +0,18 +350 +400

11.03.2022: Methylmethacrylat von Röhm wird teurer

Ein weiteres Unternehmen passt seine Preise nach oben hin an. Wie Röhm erklärt, werden die Preise für Meracryl MMA (Methylmethacrylat) und andere Methacrylat-Monomere in Europa mit sofortiger Wirkung erhöht. Als Grund wird die eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit, verbunden mit generell steigenden Rohstoff- und Logistikkosten, angegeben.

Die Erhöhung beträgt 350 Euro/t für alle Produkte und Anwender in Europa.

09.03.2022: Trinseo erhöht auch die Preise für Polystyrol, Polycarbonat und Copolymere

Wie das Unternehmen bekanntgab, wurden mit Wirkung zum 8. März 2022 die Preise sämtliche Polystyrol- (PS), Polycarbonat- (PC), ABS- und SAN-Typen angehoben. Sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die unten aufgeführten Produkte wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) +350 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X- Tech" und „Styron C- Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +350 Euro/t
"Calibre“ Polycarbonat +500 Euro/t
"Magnum" ABS +350 Euro/t
"Tyril" SAN +350 Euro/t

Quelle: Trinseo

07.03.2022: Auch BASF mit Preiserhöhungen bei Additiven

Wie die BASF, Ludwigshafen, mitteilt, werden weltweit und mit sofortiger Wirkung die Preise für die Antioxidantien Irganox 1076, Irganox PS 802 und verwandte Blends aus dem Additivportfolio für Kunststoffanwendungen um bis zu 35 % erhöht. Der Konzern reagiert damit auf die erheblich gestiegenen Stearylalkohol- und Logistikkosten am Markt.

04.03.2022: Weitere Preiserhöhungen bei Trinseo

Trinseo und Tochterunternehmen haben weitere Preiserhöhung für Methylmethacrylat (MMA) in Europa bekanntgegeben.

Mit Wirkung zum 1. März 2022 beziehungsweise wie es bestehende Vertragsbedingungen zulassen, wird der Preis für MMA-Monomer um 550 Euro/t erhöht.

03.03.2022: Trinseo erhöht Preise in Europa

Wie das Unternehmen mitteilt, gelten seit dem 1. März 2022 neue Preise für alle Polystyrol- (PS), Polycarbonat- (PC), ABS- und SAN-Typen. Sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die unten aufgeführten Produkte wie folgt angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) +125 Euro/t
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X- Tech" und „Styron C- Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +125 Euro/t
"Calibre“ Polycarbonat +160 Euro/t
"Magnum" ABS +110 Euro/t
"Tyril" SAN +110 Euro/t

 

01.03.2022: Evonik erhöht Preise für Hochleistungskunststoffe

Das Geschäftsgebiet High Performance Polymers der Evonik kündigt für seine Produktlinien Vestamid, Vestosint, Vestamelt, Vestodur und Trogamid eine Preiserhöhung zum 1. April 2022 an. Die Produktpreise steigen demnach abhängig vom Typ und der Region durchschnittlich um 13 bis 25 %.

Das Unternehmen sieht sich zu Preiserhöhungen gezwungen, nachdem in den vergangenen Monaten die Preise für Energien, Rohstoffe und Transporte ein Niveau erreicht haben, das nicht mehr durch Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Prozesse kompensiert werden kann.  

01.03.2022: Materialmangel spitzt sich zu

Wie aus einer Umfrage des ifo Instituts, München, hervorgeht, weitet sich der Materialmangel aus. Demnach klagten 74,6 % der befragten Unternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Im Januar waren es noch 67,3 %.

„Die erhoffte Trendwende ist ausgeblieben“, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Der Materialmangel verzögert somit weiter den Aufschwung in der Industrie.“

In allen Branchen der Industrie haben die Materialknappheiten zugenommen. Die Situation bleibt vor allem in den Schlüsselbranchen der deutschen Industrie angespannt. Den Marktexperten zufolge berichten 89 % der Unternehmen aus Automobilindustrie und dem Maschinenbau von Lieferproblemen. Dicht dahinter folgen die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten und elektrischen Ausrüstungen mit jeweils rund 88 %.

 

Materialmangel Vorprodukte
(Bild: Ifo Institut)

01.03.2022: Containerumschlag-Index steigt

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) stieg im Januar um 1,5 Punkte auf 122. Der Containerumschlag hat sich in vielen Weltregionen deutlich belebt. Allerdings blieb der Containerumschlag in den europäischen Häfen nahezu unverändert.

Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, hat sich im Januar gegenüber dem Vormonat von 112,6 (revidiert) auf 112,9 kaum verändert. In den chinesischen Häfen wurde der Containerumschlag recht deutlich ausgeweitet. Der Index stieg von 126,5 auf 128,6.

„Der erneute Anstieg des Containerumschlags ist ein Zeichen, dass die Lieferengpässe weiter zurückgehen. Auch in den chinesischen Häfen scheint die Omikron-Welle zu keinen gravierenden Einschränkungen des Umschlags zu führen.“

Containerumschlag-Index des RWI
(Bild: RWI/ISL)

25.02.2022: Deutschland muss sich auf steigende Preise einstellen

Laut einer Umfrage des Ifo Instituts, München, im Februar, planen Unternehmen die Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen. Die Preisentwicklung hat demnach mit 47,1 Punkten einen neuen Höchstwert erreicht, nach 46,1 im Januar und 44,7 Punkten im Dezember.

„Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine drohen die Kosten für Gas und Öl weiter zu steigen und damit viele weitere Preise für die Verbraucher. Eine Fünf vor dem Komma der Inflationsrate im Gesamtjahr 2022 wird gerade wahrscheinlicher als eine Drei“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. Welche Wirtschaftsgüter mit Russland in den vergangenen Jahren gehandelt wurden und wie hoch deren Warenwert waren, erfahren Sie hier.

Das hohe Niveau zieht sich durch alle Wirtschaftszweige. Besonders viele Unternehmen im Einzelhandel wollen ihre Preise anheben (63,3 Punkte) und dort vor allem die Lebensmittelhändler (85,9 Punkte). Es folgten der Großhandel mit 62,4 Punkten und die Industrie mit 55,8 Punkten. Das Baugewerbe lag bei 42,9. Nur bei den Dienstleistern ging die Preiserwartungen zurück von 41,9 auf 38,6 Punkte.

Preiserwartungen der Industrie bis Februar 2022
(Bild: Ifo Institut)

22.02.2022: Wie stark belastet die Ukrainekrise die deutsche Wirtschaft?

Würden künftige Sanktionen gegenüber Russland die deutsche Wirtschaft zusätzlich treffen? Ifo-Präsident Clemens Fuest warnt bereits vor einem Preisschock bei Öl und Gas im Falle eines Einmarsch Russlands in die Ukraine. Zusätzlich gibt das Institut neue Zahlen zum Geschäftsklima raus. Mit durchaus positiven Zahlen. Lesen Sie die Entwicklungen hier.

Ifo Geschäftsklima Deutschland
(Bild: Ifo Institut)

21.02.2022: Preiserhöhungen beim Röhm

Wie das Unternehmen Röhm mitteilt, wird man die Verkaufspreise für die unter den Marken Plexiglas und Pleximid vertriebenen PMMA- und PMMI Formmassen mit Wirkung zum 1. März 2022 erhöhen.

Soweit unter bestehenden vertraglichen Vereinbarungen möglich, beträgt die Preiserhöhung für alle Produkte 0,12 Euro/kg in Europa, Mittlerer Osten und Afrika.

21.02.2022: China bleibt wichtigster Handelspartner für Deutschland

Wie das statistische Bundesamt (Destatis) meldet, war China im vergangenen Jahr erneut wichtigster Handelspartner Deutschlands – und das bereits zum sechsten Mal in Folge. Demnach wurden Waren im Wert von 245,4 Mrd. Euro zwischen beiden Staaten gehandelt. Der Umsatz im Außenhandel mit China stieg um 15,1 % gegenüber 2020. Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Umsatz von 206,1 Mrd. Euro (+20,1 %) und die USA mit 194,1 Mrd. Euro (+13,4 %).

