ein weinendes Lego-Männchen vor weißem Hintergrund

Die Situation ist weiter angespannt: Die Kunststoffindustrie sucht händeringend nach Personal. (Bild: Nik – Unsplash)

17.07.2024: Engel-Maschine für Institut für Kunststofftechnik Darmstadt (IKD)

Eine vollelektrische E-Mac 100 von Engel steht jetzt am Institut für Kunststofftechnik Darmstadt (IKD) der Hochschule Darmstadt. Im Bachelorstudiengang der Kunststofftechnik wird die neue Spritzgießmaschine im Praktikum genutzt. Hier lernen die Studenten, wie sie Einstellparameter ermitteln, den Prozess im Hinblick auf die Formteilqualität optimieren und statistische Versuchspläne (DOE) einsetzen können, um die Einflussgrößen auf die Formteilmerkmale zu analysieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

16.07.2024: Neststal-Maschine für das SKZ in Horb am Neckar

SKZ- und Netstal-Verantwortliche vor einer Spritzgießmaschine
Die neue Spritzgießmaschine ergänzt das bestehende Schulungsangebot am SKZ-Standort. (Bild: SKZ)

Der Spritzgießmaschinen-Hersteller Netstal stellt dem Standort des Kunststoff-Zentrums SKZ in Horb am Neckar eine Spritzgießmaschine Elion 1200-510 zur Verfügung. Am 25. Juni 2024 fand die offizielle Maschinenübergabe statt. Die Elion 1200-510 mit einer Schließkraft von 1.200 kN findet zukünftig für die umfangreichen Bildungsaktivitäten im Spritzgießen am Standort Horb am Neckar ihren Einsatz.

Die Maschine bereichert das bestehende Schulungsangebot in Horb – darunter den „Maschinenbediener“ oder „Geprüften Einrichter“, aber auch Kurse über Spritzgießfehler oder Bemusterung von Spritzgießwerkzeugen. Das Kursprogramm umfasst Kursoptionen für Quereinsteiger sowie Fachkräfte. Die Spritzgießeinheit aus der Elion-Baureihe zeichnet sich durch eine geringe Geräuschemission und optimale Energieeffizienz aus. Mit dem Spritzprägen respektive ICM (Injection Compression Molding) können hierbei auch neue Anwendungsfelder erschlossen werden. (Quelle: SKZ)

15.07.2024: Mit KI gegen den Fachkräftemangel?

Mit dem Renteneintritt der Babyboomer wird sich die Situation im Bereich des Fachkräftemangel weiter verschärfen. Künstliche Intelligenz (KI) kann den Fachkräfteengpässen entgegenwirken. Mithilfe der Technologie lassen sich Beschäftigte entlasten und stille Reserven für den Arbeitsmarkt mobilisieren. Wie genau das gelingt und welche Herausforderungen mit dem KI-Einsatz in Unternehmen und Verwaltung verbunden sind, erklärt Christoph Schmidt im Interview. Er ist Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme.

Christoph Schmidt ist Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied der Plattform Lernende Systeme
Christoph Schmidt ist Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied der Plattform Lernende Systeme. (Bild: Sven Lorenz)

Herr Schmidt, inwiefern kann KI zur Fachkräftesicherung beitragen?

Schmidt: Nicht nur schrumpft in Deutschland aufgrund des demographischen Wandels zunehmend das Potenzial an Erwerbspersonen, es wird offenbar auch immer schwerer, junge Menschen für eine berufliche Ausbildung zu begeistern. Dies beeinträchtigt die Anwerbung von Fachkräften, Aufträge bleiben unerledigt und in den Betrieben kann Erfahrungswissen nur unzureichend an die nächste Generation weitergegeben werden. Diese Problemlage wird durch den rapiden Wandel in der Arbeitswelt noch verschärft, da Digitalisierung und Automatisierung in den unterschiedlichsten Bereichen zwar nicht zu einer insgesamt geringeren Arbeitsnachfrage führen, aber nach völlig neuen Kompetenzen verlangen.

KI kann dabei unterstützen, bislang ungenutzte Arbeitsmarktpotenziale zu heben, etwa durch das zielgenaue Matching vorhandener Kompetenzen zu Stellenprofilen oder durch die maßgeschneiderte Identifikation von Weiterbildungsbedarfen. In erster Linie ist dabei an derzeit Erwerbslose zu denken, aber auch an Menschen mit Beeinträchtigungen sowie ältere Menschen. Ebenso kann KI bei der Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt helfen und die Weiterbildung von bereits Beschäftigten unterstützen.

Am Arbeitsplatz kann die KI menschliche Tätigkeiten ergänzen und tendenziell eher eintönig und wenig sinnstiftende Routinen ersetzen. Damit dürfte es gelingen, die Fähigkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben länger zu erhalten, Freiraum für kreative und sinnstiftende Aufgaben zu schaffen und gleichzeitig das Produktivitätswachstum zu sichern.

Welche Risiken des KI-Einsatzes in Unternehmen und Verwaltung sehen Sie?

Schmidt: Das bei weitem größte Risiko sehe ich darin, dass wir die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt und anderer Lebensbereiche nicht rasch genug umarmen werden, um im globalen Wettbewerb der Volkswirtschaften mithalten zu können. Denn für uns zentrale Werte wie Freiheit und Demokratie werden wir nur auf Basis wirtschaftlicher Stärke bewahren können. KI wird zwar menschliche Fähigkeiten wie Empathie und Kreativität aller Voraussicht nach nie ersetzen können. Aber es wäre äußerst töricht, darauf zu verzichten, sie als wichtigen Teil der Lösung für die Herausforderungen zu verstehen, die uns im heimischen Kontext insbesondere der demographische Wandel und im globalen Kontext beispielsweise der Klimawandel liefert.

Um insbesondere die direkt von Veränderungen Betroffenen mitzunehmen, müssen ihnen sowohl Unternehmen als auch der Staat passende Angebote zur Weiterbildung und die Perspektive auf eine fortgeführte Teilhabe am Arbeitsmarkt geben. Zudem wird es ohne die Bereitschaft der Beschäftigten, sich proaktiv mit neuen Arbeitsrollen zu befassen und sich selbst weiterzuentwickeln, nicht funktionieren. Es wird dabei sehr auf die Gestaltung der Transformation ankommen. Eine reine Arbeitsverdichtung oder die (gefühlte) Entmündigung durch Entscheidungsvorgaben der KI gilt es zu verhindern. Dabei sind zum einen die (Persönlichkeits-)Rechte von Beschäftigten zu schützen. Zum anderen gilt es, über die Leistungsgrenzen der jeweiligen Systeme aufzuklären und so ein übertriebenes Vertrauen in die KI zu vermeiden.

Ist Deutschland für den KI-Wandel auf dem Arbeitsmarkt bereit?

Schmidt: Aktuell ist Deutschland eher schlecht auf den anstehenden Wandel in der Arbeitswelt vorbereitet. So ist es mehr als überfällig, bereits in der Schule mit der Vermittlung von KI-Kompetenzen zu beginnen, damit die Bildungsinhalte in Ausbildungsbetrieben und Hochschulen darauf aufsetzen können. Hier ist nicht zuletzt das Lehrpersonal in der Verantwortung, sich inhaltlich weiterzuentwickeln. Dabei kann KI zur Modernisierung des Bildungssystems direkt beitragen, indem sie dort das Lehren und das Lernen unterstützt.

Volkswirtschaften mit weitaus geringeren öffentlichen Mitteln als sie in Deutschland jährlich verausgabt werden, sind uns bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung deutlich voraus. Es wäre dringend angezeigt, den Aufbau der Daten- und Recheninfrastrukturen stärker zu priorisieren und vor allem die öffentliche Verwaltung durch ein offensives Umarmen der Digitalisierung und insbesondere der KI agiler und effizienter zu machen. Dazu ist es dringend nötig, in der öffentlichen Verwaltung selbst KI-Kompetenzen aufzubauen.

Die deutsche Wirtschaft konnte bislang eine besondere Stärke aus ihrem unternehmerischen Mittelstand ziehen. Doch nun drohen gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Hinwendung zur digitalisierten Arbeitswelt den Anschluss zu verlieren. Hier könnten gezielte Unterstützungsangebote für KI, aber auch ganz allgemein eine Entfesselung der unternehmerischen Kräfte durch Entbürokratisierung und eine deutlich geringere Regulierungsdichte helfen. (Quelle: IDW)

09.07.2024: Schülerprogramm bei Wittmann Competence Days

junge Menschen
Unter anderem konnten die Jugendlichen die Bedienung von Geräten anhand von Hololense-Brillen testen. (Bild: Redaktion)

Für die Fachkräfte von Morgen hatte die Wittmann Gruppe bei ihrer Hausmesse Ende Juni in Wien ein spezielles Programm zusammengestellt. Wahrgenommen wurde dies von 270 Schülerinnen und Schüler der technischen Schulen in Wien. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführer Michael Wittmann und Rainer Weingraber, gab es einen Einführungsvortrag mit dem Thema "Zukunftschance Kunststoff". Referent war Klemens Reitinger, Abteilungsvorstand Kunststoff- und Umwelttechnik am TGM in Wien. Anschließend konnte an den Exponaten die Vielfältigkeit der Kunststofftechnik erlebt werden. An den Stationen standen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rede und Antwort zum Exponat und berichteten aus ihren Berufsalltag.

Hier erhalten Sie einen Einblick in das Schülerprogramm sowie die weitere Veranstaltung

03.07.2024: Henriette Quitter erhält SKZ-Nachwuchspreis

Henriette Quitter hat für ihre herausragende Masterarbeit den Nachwuchspreis des Kunststoff-Zentrums SKZ, Würzburg, erhalten. Die Jury des SKZ-Nachwuchspreises, bestehend aus dem SKZ-Fachbeirat, dem Sponsor OP Mobility sowie Vertretern des SKZ, würdigt die Arbeit von Henriette Quitter mit dem Titel „Entwicklung einer Mehr-Puls-Thermografie zur flächigen Schichtdickenmessung" als wegweisend für die Industrie. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 2.000 Euro dotiert.

Die Arbeit von Quitter hat zu bemerkenswerten Erkenntnissen geführt, die die Potenziale und Herausforderungen der Mehr-Puls-Thermografie als zerstörungsfreies Prüfsystem zur flächigen Visualisierung von Schichtdicken, insbesondere von Lacken, aufzeigen. Ziel war es, einen Auswertealgorithmus zu entwickeln, der eine präzise Umrechnung des Rohsignals der Mehr-Puls-Thermografie in Schichtdicken ermöglicht. Durch die Untersuchung verschiedener industrierelevanter Proben und Anregungstechniken konnte sie nicht nur eine flächenhafte Schichtdickenmessung realisieren, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über Anwendungsmöglichkeiten gewinnen.

Quitter ist bereits seit einigen Jahren am SKZ beschäftigt, aktuell als HiWi. Im Anschluss an ihre Projektarbeit am Würzburger Institut absolvierte die 27-Jährige ihre Masterarbeit unter Betreuung von SKZ-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian – ihr fachlicher Betreuer war Daniel Hoffmann, Senior Scientist in der Gruppe Zerstörungsfreie Prüfung. Dabei war Quitter die ganze Zeit im Themengebiet Thermografie tätig. „Die Mehr-Puls-Thermografie eröffnet die Möglichkeit, Schichtdicken flächig und direkt bildgebend zu bestimmen. Umfassende Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schichtdickenmessung bei Lackbeschichtungen sowohl auf Metall- als auch auf Kunststoffsubstraten erfolgreich eingesetzt werden kann“, erklärt Henriette Quitter.

Alina Heihoff (2.v.r.) nimmt den Nachwuchspreis von Prof. Dr. Martin Bastian, Garance Bussière und Mathieu Le Bras (beide Plastic Omnium) (v.l.n.r) entgegen.
SKZ-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian (links) und Andreas Rößler, Customer Engineering Department Manager bei Opmobility, überreichen Henriette Quitter Urkunde und Scheck. (Bild: Luca Hoffmannbeck, SKZ)

Luis Wachter, Gruppenleiter der Forschungsgruppe Zerstörungsfreie Prüfung am SKZ, freut sich über den Erfolg: „Die Ergebnisse von Henriette Quitter sind für die Industrie von hoher Relevanz, da sie den Weg für den Einsatz der Mehr-Puls-Thermografie zur zerstörungsfreien und flächenhaften Messung von Schichtdicken ebnen. Dies ermöglicht eine effiziente Qualitätskontrolle während des Beschichtungsprozesses und am fertigen Bauteil, was langfristig zu einer effizienteren Ressourcennutzung führen kann.“ Die Mehr-Puls-Thermografie stellt somit ein innovatives und vielversprechendes Werkzeug zur Prozessoptimierung und digitalen Prozessgestaltung dar. Die Preisverleihung fand wie jedes Jahr im Rahmen des SKZ-Netzwerktages statt (Quelle: SKZ)

25.06.2024: Infotage am 28. und 29. Juni bei Arburg

Wenn man sich für eine Ausbildung oder ein Studium interessiert, dann will man sich vorher möglichst umfassend informieren – auch zum weiteren beruflichen Werdegang. Das kann man bei Arburg, Loßburg, im Rahmen der jährlichen Infotage ausführlich tun. Interessierte Schülerinnen und Schüler haben dazu am 28. und 29. Juni 2024 wieder die Gelegenheit. An verschiedenen Info-Points erfahren die jungen Leute, welche Ausbildungsberufe und Studiengänge Arburg anbietet und erhalten von Azubis und DHBW-Studenten Details aus erster Hand. Am Freitag öffnen die Infotage ihre Pforten von 10 bis 16 Uhr, am Samstag von 8 bis 15 Uhr.

Theorie und Praxis sind bei den Infotagen eng miteinander verbunden. Es soll klar werden, was Kunststoffverarbeitung bedeutet und welche zukunftsweisenden Technologien und Jobs mit dieser Branche verbunden sind – denn es geht den Schulabgängern ja um ihre langfristigen Perspektiven. „Mit den Infotagen möchten wir einen Überblick zu den verschiedenen Ausbildungswegen und Zukunftsperspektiven bei Arburg präsentieren“, so Ausbildungsleiter Michael Vieth. „Wir sind mit einem umfangreichen Programm sowie unserem großen Team von Ausbildern, Azubis und Studierenden am Start, um die Schulabgänger individuell zu betreuen und umfassend zu informieren.“

Informieren und Ausprobieren gehören zusammen

Neben der Vorstellung des Arburg Berufs- und Studienangebots in den Bereichen Technik, IT und Wirtschaft wartet auf die Schülerinnen und Schüler auch jede Menge Action: Bei den Mechatronikern können sie einen Sechs-Achs-Roboter bedienen, die Technischen Produktdesigner zeigen, wie 3D-Zeichnungen erstellt werden. Und auch bei der Station der Konstruktions­mechaniker tut sich einiges: Dort können die Besucher mit einer VR-Brille virtuell Schweißen. Im Bereich IT wird aufgezeigt, mit welchen Programmen täglich gearbeitet wird und welche Geräte und Systeme in der Fachinformatik zum Einsatz kommen. Hier können die Schülerinnen und Schüler auch selbst Komponenten ein- und ausbauen.

Zudem können die Jugendlichen wertvolle Tipps zur Bewerbung einholen und offene Fragen klären sowie erste Eindrücke zu den Berufen und Studiengängen sammeln – damit werden schon viele Fragen zu „Ist die Ausbildung eigentlich die Richtige für mich?“ beantwortet.

Arburg-Infotage 2023, Multifunktionsraum
Auf den Arburg-Infotagen versuchen junge Menschen, ein Teil mit Hilfe eines Robot-Systems von A nach B zu bewegen. (Bild: Arburg)

Mit einem Guide kann man auch das Unternehmen erkunden und näher kennenlernen. Neben dem 2.000 m² großen Ausbildungscenter dürfen die Besucher zudem einen Blick in Produktion und Montage werfen und sehen, welche Fitnessangebote das Arburg Gesundheitscenter den Mitarbeitern anbietet.

Eine Voranmeldung ist jederzeit möglich. Man kann aber auch spontan vorbeikommen. Dabei aber auf jeden Fall die Postwurfsendung, die im Vorfeld verschickt wurde, mitbringen, um am Infotage-Gewinnspiel teilzunehmen. (Quelle: Arburg)

18.06.2024: Karriere-Freitag auf der Fakuma

Die Fakuma-Messe veranstaltet in diesem Jahr einen speziellen Karriere-Freitag, der darauf abzielt, Schülern, Studenten und Berufseinsteigern die vielfältigen Karriere-Möglichkeiten in der Kunststoffbranche näherzubringen. Die Veranstaltung findet am 18.10.2024 im Rahmen der 29. Fakuma auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Dieser ist zudem Teil des neuesten Initiativprojekts „Mold your dreams, mold your future“.

Der Karriere-Freitag bietet Schülern, Studenten und Berufseinsteigern die einzigartige Gelegenheit, die internationalen Aussteller der Fakuma-Messe an ihren Messeständen zu besuchen und mehr über die spannenden Karrieremöglichkeiten in der Kunststoffbranche zu erfahren. Unter dem Motto „Mold your dreams, mold your future“ werden die Aussteller den jungen Besuchern Karriereeinblicke in die Welt der Kunststoffverarbeitung, Produktentwicklung und innovativen Technologien geben. Die Kunststoffbranche ist ein lebendiger Hotspot für innovative Ideen und technologische Fortschritte. Mit einem klaren Fokus auf die Kreislaufwirtschaft eröffnet sie den Teilnehmern spannende Möglichkeiten, aktiv zur Nachhaltigkeit beizutragen und die Welt von morgen mitzugestalten.

„Unser Ziel ist es, junge Menschen für eine Karriere in der Kunststoffbranche zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie vielfältig und spannend dieser Bereich ist“, sagt Bettina Schall, Geschäftsführerin des Veranstalters Schall Messen. „Der Karriere-Freitag bietet eine einzigartige Gelegenheit für Schüler, Studenten und Berufseinsteiger, sich direkt mit Branchenexperten auszutauschen, Einblicke in innovative Technologien zu erhalten und potenzielle Karrierewege zu erkunden.“

Die Messebeirätin Susanne Zinckgraf, Head of Strategic Marketing Wittmann betont: „Kunststoffe sind lebenswichtig. Ohne Kunststoffe gibt es keine moderne Medizintechnik, keine nachhaltige Mobilität und keinen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln. Eine Karriere in der Kunststoffindustrie heißt: Die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Deshalb freuen wir uns darauf, auf der Fakuma 2024 jungen Menschen Einblicke in unsere Aktivitäten zu geben. Der Karriere-Freitag ist eine Superchance. Nirgendwo sonst kommt man der Branche näher als auf der Fakuma-Messe.“

Karriere Freitag auf der Fakuma-Messe 2024
(Bild: Schall Messe)

Die Branche ist stark von digitalen Technologien geprägt, was spannende Möglichkeiten für technikaffine Personen bietet. Außerdem trägt sie eine große Verantwortung für Umwelt- und Gesundheitsfragen, was ein bewusstes Handeln erfordert. Intensiv arbeiten die Branchen-Player an nachhaltigen Alternativen und Recyclingtechnologien. Die Zusammenarbeit der Aussteller mit Partnern auf der ganzen Welt bietet jungen Talenten die Möglichkeit, auf ihrem Berufsweg interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und globale Herausforderungen im Team anzugehen.

Messebeirat Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing Arburg ergänzt: „Zukunft braucht Ideen – und Menschen, die sie entwickeln und umsetzen. Unsere Branche bietet viele ungeheuer gute Möglichkeiten, sich bei der Lösung von wichtigen Fragen persönlich einzubringen: hier liegt der heute oft beschworene 'Purpose' klar auch der Hand. Wer gestalten will, ist in unserer Branche richtig! Von daher unterstützt Arburg als historischer Geburtshelfer der Fakuma diese Idee ausdrücklich. Wir freuen uns auf möglichst viele junge, interessierte Besuchende.“ (Quelle: Fakuma)

06.06.2024: Schüler schnuppern an der Hochschule Osnabrück

Der Fachbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück hat an der diesjährigen Mint Sommerakademie mitgewirkt und mit Schülern Beachballschläger aus Glasfasern, Harz und einem Holzkern im Vakuuminfusionsverfahren hergestellt.

Die Mint-Sommerakademie Osnabrück ist eine Kooperation des Schüler-Forschungs-Zentrums (SFZ) Osnabrück, der Universität und der Hochschule Osnabrück mit Gymnasien aus der Region. Schülerder achten Klasse haben dabei die Chance Kurse zu besuchen und so Studiengänge aus den die verschiedenen Mint-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) kennenzulernen.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, und einer kurzen Einführung in die Welt der Kunststoffe durften sich die Teilnehmenden in Kleingruppen an die Arbeit machen. Unter der Anleitung von David Polner und Henning Korte, beides Mitarbeiter im Labor für Kunststoff-CAE an der Hochschule, schnitten die Teams Fasern und Holzplatten zurecht, bereiteten die Arbeitsflächen für den Kontakt mit Harz vor, bohrten Löcher und führten die Vakuuminfusion durch. Anschließend prüften die Schüler*innen den Aufbau auf Schwach und Fehlstellen und testeten ihre selbstproduzierten Schläger.

„Wir freuen uns, wenn wir mit Angeboten wie der Mint-Sommerakademie Schülerinnen und Schülern die enorme Vielseitigkeit der Kunststofftechnik präsentieren können und vielleicht sogar ein paar Teilnehmende für unseren Fachbereich begeistern können“, fasst Thorsten Krumpholz die Veranstaltung zusammen. (Quelle: HS Osnabrück)

Schüler produzieren Bechballschläger an der HS Osnabrück
(Bild: Hochschule Osnabrück)

05.06.2024: Krauss Maffei Extrusion ermöglicht Studenten Blick in die Praxis

Fachexkursion für Studenten bei Krauss Maffei in Laatzen
(Bild: IKK/Celik)

Studenten erhielten bei Krauss Maffei Extrusion in Laatzen Einblicke in den dortigen Standort. Die Fachexkursion fand im Rahmen der Vorlesung „Kreislauftechnik“ des Studiengangs „Nachhaltige Ingenieurswissenschaften“ an der Leibniz Universität Hannover (LUH) statt.

Einen theoretischen Überblick gab es zu:

  • der Geschichte und dem Werdegang von Krauss Maffei
  • dem Maschinenpark samt Funktionen und deren Anwendungen sowie
  • dem Produktportfolio

Danach konnten die Studenten bei einem Rundgang industrielle Maschinen- und Anlagenkonzepte begutachten und den Werdegang vom Einzelteil bis zur fertig aufgebauten Maschine nachvollziehen. (Quelle: IKK)

17.05.2024: Wenn aus Flüchtlingen Fachkräfte werden

Fachkräfte sind rar und werden immer rarer. Wie dem Fachkräftemangel, zumindest ein Stück weit, erfolgreich begegnet werden kann, zeigt ein Beispiel. Um die Herstellung von kältetechnischen Anlagen zu sichern, ging der geschäftsführende Gesellschafter der Oni-Wärmetrafo einen ungewöhnlichen Weg. Erfahren Sie welchen.

Praktikanten bei Oni in Lindlar
Aktuell absolvieren fünf ukrainische Flüchtlinge ein Praktikum in Lindlar mit der Option auf einen Ausbildungsplatz ab August 2024. (Bild: Redaktion)

13.05.2024: Innovationspreis für Nachwuchskräfte

Der zum ersten Mal ausgeschriebene Swarco Indusferica Talent Award (Sita) zielt darauf ab, innovative Ideen und Forschungsarbeiten zu würdigen, die sich mit dem Einsatz von Glasperlen als Füllperlen in verschiedenen Materialien wie Kunststoffen, Verbundwerkstoffen, Farben, Lacken, Beschichtungen, additiver Fertigung und Baumaterialien befassen. Durch die Anerkennung von Leistungen in angewandter Forschung möchte das Unternehmen die Entwicklung und Anwendung dieser Technologien vorantreiben und deren Beitrag für die Industrie hervorheben. Die Teilnahme am Sita 2024/25 steht allen Studenten von Universitäten und Fachhochschulen im Bereich Materialwissenschaft in der DACH-Region offen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von insgesamt 3.500 Euro dotiert. Die Einreichungsfrist endet am 30. Januar 2025. Die Gewinner werden bis zum 28. Februar 2025 ausgewählt und im März 2025 bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Quelle: Swarco

3 junge Menschen schauen in eine Glaskugel
Mit dem Preis sollen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Verwendung von Glasperlen in industriellen Anwendungen ausgezeichnet werden. (Bild: Swarco Indusferica)

23.04.2024: E-Learning im Bereich der Kunststofftechnik

Zwei Jahre haben die Projektpartner intensiv gearbeitet. Jetzt werden die Ergebnisse Stück für Stück sichtbar. Im Projekt Zirpol haben sich Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, mit seinem Team aus dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule und das im Bereich E-Learning aktive Unternehmen Tech2Know vorgenommen, ein neues Kapitel für die berufliche Weiterbildung in der Kunststoffbranche aufzuschlagen. Dabei lautete die Kernfrage des Projektes: Welches Know-how benötigen Konstrukteure, Entwickler, Projektleitungen und Entscheider zukünftig, um nachhaltige und kreislauffähige Produkte entwickeln zu können?  

Warum die Kreislaufwirtschaft einiges ändert

Der Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft stellt völlig neue Anforderungen an die Vorgehensweisen und Entscheidungen in den Produktentwicklungsprozessen. Alle beteiligten Personen sind gefordert, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen und neues Wissen aufzubauen. Der steigende Fachkräftemangel verschärft die Herausforderungen. Daher war den Projektpartnern bereits zu Beginn klar, dass nur moderne E-Learning Lernformen in der Lage sind, den wachsenden berufsbegleitenden Weiterbildungsbedarf in der Breite effizient zu decken.

Insgesamt vier Abschlussarbeiten hat Stephan Krebeck, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück, im Rahmen des Projektes betreut. Schließlich gelten die bekannten Konstruktionsregeln für die kunststoffgerechte Konstruktion auch weiterhin, es kommen aber neue Regeln hinzu, wodurch die Komplexität in der Entwicklung steigt. Konstrukteur*innen müssen zukünftig die Entsorgung bereits mitdenken und je nach Produkt entscheiden, welche Lösung nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich ist.

Die Methoden zur Bewertung von Nachhaltigkeit, beispielsweise eine Ökobilanzierung, die CO2-Footprint-Berechnung oder Produkt-Zertifizierungen existieren bereits, sind aber den meisten Fachleuten aus der Kunststofftechnik nicht in der nötigen Tiefe bekannt. Bislang war das ein Thema für Spezialist*innen. Zukünftig wird es zu einem Standard-Werkzeug in der Produktentwicklung.

(v.l.) Die Zirpol-Projektpartner Dr. Marco Thornagel, Prof. Dr. Thorsten Krumpholz und Stephan Krebeck.
(v.l.) Die Zirpol-Projektpartner Dr. Marco Thornagel, Prof. Dr. Thorsten Krumpholz und Stephan Krebeck. (Bild: Krebeck)

Die Hochschule Osnabrück hat daher eine umfangreiche Sammlung an Inhalten erstellt, welche Tech2Know nutzt, um insgesamt fünf neue E-Learning-Kurse zu erstellen. Die Prototypen- und Pilot-Phase ist bereits erfolgreich abgeschlossen, in der sowohl Studenten als auch ausgewählte Unternehmen die Kurse testen und Feedback an die Projektpartner geben konnten.  Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück nutzt die Projektergebnisse in der Beratung und in bilateralen Projekten mit der Industrie. Auch in die Lehre werden die Ergebnisse einfließen.

Das Projekt Zirpol wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Förderprogramms „Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)“ gefördert.

Quelle: Hochschule Osnabrück

16.04.2024: TH Rosenheim will Schüler mit Rallye für MINT-Fächer begeistern

Plakat zur Teilnahme an einer Rallye
Die meisten der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele können mit MINT gelöst werden. Bei der Rallye gibt es Antworten weshalb. (Bild: TH Rosenheim)

Warum man mit MINT die Welt noch retten kann? Dies können Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse bei einer digitalen Schnitzeljagd am Hochschul-Campus Rosenheim herausfinden. Am Montag, den 13. Mai 2024 können an verschiedensten Stationen Aufgaben zu nachhaltigen Projekten gelöst und gleichzeitig fundierte Einblicke in die Arbeit, die eine nachhaltige Zukunft braucht, gewonnen werden. Denn es werden technologische Lösungen benötigt und dafür gibt es gerade im Bereich der Kunststofftechnik inspirierende und wichtige Forschungen.

Die "Save the Nature Rallye" ist eine interaktive Schnitzeljagd, mit Rätseln, Experimenten und Mini-Spielen, zu der sich Einzelpersonen oder auch Team anmelden können. Los geht's um 13:30 Uhr am Campus-Gelände. Dem Gewinner winkt ein iPad Air3, A+.

Quelle: Hochschule Rosenheim

08.04.2024: Projekt im Bereich der Biokunststoffe will angehende Fachkräfte motivieren und animieren

Tassen aus Biocelain
Tassen aus Biocelain werden im studentischen Café 144 auf dem Campus einem Dauertest im Dienste der Wissenschaft unterzogen. (Bild: Exipnos)

In einem Studentencafé an der Hochschule Merseburg (Home) werden Becher aus biobasiertem und bioabbaubarem Kunststoff von Exipnos, Merseburg, unter wissenschaftlicher Aufsicht einem mehrwöchigen Praxistest unterzogen. Die Trinkbecher bestehen aus Biocelain, dem Outdoor-Porzellan des Merseburger Unternehmens Exipnos und müssen sich nun in der Praxis beweisen.

„Dieses Projekt vereint in sich alle Facetten der Nachhaltigkeit, von der Nutzung nachwachsender Ressourcen für die Kunststoffherstellung, der umweltfreundlichen Fertigung, Optimierung und Verarbeitung des Materials über praktische Anwendererfahrungen bis hin zum Recycling und zur Kompostierung“, sagt Professorin Beate Langer Neugierige.

Mehr zum Projekt und weitere Details, erfahren Sie in diesem Artikel.

05.04.2024: BSG spricht bei Landtagsabgeordnetem vor

Gruppe von Männern vor einem Gebäude zum Gruppenfoto aufgestellt
Max Schad (links) mit Lehrkräften und Schülern der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik der Beruflichen Schulen Gelnhausen. (Bild: BSG)

Trotz sinkender Schülerzahlen muss die Fachschule Technik mit der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik an der BSG für die Branche erhalten bleiben. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, besuchten Lehrer und Schüler der Beruflichen Schulen Gelnhausen den Landtagsabgeordneten Max Schad in Wiesbaden und diskutierten mit ihm die Wichtigkeit des Erhalts der Schule. Die BSG ist eine von vier Schulen dieser Art deutschlandweit.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

02.04.2024: Doppelschnecken-Extruder für Lehre und Forschung

Am Fachgebiet Kunststofftechnik (KTI) der Technischen Universität Ilmenau ist eine neue Doppelschnecken-Extrusionsanlage offiziell in Betrieb gegangen. Es ist eine Kooperation zwischen der TU Ilmenau und TITK Rudolstadt. Die Anlage soll zur Aufbereitung und Funktionalisierung sowie für das Recycling und Upcycling von Kunststoffen verwendet werden. Die Gesamtkosten von rund 500.00 Euro wurden zu 90 %  aus Mitteln des Förderprogramms „FTI Thüringen Forschung“ finanziert. Den verbleibenden Eigenanteil von 50.000 Euro steuerte das TITK – Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung aus Rudolstadt bei. Die Anlage löst in der Kunststofftechnik Ilmenau einen veralteten Doppelschnecken-Extruder aus dem Jahr 1992 ab und wird direkt in verschiedenen Forschungsvorhaben zum  Einsatz kommen. So auch beim Thüringer Innovationszentrum für Mobilität (Thimo) und dem Thüringer Zentrum für Maschinenbau (Thzm).