Zum Vergleich: 1980 lag China auf Rang 35 der wichtigsten Importstaaten, 1990 schon auf Rang 14. Seit 2015 ist China der wichtigste Handelspartner in Bezug auf Warenimporte. Alle weiteren Fakten und Zahlen direkt von Destatis.

Entwicklung Außenhandelsexporte bis 2021
(Bild: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022)

21.02.2022: Erzeugerpreise steigen wie seit 1949 nicht mehr

Laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Januar 2022 um 25 % über dem Niveau vom Januar 2021. Der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung 1949. Gegenüber dem Vormonat stiegen die gewerblichen Erzeugerpreise um 2,2 %. Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung im Energiesektor. Alle Daten, auch zu den unten erwähnten Rohstoffpreisen, gibt es direkt bei Destatis.

Rohstoffe teuer wie nie

Den Daten zufolge waren Vorleistungsgüter im Januar 2022 um 20,7 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber Dezember 2021 stiegen diese Preise um 3,1 %. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate für Vorleistungsgüter gegenüber dem Vorjahr hatten Metalle insgesamt mit einem Plus von 36,9 %. Hier stiegen die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 51,5 %, Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 28,1 % mehr.

Besonders hoch waren die Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr bei Sekundärrohstoffen aus Papier und Pappe (+72,7 %), Düngemitteln und Stickstoffverbindungen (+67,4 %) sowie Verpackungsmitteln aus Holz (+65,7 %). Nadelschnittholz war 52,8 % teurer als im Januar 2021. Hier sanken die Preise jedoch seit ihrem Höchststand im August 2021 um 24,2 %. Industriegase kosteten 43,8 % mehr, allein gegenüber dem Vormonat Dezember stiegen diese Preise um 13,7 %.

Wellpapier und Wellpappe, die für die Verpackungsindustrie eine wichtige Rolle spielen, kosteten 41,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Papier und Pappe waren 41,3 % teurer. Hier stiegen insbesondere die Preise für Zeitungsdruckpapier (+66,9 %).

Anstieg der Erzeugerpreise in Deutschland
(Bild: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022)

15.02.2022: OQ Chemicals passt seine Preise für chemische Rohstoffe erneut an

Wie das Unternehmen bekanntgibt, sei es aufgrund von Angebots- und Nachfragesituation sowie gestiegener Rohstoffkosten, notwendig, weitere Preiskorrekturen durchzuführen.

Demnach erhöht sich der Preis für Isononansäure folgendermaßen:

Europe Euro/mt Nordamerika/Mexiko US-Dollar/lb ROW US-Dollar/mt
+350 +0,19 +420

11.02.2022: Auftragsbestand so hoch wie noch nie in der Industrie

Laut Ifo Institut, München, kann die deutsche Industrie mit den aktuellen Auftragsbeständen so lange produzieren wie nie zuvor. Demnach reichen diese, laut einer neuen Umfrage des Instituts, für die nächsten 4,5 Monate.

„Das gab es noch nie seit wir diese Frage im Jahr 1969 zum ersten Mal gestellt haben. Die Auftragseingänge der vergangenen Monate konnten nicht abgearbeitet werden, weil den Unternehmen wichtige Vorprodukte und Rohstoffe fehlten“, sagt Timo Wollmershäuser, der Leiter der ifo Konjunkturprognosen. „Sollten sich die Engpässe in den kommenden Monaten auflösen, könnte die Produktion in der deutschen Industrie durchstarten.“

Besonders groß ist der Auftragsbestand in der Autoindustrie bei Herstellern und Zuliefererern. Hier beträgt die geschätzte Produktionsdauer 8 Monate, im Maschinenbau sind es 6,1 Monate.

Quelle: Ifo Institut

Entwicklung des Auftragsbestands in der Industrie
(Bild: Ifo Institut)

10.02.2022: Exporte 2021 über dem Vorjahr

Dem statistischen Bundesamt zufolge stiegen die Exporte im Gesamtjahr 2021 in Deutschland um 14 %, die Importe gar um 17,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte lagen damit 3,6 % und die Importe 8,9 % über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Für den Monat Dezember 2021 verzeichnete man ein Plus von 0,9 % zum Vormonat, und wiederum ein Plus von 15,6 % zum Vorjahresmonat.

Im Dezember 2021 wurden demnach von Deutschland Waren im Wert von 117 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 110 Mrd. Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2020 stiegen damit die Exporte im Dezember 2021 um 15,6 % und die Importe um 27,8 %.

Die meisten Waren gingen 2021 in die Vereinigten Staaten. Die Exporte dorthin stiegen gegenüber 2020 um 18 % auf 122,1 Mrd. Euro und belegten damit erneut Rang 1 der wichtigsten Abnehmerstaaten deutscher Exporte. Auf den Rängen 2 und 3 lagen China mit Exporten dorthin im Wert von 103,6 Mrd. Euro (+8,1 % zum Vorjahr) und Frankreich mit 102,3 Mrd. Euro (+12,6 %).

 

Und wie sieht es mit dem Außenhandel mit EU-Staaten aus?

Laut statistischem Bundesam wurden in die EU-Mitgliedstaaten im Dezember 2021 Waren im Wert von 63,3 Mrd. Euro exportiert und für 56,3 Mrd. Euro von dort importiert. Und auch die Auswirkungen des Brexit zeigen sich immer deutlicher: So sanken die Exporte in das Vereinigte Königreich im Dezember 2021 um 7,6 % auf 5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Importe nahmen um 18,2 % auf 2,6 Mrd. Euro ab.

Außenhandel-Entwicklung Deutschlands
(Bild: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022)

07.02.2022: Keine wirklich Entspannung bei den Preisen?

Die Preiserwartungen der Unternehmen für die nächsten drei Monate stiegen laut Ifo Institut im Januar auf 46 Punkte, neuer Höchststand. Im Vormonat lag der Wert noch bei 44,7 Punkten, im November bei 45.

„Die Unternehmen geben die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren an ihre Kunden weiter. Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen.

04.02.2022: Ambivalente Lage in der Automobilindustrie

Wie das Ifo Institut mitteilt, stieg Ifo Indikator im Januar 2022 um 4,6 Punkte, nach einem leichten Plus im Vormonat.

Oliver Falck, der Leiter des Ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien: „Während die Hersteller gut dastehen, liefen die Geschäfte der Zulieferer schlechter. Ein möglicher Grund dafür ist, dass die Hersteller ihre Preiserhöhungen gegenüber den Käufern durchsetzen konnten, die Zulieferer aber bislang nicht.“

Grafiken und weitere Zahlen und Entwicklungen, können Sie hier einsehen.

Geschäftslage in der deutschen Autoindustrie
(Bild: Ifo Institut)

03.02.2022: Trinseo senkt die Preise für Polystyrol

Wie Trinseo und die europäischen Tochtergesellschaften bekanntgaben, hat man mit Wirkung zum 1. Februar 2022 die Preise für Polystyrol-(PS)-Typen nach unten korrigiert. Sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für folgende Produkte wie folgt gesenkt:

Produkt Preissenkung
"Styron"; "Styron A-Tech"; "Styron C-Tech" sowie „Styron X-Tech“ High Impact Polystyrene Grades (HIPS) -40 Euro/t
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) -40 Euro/t

 

02.02.2022: Deutsche Industrie nimmt Fahrt auf

Wie unsere Kollegen von TECHNIK+EINKAUF berichten, kommt die deutsche Industrie doch besser in Fahrt als angenommen. Zumindest zeigt das der saisonbereinigte IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI).

Der wichtige Konjunktur-Frühindikator für die größte Volkswirtschaft Europas stieg im Januar 2022 erstmals seit sechs Monaten wieder an und kletterte auf ein 5-Monatshoch.  Produktion, Auftragseingang und Beschäftigung verzeichneten allesamt stärkere Zuwachsraten. Die Lieferketten stehen zwar nach wie vor unter Druck, aber immerhin gab es hier eine leichte Entspannung. Dies wiederum führte dazu, dass die Kosteninflation auf ein 9-Monatstief zurückging. Zudem hellte sich der Geschäftsausblick binnen Jahresfrist wieder merklich auf.