„Darüber hinaus trägt die Investition dazu bei, die enge Zusammenarbeit der TU mit dem TITK weiter zu intensivieren“, sagt Prof. Dr. Florian Puch, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik an der Universität. Eine Doppelschnecken-Extrusionsanlage im Labormaßstab, so Puch weiter, sei hervorragend für die Grundlagenforschung an der Universität geeignet. Die erlangten Erkenntnisse könnten dann am wirtschaftsnahen Forschungsinstitut TITK in den Technikumsmaßstab und den kleinen Produktionsmaßstab skaliert werden, um schlussendlich der Wirtschaft – insbesondere regionalen KMU – zugute zu kommen. „Damit bilden wir ein weiteres Mal die gesamte Forschungswertschöpfungskette ab – von der Grundlagenforschung an der TU bis hin zum Industrietransfer am TITK. Diese wird nun auch komplett mit Geräteausstattung untersetzt“, freut sich TITK-Direktor Benjamin Redlingshöfer.

Bereits Ende 2020 war im Rahmen einer abgestimmten Investitionsstrategie eine neue Platten-Extrusionsanlage angeschafft und am TITK in Rudolstadt aufgestellt worden.

Doppelschneckenextruder von Leistritz
(Bild: TU / Barbara Aichroth)

Um welche Anlage handelt es sich?

Herzstück der neuen Leistritz-Anlage ist ein Doppelschnecken-Extruder, dem über dazugehörige Dosiergeräte und Seitenfütterungen Kunststoffe, Additive sowie Füll- und Verstärkungsstoffe oder auch reaktive Komponenten zugegeben werden können. Und dies sogar in flüssiger Form, was bisher nicht möglich war. Im Extruder werden diese Rohstoffe bei einer definierten Temperatur aufgeschmolzen und gemischt. Durch ein Vakuum können zusätzlich flüchtige Bestandteile aus der hochviskosen Kunststoffmischung entfernt werden. Die neue Mischung tritt dann letztlich durch ein Werkzeug aus dem Extruder aus und wird zumeist abgekühlt und dann weiterverarbeitet.

Moderne Technik für Erfüllung des Lehrauftrags

Mit der Anlage lassen sich im Themenfeld „Recycling und Upcycling von Kunststoffen“ hochwertige Rezyklate herstellen, die außerdem mit einer Funktionalisierung ausgerüstet
werden können. Auch die sehr anspruchsvolle Verarbeitung von Bio-Kunststoffen und deren Recycling sowie die Verarbeitung sogenannter hochgefüllter Kunststoffe – etwa mit thermischen oder elektrischen Eigenschaften – sollen damit weiter erforscht werden. Nicht zuletzt wird dank der Investition auch der Lehrauftrag gegenüber Studenten, Doktoranden
und Praktikanten noch zeitgemäßer erfüllt. „Die gemeinsam angeschaffte Technik trägt maßgeblich dazu bei, den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Bereichen Materialentwicklung von Kunststoffen und Kunststoffverfahrenstechnik an aktueller und moderner Anlagentechnologie auszubilden“, konstatiert Prof. Puch.

(Quelle: TITK)

26.03.2024: Junge Talente für den Maschinenbau begeistern

2 junge Frauen stehen vor einer Schulklasse und halten eine Präsentation
Anna-Maria Uth (links) und Julia Medler vom Uth HR-Team gaben den Schülern Einblicke in die Karrieremöglichkeiten im internationalen Maschinenbau und teilen praktische Bewerbungstipps in einer interaktiven Präsentation. (Bild: Uth)

Ein zentrales Anliegen, das das Unternehmen Uth mit Sitz in Fulda, beschäftigt, ist die Frage, wie das Interesse und die Leidenschaft für den Maschinenbau bei jungen Menschen entfachen werden kann. Der Maschinenbauer ist fest davon überzeugt, dass es darum geht, den berühmten Funken zu erzeugen, um damit das Feuer der Begeisterung zu entfachen. In den letzten zwei Wochen wurden deshalb Maßnahmen ergriffen, um diesem Ziel näher zu kommen.

  • Ein zentraler Bestandteil der Bemühungen war es, Schulklassen durch das Unternehmen zu führen und ihnen einen tiefen Einblick in den Spezialmaschinenbau zu gewähren.
  • Darüber hinaus wurde an der Premiere der Techtour Fulda 2024 teilgenommen, um jungen Menschen die Attraktivität von MINT-Berufen näherzubringen.
  • Auch wurde die Teilnahme an einer Berufsorientierungsveranstaltung eines Oberstufen-Gymnasiums (Lietz Internat Schloss Bieberstein) genutzt. Hier präsentierten die Auszubildenden des Unternehmens ihre Ausbildungsberufe, um somit einen Dialog mit den Schülern auf Augenhöhe zu ermöglichen sowie praktische Einblicke aus erster Hand zu vermitteln. Zusätzlich erhielten Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Mitmachpräsentation vom junge HR-Team Einblick in den umfassenden Recruitingprozess bei Uth sowie wertvolle Tipps für spätere Bewerbungsgespräche.
Schülerinnen und Schüler beim Rundgang durch die Montage- und Fertigungshallen des Maschinenbauers.
Schülerinnen und Schüler beim Rundgang durch die Montage- und Fertigungshallen des Maschinenbauers. (Bild: Uth)

Die Rückmeldungen der jungen Besucher im Unternehmen waren positiv und bestärken das Unternehmen sind seiner Überzeugung, dass

  • eine frühzeitige Berufsorientierung entscheidend ist. Praktika und Informationsveranstaltungen bieten die Möglichkeit, in die Praxis eines international agierenden Maschinenbauunternehmens hineinzuschnuppern,
  • die Kommunikation mit jungen Menschen zu Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten wichtig ist, um Perspektiven aufzuzeigen,
  • die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen den notwendigen Austausch zwischen Theorie und Praxis fördert.

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels ist es von besonderer Relevanz, solche Initiativen zu unterstützen und fortzuführen, um die Zukunft der Branche zu sichern.

Quelle: Uth

20.03.24: Mangel an Fachkräften hat leicht abgenommen

Der Fachkräftemangel unter den Unternehmen in Deutschland hat etwas abgenommen. Das ergibt die jüngste Ifo Konjunkturumfrage bei etwa 9.000 Firmen in ganz Deutschland. Unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften leiden demnach derzeit 36,3 % der Firmen, nach 38,7 % im Oktober 2023. Vor einem Jahr waren es noch 43,6 %.

„Die schwächelnde Konjunktur verringert die Nachfrage nach Fachkräften kurzfristig“, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Das grundlegende Problem ist aber gekommen, um zu bleiben. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, wird auch der Mangel wieder zunehmen.“ Er ergänzt: „Zudem wird der demografische Wandel das Problem in den nächsten Jahren weiter verschärfen.“

Besonders stark betroffen sind die Dienstleister (42 %). In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung finden 69,2 % nicht die Bewerber, die sie brauchen. Im Hotelgewerbe und der Logistik sucht rund jedes zweite Unternehmen händeringend Fachpersonal. Aufgrund des Auftragsmangels in der Industrie ist der Fachkräftemangel seit mehr als einem Jahr rückläufig und liegt nun bei 28,2 %. Am stärksten ist dort mit 40,3 % die Nahrungsmittelindustrie betroffen. Im Handel und im Bauhauptgewerbe klagen etwas mehr als ein Viertel der Unternehmen über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. (Quelle: Ifo Institut)

28.02.24: Ingenieurstudentenzahlen besorgniserregend rückläufig

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamt vom Januar 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken sein. Diese starke konjunkturelle Eintrübung hat auch (kurzfristige) Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in den Ingenieur- und Informatikerberufen. So ist im dritten Quartal 2023 die Gesamtzahl an offenen Stellen im Vorjahresvergleich um 4,7 % auf 165.200 gesunken. Damit ist das Niveau der Vor-Corona-Zeit immer noch deutlich übertroffen (2019: 128.900). Es zeigt sich angesichts dieser Zahlen, dass der Ingenieurberuf weiterhin attraktiv ist.

„Von der Batterieproduktion bis zur Windkraft – überall werden Ingenieurinnen und Ingenieure gebraucht, wenn wir den Standort Deutschland aktiv und lebenswert gestalten wollen. Die immer noch hohe Zahl an offenen Stellen ist für mich schwer nachvollziehbar. Der Ingenieurberuf ist der Zukunftsjob überhaupt. Sinnhaftigkeit und Mehrwert für die Gesellschaft stehen seit jeher im Fokus“, so VDI-Direktor Adrian Willig.

Zwischen den einzelnen Berufskategorien gibt es im Vorjahresvergleich große Unterschiede. So nahm die Anzahl der offenen Stellen im Jahresvergleich in den Ingenieurberufen Technische Forschung und Produktionssteuerung um 9,0 % und in den Ingenieurberufen Maschinen- und Fahrzeugtechnik um 2,0 % zu. Auf der anderen Seite nahm die Anzahl der offenen Stellen in den Bauingenieurberufen um 5,3 % und bei den Informatikerberufen um 10,8 % ab.

Herausforderung Kompetenzentwicklung bei Schülern

Der Monitor beleuchtet zudem die Entwicklungen an den Hochschulen. Die Zahl der Studienanfänger und -anfängerinnen ist im ersten Hochschulsemester in den Fächern Ingenieurwissenschaften und Informatik um besorgniserregende 12,5 % gesunken. In den vergangenen zehn Jahren haben dabei die Studienbereiche Maschinenbau/Verfahrenstechnik und Elektrotechnik stark an Studienanfängern verloren, während die Informatik deutlich zulegen konnte. Diese Entwicklung steht im starken Gegensatz zu den zunehmenden Anforderungen der sich wandelnden Gesellschaft.

Der aktuelle Ingenieurmonitor sieht auch Herausforderungen bei der Kompetenzentwicklung der 15-Jährigen Schülerinnen und Schüler, die den Ausblick auf den Nachwuchs in den Ingenieur- und Informatikerberufen zusätzlich belasten. Während die durchschnittlichen mathematischen Kompetenzen 15-jähriger von PISA-2000 bis PISA-2012 kontinuierlich zugenommen haben, sind die Kompetenzen von PISA-2012 bis PISA-2018 gesunken und danach bis PISA-2022 noch einmal stärker eingebrochen. Die Zahl der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler, die hohe Kompetenzen in Mathematik aufwiesen, halbierte sich von 17 Prozent (PISA-2012) fast auf 8,6 % bei PISA-2022. Auch in den Naturwissenschaften verschlechterten sich die Werte. (Quelle: VDI)

21.02.24: Schüler erkunden die Welt des 3D-Drucks

Im Rahmen der First Lego League begaben sich sechs Schüler der 7. Klasse der Johann-Rudolph-Glauber-Realschule Karlstadt auf eine Reise in die Welt der additiven Fertigung. Die Initiative, die sich der Förderung von Mint-Fächern widmet, führte die Jugendlichen zum SKZ, Würzburg, um tiefergehende Einblicke in die Technologie des 3D-Drucks zu erhalten.

Die Schüler bekamen eine umfassende Einführung in die Grundlagen der Materialien, Konstruktion und Verfahren. Praktische Demonstrationen und eine Führung durch das Technikum der additiven Fertigung des SKZ boten den Schülern die Möglichkeit, die Experten mit Fragen zu löchern und ihrer kreativen Idee freien Lauf zu lassen.

SKZ-Konstruktionsexperte Kevin Popp demonstriert den Schülern der Johann-Rudolph-Glauber-Realschule in Karlstadt, wie ein Unterarm gescannt wird
SKZ-Konstruktionsexperte Kevin Popp demonstriert den Schülern der Johann-Rudolph-Glauber-Realschule in Karlstadt, wie ein Unterarm gescannt wird. (Bild: Irena Heuzeroth, SKZ)

Idee für 3D-gedrucktes Bauteil

Wenige Tage vor dem Besuch konnten die Schüler bereits Trainerin Irena Heuzeroth ihre Projektidee vorstellen und ihr Fragen rund um das Thema Kunststoffe und additive Fertigung stellen. Die Idee der Schüler: eine Armschiene für Anfänger und Ungeübte entwickeln, die den Arm beim Auswerfen einer Angel stützt. Der Clou: Die Armschiene soll dabei mit Luft gefüllt sein und je nach Können des Anglers wieder abgelassen werden können.

Für eine individuell angepasste Schiene ist zunächst ein Scan des Unterarms notwendig. Hierzu erklärte Kevin Popp, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Konstruktionsexperte am SKZ, den Jugendlichen die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten digitaler Fertigung. Mit Hilfe des Handscanners „Artec Leo“ wurde der Arm zweier Schüler detailgenau gescannt. Anschließend wurden die Daten über eine Software für den 3D-Druck aufbereitet.

Durch das praxisnahe Projekt konnten die Schüler nicht nur ihre Kenntnisse im Mint-Bereich vertiefen, sondern auch Einblicke in die Anwendungsbereiche der additiven Fertigung gewinnen. „Die Welt entwickelt sich rasant weiter, und das Verständnis für neue Technologien ist entscheidend, um in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft am Ball zu bleiben. Daher finde ich es äußerst wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, auch mal hinter die Kulissen schauen zu können“, sagt Irena Heuzeroth.

Am 17. Februar, haben die Schüler ihre Projektidee schließlich vor der Jury in Wiesbaden vorgestellt: Dabei konnten sie die Experten überzeugen und den zweiten Platz im Finale sichern.

Was ist die "First Lego League"?

Die First Lego League setzt sich zum Ziel, Schülerinnen und Schüler für Mint-Fächer zu begeistern und ihre Fähigkeiten in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik zu fördern. Dabei arbeiten die Teilnehmer im Team oder Klassenverband mehrere Wochen wie echte Ingenieure an einem gemeinsamen Projekt. Sie planen, konstruieren und programmieren einen autonomen Roboter, forschen über ein selbst gewähltes Thema und erstellen eine Präsentation ihrer Ergebnisse. Die Schüler haben die Möglichkeit, wertvolle und praktische Erfahrungen mit komplexen Technologien zu sammeln und ihre Problemlösungsfähigkeiten zu verbessern.

Quelle: SKZ

14.02.24: Autenrieth setzt auf Quereinsteiger und wird prämiert

1A Autenrieth-Kunststofftechnik aus Heroldstatt wird mit dem Siegel „Arbeitgeber der Zukunft 2024“ ausgezeichnet. Das Prädikat, das von Bundeswirtschaftsministerin a. D. Brigitte Zypries verliehen wird, bewertet Unternehmen nach verschiedenen Kategorien. Neben Digitalisierung geht es um Personalfragen, Nachhaltigkeit und Strategie.

„Wir haben vor allem beim Personal gepunktet“, sagt Marketingleiterin Stefanie Bischoff und liefert ein Beispiel für gelungenes Eigenrecruiting. Denn der Mittelständler aus Schwaben setzt verstärkt auf Quereinsteiger. So wie bei Maja Zivcovic. Die 43-jährige, gelernte Erzieherin startet bei Autenrieth als Produktionshelferin, wird Springerin und durchläuft aktuell die Probephase als Einrichterin. Ein Job, den üblicherweise Fachkräfte mit Gesellenabschluss ausüben. Das nötige praktische Know-how bekommt die alleinerziehende Mutter im Betrieb vermittelt. Die Theorie laufe dazu parallel über Schulungen, wie Bischoff berichtet.

Dass Qualifizierung kein Einzelfall bei Autenrieth ist, zeigt auch Dominik Möschl. Der heutige Produktionsleiter kam ungelernt zum Kunststoffspezialisten, absolvierte dann eine Lehre als Verfahrensmechaniker und leitet inzwischen die Fertigung. Und das mit 31 Jahren.