31.01. 2022: Leichte Entspannung an den Beschaffungsmärkten

Wie das Ifo Institut, München, mitteilt, hat sich der Materialmangel in der deutschen Industrie im Januar etwas entspannt. In einer vom Institut durchgeführten Umfrage berichteten 67,3 % der befragten Unternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Zum Vergleich: Im Dezember waren es noch 81,9 %.

„Trotz dieser Entwicklung bleiben viele Sorgenfalten bei den Unternehmen“, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Es ist noch nicht abzusehen, ob dies eine Trendwende ist.“
Weiterhin angespannt sei die Situation bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Dort sank der Anteil nur leicht von 93,8 auf 89,6 %. Ganz ähnlich der Maschinenbau: Hier berichteten 80,6 % der Unternehmen über Probleme. Im Dezember waren es 91 %.  In der Automobilindustrie sind es aktuell 77,9 %, nach zuletzt 92,9 %.

Knappheit an Vorprodukten in der Industrie
(Bild: Ifo Institut)

28.01.2022: Containerumschlagindex deutet leichte Entspannung an

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist im Dezember um 0,8 Punkte auf 122,8 gestiegen. Der Anstieg des Index geht auf eine deutliche Ausweitung des Umschlags in den Häfen außerhalb Chinas zurück. In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag jedoch kräftig zurückgegangen. In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag dagegen deutlich zurückgegangen. Der Index ging hier von 128,6 auf 126,4 zurück.

„Der Containerumschlag ist in vielen Häfen der Welt kräftig angestiegen. Dies dürfte zu einer leichten Entspannung der Lieferengpässe in einigen Bereichen beigetragen haben. Der erneute kräftige Rückgang des Containerumschlags in den chinesischen Häfen könnte jedoch ein Indiz dafür sein, dass sich die Lieferprobleme in den kommenden Monaten nochmals verschärfen“, deutet RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt die Entwicklung.

25.01.2022: Stimmung unter Unternehmen hellt sich langsam auf

Wie das Ifo Institut, München, berichtet, kletterte der Ifo Geschäftsklimaindex im Januar auf 95,7 Punkte, nach 94,8 Punkten im Dezember. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage zwar etwas schlechter. Die Erwartungen stiegen jedoch deutlich an.

Im Verarbeitenden Gewerbe waren die Unternehmen zufriedener mit den laufenden Geschäften. Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex nach zuletzt drei Rückgängen in Folge wieder gestiegen. Der Pessimismus bei den Erwartungen ist verschwunden. Auch im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert, ebenso wie im Bauhauptgewerbe.

21.01.2022: Preise für wasserbasierte Lacke ziehen an

Actega, Hersteller von Speziallacken, Druckfarben, Klebstoffen und Dichtungsmassen für die Druck- und Verpackungsindustrie, kündigt mit Wirkung zum 1. Februar 2022 eine Preiserhöhung für wasserbasierte Lacke an, wie unsere Kollegen der Neuen Verpackung berichten.

20.01.2022: Was passiert bei einer Abkehr von globalen Lieferketten?

Antworten auf diese Frage liefert nun eine Studie im Ifo Schnelldienst: Laut dieser, würde eine Rückverlagerung internationaler Produktion nach Deutschland die deutsche Wirtschaftsleistung um fast 10 % schmälern.

„Wenn wir ausgelagerte Teile der Wertschöpfung nach Deutschland zurückholen, führt das dazu, dass weniger wettbewerbsstarke Tätigkeiten plötzlich große Anteile im Mix der deutschen Wertschöpfung gewinnen. Die damit verbundene geringere Produktivität würde die Wirtschaftskraft schwächen,“ sagt Lisandra Flach, Leiterin des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft und Mitautorin der Studie.

19.01.2022: Die deutsche Wirtschaft kommt nicht von der Stelle – Corona und kein Ende?

Dem Ifo Instituts, München, zufolge, konnte die deutsche Wirtschaft vom Schwung des Sommers nicht profitieren und stagnierte zuletzt im Winterhalbjahr 2021/2022. Corona ist auch hier weiterhin verantwortlich - besonders die vierte Coronawelle drückt auf das Geschäftsklima und die Preisentwicklung. Unternehmen gehen demnach vermehrt dazu über, die steigenden Rohstoff- und Energiepreise an die Endverbraucher weiterzugeben. Die ganze Entwicklung, können Sie hier verfolgen.

14.01.2022: Geschäftsklima in Ostdeutschland kühlt sich weiter ab

Wie das Ifo Institut, München, mitteilt, setzte sich der Abwärtstrend des Geschäftsklimas im Monat Dezember der gesamten regionalen Wirtschaft im ostdeutschen Raum fort. So sank Ifo Geschäftsklimaindex in den wichtigen Wirtschaftsbereichen - mit einzelnen Lichtblicken. Mehr zur Lage in Ostdeutschland, erfahren Sie hier.

Konjunkturumfrage Ostdeutschland Dezember 2021
(Bild: Ifo Institut)

11.01.2022: Xsys hebt Preise für Nyloflex an

Die steigenden Energiepreise führen zu einer deutlichen Steigerung der Produktionskosten von Xsys sowie höheren Zuliefererkosten. Zudem erhöhen sich den eigenen Angaben zufolge auch die Transport- und Frachtkosten der Lieferungen, was sich auch auf die Kosten für die Rohstofflieferungen auswirkt.

Das auf die Entwicklung und Lieferung von Druckplatten, Sleeves und Adaptern sowie Vorstufengeräten für die Verpackungsindustrie spezialisierte Unternehmen hat daher angekündigt mit Wirkung zum 1. Februar 2022 die Preise für seine gesamte Produktreihe Nyloflex um 6 % zu erhöhen.

10.01.2022: Corona-Pandemie bedroht weiterhin viele Existenzen

Einer aktuellen Erhebung des Ifo Instituts zufolge sieht sich jedes siebte Unternehmen (14 %) durch die Folgen der Pandemie in seiner Existenz bedroht. Der Anteil ist im Vergleich zur letzten Erhebung im Juni 2021 unverändert geblieben. Wie es in den jeweiligen Branchen aussieht, erfahren Sie hier im Überblick.

07.01.2022: Trinseo erhöht nun auch Preise für Polystyrol, Polycarbonat und Copolymere

Wie Trinseo bekanntgab, hat man auch die Preise für alle Polystyrol- (PS), Polycarbonat- (PC), ABS- und SAN-Typen im europäischen Raum erhöht. Die Erhöhung der Preise trat mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein. Sofern bestehende Vertragsvereinbarungen dies zulassen, werden die Kontrakt- und die Spot-Preise für die folgenden Produkte angehoben:

Produkt Preiserhöhung
"Styron" General Purpose Polystyrene Grades (GPPS) + 175 Euro pro Tonne
"Styron" und "Styron A-Tech" und "Styron X- Tech" und „Styron C- Tech“ High Impact Polystyrene grades (HIPS) +175 Euro pro Tonne
"Calibre“ Polycarbonat +210 Euro pro Tonne
"Magnum" ABS +155 Euro pro Tonne
"Tyril" SAN +155 Euro pro Tonne

 

05.01.2022: Lage in der Automobilindustrie trübt sich weiter ein

Wie das Ifo Institut meldet, hat sich den fünften Monat in Folge die Lage in der deutschen Autoindustrie verschlechtert. Der Ifo-Indikator für die Branche fiel auf minus 1 Punkt im Dezember, nach plus 7,9 im November und ist von den Herstellern getrieben. Auch die Situation rund um die Zulieferindustrie bleibt weiterhin sehr angespannt.

05.01.2022: Hersteller von Kunststoffverpackungen leiden unter den extremen Preisen von Energie und Rohstoffen

Die Situation führt dazu, dass bereits jeder vierte Hersteller von Kunststoffverpackungen und -Folien Aufträge ablehnen muss. Laut einer aktuellen Umfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen rechnet die Branche für das Jahr 2022 mit einem weiteren starken Anstieg der Stromkosten um 28 %.

„Die dramatisch gestiegenen Strom- und Gaskosten sind für viele unserer Mitgliedsunternehmen existenzbedrohend“, warnt Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.