(v.l.) Produktionsleiter Dominik Möschl, Springerin Maja Zivcovic und Chef Steffen Autenrieth halten einen Award empor
(v.l.) Produktionsleiter Dominik Möschl, Springerin Maja Zivcovic und Chef Steffen Autenrieth freuen sich über die Auszeichnung. (Bild: Giesinger)

13.02.24: Schüler lernten, weshalb Polymere wichtig sind

Gruppe von Schülern und Erwachsenen in einem Versuchslabor
Stehen hier die Kunststoffingenieure von Morgen? Die Schüler lernten im Projekt die Bedeutung von Polymeren kennen. (Bild: Hochschule Hof)

Am 15. Januar 2024 besuchte die Begabtenklasse von Frau Strobel vom Jean-Paul-Gymnasium in Hof die Hochschule in Hof. Im Rahmen eines Projekts zur Bedeutung von Polymeren im Bereich der Ingenieurwissenschaften lernten die Schülerinnen und Schüler den Kunststoff-3D-Druck im Makerspace kennen. Weiterhin erfuhren die Schüler Details zur chemischen und physikalischen Struktur der Polymere und deren Verarbeitung mittels Extrusion.

Dieses Wissen konnten sie anschließend aktiv im Technikum anhand des Blasfolienextrusionsverfahrens anwenden. Die beiden Techniker der Hochschule, Tobias Gareiß und Raffael Pittroff, führten den Demo-Versuch durch und die Schüler konnten durch Verändern von verschiedenen Parametern an der Anlage die Auswirkungen testen. Der Spaß kam dabei laut Hochschule natürlich auch nicht zu kurz. Professor Michael Nase bedankte sich bei der Klasse für ihr Interesse und hofft den Einen oder die Andere beim Studium der Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Hof wiederzusehen.

Quelle: Hochschule Hof

08.02.24: Event soll Frauen im MINT-Bereich ermutigen und bestärken

Poster zum Event „Women in Science - Your Empowered Career“
(Bild: PCCL/MCL)

Das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) und Materials Center Leoben Forschung (MCL) veranstalten am 14. März 2024 das Event „Women in Science - Your Empowered Career“. Ziel ist es, Frauen* im MINT-Bereich zu ermutigen und zu bestärken. Bereits 2023 fand anlässlich des Internationalen Frauentags eine Veranstaltung des PCCL zum Thema „Frauen in der Technik“ statt.

Die Veranstaltung startet ab 16:00 Uhr, im Besprechungsraum des IZW (4. Stock, Roseggerstraße 12, 8700 Leoben). Einer der Höhepunkte ist ein Workshop der Genderwerkstätte. Hier können die Teilnehmer sich im Empowerment von Frauen in der Technik üben. Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch angeboten und ist kostenfrei.

Zur aktuellen Ausgangslage sagt Dr.in Greta Pomberger als Beauftragte für Gleichstellung und Diversität der Polymer Competence Center Leoben: „Seit Jahren steht fest: Der Technikbranche fehlt es an Frauen. Das schadet der Wirtschaft und der Innovation. Gleichzeitig haben es technikinteressierte Frauen nicht leicht, in dieser Branche Fuß zu fassen."

Zuletzt zeigte erst eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens „McKinsey“, dass nur 22 % aller europäischen Tech-Jobs von Frauen besetzt sind. Es zeigte sich auch, dass nur 38 % der MINT-Absolventen in Europa Frauen sind. Wenn das so bleibt, dann fehlen in Europa bis 2027 zwischen 1,4 bis 3,9 Mio. Arbeitskräfte in der Technologiebranche. (Quelle: https://www.mckinsey.com/de/news/presse/europa-mit-grosser-talentluecke-bei-frauen-in-tech-jobs-technologieberufe-mint)

Im Zuge der Veranstaltung teilen Mitarbeiterinnen beziehungsweise Expertinnen der Organisatoren ihren Werdegang und es findet ein Austausch mit den Teilnehmern statt. Daran knüpft schließlich der Workshop der Genderwerkstätte und gibt den Teilnehmern „Werkzeuge“ zur Hand, um Frauen in der Technik zu bestärken, zu fördern und vor allem sich selbst zu empowern. Mit dieser Veranstaltung wird eine Möglichkeit geschaffen, die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren, Frauen sichtbarer zu machen und zu ermutigen eine Karriere in einem MINT-Beruf zu beschreiten.

Willkommen sind alle Menschen, die sich für das Thema interessieren – ganz gleich ob Schüler, Studenten und darüber hinaus. Details zur Anmeldung finden Sie hier.

Quelle: PCCL

07.02.24: Frauen und Technik? Unbedingt!

Mädchen sehen Robotern zu
(Bild: Crispin-Iven Mokry)

An der TU Dresden ist wieder die Anmeldung für ein einzigartiges Probestudium gestartet: "Try Ing" richtet sich gezielt an junge Frauen, die darüber nachdenken, ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu beginnen, aber noch unsicher sind. Acht Wochen lang, vom 5. August bis 27. September 2024, können sie an der TU Dresden das Unileben kennenlernen und zahlreiche Ing-Studiengänge ausprobieren. Die Teilnahme ist kostenfrei.

In Workshops forschen die Teilnehmerinnen an den Technologien der Zukunft, treffen Wissenschaftlerinnen und tauschen sich mit Studentinnen aus, die bereits Ingenieurwissenschaften studieren. Bei Exkursionen zu Unternehmen der Region erhalten sie schon vor dem Studium Einblicke in den späteren Berufsalltag einer Ingenieurin. Darüber hinaus ist der Mathevorkurs Teil von Try Ing, sodass die künftigen Erstsemesterinnen dann optimal ins Studium an der TU Dresden starten können. Einen kompakten Einblick, was Try Ing ist, erhalten Sie hier.

„Gerade junge Frauen haben häufig Zweifel, ob ein Ingenieurstudium das Richtige für sie ist – meist zu Unrecht“, sagt Dr. Sylvi Bianchin, Leiterin des Sachgebiets Diversity Management und Organisatorin des Probestudiums. „Unsere Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass wir mit Try Ing viele Ängste nehmen und den Abiturientinnen helfen können, das Richtige für sich zu finden."

Die TU Dresden bietet aktuell 17 grundständige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an. Mit zahlreichen Angeboten informiert, motiviert und unterstützt die Universität gezielt junge Frauen, die in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern nach wie vor unterrepräsentiert sind. Informationen dazu gibt es auch hier.

Quelle: TU Dresden

Try Ing Probestudium Ingenieurwissenschaften im Video

05.02.24: Berufsbegleitender Studiengang: Materialinformatik

Zum Sommersemester startet an der Hochschule Anhalt der berufsbegleitende Studiengang Materialinformatik. Er soll Informatik und Data Science mit Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verknüpfen. Hier können bis zum 15.03.2024 Bewerbungen eingereicht werden.

 

Zum Sommersemester startet an der Hochschule Anhalt der berufsbegleitende Studiengang Materialinformatik. Er soll Informatik und Data Science mit Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verknüpfen. Laut der Hochschule Anhalt erwerben die Studenten insbesondere Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der angewandten Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie der Informatik und Datenanalyse. Dabei stehen unter anderem die Entwicklung von Data-Science-Anwendungen in der Materialdomäne im Mittelpunkt, ebenso die Prozessdatenermittlung und Wertschöpfungsketten für zukünftige Produktoptimierungen, die im Kontext der durchgängigen Digitalisierung von Industrie 4.0 benötigt werden. Neben dem Aufbau von Methodenwissen sollen viele Übungen und der Austausch mit Experten das erworbene Wissen festigen. Bewerber müssen über einen qualifizierten Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) mit einer Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren auf ingenieurwissenschaftlichem, technischem oder technisch-naturwissenschaftlichem Gebiet mit materialwissenschaftlichem bzw. werkstofftechnischem Bezug oder mit einem Bezug auf vertiefte Informatik-Anwendungen von mindestens drei Jahren verfügen. Bewerber benötigen zudem eine qualifizierte einschlägige Praxistätigkeit von mindestens einem Jahr. Hierbei legt die Hochschule besonderen Wert darauf, dass die Bewerber bereits in Unternehmen oder in Forschungsinstitutionen tätig waren und dort selbstständig Aufgaben und Projekte mit materialwissenschaftlichem beziehungsweise werkstofftechnischem Bezug oder mit einem Bezug auf vertiefte Informatik-Anwendungen bearbeitet haben. Beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs, in dem der Bachelorgrad erworben wurde, sechs Semester, sind im Rahmen des Masterstudiengangs zusätzlich Leistungen im Umfang von insgesamt 30 Credits zu erbringen. Diese Leistungen können durch zusätzliche Module in diesem oder einem anderen fachlich einschlägigen Studiengang und durch Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten erbracht werden. Internationale Bewerber müssen zusätzlich deutsche Sprachzertifikate vorweisen.
Praxisorientierung: Der in den Fachbereich Informatik und Sprachen integrierte Studiengang adressiert Personen, die bereits in Unternehmen oder in Forschungseinrichtungen tätig waren. (Bild: HS Anhalt)

Laut der Hochschule Anhalt erwerben die Studenten insbesondere Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der angewandten Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie der Informatik und Datenanalyse.

Dabei stehen unter anderem die Entwicklung von Data-Science-Anwendungen in der Materialdomäne im Mittelpunkt, ebenso die Prozessdatenermittlung und Wertschöpfungsketten für zukünftige Produktoptimierungen, die im Kontext der durchgängigen Digitalisierung von Industrie 4.0 benötigt werden.

Neben dem Aufbau von Methodenwissen sollen viele Übungen und der Austausch mit Experten das erworbene Wissen festigen.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Bewerber müssen über einen qualifizierten Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) mit einer Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren auf ingenieurwissenschaftlichem, technischem oder technisch-naturwissenschaftlichem Gebiet mit materialwissenschaftlichem bzw. werkstofftechnischem Bezug oder mit einem Bezug auf vertiefte Informatik-Anwendungen von mindestens drei Jahren verfügen.

Bewerber benötigen zudem eine qualifizierte einschlägige Praxistätigkeit von mindestens einem Jahr. Hierbei legt die Hochschule besonderen Wert darauf, dass die Bewerber bereits in Unternehmen oder in Forschungsinstitutionen tätig waren und dort selbstständig Aufgaben und Projekte mit materialwissenschaftlichem beziehungsweise werkstofftechnischem Bezug oder mit einem Bezug auf vertiefte Informatik-Anwendungen bearbeitet haben.

Beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs, in dem der Bachelorgrad erworben wurde, sechs Semester, sind im Rahmen des Masterstudiengangs zusätzlich Leistungen im Umfang von insgesamt 30 Credits zu erbringen. Diese Leistungen können durch zusätzliche Module in diesem oder einem anderen fachlich einschlägigen Studiengang und durch Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten erbracht werden.

Internationale Bewerber müssen zusätzlich deutsche Sprachzertifikate vorweisen.

(Quelle: HS Anhalt)

30.01.24 Projektwoche mit Studenten bei Würth

Im Zuge der von der Technischen Universität München (TUM) initiierten Projektwoche „1000+“ arbeiteten drei Studenten aus Taiwan, Pakistan und dem Iran fünf Tage lang bei Würth Elektronik ICS im baden-württembergischen Niedernhall.

„Wir mussten die kurze Zeit nutzen, um herauszufinden, was wir tun müssen und wie wir es tun müssen. Dazu mussten wir aus unserer Komfortzone heraustreten“, resümiert der Taiwanese Chun-Te Lee seine deutsche Arbeitswoche.

Seine temporäre Kollegin Karmela Bürkert, Personalleiterin bei Würth Elektronik ICS, ist „begeistert von dem Ergebnis, das wir erhalten haben“ und unterstreicht die schnelle Anpassungsfähigkeit der Studenten. Aritra Ghosh, ehemaliger Student der TUM, befindet: „Talente sprechen die gleiche Sprache.“

(Quelle: TUM Campus Heilbronn)

26.01.24: Schüler im Austausch mit Azubis und Fachkräften

Das von der IHK unterstützte Projekt zur Berufsfelderkundung Jump-in fand am 24.01.2024 zum zweiten Mal statt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschulen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wurden zu verschiedenen Unternehmen der Region gebracht.

Dort tauschten sie sich mit (ehemaligen) Auszubildenden und/oder jungen Fachkräften aus, konnten einen Blick hinter die Firmenkulissen werfen und Kontakte für Praktika und Ausbildungsplätze knüpfen.

Das von der IHK unterstützte Projekt zur Berufsfelderkundung Jump-in fand am 24.01.2024 zum zweiten Mal statt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschulen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wurden zu verschiedenen Unternehmen der Region gebracht. Dort tauschten sie sich mit (ehemaligen) Auszubildenden und/oder jungen Fachkräften aus, konnten einen Blick hinter die Firmenkulissen werfen und Kontakte für Praktika und Ausbildungsplätze knüpfen. „Viele junge Menschen kennen die Vielzahl der angebotenen Ausbildungsberufe nicht. Das Interesse an Berufen wird vor allem dann geweckt, wenn man diese live erlebt, Fragen stellen kann und mit ehemaligen Azubis spricht“, befindet Regina Rosenstock, Wirtschaftsförderin des Rhein-Sieg-Kreises. 17 Unternehmen öffneten den Jugendlichen ihre Türen, neun mehr als in der ersten Runde. Die erneut teilnehmenden Unternehmen aus der ersten Runde sind GKN Sinter Metals Components, das Rahm Zentrum für Gesundheit und Mobilität, Kuhne, BMW Hakvoort, Mannstaedt, Röchling Industrial und Steimel. Neu dabei in diesem Jahr sind Hitachi Energy, Neugart, W. Müller, Pflanzen Breuer, der Rhein-Sieg-Kreis, Lokspace, Carbon, Siegwerk Druckfarben, der Wahnbachtalsperrenverband und das Phantasialand in Brühl. „Die Suche nach Auszubildenden wird immer schwieriger, deshalb zeigen wir als Rhein-Sieg-Kreis heute, wie spannend und vielfältig eine Ausbildung bei uns sein kann,“ so Svenja Udelhoven, Kreisdirektorin Rhein-Sieg. Jump-in wird als Berufsfelderkundung im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ anerkannt. Das Format will dem Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken und bereits frühzeitig den Kontakt zwischen Betrieben und Schülern ab Klasse 8 dauerhaft fördern. Praktika und Bewerbungen um Ausbildungsplätze sollen zur Routine werden. Unterstützt wird das Projekt von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der lokalen Arbeitsagentur, der Kunststoff Initiative Bonn/Rhein-Sieg sowie dem Rhein-Sieg-Kreis.
Schülergruppen beim Jump-in im Rhein-Sieg-Kreis. (Bild: IHK Bonn/Rhein-Sieg)

„Viele junge Menschen kennen die Vielzahl der angebotenen Ausbildungsberufe nicht. Das Interesse an Berufen wird vor allem dann geweckt, wenn man diese live erlebt, Fragen stellen kann und mit ehemaligen Azubis spricht“, befindet Regina Rosenstock, Wirtschaftsförderin des Rhein-Sieg-Kreises.

Branchenübergreifendes Engagement

17 Unternehmen öffneten den Jugendlichen ihre Türen, neun mehr als in der ersten Runde. Die erneut teilnehmenden Unternehmen aus der ersten Runde sind GKN Sinter Metals Components, das Rahm Zentrum für Gesundheit und Mobilität, Kuhne, BMW Hakvoort, Mannstaedt, Röchling Industrial und Steimel.

Neu dabei in diesem Jahr sind Hitachi Energy, Neugart, W. Müller, Pflanzen Breuer, der Rhein-Sieg-Kreis, Lokspace, Carbon, Siegwerk Druckfarben, der Wahnbachtalsperrenverband und das Phantasialand in Brühl.

„Die Suche nach Auszubildenden wird immer schwieriger, deshalb zeigen wir als Rhein-Sieg-Kreis heute, wie spannend und vielfältig eine Ausbildung bei uns sein kann,“ so Svenja Udelhoven, Kreisdirektorin Rhein-Sieg.