04.01.2022: Trinseo erhöht Preise für Produkte für den Automobilmarkt

Wie Trinseo bekanntgab, hat man vor Kurzem die Preise für sämtliche "Pulse" PC/ABS und "Magnum" ABS-Produkte für den Automobilmarkt in Europa erhöht. Die Preiserhöhungen traten mit Wirkung zum 1. Januar 2022 in Kraft.

Produkt Preiserhöhung
"Magnum" ABS Resins + 200 Euro pro Tonne
"Pulse" PC/ABS Resins + 200 Euro pro Tonne

 

04.01.2022: Containerumschlag-Index steigt

Der Containerumschlag-Index des RWI und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) stieg im November saisonbereinigt um 1,4 Punkte auf 125,3. Der Anstieg geht laut den Angaben auf eine kräftige Ausweitung in den chinesischen Häfen zurück.

In den chinesischen Häfen erhöhte sich der Index von 130,3 auf 134,9 Punkte.

Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im November gegenüber dem Vormonat von 112,1 (revidiert) auf 113,9 gestiegen.

„Seit Oktober hat sich der Containerumschlag deutlich erhöht. Dies trägt dazu bei, dass die weltweiten Lieferengpässe allmählich überwunden werden. Allerdings sind durch die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus erneute Belastungen des Containerumschlags zu erwarten“, sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

 

Containerumschlag-Index des RWI
(Bild: RWI)

23.12.2021: Sich zuspitzender Materialmangel setzt der Industrie weiter zu

Einer neuen Umfrage des Ifo Instituts zufolge, hat sich der Materialmangel in der deutschen Industrie im Monat Dezember weiter verschärft. So würden nun 81,9 % aller darin befragten Firmen über einen signifikanten Mangel an Rohstoffen und/oder Vorprodukten klagen.

„Die Auftragsbücher sind voll. Der Materialmangel erlaubt es den Unternehmen aber nicht, ihre Produktion entsprechend hochzufahren", erklärt der Leiter der Ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. Alle Details und Fakten erfahren Sie hier.

21.12.2021: Exporte und Beschäftigungsbarometer geben nach

Aktuelle Zahlen des Ifo Instituts zufolge, geben die Exporterwartungen im Monat leicht zurück. Leichte Besserung ist für das erste Quartal 2022 zu erwarten. Auch das Ifo Beschäftigungsbarometer zeigt: Unternehmen werden vorsichtiger und sind immer weniger bereit, Mitarbeiter einzustellen - im Gegenteil. Alle Zahlen und Fakten, gibt es hier.

Ifo Beschäftigungsbarometer
(Bild: Ifo Institut)

20.12.2021: Corona drückt weiterhin auf das Geschäftsklima

Aktuelle Zahlen des Ifo Instituts belegen: Konsumnahe Dienstleister und Einzelhandel leiden weiter unter der Corona-Pandemie. So ist der Ifo Geschäftsklimaindex im Dezember weiter gefallen – auf nun 94,7 Punkte. Auch auf das neue Jahr 2022 blicken Unternehmen eher vorsichtig pessimistisch. Alle Zahlen für Sie hier zusammengefasst.

Ifo Geschäftsklima nach Wirtschaftsbereichen
(Bild: Ifo Institut)

14.12.2021: Ifo Institut korrigiert Wachstumsprognose für 2022

Weiter anhaltende Lieferengpässe und die derzeitige vierte Coronawelle drücken auch im neuen Jahr auf die Wirtschaftsleistung. Das Ifo Institut senkt daher seine Wachstumsprognose für 2022 um 1,4 Prozentpunkte.

"Die zunächst erwartete kräftige Erholung für 2022 verschiebt sich weiter nach hinten“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Ein allmähliches Ende der Lieferengpässe wird demnach erst im Sommer 2022 erwartet. Wie sich die Wirtschaftsleistung im neuen Jahr aller Voraussicht nach entwickelt und welche Prognosen die Marktexperten stellen, erfahren Sie hier zusammengefasst.

13.12.2021: OQ Chemicals erhöht bei weiteren Produkten die Preise

Die Nachfrage ist hoch, die Rohstoffkosten auch: Deshalb sieht sich OQ Chemicals gezwungen, die Preise für die folgenden Produkte in Europa ab dem 1. Januar 2022 zu erhöhen:

Produkt Europa (Euro/mt) USA (US-Dollar/lb) Rest der Welt (US-Dollar/mt)
1,3 Butylenglykol (1,3 BG) Industrie-Qualität + 250 + 0,113 + 300
1,3 Butylenglykol (1,3 BG) Kosmetik-Qualität + 250 + 0,113 + 300
Neopentylglykol (NPG) Lösung 90 % + 380 + 0,20 + 440
Neopentylglykol (NPG) Schmelze + 420 + 0,22 + 490
Neopentylglykol (NPG) Schmelze + 420 + 0,22 + 490
n-Butylamin + 200 + 0,10 + 230
Di-n-Butylamin + 200 + 0,10 + 230
Tri-n-Butylamin + 200 + 0,10 + 230
2-Ethylhexylamin + 250 + 0,13 + 280
Di-2-Ethylhexylamin + 250 + 0,13 + 280

 

07.12.2021: Preise für Rohstoffe und Folgeprodukte steigen weiter

Wie die BASF mitteilt, wurden mit sofortiger Wirkung die Preise für die folgenden, in Europa erhältlichen Produkte, erhöht:

  • 1,4-Butandiol (BDO)     +400 Euro/mt
  • Tetrahydrofuran (THF)  +700 Euro/mt
  • Polytetramethylenetherglykol (PolyTH) +700 Euro/mt
  • N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP) +1.000 Euro/mt

BDO und seine Folgeprodukte werden bei der Herstellung von technischen Kunststoffen, Polyurethanen, Pharmazeutika, Lösungsmitteln und hochelastischen Spandex-Fasern eingesetzt.

Des Weiteren verkündete auch OQ Chemicals, seine Preise für Carbonsäure und Ester zu erhöhen. Grund seien hier die enorm gestiegenen Energiepreise und Rohstoffkosten. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 werden deshalb folgende Produkte preislich angepasst (wobei wir hier nur die für Europa geltenden Preiserhöhungen erfassen):

  • 2-Methylbuttersäure +100 Euro/mt
  • n-Buttersäure +200 Euro/mt
  • Isobuttersäure +200 Euro/mt
  • Isononansäure +250 Euro/mt
  • Isopentansäure +100 Euro/mt
  • Isovaleriansäure +100 Euro/mt
  • n-Valeriansäure + 100 Euro/mt
  • n-Heptansäure +250 Euro/mt
  • Pelargonsäure + 250 Euro/mt
  • OXLUBE L9-TMP +250 Euro/mt
  • OXSOFT 3G8 +420 Euro/mt
  • OXFILM 351 +420 Euro/mt
  • 2-Ethylhexansäure +420 Euro/mt

03.12.2021: Keine Entspannung bei Fluorpolymeren

Im aktuellen Branchentrend der Fluoropolymergroup im Pro-K kennen die Rohstoffpreise derzeit nur eine Richtung: nach oben. Sowohl für S-PTFE als auch für E-PTFE müssen auch im 4. Quartal 2021 nochmals deutliche Preisaufschläge hingenommen werden. Sämtliche Hintergründe erfahren Sie hier.

02.12.2021: Zulieferindustrie beurteilt Geschäftslage deutlich kritischer als Automobilhersteller

Wie das Ifo Institut mitteilt, hat sich die Lage in der deutschen Autoindustrie verschlechtert. Grund für den Abwärtstrend sei vor allem die Zulieferindustrie. Sie hat mit dem Umbruch hin zur Elektromobilität weiter zu kämpfen. Die Geschäfte der Hersteller laufen demnach weiterhin sehr gut. Der Lageindikator stieg auf 46,2 Punkte, nach 29,9 im September.

Sorge bereiten hier aber die Zulieferer: Sie klagen über Auftragsmangel und die Nachfrage ist rückläufig. Aus dem Exportgeschäft erwarten sie kaum Impulse. Weitere Hintergründe und Zahlen, erfahren Sie hier.