Berufsfelderkundung gegen Fachkräftemangel

Jump-in wird als Berufsfelderkundung im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ anerkannt. Das Format will dem Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken und bereits frühzeitig den Kontakt zwischen Betrieben und Schülern ab Klasse 8 dauerhaft fördern. Praktika und Bewerbungen um Ausbildungsplätze sollen zur Routine werden.

Unterstützt wird das Projekt von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, lokalen Arbeitsagenturen, der Kunststoff-Initiative Bonn/Rhein-Sieg sowie dem Rhein-Sieg-Kreis.

(Quelle: IHK Bonn/Rhein-Sieg)

24.01.24: Studenten der TH Nürnberg mit Automations-Projekt

Um ihr Fachwissen hinsichtlich der Automationstechnologie zu vertiefen, haben acht Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg das Igus-Werk in Köln besucht. Bereits im Juli 2023 waren sie nach Bordeaux gereist, um mit dem Low-Cost-Cobot Rebel von Igus an den 26. Robocup-Weltmeisterschaften teilzunehmen.

Alexander Mühlens, bei Igus Leiter des Geschäftsbereichs Automatisierungstechnik und Robotik, und sein Team machten die Studenten während des Besuchs in Köln mit neuen Low-Cost-Automation-Trends vertraut, von der die Nachwuchs-Robotiker bei ihren zukünftigen Wettbewerben profitieren sollen.

Um ihr Fachwissen hinsichtlich der Automationstechnologie zu vertiefen, haben acht Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg das Igus-Werk in Köln besucht. Bereits im Juli 2023 waren sie nach Bordeaux gereist, um mit dem Low-Cost-Cobot Rebel von Igus an den 26. Robocup-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Alexander Mühlens, bei Igus Leiter des Geschäftsbereichs Automatisierungstechnik und Robotik, und sein Team machten die Studenten während des Besuchs in Köln mit neuen Low-Cost-Automation-Trends vertraut, von der die Nachwuchs-Robotiker bei ihren zukünftigen Wettbewerben profitieren sollen.„Der Besuch bei Igus war für unsere Studierenden eine wertvolle Gelegenheit, parallel zum Studium ihr Wissen über Automationstechnologie zu vertiefen“, so Prof. Dr.-Ing. Frank Pöhlau, Professor an der Fakultät für Elektrotechnik, Feinwerktechnik und Informationstechnik der TH Nürnberg.  Der Rebel ist ein 8,2 kg schwerer Sechs-Achs-Gelenkarmroboter, der fast vollständig aus Kunststoff gefertigt ist und laut Igus mit klassischen Industrierobotern aus Metall konkurrieren soll.  Die Studenten nutzen ihn für ein autonomes Logistik-Fahrzeug namens Omega 4. Dieses ist kaum größer als eine kompakte Palette, ausgestattet mit einem elektrischen Vierradantrieb und dem Gelenkarmroboter als Greifer. Die Reichweite des Arms beträgt 660 mm, die Tragfähigkeit 2 kg. „Innerhalb von nur wenigen Tagen ist der Rebel mit dem fahrerlosen Transportsystem (AGV) verheiratet worden“, so Mühlens.  Neben der selbstentwickelten Plattform für ihren Logistikroboter nutzten die Studenten ein mobiles Gefährt namens Eduard, mit dem laut Igus eine intuitive Grundausbildung in mobiler Robotik möglich wird.  „Wir haben den Hersteller Eduart Robotik in unseren Robotik-Marktplatz Rbtx.com aufgenommen. Im nächsten Schritt wollen wir Eduard mit dem Rebel kombinieren, zu einem neuartigen Low-Cost-Automation-System für die Forschung“, kommentiert Mühlens das Projekt.
Im Zuge seines Bildungsangebots stellt Igus unter anderem Studenten der TH Nürnberg Industrie-Robotik zur Verfügung. (Bild: Igus)

„Der Besuch bei Igus war für unsere Studierenden eine wertvolle Gelegenheit, parallel zum Studium ihr Wissen über Automationstechnologie zu vertiefen“, so Prof. Dr.-Ing. Frank Pöhlau, Professor an der Fakultät für Elektrotechnik, Feinwerktechnik und Informationstechnik der TH Nürnberg.

Roboter als Teil eines autonomen Logistik-Fahrzeugs

Der Rebel ist ein 8,2 kg schwerer Sechs-Achs-Gelenkarmroboter, der fast vollständig aus Kunststoff gefertigt ist und laut Igus mit klassischen Industrierobotern aus Metall konkurrieren soll. Die Studenten nutzen ihn für ein autonomes Logistik-Fahrzeug namens Omega 4.

Dieses ist kaum größer als eine kompakte Palette, ausgestattet mit einem elektrischen Vierradantrieb und dem Gelenkarmroboter als Greifer. Die Reichweite des Arms beträgt 660 mm, die Tragfähigkeit 2 kg. „Innerhalb von nur wenigen Tagen ist der Rebel mit dem fahrerlosen Transportsystem (AGV) verheiratet worden“, so Mühlens.

Neben der selbstentwickelten Plattform für ihren Logistikroboter nutzen die Studenten ein mobiles Gefährt namens Eduard, mit dem laut Igus eine intuitive Grundausbildung in mobiler Robotik möglich wird. „Wir haben den Hersteller Eduart Robotik in unseren Robotik-Marktplatz Rbtx.com aufgenommen. Im nächsten Schritt wollen wir Eduard mit dem Rebel kombinieren, zu einem neuartigen Low-Cost-Automation-System für die Forschung“, kommentiert Mühlens das Vorhaben.

(Quelle: Igus)

19.01.24: SKZ baut Bildungsbereiche aus

Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg hat mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten seiner Modellfabrik sein Bildungsangebot im Bereich Fügen und Oberflächentechnik erweitert. Die Mitglieder im Team von Bereichsleiter Dr. Eduard Kraus sind nun in drei Gruppen gegliedert.

 

Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg hat mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten seiner Modellfabrik die Forschung und Bildung im Bereich Fügen und Oberflächentechnik erweitert. Die Mitglieder im Team von Bereichsleiter Dr. Eduard Kraus sind nun in drei Gruppen gegliedert.Die Gruppe Thermische Fügetechnologien unter der Leitung von Dr. Gernot Hochleitner wird sich künftig verstärkt mit Themen wie Laserschweißen, Digitalisierung und KI-Unterstützung von Fügeprozessen, Direktfügen und Recycling beschäftigen.  Unter der Leitung von Michael Heilig erweitert die Forschungsgruppe Kleben und Oberflächentechnik ihr Kompetenzportfolio um die Schwerpunkte Adhäsionsforschung auf Rezyklaten, VUV-Vorbehandlung, Plasmabeschichtung von Polymeren, Modifizierung von Klebstoffen und Haftklebebändern sowie nachhaltige Klebelösungen.Die neuen Technika dieser Forschungsgruppen ermöglichen dem SKZ, fügetechnischen Verfahren und polymere Materialien im Bereich Fügen und Oberflächentechnik zu erforschen.  Durch die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern sollen künftig praxisnahe Lösungen entwickelt werden, die den Anforderungen der modernen Produktion gerecht werden.Die kontinuierlich wachsende Gruppe Bildung unter Leitung von Johannes Kocksch erweitert ihr Bildungsangebot im Bereich Fügen und Oberflächentechnik.  Neben Seminaren und Workshops bietet das SKZ auch Schulungen nach Richtlinien des DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.) und DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.).
V.l.n.r.: Die SKZ-Mitarbeiter Michael Heilig, Gruppenleiter Kleben und Oberflächentechnik, Dr. Gernot Hochleitner, Gruppenleiter Thermische Fügtechnologien, Johannes Kocksch, Kursstättenleiter und Gruppenleiter Bildung, und Dr. Eduard Kraus, Bereichsleiter Fügen und Oberflächentechnik. (Bild: SKZ)

Mit neuen Forschungstechnika und erweiterten Bildungsangeboten will das SKZ in Würzburg nach eigener Aussage die Kunststoffbranche noch intensiver unterstützen. Wie die Arbeitsgruppen restrukturiert wurden, lesen Sie hier.

16.01.24: Warum Ingenieure erneut Kunststofftechnik studieren würden

Dass das Ingenieurstudium an Attraktivität verloren hat, ist eine Tatsache unter vielen, die zum Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie beiträgt.

MBA & Eng. Sven Otterbein: Er absolvierte eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, studierte berufsbegleitend Kunststofftechnik und arbeitet nun als Berufsschullehrer.
MBA & Eng. Sven Otterbein: Er absolvierte eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, studierte berufsbegleitend Kunststofftechnik und arbeitet nun als Berufsschullehrer. (Bild: Sven Otterbein)

Weshalb sich Ingenieure erneut für diesen Studiengang entscheiden würden, lesen Sie in unserer neuen Reihe. Hier kommen sie zu Wort.

12.01.24: Industrietechniker Additive Fertigung

Unter dem Namen Industrietechniker Additive Fertigung wurde ein neuer IHK-Abschluss etabliert, dessen Praxisteil am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg stattfindet.

Bereits seit 1967 arbeitet das SKZ mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen. So ist es seit Jahrzehnten Partner für den Praxisteil zum Meister Kunststoff und Kautschuk. Eine jüngere Kooperation im Bereich des 3D-Drucks führte zum Lehrgang zum geprüften Industrietechniker Additive Fertigung, der nun zum ersten Mal stattfindet.

Unter dem Namen Industrietechniker Additive Fertigung wurde ein neuer IHK-Abschluss etabliert, dessen Praxisteil am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg stattfindet.  Bereits seit 1967 arbeitet das SKZ mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen. So ist es seit Jahrzehnten Partner für den Praxisteil zum Meister Kunststoff und Kautschuk. Eine jüngere Kooperation im Bereich des 3D-Drucks führte zum Lehrgang zum geprüften Industrietechniker Additive Fertigung, der nun zum ersten Mal stattfindet. Der offizielle IHK-Abschluss richtet sich an Interessierte, die einen Rundumblick über die additive Fertigung gewinnen wollen. Dabei liegt der Fokus auf der gesamten Prozesskette des 3D-Drucks – angefangen vom Material sowie dessen Verarbeitung, der Konstruktion und den Verfahren der additiven Fertigung. Zudem stehen weiterführende Themen wie Energie, Hydraulik und Arbeitssicherheit auf dem Programm. Auch in dieser Kooperation übernimmt das SKZ den Teil der praktischen Umsetzung. Die Auszubildenden können mithilfe der SKZ-Ausstattung unterschiedliche Verfahren wie das selektive Lasersintern (LS) oder das Fuse Deposition Modelling (FDM) in der direkten Anwendung kennenlernen.  Die Teilnehmer sollen dadurch einen Überblick über Vor- und Nachteile, Chancen, Grenzen und Besonderheiten neuer Produktionsweisen erlangen.
Angehende Industrietechniker Additive Fertigung (Bild: FSKZ)

Der offizielle IHK-Abschluss richtet sich an Interessierte, die einen Rundumblick über die additive Fertigung gewinnen wollen. Dabei liegt der Fokus auf der gesamten Prozesskette des 3D-Drucks – angefangen vom Material sowie dessen Verarbeitung, der Konstruktion und den Verfahren der additiven Fertigung. Zudem stehen weiterführende Themen wie Energie, Hydraulik und Arbeitssicherheit auf dem Programm.

Praktische Umsetzung am SKZ

Auch in dieser Kooperation übernimmt das SKZ den Teil der praktischen Umsetzung. Die Auszubildenden können mithilfe der SKZ-Ausstattung unterschiedliche Verfahren wie das selektive Lasersintern (LS) oder das Fuse Deposition Modelling (FDM) in der direkten Anwendung kennenlernen.

Die Teilnehmer sollen dadurch einen Überblick über Vor- und Nachteile, Chancen, Grenzen und Besonderheiten neuer Produktionsweisen erlangen.

(Quelle: SKZ)

05.01.2024: Digitale Bauprozesse mit nachhaltigen Materialien verbinden

Tenure-Track-Prof. Moritz Dörstelmann
Landeslehrpreisträger 2023: Tenure-Track-Professor Moritz Dörstelmann vom KIT. (Bild: Riccardo Prevete, KIT)
 

Digitale Bauprozesse gestalten, um kreislauffähiges und ressourcenschonendes Bauen zu ermöglichen: Das bietet Tenure-Track-Professor Moritz Dörstelmann seinen Studierenden in forschungsorientierten Lehrveranstaltungen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Für sein Konzept, das digitale Entwurfsmethoden mit anwendungsorientierten Demonstrationsprojekten aus innovativen Materialien verbindet, zeichnet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg den Wissenschaftler mit dem mit 50.000 Euro dotierten Landeslehrpreis 2023 in der Kategorie Innovation/Transformation aus.  

„Die Klima-, Ressourcen- und Energiekrise stellt uns vor große Herausforderungen. Um diese zu meistern, müssen wir verschiedenste Sektoren transformieren, dazu zählt auch das Bauwesen. Dafür brauchen wir innovative Ideen und motivierte Fachkräfte“, sagt Professor Oliver Kraft, in Vertretung des Präsidenten des KIT. „Die Lehrenden am KIT bieten den Studierenden eine intensive wissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung. Damit schaffen sie die Grundlage für zukunftsweisende Beiträge unserer Absolventinnen und Absolventen.“

Im Mittelpunkt der praxisnahen Lehre von Moritz Dörstelmann steht die Frage, wie kreislauffähiges Bauen möglich wird. „Gemeinsam mit Studierenden verschiedener Fachrichtungen erstellen wir zunächst digitale Modelle und experimentieren dann mit Testbauten im Maßstab 1:1 aus natürlichen Materialien wie Lehm und Weiden, um die digitale Vorfertigung von Bauteilen prototypisch zu untersuchen“, sagt Dörstelmann. An dieser Schnittstelle zwischen anwendungsorientierter Forschung und industrieller Praxis untersucht er gemeinsam mit den Studierenden, wie digitale Entwurfs- und Fertigungsverfahren in Kombination mit natürlichen Materialien den Ressourcenverbrauch im Bauwesen reduzieren können.

In den Lehrveranstaltungen vermitteln Dörstelmann und sein Team nicht nur Grundlagen der Architekturgeometrie, des räumlichen Denkens und moderner digitaler Werkzeuge, wie 3D-Druck, Laserschnitt und computerbasierter Entwurfswerkzeuge. „Wir wollen unsere Studierenden auch zum Selbststudium und lebenslangen Lernen befähigen“, so der Preisträger. „Das bedeutet, dass sie nicht nur die Werkzeuge von heute beherrschen, sondern sich auch flexibel auf die sich ständig weiterentwickelnden Werkzeuge und Technologien vorbereiten und diese aktiv mitgestalten.“

Mit dem Preisgeld will Dörstelmann drei kleine kollaborative Roboter zum Einsatz in der Lehre anschaffen, um den Studierenden die Potenziale robotischer Produktionsverfahren praxisnah zu vermitteln. Außerdem wird ein Innovationswettbewerb ausgeschrieben, bei dem interdisziplinäre Studierendenteams ihre Ideen umsetzen und präsentieren können. (Quelle: KIT)

 

20.12.23: Bildungskonferenz vernetzt MINT-Akteure

Die 6. Bildungskonferenz für Stadt und Landkreis Bamberg fokussierte sich auf MINT-Bildung. Etwa 100 Gäste tauschten sich am 15.12.2023 zu den für die Sicherung von Fachkräften entscheidenden Kompetenzen aus und informierten sich über neue MINT-Angebote und Kooperationsmöglichkeiten in der Region.

Die 6. Bildungskonferenz für Stadt und Landkreis Bamberg fokussierte sich auf MINT-Bildung. Etwa 100 Gäste tauschten sich am 15.12.2023 zu den für die Sicherung von Fachkräften entscheidenden Kompetenzen aus und informierten sich über neue MINT-Angebote und Kooperationsmöglichkeiten in der Region. Die zentrale Frage der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Konferenz lautete: Wie gelingt es, junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern und auch zu qualifizieren – in und außerhalb der Schule? Dr. Christina Hack, Leiterin der Werkstofftechnik bei Brose Fahrzeugteile, legte beispielsweise in ihrem Impulsvortrag dar, welche Kompetenzen an Beschäftigte im Automobilbereich gestellt werden. Im anschließenden Podiumsgespräch stellten sich Michael Stammberger, Leiter des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft, Prof. Ute Schmid von der Universität Bamberg, Dr. Michael Bail, Leiter von Jugend forscht in Oberfranken, Maria Emig, stellvertretende Leiterin des Bildungszentrums Bamberg der Handwerkskammer Oberfranken, sowie Jugendkreisrätin Saskia Kunder den Fragen von Prof. Claus-Christian Carbon von der Universität Bamberg.  Wesentliche Erkenntnisse der Diskussion lagen unter anderem in der notwendigen Vernetzung schulischer und außerschulischer MINT-Angebote, qualifizierten Lehrkräften und der Möglichkeit des praktischen Ausprobierens. Angebote wie die des Neo Bamberg oder des MINT-Mobils im Landkreis wurden diesbezüglich als erste erfolgreiche Ansatzpunkte gewertet.  Im Kontext des regionalen MINT-Netzwerks standen ebenfalls acht Werkstätten auf dem Programm. In zwei Werkstattphasen konnten die Beteiligten zwischen den Chancen außerschulischer MINT-Angebote, den Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Schule und dem MINT-Mobil wählen.  Besonderes Interesse weckten die Modellprojekte „KI@school“, das das Potenzial künstlicher Intelligenz im schulischen Umfeld darstellte, sowie „City4Future“, in dem Schüler auf experimentelle Weise lernen können, welche Aspekte für eine klimafreundliche Stadt der Zukunft entscheidend sind.
Im Podiumsgespräch wurden MINT-Angebote aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. (Bild: Landratsamt Bamberg / Lorenz)

Die zentrale Frage der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Konferenz lautete: Wie gelingt es, junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern und auch zu qualifizieren – in und außerhalb der Schule?

Dr. Christina Hack, Leiterin der Werkstofftechnik bei Brose Fahrzeugteile, legte beispielsweise in ihrem Impulsvortrag dar, welche Kompetenzen an Beschäftigte im Automobilbereich gestellt werden.

Im anschließenden Podiumsgespräch stellten sich Michael Stammberger, Leiter des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft, Prof. Ute Schmid von der Universität Bamberg, Dr. Michael Bail, Leiter von Jugend forscht in Oberfranken, Maria Emig, stellvertretende Leiterin des Bildungszentrums Bamberg der Handwerkskammer Oberfranken, sowie Jugendkreisrätin Saskia Kunder den Fragen von Prof. Claus-Christian Carbon von der Universität Bamberg.

Wesentliche Erkenntnisse der Diskussion lagen unter anderem in der notwendigen Vernetzung schulischer und außerschulischer MINT-Angebote, qualifizierten Lehrkräften und der Möglichkeit des praktischen Ausprobierens. Angebote wie die des Neo Bamberg oder des MINT-Mobils im Landkreis wurden diesbezüglich als erste erfolgreiche Ansatzpunkte gewertet.

Im Kontext des regionalen MINT-Netzwerks standen ebenfalls acht Werkstätten auf dem Programm. In zwei Werkstattphasen konnten die Beteiligten zwischen den Chancen außerschulischer MINT-Angebote, den Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Schule und dem MINT-Mobil wählen.

Besonderes Interesse weckten die Modellprojekte „KI@school“, das das Potenzial künstlicher Intelligenz im schulischen Umfeld darstellte, sowie „City4Future“, in dem Schüler auf experimentelle Weise lernen können, welche Aspekte für eine klimafreundliche Stadt der Zukunft entscheidend sind.

(Quelle: Bildungsregion Bamberg)

18.12.23: Studenten der Kunststoff- und Fahrzeugtechnik ausgezeichnet

Studenten der Kunststoff- und Fahrzeugtechnik wurden von der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück für ihre Projektarbeit zu einem nachhaltigen Nachtlicht ausgezeichnet.

Studenten der Kunststoff- und Fahrzeugtechnik wurden von der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück für ihre Projektarbeit zu einem nachhaltigen Nachtlicht ausgezeichnet. Anna-Lena Kerst und Jan Luca Schürmann (beide Kunststofftechnik) und Tobias Kriege (Fahrzeugtechnik) überzeugten die Jury mit ihrer Arbeit „Design for Recycling – Gestaltung eines nachhaltigen Kunststoffprodukts unter Verwendung von additiver Fertigung und Computertomographie“, wofür sie Platz 2 und 400 Euro erhielten.  Die drei Bachelorstudenten im 3. Fachsemester hatten sich zum Ziel gesetzt, ein bereits auf dem Markt erhältliches Produkt im Hinblick auf Kreislauffähigkeit und Recycling zu optimieren. Ihre Wahl fiel dabei auf ein Nachtlicht. Sie ersetzten Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen durch Schnappverbindungen, die sich zerstörungsfrei wieder öffnen lassen. Dabei verwendeten sie die Elektrik der ursprünglichen Lampe und setzten nur eine Kunststoffsorte ein. Im Ursprungsprodukt wurden zwei Kunststoffsorten verwendet.   Ihre Entwürfe haben sie im FDM-3D-Druck hergestellt. Anschließend untersuchten sie diese im Computertomographen auf Maßhaltigkeit. Das Ergebnis umfasst nun zwei Designs, wovon eines dem ursprünglichen Produkt nahekommt, das andere eine neue Geometrie aufweist.
Studenten und Betreuer freuen sich über die Auszeichnung (v.l.n.r.): Henning Korte, Tobias Kriege, Ralf Schwegmann, Jan-Luca Schürmann, Anna-Lena Kerst, Stephan Krebeck und Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon. (Bild: Hochschule Osnabrück)

Anna-Lena Kerst und Jan-Luca Schürmann (beide Kunststofftechnik) und Tobias Kriege (Fahrzeugtechnik) überzeugten die Jury mit ihrer Arbeit „Design for Recycling – Gestaltung eines nachhaltigen Kunststoffprodukts unter Verwendung von additiver Fertigung und Computertomographie“, wofür sie auf den zweiten Platz gewählt wurden und 400 Euro erhielten.

Die drei Bachelorstudenten im 3. Fachsemester hatten sich zum Ziel gesetzt, ein bereits auf dem Markt erhältliches Produkt im Hinblick auf Kreislauffähigkeit und Recycling zu optimieren.

Die Organisatorin der Projektwoche Tanja Ollermann (links) und der Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik Prof. Dr. Alexander Schmehmann (rechts) gratulieren dem Dreier-Team.
Die Organisatorin der Projektwoche Tanja Ollermann (links) und der Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik Prof. Dr. Alexander Schmehmann (rechts) gratulieren dem Dreier-Team. (Bild: Hochschule Osnabrück)

Ihre Wahl fiel dabei auf ein Nachtlicht. Sie ersetzten Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen durch Schnappverbindungen, die sich zerstörungsfrei wieder öffnen lassen. Dabei verwendeten sie die Elektrik der ursprünglichen Lampe und setzten nur eine Kunststoffsorte ein. Im Ursprungsprodukt wurden zwei Kunststoffsorten verwendet.

Ihre Entwürfe haben sie im FDM-3D-Druck hergestellt. Anschließend untersuchten sie diese im Computertomographen auf Maßhaltigkeit. Das Ergebnis umfasst nun zwei Designs, wovon eines dem ursprünglichen Produkt nahekommt, das andere eine neue Geometrie aufweist.

Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen wurden durch Schnappverbindungen ersetzt.
Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen wurden durch Schnappverbindungen ersetzt. (Bild: Hochschule Osnabrück)

Die interdisziplinäre Projektarbeit fand in den Hochschullaboren für Kunststoffverarbeitung und für Kunststoff-CAE statt. Die beiden Laborleiter, Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, übernahmen die fachliche Betreuung. Die Labormitarbeiter Ralf Schwegmann, Henning Korte und Stephan Krebeck unterstützten das Team bei Fragen und der Handhabung der Laborausstattung.

(Quelle: Hochschule Osnabrück)

13.12.23: Sachsen prämiert KUZ-Projekt

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft hat das Kunststoff-Zentrum in Leipzig mit dem „Eku – Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt 2023“ ausgezeichnet.

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft hat das Kunststoff-Zentrum in Leipzig mit dem „Eku – Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt 2023“ ausgezeichnet. Das KUZ erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Unternehmen für sein Projekt „Recycling Day – Kinder entdecken die Wiederverwertung von Kunststoffen“.  Insgesamt zeichnete das Staatsministerium in diesem Jahr 219 Beiträge von Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren aus. Neben dem KUZ befinden sich darunter beispielsweise die Technische Universität Chemnitz und Lederett. Die Hochschule wurde für einen Flachsfaser-Kunststoff-Verbund am Beispiel von River-Surfboards ausgezeichnet, das Unternehmen für ein Textilrecycling-Projekt.
Verfolgen die Preisverleihung in Dresden: Vertreter von sächsischen Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure des Freistaats. (Bild: Sächsische Landesregierung)

Das KUZ erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein Projekt „Recycling Day – Kinder entdecken die Wiederverwertung von Kunststoffen“. Mehr über den Recycling Day erfahren Sie in diesem Artikel.

Insgesamt zeichnete das Staatsministerium in diesem Jahr 219 Beiträge von Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren aus. Neben dem KUZ befinden sich darunter beispielsweise die Technische Universität Chemnitz und Lederett. Die Hochschule wurde für einen Flachsfaser-Kunststoff-Verbund am Beispiel von River-Surfboards ausgezeichnet, das Unternehmen für ein Textilrecycling-Projekt.

(Quelle: Sächsische Landesregierung)

12.12.23: Masterstudiengang Materialinformatik

Die Hochschule Anhalt bietet fortan den berufsbegleitenden Masterstudiengang Materialinformatik an. Besonderer Fokus liegt auf den gegenseitigen Bezügen von Informatik und Materialwissenschaft.

Die Hochschule Anhalt bietet fortan den berufsbegleitenden Masterstudiengang Materialinformatik an. Besonderer Fokus liegt auf den gegenseitigen Bezügen von Informatik und Materialwissenschaft. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen einerseits auf Datenanalyse, Machine Learning und Big Data sowie andererseits auf den Werkstoffen, beispielsweise Polymere und Verbunde. Laut der Hochschule können die Absolventen aufgrund der erworbenen interdisziplinären Kompetenzen Führungsaufgaben zu übernehmen, die Sachkompetenz an der Schnittstelle zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sowie Data-Science-Methoden in Unternehmen und Forschungsinstitutionen im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik erfordern. Der Abschluss befähigt zudem zur Aufnahme einer Promotion.
In fünf Semestern absolvierbar: Materialinformatik an der Hochschule Anhalt. (Bild: Hochschule Anhalt)

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen einerseits auf Datenanalyse, Machine Learning und Big Data sowie andererseits auf den Werkstoffen, beispielsweise Polymere und Verbunde.

Laut der Hochschule können die Absolventen aufgrund der erworbenen interdisziplinären Kompetenzen Führungsaufgaben übernehmen, die Sachkompetenz an der Schnittstelle zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sowie Data-Science-Methoden in Unternehmen und Forschungsinstitutionen im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik erfordern.

Der Abschluss befähigt zudem zur Aufnahme einer Promotion.

(Quelle: Hochschule Anhalt)

11.12.23: MKV stiftet Granulate für SKZ-Spritzgusskurse

MKV hat dem SKZ 3 t Kunststoffgranulate gestiftet. Das Material, das zu zwei Dritteln aus Zialan RS (ABS) und einem Drittel Ziathene (PP) besteht, soll 2024 für Weiterbildungen genutzt werden.

 

MKV hat dem SKZ 3 t Kunststoffgranulate gestiftet. Das Material, das zu zwei Dritteln aus Zialan RS (ABS) und einem Drittel Ziathene (PP) besteht, soll 2024 für Weiterbildungen genutzt werden.  „Mit den gestifteten Granulaten, welche Rezyklate sind, können wir unseren Teilnehmern in den Trainings aufzeigen, wie dieses nachhaltige Material im Spritzguss verarbeitet wird und welche Parameter es zu beachten gibt“, so Matthias Ruff, Leiter Vertrieb, Bildung & Forschung am SKZ.  „MKV ist seit vielen Jahren Mitglied beim SKZ und freut sich sehr, dass nun die eigenen Materialien für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Bereich des Kunststoffs eingesetzt werden“, ergänzt MKV-Geschäftsführer Kai Zies.
Übergabe des gespendeten Materials in der SKZ-Modellfabrik in Würzburg (vl.n.r.): Christoph Mussauer, Leiter des SKZ-Spritzgusstechnikums, Matthias Ruff, Leiter Vertrieb, Bildung & Forschung SKZ, Kai Zies, Geschäftsführer von MKV, Benjamin Baudrit, stellvertretender Geschäftsführer des SKZ, und Joachim Tückmantel, bei MKV zuständig für Logistik. (Bild: Alexander Hefner / SKZ)

„Mit den gestifteten Granulaten, welche Rezyklate sind, können wir unseren Teilnehmern in den Trainings aufzeigen, wie dieses nachhaltige Material im Spritzguss verarbeitet wird und welche Parameter es zu beachten gibt“, so Matthias Ruff, Leiter Vertrieb, Bildung & Forschung am SKZ.

„MKV ist seit vielen Jahren Mitglied beim SKZ und freut sich sehr, dass nun die eigenen Materialien für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Bereich des Kunststoffs eingesetzt werden“, ergänzt MKV-Geschäftsführer Kai Zies.