01.12.2021: Additive werden teurer

BYK Additives, Wesel, erhöht mit Wirkung zum 1. Januar 2022 die Preise für Additive um 15 %. Das Unternehmen weißt darauf hin, dass die Erhöhung für einzelne Produkte je nach Kostensituation sehr unterschiedlich ausfallen kann. Diese Preisanpassung sei angesichts steigender Kosten, unter anderem für Rohstoffe, Transport, Verpackung und Energie, notwendig.

29.11.2021: Die Lage an den Beschaffungsmärkte spitzt sich weiter zu mit Folgen für die Preisentwicklung

Das Ifo Institut legt Zahlen für den November 2021 offen: Laut einer Umfrage würden 74,4 % der Unternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen klagen. Mehr als im Vormonat. „Ein Ende der Flaschenhals-Rezession in der Industrie ist nicht in Sicht“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Und auch die Preiserwartungen entwickeln sich dem Ifo Institut zufolge weiter nach oben. Ursache für den Anstieg der Preiserwartungen sind kräftige Preisschübe bei Vorprodukten und Rohstoffen, die Hersteller und Händler nun an ihre Kunden weitergeben wollen. Zahlen, Grafiken und Stimmen zu den Entwicklungen können Sie hier abrufen.

25.11.2021: Brand bei AF-Color mit Folgen?

Bei der AF-Color, einer Zweigniederlassung der Akro-Plastic und Mitglied der Feddersen-Gruppe, Hamburg,, kam es am 20.11.2021 zu einem Brand am Standort Niederzissen, Rheinland-Pfalz. Bei dem Ereignis kamen den Angaben zufolge keine Menschen zu Schaden. Neben begrenzten thermischen Beschädigungen kam es auch zu massiven Rußbeaufschlagungen auf sämtlichen Oberflächen des dortigen Gebäudes, der technischen Betriebseinrichtung sowie der Warenvorräte. Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen, für Brandstiftung oder einen technischen Defekt der Anlagen gibt es demnach bisher aber keine Anzeichen.

Das Unternehmen hat sich auf Additiv-, Farb- und Schwarzkonzentrate zur Ausrüstung und auch Einfärbung von Kunststoffen (Masterbachtes) spezialisiert. Wann die dortige Produktion wieder angefahren werden kann, ist noch nicht ersichtlich. Auch gibt es keine Angaben, ob und in welchem Umfang die Lieferfähigkeit beeinträchtig wird und ob es zu Produktionseinschränkungen auch in den internationalen Werken der Akro-Plastic in Deutschland, Brasilien oder China kommen könnte.

25.11.2021: Deutsche Exportindustrie optimistischer als noch im Oktober

Wie das Ifo Institut vermeldet, haben sich die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Vormonat Oktober leicht verbessert. Diese konnten sich von 13,1 auf 15,8 Punkte verbessern. Zum Vergleich: Im September waren es noch 20,6 Punkte. Demnach sei die deutsche Exportwirtschaft trotz der angespannten Lage auf dem Beschaffungsmarkt und den damit verbundenen Lieferproblemen bei Vorprodukten und Rohstoffen robust aufgestellt.

Insbesondere die Automobilindustrie erwarte laut Ifo Institut vermehrt Zuwächse im Auslandsgeschäft. Ebenso würden Hersteller von elektrischen Ausrüstungen zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Im Maschinenbau gaben die Erwartungen etwas nach, sie liegen aber auf einem stabilen Niveau.

 

Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe
Die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe stiegen zuletzt wieder. Treiber sind hier vor allem das Auslandsgeschäft der Automobilindustrie. (Bild: Ifo Institut)

24.11.2021: Rollende Coronawelle drückt vermehrt auf das Geschäftsklima

Wie das Ifo Institut meldet, machen Unternehmen zunehmend die derzeit rollende vierte Coronawelle und die weiter angespannte Lage an den Beschaffungsmärkten zu schaffen. Das spiegelt sich auch in aktuellen Zahlen des Ifo Geschäftsklimaindex wieder. Zahlen, Bilder und Hintergründe erfahren Sie hier zusammengefasst.

23.11.2021: Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

Der VDMA hat aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes vorgelegt. Darin zeigen sich: Die Maschinenexporte ins Ausland, und hier insbesondere die USA, legen weiter zu und erreichen nun sogar fast wieder das Vorkrisenniveau vor der Corona-Pandemie. Sämtliche Zahlen und Stimmen lesen Sie hier.

19.11.2021: Auch Röhm erhöht nun die Preise

Wie Röhm bekannt gab, wird man die Preise für PMMA und PMMI Formmassen mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 erhöhen. Demnach wird das Unternehmen weltweit die Verkaufspreise für seine unter den Marken Plexiglas und Pleximid (in Amerika Acrylite und Acrymid) vertriebenen PMMA-Formmassen nach oben korrigieren.

Folgende Preiserhöhung stehen an:

  • 0,25 Euro/kg in Europa und Mittlerer Osten,
  • 0,15 US-Dollar/kg in der Region Asien-Pazifik und
  • 0,12 US-Dollar/lbs beziehungsweise 0,25 Euro/kg in Südamerika.

19.11.2021: BASF erhöht Preise für Polyalkohole

Wie die BASF angekündigt hat, wurden mit sofortiger Wirkung die Verkaufspreise für die Polyalkohole Neopentylglykol (NPG) und 1,6-Hexandiol (HDO) in Europa erhöht. NPG wird als Zwischenprodukt zum Herstellen von beispielsweise Polyesterharzen verwendet. HDO für Industrielacke, Polyurethanen, Klebstoffen und mehr. Die Preise im Detail und weitere Informationen dazu, gibt es hier.

17.11.2021: Schwierige Lage für PVC-Branche auch weiterhin unverändert

Eine enge Versorgungslage und der der sprunghafte Preisanstieg beeinträchtigen auch weiterhin die PVC-Branche. Hinzu kommen Force Majeure-Meldungen und hohe Energiepreise. Die Verfügbarkeit von PVC sei laut dem IVK Europe weiterhin stark beeinträchtigt. Wie es um die Lage steht, erfahren Sie hier.

15.11.2021: Evonik baut Kapazitäten für Weichmacher-Produkte aus

Der Spezialchemie-Konzern Evonik will bis 2022 neue Weichmacher-Produkte, basierend auf dem Rohstoff Isononanol (INA) auf den Markt bringen. In Marl sollen dafür weitere Produktionskapazitäten geschaffen werden. Weichmacher werden beispielsweise in PVC-Fußböden, Kabeln oder Dachbahnen eingesetzt. Gerade jetzt zu Zeiten angespannter Rohstoffmärkte ein klares Zeichen seitens Evonik. Neben einem ausgewogenen Produktportfolio ist sei vor allem die Liefersicherheit relevant. „Hier treffen wir Maßnahmen, um die Verfügbarkeit der Weichmacher und des Ausgangsrohstoffes weiter abzusichern“, sagt Roland Pietz, Marktsegmentleiter Oxo-Alkohole und Weichmacher bei Performance Intermediates. Die Hintergründe gibt es hier.

12.11.2021: Organisationen fordern künftige Regierung auf, beim Ressourcenschutz umzudenken

Organisationen, darunter das Netzwerk für Nachhaltiges Wirtschaften (B.A.U.M.) sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), fordern die Koalitionsparteien dazu auf, das Thema Ressourcenschutz in die Koalitionsverhandlungen miteinzubeziehen. Es müsse einheitliche Rahmenbedingungen geben, sonst drohe, die selbst gesteckten Klimaziele zu verfehlen. Die Statements und weitere Hintergründe gibt es hier.

11.11.2021: VDMA sieht angespannte Lage auch in Schwellenländern

Ob in Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) - der Rohstoffmangel und die Folgen wirken sich vermehrt auf die Geschäftsaktivitäten von Maschinenbauern und Unternehmen in den dortigen Regionen aus. Demnach sei China nicht der erhoffte Impulsgeber, Unternehmen aus Indien würden die Entwicklungen insgesamt deutlich positiver sehen. Das jedenfalls sind die Ergebnisse der aktuellen VDMA-Herbstumfrage unter dessen Mitgliedern. Wie sich die Geschäftsaktivitäten der dortigen Maschinenbauer entwickelt haben, können Sie hier nachlesen - inklusive Zahlen und Hintergrundinformationen.