(Quelle: SKZ)

06.12.23: FSK hat Innovationspreise 2023 verliehen

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane konnte in diesem Jahr für fünf der 18 Einreichungen Innovationspreise überreichen. Jeder Preisträger besticht auf seine Art mit Erfindergeist und Innovationskraft. Moderator Sven Müller, im Hauptberuf Innovationsmanager bei Getzner Werkstoffe, weiß worauf es ankommt: „Wer Innovation will, muss an eine Idee glauben und sie vehement vorantreiben. Und die Organisation, die Innovation fördert, braucht eine gesunde Fehlerkultur. Auch Scheitern muss erlaubt sein.“ Vom Scheitern weit entfernt sind die fünf ausgezeichneten Innovationen. Sie alle haben den Sprung aus dem Labor in die Praxis schon bewältigt.  Ein Projektteam um Professor Dr. Harald Loy, Head of R&D bei Getzner Werkstoffe, reüssierte mit einem Verfahren für mehr Sicherheit vor Gleisverwerfungen. Die innovativen Schwellensohlen aus PU verzahnen sich im Schotter und mindern so temperaturbedingte Gleisverwerfungen. Trotz signifikant erhöhter Stabilität sind dann künftig teure und aufwendige Sicherungskappen obsolet. Die Innovation wurde von Martin Dietrich vorgestellt. Er nahm stellvertretend für das Team die Auszeichnung für die Erstplatzierung in der Kategorie „Nachhaltigkeit Fachkräfte/Profis“ entgegen.  Eric Sprenger und sein Team von Nora Systems überzeugten mit einer dauerhaften Verbindung von EVA-Schaumkunststoff komplett ohne Kleber. Das Verfahren Nora Lunatec fusion verbindet EVA-Platten durch Wärme, Druck und Zeit ohne Klebstoff – dauerhaft und fest. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet und gewann beim FSK-Innovationpreis ebenfalls den ersten Platz in der Kategorie „Technologie Fachkräfte/Profis“.  Doktorand Adam Pajonk von der FH Münster begeisterte die Jury mit seinem 3D-Druck von Polyurethan mit variablen Materialeigenschaften. Entlang einer durchgehend digitalen Wertschöpfungskette entstehen Bauteile, die insbesondere in der Architektur neue Lösungen ermöglichen. Mit seiner Innovation belegt er als „Nachwuchs“ Platz zwei in der Kategorie „Technologie“. Die Auszeichnung war für ihn nichts Neues, denn bereits 2017 wurde er als Teil eines Trios vom FSK mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.  Auch der dritte Platz „Technologie“ ging an eine Nachwuchskraft. Eduard Kremer vom Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk, RWTH Aachen, zeigte dem Fachpublikum wie durch sensorbasierte Prozessüberwachung im PUR-RIM Last vom Bediener genommen und die Zahl der Gutteile signifikant steigt. Durch die sensorische Kontrolle gehören Hautablösungen und unvollständige Formfüllungen der Vergangenheit an. Durch Einsatz von Temperatur-, Druck- und DEA-Sensoren sowie Umgebungsparametern wie Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit werden Prozessschwankungen frühzeitig erkannt. Auf einem grafischen Dashboard werden dabei alle Daten visuell dargestellt.  Eine weitere Drittplatzierung in der Kategorie „Technologie“ ging wieder an eine „Fachkraft/Profi“. Dr.-Ing. Tobias Schaible vom Stuttgarter Institut für Kunststofftechnik beeindruckte mit seiner Arbeit zur Inline-Charakterisierung und Vorhersage der Viskosität sowie des initialen Blasenwachstumsverhaltens beim Schäumen. Die Inline-Beobachtungsmethode ermöglicht erstmals die Charakterisierung des am Blasenrand vorherrschenden Dehndeformationsverhaltens im realen Verarbeitungsprozess.
Ziel des seit 1998 vergebenen FSK-Innovationspreises ist neben der Auszeichnung zukunftsweisender Ideen vor allem die Förderung von Nachwuchskräften sowie die Unterstützung von Kooperationen zwischen den Preisträgern und potenziellen Industriepartnern. (Bild: Peggy_Marco – Pixabay.com)

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane konnte in diesem Jahr für fünf der 18 Einreichungen Innovationspreise überreichen. Jeder Preisträger besticht auf seine Art mit Erfindergeist und Innovationskraft. Moderator Sven Müller, im Hauptberuf Innovationsmanager bei Getzner Werkstoffe, weiß worauf es ankommt: „Wer Innovation will, muss an eine Idee glauben und sie vehement vorantreiben. Und die Organisation, die Innovation fördert, braucht eine gesunde Fehlerkultur. Auch Scheitern muss erlaubt sein.“

Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel unseres Schwestermagazins KGK

05.12.23: Verfahrensmechaniker erhalten Günter-Schwank-Preis

Die Pöppelmann-Mitarbeiter Alexander Debus und Erik Trautwein wurden mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet. Sie hatten sich durch ihre Leistungen bei der Abschlussprüfung zum Verfahrensmechaniker im vergangenen Jahr für die mit 5.000 € dotierte Branchenauszeichnung qualifiziert und gehören nun dem „Club der Besten“, einer Plattform zum Austausch der Günter-Schwank-Preisträger aller Jahrgänge, an.

Alexander Debus (mit Urkunde links) und Erik Trautmann (mit Urkunde rechts) bekamen für ihre Ausbildungsleistung von Pro-K den Günter-Schwank-Preis verliehen.
Alexander Debus (mit Urkunde links) und Erik Trautmann (mit Urkunde rechts) bekamen für ihre Ausbildungsleistung von Pro-K den Günter-Schwank-Preis verliehen. (Bild: Honkomp)

Neben dem Preisgeld überreichte ihnen der designierte Pro-K-Geschäftsführer Sven Weihe eine Urkunde, einen Mobilitätsgutschein und eine Einladung zur Fachmesse K. Als Ausbildungsbetriebe wurden Pöppelmann, die Adolf-Kolping-Schule in Lohne und die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta/Diepholz ausgezeichnet.

Insgesamt ehrte Pro-K in diesem Jahr bundesweit fünf Absolventinnen und acht Absolventen mit dem nach dem Pionier und Visionär der deutschen Kunststoffindustrie benannten Preis, der seit 2001 verliehen wird.

(Quelle: Pro-K, Pöppelmann)

01.12.23: Lehrkräfte-Fortbildung am KUZ

Für sein Teamprojekt „Recyclingday“ schulte das Kunststoff-Zentrum Leipzig am 16.11.2023 Lehrkräfte. Ihnen wurde von KUZ-Mitarbeitern in Theorie und Praxis die Funktionsweise und Bedienung der Handspritzgussmaschine Holipress und des Handschredders Holishred vermittelt.

Für sein Teamprojekt „Recyclingday“ schulte das Kunststoff-Zentrum Leipzig am 16.11.2023 Lehrkräfte. Ihnen wurde von KUZ-Mitarbeitern in Theorie und Praxis die Funktionsweise und Bedienung der Handspritzgussmaschine Holipress und des Handschredders Holishred vermittelt. Beide Geräte können für Recyclingdays ausgeliehen werden. An diesen können Schüler der Grundschule und der unteren Klassen der Sekundarstufe I das Forschungsinstitut besuchen und an drei interaktiven Stationen mehr über Kunststoffe und deren Recycling erfahren. Im Fokus stehen Abfalltrennung und die Wiederverwendung von Wertstoffen.
Lehrerinnen und Lehrer werden in Leipzig auf das KUZ-Projekt Recyclingday vorbereitet. (Bild: KUZ)

Beide Geräte können für Recyclingdays ausgeliehen werden. An diesen können Schüler der Grundschule und der unteren Klassen der Sekundarstufe I das Forschungsinstitut besuchen und an drei interaktiven Stationen mehr über Kunststoffe und deren Recycling erfahren. Im Fokus stehen Abfalltrennung und die Wiederverwendung von Wertstoffen.

(Quelle: KUZ)

29.11.23: Fachkräftestrategie der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat eine novellierte Richtlinie unter dem Namen „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ veröffentlicht. 

Diese richtet sich vornehmlich an kleine und mittlere Unternehmen, die bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für ihre Ausbildungsplätze oft an Grenzen stoßen. Zudem besteht laut Bundesregierung bei zahlreichen Unternehmen ein großer Beratungsbedarf zu den Möglichkeiten, Menschen mit Fluchthintergrund oder aus dem Ausland in Ausbildung zu bringen. 

Eine Frau vor PV-Anlagen
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, spricht die Bundesregierung gezielt auch migrantische Frauen an. (Bild: BMWK)
Ein Werksmitarbeiter mit gelbem Helm
Unter dem Hashtag Fachkräfteland wirbt die Bundesregierung für Ausbildung in deutschen Betrieben. (Bild: BMWK)

Die novellierte Richtlinie soll sicherstellen, dass die Berater mittelständische Unternehmen bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze auch nach dem 01.01.2024 unterstützen können. Das BMWK fördert mit 9,7 Mio. Euro den Einsatz von Beratern an Kammern und Wirtschaftsorganisationen, die in vielen Teilen der Bundesrepublik als Ansprechpartner für Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen. 

„Die Berater vermitteln nicht nur Azubis, sondern zeigen den Unternehmen Möglichkeiten auf, wie eine gelungene Bewerberrekrutierung aussehen kann, welche Botschaften junge Menschen wirklich ansprechen“, so Michael Kellner, parlamentarischer Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung. In den vergangenen Jahren konnten so rund 30.000 Azubis, davon ca. 10.000 mit Fluchthintergrund, an Betriebe vermittelt werden.  

Das novellierte Förderprogramm ist auf die Fachkräftestrategie der Bundesregierung abgestimmt. Ziel ist es, die Erschließung aller verfügbaren Bewerberpotentiale am Ausbildungsmarkt zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise data-contrast="auto"> junge Schulabgänger mit und ohne Vermittlungshemmnisse, Bewerber mit Fluchthintergrund oder Ausbildungssuchende aus anderen Ländern. Die letztgenannte Gruppe wird voraussichtlich in den kommenden Jahren deutlich anwachsen, da das Fachkräfteeinwanderungsgesetz Erleichterungen bei der Zuwanderung zum Zwecke der Ausbildung mit sich bringt. 

Informationen zum novellierten Förderprogramm sind hierabrufbar. Kammern und Wirtschaftsorganisationen, die zukünftig eine Beratung anbieten wollen, sind vom Ministerium eingeladen, sich als projektumsetzende Stelle zu bewerben. 

Quelle: BMWK

28.11.23: Überbetriebliche Praktika für Azubis

Eine seit Anfang 2023 bestehende Kooperation von Barlog Plastics, HEW-Kabel / Habia und Müller Textil ist nun in die zweite Runde gegangen. Sie ermöglicht Auszubildenden mehrwöchige Praktika bei den jeweils anderen Unternehmen.

Eine seit Anfang 2023 bestehende Kooperation von Barlog Plastics, HEW-Kabel / Habia und Müller Textil ist nun in die zweite Runde gegangen. Es ermöglicht Auszubildenden und Werkstudenten mehrwöchige Praktika bei den jeweils anderen Unternehmen. Das gemeinsame Projekt soll auch den nordrhein-westfälischen Wirtschaftsstandort Oberberg stärken. „Da vielseitige Erfahrungen zu Beginn der beruflichen Laufbahn von hohem Wert sind, bin ich sehr froh, an der Kooperation teilnehmen zu können“, berichtet Elias, Werkstudent und ehemaliger Auszubildender bei Müller Textil, von seiner Zeit bei Barlog Plastics in Overath. Stefanie Bruns, dort als Head of Communications tätig, beschreibt die Zeit mit Elias als informativen und ideenbringenden Erfahrungsaustausch. Von Overath nach Wipperfürth führte es Lena, Auszubildende bei Barlog Plastics, als sie zwei Wochen lang bei Hew-Kabel / Habia arbeitete. „Die Einblicke in eine andere Firma und auch die verschiedenen Arbeitsweisen erleben zu dürfen, beeinflussen meine Arbeits- und Denkweise positiv in meinem Job“, so die Auszubildende, die den ähnlichen Aufbau des ERP-Systems und die dahinterliegenden Prozesse in beiden Unternehmen unterstreicht. Den von Lena eingebrachten Perspektivwechsel empfand Dario Wittstock als überaus positiv. Er ist bei HEW-Kabel / Habia für das Learning-Management-System zuständig. Dort befindet sich Jannik in der Ausbildung. Er absolvierte sein Praktikum bei Müller Textil in Wiehl. „Da der Standort hier viel kleiner ist als der von HEW-Kabel und hier überwiegend neue Produkte entwickelt werden, sind die Wege deutlich kürzer. Vor allem der Vertrieb und die Entwicklung sind im direkten Austausch“, so der Azubi. „Wir lernen miteinander und voneinander“, resümiert Elke Nentwich, Group Director Human Resource bei Müller Textil.
Das gemeinsame Projekt soll auch den nordrhein-westfälischen Wirtschaftsstandort Oberberg stärken. (Bild: Barlog Plastics)

„Da vielseitige Erfahrungen zu Beginn der beruflichen Laufbahn von hohem Wert sind, bin ich sehr froh, an der Kooperation teilnehmen zu können“, berichtet Elias, Werkstudent und ehemaliger Auszubildender bei Müller Textil, von seiner Zeit bei Barlog Plastics in Overath. Stefanie Bruns, dort als Head of Communications tätig, beschreibt die Zeit mit Elias als informativen und ideenbringenden Erfahrungsaustausch.

Von Overath nach Wipperfürth kam Lena, Auszubildende bei Barlog Plastics, als sie zwei Wochen lang bei HEW-Kabel / Habia arbeitete. „Die Einblicke in eine andere Firma und auch die verschiedenen Arbeitsweisen erleben zu dürfen, beeinflussen meine Arbeits- und Denkweise positiv in meinem Job“, so die Auszubildende, die den ähnlichen Aufbau des ERP-Systems und die dahinterliegenden Prozesse in beiden Unternehmen unterstreicht. Den von Lena eingebrachten Perspektivwechsel empfand Dario Wittstock als überaus positiv. Er ist bei HEW-Kabel / Habia für das Learning-Management-System zuständig.

Dort befindet sich Jannik in der Ausbildung. Er absolvierte sein Praktikum bei Müller Textil in Wiehl. „Da der Standort hier viel kleiner ist als der von HEW-Kabel und hier überwiegend neue Produkte entwickelt werden, sind die Wege deutlich kürzer. Vor allem der Vertrieb und die Entwicklung sind im direkten Austausch“, so der Azubi. „Wir lernen miteinander und voneinander“, resümiert Elke Nentwich, Group Director Human Resource bei Müller Textil.

(Quelle: Barlog Plastics)

21.11.23: Vernetzungstreffen für MINT-Bildung

Am 17.11.2023 fand an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen das zweite MINT-Netzwerktreffen statt. Unter dem Motto „MINT mal mit“ diskutierten Vertreter aus schulischen, außerschulischen, wissenschaftlichen und politischen Institutionen Strategien für mehr MINT-Bildung in der Region.

 

Am 17.11.2023 fand an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen das zweite MINT-Netzwerktreffen statt. Unter dem Motto „MINT mal mit“ diskutierten Vertreter aus schulischen, außerschulischen, wissenschaftlichen und politischen Institutionen Strategien für mehr MINT-Bildung in der Region. So stellte beispielsweise Dr. Alexander Kremper von der Elisabethschule Marburg das Schüler-Forschungszentrum Mittelhessen vor. Dort können Schüler an Workshops zu verschiedenen Themen teilnehmen oder zum freien Forschen in eines der Satelliten-Labore kommen, die von MINT-Lehrkräften verschiedener Schulen betreut werden. „Für uns ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler einen Ort haben, wo sie in ihrer Freizeit alleine oder in kleinen Teams ihren eigenen kleinen Forschungsprojekten nachgehen können“, so Kremper. Das Forschungszentrum bietet zudem Vortragsveranstaltungen und Fortbildungen für Lehrkräfte an. Martin Fritsch vom Gießener Landgraf-Ludwigs-Gymnasium präsentierte den Regionalwettbewerb First Lego League (FLL). Laut Fritsch verbirgt sich dahinter „ein globales Bildungsprogramm mit Wettbewerben zu Robotik und Forschung“, seit 2022 gibt es die sogenannte FLL-Challenge auch in Mittelhessen. Diese findet am 31.01.2024 an der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar statt, teilnahmeberechtigt sind 9- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler.  Björn Gemmer und Dr. Jutta Töhl-Borsdorf vom Marburger Internat Steinmühle stellten das bundesweite Talentförderprogramm +MINT vor. Seit Schuljahresbeginn 2022 zählt die Steinmühle zu einem von sechs +MINT-Internaten in sechs Bundesländern. In den letzten drei oder vier Schuljahren vor dem Abitur werden die Internatsschüler intensiv in MINT-Bereichen gefördert – mit dem Ziel, sie als spätere Fachkräfte für diesen Bereich zu gewinnen. Die Bewerbungsfrist für einen +MINT-Internatsplatz zum Schuljahr 2024/25 endet am 31.01.2024. Besonderer Fokus lag auf der Frage, wie mehr Mädchen für MINT begeistert werden können. „Es war gut zu hören, dass andere MINT-Angebote ähnliche Herausforderungen haben, Mädchen zu gewinnen. Der Austausch in der Kleingruppe war sehr gut und ich habe für mich neue Ideen mitgenommen“, resümierte Sylke Trense, Projektassistentin bei Green-MINT. Das MINT-Cluster Mittelhessen ist eines von 53 MINT-Clustern in Deutschland, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Neben dem Aufbau eines regionalen MINT-Netzwerks Mittelhessen zählt die Entwicklung und Erprobung teils mobiler, außerschulischer MINT-Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren, insbesondere für Mädchen, zu den Projektaktivitäten.
Das Bundesministerium für Forschung und Bildung will vermehrt Mädchen für MINT-Bildung gewinnen. (Bild: BMBF)

So stellte beispielsweise Dr. Alexander Kremper von der Elisabethschule Marburg das Schüler-Forschungszentrum Mittelhessen vor. Dort können Schüler an Workshops zu verschiedenen Themen teilnehmen oder zum freien Forschen eines der Satelliten-Labore besuchen, die von MINT-Lehrkräften verschiedener Schulen betreut werden. „Für uns ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler einen Ort haben, wo sie in ihrer Freizeit alleine oder in kleinen Teams ihren eigenen kleinen Forschungsprojekten nachgehen können“, so Kremper. Das Forschungszentrum bietet zudem Vortragsveranstaltungen und Fortbildungen für Lehrkräfte an.