11.11.2021: Normalienhersteller Meusburger sichert Versorgungskapazitäten

"Die aktuellen Lieferschwierigkeiten bremsen das wirtschaftliche Wachstum deutlich aus“, sagt Guntram Meusburger, Geschäftsführer von Meusburger. Der Hersteller setzt dem einen hohen Eigenfertigungsanteil entgegen. Die ganze Meldung und die weiteren Hintergründe finden Sie hier.

09.11.2021: Lieferengpässe bis weit ins neue Jahr erwartet

Laut aktuellen Zahlen einer Ifo-Umfrage sollen sich die Lieferengpässe im Einzelhandel bis weit in den Sommer 2022 hinziehen. „Die Produktauswahl wird zu Weihnachten und lange danach eingeschränkt sein“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Welche Branchen genau betroffen sind, können Sie hier einsehen.

Ifo-Schätzung der Kurzarbeit für das Gesamtjahr je nach Branche
Ifo-Schätzung der Kurzarbeit: Das verarbeitende Gewerbe verzeichnet insgesamt höhere Zahlen, in anderen Branchen sinkt die Zahl der Beschäftigten in der Kurzarbeit. (Bild: Ifo Institut)

05.11.2021: Vermehrte Kurzarbeit und weniger Fachkräfte im Hochbau

Wie das Ifo Institut laut aktuellen Umfragen meldet, schickt insbesondere das verarbeitende Gewerbe Beschäftigte vermehrt in Kurzarbeit. Die Automobilindustrie, leidtragende des immer noch akuten Halbleitermangels, ist hier mitunter treibend. Ebenso fehlen vermehrt Fachkräfte im Hochbau. Alle Zahlen inklusive Grafiken können Sie hier nachlesen.

03.11.2021: Industrie beklagt weiterhin Materialmangel

Wie das Ifo Institut in einer neuen Umfrage berichtet, beklagen 70,4 % der befragten Firmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Das sind 7 % mehr als noch im Vormonat. Der Ifo-Umfrage zufolge gehen die Industriefirmen im Durchschnitt davon aus, dass die Probleme noch 8 Monate andauern werden. Weitere Hintergründe zur Ifo-Umfrage erhalten Sie hier.

02.11.2021: Geschäftsklima der Automobilbranche ebbt ab

Das Ifo Branchenbarometer zum Geschäftsklima der deutschen Automobilindustrie fiel erneut. Von 9,8 Punkten im September auf akutell 8,5 Punkte im Oktober. Insbesondere der Strukturwandel in der Automobilindustrie bereite Zulieferern Sorge. Die weiteren Hintergründe und Zahlen vom Ifo Institut gibt es hier.

02.11.2021: Wird jetzt auch der Dieselzusatz Adblue knapp?

Wie der ADAC berichtet, könnte sich die allgemeine Rohstoffknappheit nun auch auf den Dieselzusatz Adblue auswirken. Demnach beeinflussen die hohen Gaspreise die Produktion des Abgasreinigungsmittels. So hat beispielsweise bereits die BASF die Produktion gedrosselt. Eine sichere Prognose sei derzeit noch nicht abzuleiten. Der Mineralöwirtschaftsverband (MWV) sieht derzeit zumindest noch keine akute Versorgungslücke.

29.10.2021: Lieferengpässe verursachen hohe Produktionsausfälle

In seiner neuesten Prognose geht das Münchner Ifo Institut davon aus, dass sich die bislang durch die Lieferengpässe ausgelösten Wertschöpfungsverluste in der deutschen Industrie auf knapp 40 Mrd. Euro belaufen.

 

25.10.2021: Lieferprobleme trüben Stimmung in der Wirtschaft

Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 97,7 Punkte gefallen, nach 98,9 Punkten im September. Insbesondere die Erwartungen sind immer mehr von Skepsis geprägt. Auch die aktuelle Lage schätzen die Unternehmen weniger gut ein. Zu den Hintergründen.

25.10.2021: Expandierbares Polypropylen wird in EMEA teurer

JSP, Hersteller von expandierbarem Polypropylen mit dem Handelsnamen Arpro, hat eine Preiserhöhung von 10 % in den EMEA-Märkten angekündigt. Diese wird ab dem 01.01.2022 in Kraft treten. Die Erhöhung ist nach Unternehmensangaben notwendig, um den allgemeinen Marktbedingungen Rechnung zu tragen, insbesondere dem Anstieg der Polypropylenpreise und der Energie- und Transportkosten.

25.10.2021: Wacker erhöht Preise für polymere Bindemittel und Festharze

Der Chemiekonzern Wacker, München, erhöht wegen anhaltend steigender Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten die Preise für Polymerdispersionen, Dispersionspulver und Festharze. Weitere Hintergründe erfahren Sie hier.

22.10:2021: Lanxess passt Preise für anorganische Pigmente an

Wie das Unternehmen selbst mitteilt, werden mit sofortiger Wirkung weltweit temporär die Preise für anorganische Pigmente erhöht. Hauptverantwortlich dafür, seien die global massiv gestiegenen Energiekosten für Strom, Gas, und Dampf. So steigen die Preise für Esenoxid- und Chromoxidpigmente aus allen Produktionsstandorten um 300 Euro/t beziehungsweise den entsprechenden Betrag in der jeweiligen Währung.

21.10.2021: Deutsche Klebstoffindustrie spürt Corona und ist vorsichtig optimistisch

Mit einem Umsatzrückgang von 4,5 % schließt man das Geschäftsjahr 2020 ab. Wie bei vielen anderen Branchen auch, beeinflusst auch hier die Corona-Pandemie das Marktgeschehen deutlich. Erschwerend hinzu kommen die weiterhin angespannte Rohstofflage an den Weltmärkten, in Verbindung mit volatilen Lieferketten und weiterhin steigenden Preisen - sowohl bei Rohstoffen, als auch bei den Transportkosten. Die ganzen Hintergründe zur Marktentwicklung, inklusive Ausblick für 2021, gibt es hier.

20.10.2021: Mittelstand stark von Lieferengpässen betroffen

Eine aktuelle KfW-Untersuchung unter 2.400 KMUs zeigt, dass der Mittelstand besonders stark unter Lieferengpässen leidet. Demnach sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe oder auch der Groß- und Einzelhandel betroffen.

Demnach ist die Hälfte (48 %) der KMUs von Lieferschwierigkeiten betroffen. Für etwa jeden vierten Mittelständler kommt es zu Beeinträchtigungen in der Produktion oder Dienstleistungserstellung aufgrund fehlender Rohstoffe oder Vorprodukte (28 %). Das Verarbeitende Gewerbe leidet hierunter am stärksten (56 %).

Dass der Mittelstand in der Breite betroffen ist, liegt laut KfW nicht zuletzt daran, dass derzeit eine Vielzahl von Materialien und Vorprodukten nicht in der nachgefragten Menge zur Verfügung steht. Schwierigkeiten gibt es nicht nur bei Mikroprozessoren, auch einfache Steuerungselemente fehlen, genauso wie Stahl, Aluminium, Kupfer und andere Metalle, Kunststoffe und Verpackungsmaterialien oder auch Holz für die Bau- und Möbelindustrie. Ein wesentlicher Grund ist, dass viele Unternehmen in der Corona-Krise ihre Kapazitäten zurückgefahren haben und nun auf die wieder anspringende Nachfrage nur langsam reagieren können. Andere Ursachen wie Störungen im internationalen Frachtverkehr, die weiter anhaltenden Handelskonflikte oder einzelne Ereignisse wie die Waldbrände in Kalifornien spielen ebenfalls eine Rolle.

Weitere Zahlen und Hintergründe zur Situation im Mittelstand gibt es beim KfW.

20.10.2021: OQ Chemicals erhöhte Preise in Europa

Das Unternehmen OQ Chemicals, Hersteller von Oxo-Intermediaten und Oxo-Derivaten wie Alkohole, Polyole, Carbonsäuren, Spezialester und Amine, erhöht die Preise für alle in Europa hergestellten Produkte mit Wirkung zum 1. November 2021 bzw. vertraglicher Möglichkeit.

  • Für Europa erhöhen sich die Preise demnach um 350 Euro/mt
  • Für Nordamerika um 420 US-Dollar/mt
  • Für den Rest der Welt um 420 US-Dollar/mt

07.10.2021: Ifo-Umfrage zeigt: Produktionserwartungen weiterhin hoch

Wie aus einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht, stieg der entsprechende Wert im September auf 29 Punkte. Zwei mehr noch als im Vormonat. „Die weiterhin guten Produktionsaussichten lassen sich auch auf Nachholeffekte wegen der Corona-Pandemie zurückführen“, sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen. Die Entwicklung der einzelnen Industriebereiche im Detail erfahren Sie hier.

07.10.2021: Weitere Unternehmen passen ihre Preise an

Die Unternehmen Clariant, Trinseo und Songwon passen die Preise für eine Reihe ihrer Produkte an. Hintergrund ist die weiterhin schlechte Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen für Kunststoffe und Rohstoffe im Allgemeinen. Welche Produkte es im Detail betrifft, haben wir für Sie hier zusammengefasst.

30.09.2021: Materialengpässe spitzen sich zu

Laut einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts klagten 77,4 % der Industriefirmen in Deutschland im September, über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Mehr als zuvor. Weitere Zahlen und Stimmen gibt's hier.

30.09.2021: Situation an chinesischen Häfen bessert sich

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im August saisonbereinigt um 3,2 Punkte auf 126,6 gestiegen. Der Anstieg des weltweiten Containerumschlags geht vor allem auf die chinesischen Häfen zurück. In den europäischen Häfen ist der Umschlag hingegen leicht gesunken.

Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Anscheinend können die Probleme in den chinesischen Häfen allmählich überwunden werden. Wie der Rückgang in Europa zeigt, läuft der Containerumschlag aber insgesamt noch nicht wieder rund.“ Quelle: RWI - Essen

27.09.2021: Stimmung in der Wirtschaft trübt sich ein

In einer Konjunkturumfrage des Ifo Instituts zeigt sich, dass der Geschäftsklimaindex im Verarbeitenden Gewerbe rückläufig ist. So schätzen Unternehmen ihre Lage für die kommenden Monate deutlich weniger gut ein, als es bislang der Fall war. Mehr Hintergrundinformationen zum Thema.

22.09.2021: Ifo Institut korrigiert Wirtschaftsprognose

Die Lieferengpässe der Industrie halten an, daher hat das Münchner Ifo Institut seine Wirtschaftsprognose für 2021 um 0,8 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Wie das Institut die Situation ab 2022 einschätzt können Sie hier nachlesen.

21.09.2021: Weitere Unternehmen erhöhen die Preise

Wie das Unternehmen Röhm von offizieller Seite verlautet, wird es die Verkaufspreise für Plexiglas und Pleximid Formmassen mit Wirkung zum 01. Oktober 2021 erhöhen. Demnach beträgt - soweit unter bestehenden vertraglichen Vereinbarungen möglich - die Preiserhöhung 0,08 Euro/kg für alle Produkte.

Und auch der Spezialchemie-Konzern Lanxess erhöht mit sofortiger Wirkung weltweit die Preise für 1,6-Hexandiol (HDO) um 300 Euro/t. Wie das Unternehmen angibt, sind die in den vergangenen Monaten erheblich gestiegenen Energiekosten dafür mitverantwortlich. HDO ist ein wichtiger Ausgangsstoff für hochwertige Beschichtungen, Fasern, Klebstoffe, Polyurethane und Polycarbonatdiole. Darüber hinaus kommt es als Reaktivverdünner für Epoxidharze zum Einsatz.

09.09.2021: Frachtkosten für Container explodieren

Wie Sie bei unserer Partnerseite Chemie-Technik lesen können, spitzt sich auch der Preiskampf in Sachen Container-Schifftransporte weiter zu.

08.09.2021: Material in der Industrie weiter rares Gut

Zwar verbesserten sich dem Ifo-Institut zufolge die Produktionserwartungen, der Materialmangel spitzt sich jedoch weiter zu: „Die stark gestiegenen Einkaufspreise für die Vorprodukte machen den Unternehmen weiterhin zu schaffen", sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

01.09.2021: Preisexplosion bei Kunststoffen – den Gründen auf der Spur

Unsere Kollegen der Chemie Technik haben sich einmal genauer angeschaut, warum die Preise für Polymere derzeit in die Höhe schnellen und haben dafür detaillierte Zahlen, Infografiken und Hintergrundinformationen zusammengetragen. Die ganze Analyse des derzeitigen Marktgeschehens, finden Sie hier.

01.09.2021: Probleme in China beeinflussen Containerumschlag-Index

Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat aktuelle Zahlen zum Containerumschlag-Index: Nach der aktuellen Schnellschätzung im Juli ist dieser saisonbereinigt um 1,6 Punkte auf 125,1 gestiegen. Dass der Zuwachs nicht noch höher ausfällt, liegt an Verzögerungen bei der Abfertigung in chinesischen Häfen, die bald auch in Europa zu spüren sein werden.

30.08.2021: Stimmung in deutscher Exportwirtschaft verschlechtert sich

Für den August meldet das Ifo Institut, dass die Exporterwartungen auf 16,6 Punkte gefallen sind. Im Vormonat waren es noch 23,1 Punkte. Hier erfahren Sie, welche Branchen besonders betroffen sind.

24.08.2021: Bei "Playmobil" und "Lechuza" werden die Materialien knapp

Für die Horst Brandstätter Group, Zirndorf, sind diverse Rohstoffe für das Herstellen von Kunststoffen seit Monaten weltweit schwer verfügbar. Als Produzent von Playmobil und Lechuza ist die Unternehmensgruppe von der angespannten Versorgungslage auf den globalen Märkten unmittelbar betroffen.

10.08.2021: Unternehmen setzen weiter auf globale Lieferketten

Von 5.000 befragten Unternehmen will nur jedes zehnte Unternehmen in Zukunft vermehrt auf heimische Lieferketten setzen. „Viele Firmen planen stattdessen, ihre Lagerhaltung auszubauen und die Anzahl ihrer Zulieferer zu erhöhen“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft. Das sind die Ergebnisse aus einer Studie, die das Ifo-Institut für die Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt hat und hier einsehbar sind.

09.08.2021: Studie bekräftigt Ergebnisse zu Rohstoffengpässen

In einer aktuelle Studie hat der Finanzdienstleisters Close Brothers Asset Finance 200 Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland zur Rohstoffknappheit und der Corona-Pandemie befragt. 81 % der befragten Unternehmen gaben demnach an, dass sie Engpässe in der Rohstoffversorgung haben haben. Wir haben die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

09.08.2021: Maschinenbau klagt weiter über Materialengpässe

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland leidet laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts immer stärker unter Materialengpässen. „Bereits 70 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau sehen ihre Produktion durch einen Materialmangel deutlich erschwert“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Problematisch sei die Versorgung mit Elektronikkomponenten und Stahl. In der Automobilproduktion spürten im Juli – dem Institut zufolge – sogar über 83 Prozent der einen Mangel an Vorprodukten, nach knapp 65 Prozent im April. Dies sei der höchste Wert seit dem Jahr 1991.

06.08.2021: Gummi- und Kunststoffwarenhersteller senken Prognose

Umfragen des Ifo-Instituts zeigen, dass die deutsche Industrie ihre Produktionserwartungen etwas gesenkt hat. Demnach fiel der Indikator im Juli auf 22 Punkte, nach 27 im Juni. „Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten machen sich nun bemerkbar“, sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen. 

03.08.2021: Bessere Geschäfte für deutsche Automobilindustrie

Im Juli sind die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer besser gelaufen als im Monat zuvor. „Die Nachfrage in Asien und den USA ist weiter sehr stark, das Vorkrisenniveau ist in Reichweite. In Europa sind wir hingegen ein ganzes Stück davon entfernt“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

03.08.2021: Wachstum im verarbeitenden Gewerbe

Die deutsche Industrie hat sich auch im Juli in sehr guter Verfassung gezeigt. Das bestätigt der IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der sich im Berichtsmonat zum zweiten Mal in Folge verbesserte und bei 65,9 Punkten nach 65,1 im Juni notierte. Der aktuelle EMI signalisiert nicht nur ein erneut kräftiges Wachstum im verarbeitenden Gewerbe; er ist auch der dritthöchste Wert seit dem 1996 erfolgten Start der Datenerhebung. Der EMI wurde in diesem Jahr lediglich von den Werten im März und April übertroffen. Wie sich die EMI-Teilindizes entwickelten, haben unsere Kollegen von Technik + Einkauf zusammengefasst.

02.08.2021: Materialmangel spitzt sich zu

Laut der vierteljährlichen Umfrage des Ifo-Instituts klagen nahezu zwei Drittel der deutschen Industriefirmen über Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen. Vor allem stark gestiegene Einkaufspreise machen Unternehmen derzeit stark zu schaffen. So bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Alle weiteren Daten zur Umfrage, finden Sie hier.

26.07.2021: Stimmung in der deutschen Wirtschaft gedrückt

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juli auf 100,8 Punkte gefallen, nach 101,7 Punkten im Juni. Bei den Unternehmen nahm der Optimismus mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten merklich ab. Wie sich das Geschäftsklima in den jeweiligen Industriesektoren entwickelt hat, lesen Sie hier.

19.07.2021: Gefährdet Chinas Anspruch auf Taiwan die Weltwirtschaft?

Um Taiwan mit dem chinesischen Festland zu vereinen, könnte Peking zu militärischer Gewalt greifen. Für die Weltwirtschaft hätte das verheerende Folgen. So bräche beispielsweise die globale Halbleiter-Wertschöpfung zusammen. Unsere Kollegen von Technik + Einkauf wagen einen Blick auf ein Szenario, das sich kein Unternehmen wünscht.

07.07.2021: Produktionserwartungen leicht gestiegen

Das Ifo-Institut, München, meldet, dass die Produktionserwartungen im verarbeitenden Gewerbe im Juni auf hohem Niveau geblieben sind. Der Indikator stieg auf 27 Punkte, nach 26 im Mai. „Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten stehen derzeit einem kräftigeren Anstieg der Industrieproduktion entgegen“, erläutert Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Allerdings ist die Entwicklung in den einzelnen Branchen ganz unterschiedlich.“ Die ganzen Ergebnisse der Umfrage lesen Sie hier.

07.07.2021: Preiserhöhungen sind weiter Thema

Die Konjunkturumfrage vom Mai des Ifo-Instituts zeigt, dass immer mehr Unternehmen in Deutschland ihre Preise erhöhen wollen. „Viele Unternehmen geben Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite weiter“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Zudem gibt es teilweise Nachholeffekte aufgrund früherer Preissenkungen während der Coronakrise.“

24.06.2021: Bessere Stimmung in der Industrie

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich laut Ifo Institut, München, erneut deutlich verbessert. Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 101,8 Punkte gestiegen, nach 99,2 Punkten im Mai. Unter der generell sehr guten Entwicklung in den Industriebranchen ragen insbesondere der Maschinenbau und die Elektroindustrie heraus. Sorgen bereiten vielen Unternehmen die zunehmenden Engpässe bei Vorprodukten.

04.06.2021: Rohstoffpreise auf Rekordhoch

Aktuelle Blitzumfrage unter IK-Mitgliedern: Die Preise vieler Standard-Kunststoffe haben sich den Angaben der Unternehmen zufolge um über 70 % seit Jahresbeginn erhöht. Hinzu kommen stark gestiegene Transport- und Logistikkosten. Zusätzlich bereitet die Verknappung wichtiger Kunststoffe den Verpackungsherstellern weiterhin erhebliche Probleme in der Produktion. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier zusammengefasst.

31.05.2021: Preisanpassungen bei Meusburger

Der Normalienhersteller Meusburger berichtet, dass die aktuell stark steigenden Rohstoffpreise bei vielen Unternehmen für Unsicherheit sorgen. Grund dafür sei der sprunghaft angestiegene Stahlbedarf, der eine weltweite Stahlknappheit zur Folge hat. Die logische Konsequenz sei neben Lieferengpässen auch ein extremer Anstieg der Preise, dem nun auch Meusburger nachkommt.

25.05.2021: Lieferengpässe bei Kunststoffen

Kunststoffe sind aktuell ein knappes Gut. Einkäufer für Verpackungen müssen horrende Preise zahlen. Woran das liegt und was zu tun ist, erfahren Sie hier bei unseren Kollegen der Technik + Einkauf.

11.05.2021: IK sieht Talsohle erreicht

Die Lieferketten und Partnerschaften in der kunststoffverarbeitenden Industrie seit Jahresbeginn aufgrund fehlender Rohstoffe und sprunghaften Preissteigerungen massiv unter Druck. Die in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen organisierten Unternehmen melden nun das Erreichen eines Negativ-Plateaus. „Es scheint vorerst nicht noch schlimmer zu werden bei der Versorgung mit Kunststoffen. Bessere Nachrichten gibt es seitens der Hersteller von Kunststoffverpackungen aber leider nicht“, erklärt IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann.

28.04.2021: Vorprodukte für Fluorkunststoffe knapp

Der Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff (Pro-K) meldet, dass die aktuelle Versorgungssituation mit Vorprodukten für Verarbeiter von Fluorkunststoffen im ansonsten anziehenden Marktumfeld aktuell herausfordernd ist. Beherrschendes Thema im Bereich der Fluorkunststoffe ist die Rohstoffsituation, die sich durch einen deutlichen Preisanstieg bei gleichzeitiger begrenzter Verfügbarkeit der Rohstoffe bemerkbar macht.

22.04.2021: Mit Additiver Fertigung Lieferengpässe überbrücken?

Ein wirksames Mittel gegen solche Unterbrechungen in der Lieferketten kann der 3D-Druck sein. Das meint mehr als jedes dritte Industrieunternehmen in Deutschland mit 100 oder mehr Mitarbeitern (38 %). 43 % sehen als wichtigsten Vorteil von 3D-Druck ganz allgemein eine größere Flexibilität in der Produktion. Die Ergebnisse der hier zitierten Studie zur Digitalisierung der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, erfahren Sie hier.

01.04.2021: Rohstoffkrise spitzt sich zu

Die Versorgungskrise bei den Herstellern von Kunststoffverpackungen wird immer schlimmer. Von fehlenden Rohstoffen und einer nie dagewesenen Preisexplosion spricht jetzt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. Acht von zehn Kunststoffverpackungsherstellern mussten wegen der Rohstoffverknappung bereits ihre Produktion drosseln. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet in den nächsten vier Wochen mit Lieferausfällen im mittleren bis sehr starken Umfang.

04.03.2021: Kunststoffe für Verpackungen werden knapp

Versorgungsengpässe bei verschiedenen Rohstoffen machen Herstellern von Kunststoffverpackungen in Deutschland zu schaffen. Der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen berichet aus einer Umfrage unter seinen Mitgliedern, dass für dreiviertel der teilnehmenden Firmen eine schlechte bis sehr schlechte Versorgungslage vorliegt. „Die Kunststoffverpackungshersteller sind alarmiert und in großer Sorge“, fasst IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann die aktuelle Situation zusammen. „Die Umfrageergebnisse zeigen eine deutliche Verschlechterung der Rohstoffversorgung gegenüber dem Jahresbeginn." 

01.03.2021: Rohstoffknappheit dämpft Optimismus

Die Hersteller von Halbzeugen und Konsumprodukten aus Kunststoff sind zuversichtlich in das laufende Jahr 2021 gestartet, berichtet der Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. Die Entwicklung wird allerdings durch die in Teilen knappe Versorgungslage mit Rohstoffen gedämpft

26.02.2021: Gutachten stellt Abschottung globaler Lieferketten infrage

Ein Gutachten des IfW Kiel im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA zeigt: Deutschlands Wohlstand wird entscheidend von der internationalen Arbeitsteilung getragen. „Die Corona-Krise hat die Verwundbarkeit internationaler Lieferketten gezeigt. Daraus den Schluss zu ziehen, Produktion wieder zurück in die Heimatländer zu holen, ist extrem teuer und daher der falsche Weg“, sagt IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. Welche konkreten Auswirkungen eine mögliche Abschottung verursachen würde, erfahren Sie hier.

 

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