Martin Fritsch vom Gießener Landgraf-Ludwigs-Gymnasium präsentierte den Regionalwettbewerb First Lego League (FLL). Laut Fritsch verbirgt sich dahinter „ein globales Bildungsprogramm mit Wettbewerben zu Robotik und Forschung“, seit 2022 gibt es die sogenannte FLL-Challenge auch in Mittelhessen. Diese findet am 31.01.2024 an der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar statt, teilnahmeberechtigt sind 9- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler.

 

Ansatz der Bundesregierung für mehr MINT-Kompetenzen.
Ansatz der Bundesregierung für mehr MINT-Kompetenzen. (Bild: BMBF)

Björn Gemmer und Dr. Jutta Töhl-Borsdorf vom Marburger Internat Steinmühle stellten das bundesweite Talentförderprogramm +MINT vor. Seit Schuljahresbeginn 2022 zählt die Steinmühle zu einem von sechs +MINT-Internaten in sechs Bundesländern. In den letzten drei oder vier Schuljahren vor dem Abitur werden die Internatsschüler intensiv in MINT-Bereichen gefördert – mit dem Ziel, sie als spätere Fachkräfte für diesen Bereich zu gewinnen. Die Bewerbungsfrist für einen +MINT-Internatsplatz zum Schuljahr 2024/25 endet am 31.01.2024.

Besonderer Fokus lag auf der Frage, wie mehr Mädchen für MINT begeistert werden können. „Es war gut zu hören, dass andere MINT-Angebote ähnliche Herausforderungen haben, Mädchen zu gewinnen. Der Austausch in der Kleingruppe war sehr gut und ich habe für mich neue Ideen mitgenommen“, resümierte Sylke Trense, Projektassistentin bei Green-MINT.

Deutschlandweit werden 53 MINT-Cluster durch das BMBF gefördert.
Deutschlandweit erhalten 53 MINT-Cluster staatliche Förderung. (Bild: BMBF)

Das MINT-Cluster Mittelhessen ist eines von 53 MINT-Clustern in Deutschland, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Neben dem Aufbau eines regionalen MINT-Netzwerks Mittelhessen zählt die Entwicklung und Erprobung teils mobiler, außerschulischer MINT-Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren, insbesondere für Mädchen, zu den Projektaktivitäten.

(Quelle: THM)

17.11.23: Mitmach-Ausstellung soll Begeisterung für Technik wecken

Am 20. und 21. November 2023 ist die Initiative Innotruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Gast an der Gemeinschaftsschule "Kaleidoskop" in Jena. In einem doppelstöckigen Truck bietet die Initiative unter anderem angemeldeten Schulklassen eine kostenlose Mitmach-Ausstellung.

Am Beispiel von über 60 Exponaten wird gezeigt, woran derzeit in Deutschland geforscht wird, wie Wissenschaft unser Leben beeinflusst und in welchen Berufen Jugendliche nach ihrem Abschluss daran mitarbeiten können. Die Jugendlichen können Exponate und Technologie-Demonstratoren selbst ausprobieren, ein wissenschaftliches Team steht für Fragen zur Verfügung. „Naturwissenschaftlich-technische Errungenschaften sind ein wichtiger Baustein für wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung“, so Anna Vandebosch und Claudia Pöhler, wissenschaftliche Projektbegleiterinnen der Initiative.

Die Ausstellung bietet auch Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen. So zeigt beispielsweise ein kollaborativer Roboter, wie die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine künftig aussehen könnte. Beispiele aus dem Bereich Mobilität sollen zeigen, wie die Verkehrswende gelingen kann, und medizintechnische Exponate demonstrieren den Fortschritt in der Gesundheitsforschung. Zudem zeigt eine Sonderausstellung im Obergeschoss des Trucks mithilfe einer interaktiven Multimediainstallation den aktuellen Forschungsstand zur Nutzung von Grünem Wasserstoff und Kernfusion.

(Quelle: BMBF)

14.11.23: Masterstudiengang für 3D-Druck

Seit dem Wintersemester 2022/23 bietet die Hochschule Coburg den Masterstudiengang „Additive Manufacturing and Lightweight Design“ an. Er findet in Kooperation mit dem Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien (FADZ) im oberfränkischen Lichtenfels statt.

Die Hälfte des Studiums ist praxisorientiert: In Lichtenfels ist mit dem FADZ in den letzten Jahren auf drei Etagen ein Zentrum für digitale Technologien entstanden, das einen Maschinenpark mit industriellen 3D-Druckern umfasst. Kooperationspartner ist, über den FADZ-Wirtschaftsverband organisiert, auch die regionale Industrie.

„Das FADZ steht nicht nur Studierenden offen, sondern allen Interessierten: eine Zukunfts-Begegnungsstätte für Tüftler, Schülergruppen, Mittelständler und Digital-Enthusiasten“, kommentiert Frank Carsten Herzog, Mitglied des Hochschulrats der HS Coburg und Hauptinitiator des FADZ-Projekts.

Wie ist der Studiengang aufgebaut?

Das Studium besteht aus vier Modulen in zwei Semestern. Für das dritte Semester ist die Masterarbeit vorgesehen. Die Projekte werden von den Studenten im Team bearbeitet. Lehrkräfte und Experten aus der Industrie geben fachlichen Input und stehen während der Projektphase als Coaches zur Verfügung. Pro Semester gibt es zwei Module: eines zur Additiven Fertigung, eines zum Leichtbau.

Im Sommersemester liegt der Fokus auf dem Werkstoff Metall, im Wintersemester auf Kunststoff. Hier werden im Modul „Leichtbau – Kunststoffe/Verbundstoffe“ unter anderem die Themen Gestaltungsoptimierung, Betriebsfestigkeit, Strukturberechnung und Verbindungstechnik behandelt. Im Modul „Additive Fertigung – Kunststoffe“ erlernen die Studenten beispielsweise Fertigungsprozesse für polymere Werkstoffe, Pre- und Postprocessing sowie Wärme- und Stoffübertragung.

Perspektiven für die Arbeitswelt

„Nachhaltigkeit ist das zentrale Konzept des Studiengangs. Sowohl mit Blick auf Technologien, die der Wirtschaft ressourcensparende Perspektiven eröffnen, als auch für das Arbeitsleben der Absolventinnen und Absolventen“, so Studiengangsleiter Prof. Dr. Alexander Rost von der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik an der HS Coburg.

Ihm zufolge lernen und entwickeln die Studenten durch die Projektorientierung Kompetenzen, die ein langfristiges fachliches und persönliches Fundament darstellen. Inhaltlich bündelt der Studiengang Elemente aus dem Maschinenbau, der Werkstofftechnik und dem technischen Produktdesign.

Zentrum für Additive Fertigung

Ausgangspunkt für Lichtenfels als Standort war die Gründung des Unternehmens Concept Laser im Jahr 2000 durch Kerstin und Frank Carsten Herzog, das mittlerweile zu General Electric gehört. Neben dem US-amerikanischen Konzern unterstützen regionale Unternehmen die Studenten bei der Projektarbeit. Dadurch können sie bereits während des Studiums Kontakte in die Industrie und zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen – Fachkräfte werden in diesen Bereichen händeringend gesucht.

Den Studenten bieten sich darüber hinaus in der Region zahlreiche Optionen für studienbegleitende Praktika und Masterabschlussarbeiten in Betrieben. „Wir bringen die Studierenden über den direkten Kontakt mit den Unternehmen an die realen technischen Herausforderungen“, so Rost.

„Wir tauschen uns wöchentlich mit den Professorinnen und Professoren zu den Projektarbeiten aus und können mit allen Maschinen im Haus arbeiten und eigene Ideen umsetzen“, resümiert Felix Haberkorn, einer der ersten Masterstudenten in Lichtenfels.

(Quelle: Hochschule Coburg)

10.11.23: Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche

Die von Borealis und Erema gesponserte Plastic Garage, ein Projekt zum Forschen und Experimentieren mit Kunststoff-Recycling, ist um ein Workshop-Programm für Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Auszubildende erweitert worden. Unter dem Motto "Circular plastic is fantastic" können sich die Teilnehmer theoretisch und praktisch mit den Themen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit befassen.

 

Die von Borealis und Erema gesponserte Plastic Garage, ein Projekt zum Forschen und Experimentieren mit Kunststoff-Recycling, ist um ein Workshop-Programm für Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Auszubildende erweitert worden. Unter dem Motto "Circular plastic is fantastic" können sich die Teilnehmer theoretisch und praktisch mit den Themen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit befassen. Die Plastic Garage ist Teil der Grand Garage in der Tabakfabrik Linz, wo über 90 Maschinen und digitalen Technologien, von der Schweißwerkstatt über CNC-Fräsen bis hin zu 3D-Druckern, Industrierobotern und Lasercuttern, zur Verfügung stehen.
Auch Workshops in der Plastic Garage sollen Kinder und Jugendliche für das Thema Kunststoff gewinnen. (Bild: Borealis)

Die Plastic Garage ist Teil der Grand Garage in der Tabakfabrik Linz, wo über 90 Maschinen und digitale Technologien, von der Schweißwerkstatt über CNC-Fräsen bis hin zu 3D-Druckern, Industrierobotern und Lasercuttern, zur Verfügung stehen.

(Quelle: Borealis)

08.11.23: SKZ nutzt Engel-Maschine für Spritzgusskurse

In Weiterbildungsveranstaltungen des SKZ in Würzburg kann fortan die von Engel ausgeliehene E-Mac 100t eingesetzt werden. Insbesondere in den integrierten digitalen Assistenzprogrammen der Maschine sieht das Kunststoff-Zentrum einen Zugewinn, um Teilnehmer mit den aktuellen Möglichkeiten in der Kunststoffverarbeitung vertraut zu machen.

Die digitalen Assistenzprogramme unterstützen laut SKZ den Einrichter bei der Prozessfindung und Prozesskontrolle und tragen somit zur Wirtschaftlichkeit im Spritzgussprozess bei.

In Weiterbildungsveranstaltungen des SKZ in Würzburg kann fortan die von Engel ausgeliehene E-Mac 100t eingesetzt werden. Insbesondere in den integrierten digitalen Assistenzprogrammen der Maschine sieht das Kunststoff-Zentrum einen Zugewinn, um Teilnehmer mit den aktuellen Möglichkeiten in der Kunststoffverarbeitung vertraut zu machen. Die digitalen Assistenzprogramme unterstützen laut SKZ den Einrichter bei der Prozessfindung und Prozesskontrolle und tragen somit zur Wirtschaftlichkeit im Spritzgussprozess bei. Die Spritzgussmaschine umfasst das Softwareportfolio „IQ Weight Control“ zum Ausgleich von Materialschwankungen und der Anpassung an die Umgebungsbedingungen sowie „IQ Flow Control“, ein Programm zur Regelung der Werkzeugtemperierung und energetischen Optimierung. Zudem verfügt die E-Mac 100t über „IQ Clamp Control“, ein System zur Optimierung der Zuhaltekraft.
Einsatz in Würzburg: SKZ-Kursteilnehmer nutzen die Leihgabe von Engel. (Bild: SKZ)

Die Spritzgussmaschine umfasst das Softwareportfolio „IQ Weight Control“ zum Ausgleich von Materialschwankungen und der Anpassung an die Umgebungsbedingungen sowie „IQ Flow Control“, ein Programm zur Regelung der Werkzeugtemperierung und energetischen Optimierung. Zudem verfügt die E-Mac 100t über „IQ Clamp Control“, ein System zur Optimierung der Zuhaltekraft.

„Wir danken Engel für die voll ausgestattete vollelektrische Spritzgießmaschine E-Mac in unserem Schulungstechnikum. Hiermit können wir unsere Spritzgussteilnehmer stets auf dem neuesten Stand der Technik schulen“, so Robert Held, Gruppenleiter des SKZ-Bereichs Bildung Spitzgießen.

„Wir sind stolz darauf, dem SKZ eine weitere Maschine zur Verfügung zu stellen und damit die Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffindustrie hier in Deutschland zu unterstützen“, kommentiert Sebastian Dombos, Geschäftsführer von Engel Nürnberg.

(Quelle: SKZ)

07.11.23: MINT-Campus ist online

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte MINT-Campus ist nun, nach einem Jahr Projektlaufzeit, online: www.mintcampus.org. Als zentrale Lernplattform, umgesetzt von der Stiftung Kinder forschen, dem Stifterverband und Matrix, bietet er zahlreiche frei zugängliche Lernangebote.

Zentrale Lernplattform für MINT-Bildung MINT-Campus ist online. In sogenannten „MINT-Campus-Originalen“, kostenlosen, offen lizenzierten und weiterverwendbaren Online-Kursen, bietet das Projekt gerade Kindern und Jugendlichen sowie deren Lehrkräften verschiedene technisch-naturwissenschaftliche Lern- und Lehrmöglichkeiten. Im Kurs „Wie funktioniert eigentlich forschen? Praxisnah erklärt.“ sollen beispielsweise die wichtigsten technischen Denk- und Handlungsweisen präsentiert werden, in „Mit Dialogen junge Menschen beim Forschen begleiten – so gelingt’s!“ soll unter anderem Gesprächsführungskompetenz vermittelt werden, die junge Menschen zum Forschen und Problemlösen anregt. Der Kurs „Mein Einstieg als Workshopleitung in der MINT-Bildung“ soll grundlegende Ansätze für die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Workshops und vergleichbaren Lernformaten vermitteln.
Soll auch dem Fachkräftemangel in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen entgegenwirken: der virtuelle MINT-Campus. (Bild: MINT-Campus / Mark Bollhorst)

In sogenannten „MINT-Campus-Originalen“, kostenlosen, offen lizenzierten und weiterverwendbaren Online-Kursen, bietet das Projekt gerade Kindern und Jugendlichen sowie deren Lehrkräften verschiedene technisch-naturwissenschaftliche Lern- und Lehrmöglichkeiten.

Im Kurs „Wie funktioniert eigentlich forschen? Praxisnah erklärt.“ sollen beispielsweise die wichtigsten technischen Denk- und Handlungsweisen präsentiert werden, in „Mit Dialogen junge Menschen beim Forschen begleiten – so gelingt’s!“ steht Gesprächsführungskompetenz, die junge Menschen zum Forschen und Problemlösen anregt, im Mittelpunkt. Der Kurs „Mein Einstieg als Workshopleitung in der MINT-Bildung“ beinhaltet grundlegende Ansätze für die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Workshops und vergleichbaren Lernformaten.

Auch die Grundlagen der Mechanik wollen gelernt sein: Kunststoff-Klemmbausteine sind eine Methode unter vielen.
Auch die Grundlagen der Mechanik wollen gelernt sein: Kunststoff-Klemmbausteine sind eine Methode unter vielen. (Bild: MINT-Campus)

„Um die großen Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel und Digitalisierung zu meistern, müssen wir mehr Kinder und Jugendliche für MINT begeistern. Denn schon heute werden Nachwuchskräfte in den MINT-Fächern dringend gesucht“, mahnt Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Das Problem des Fachkräftemangels betont auch Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbands: „Schon heute fehlen rund 300.000 Fachkräfte in naturwissenschaftlich-technischen Berufen - und die Lücke wird größer.“

(Quelle: MINT-Campus)

06.11.23: Über 60 Schüler bei Premiere der Kinder-Uni an der TH Rosenheim

Unter dem Motto „Was haben Regenwürmer mit Kunststoffen zu tun?“ fand am 27.10.2023 die erste Kinder-Uni an der Technischen Hochschule Rosenheim statt. Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler zwischen sieben und zwölf Jahren nahmen an der Veranstaltung teil.

Prodekanin Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe will Kinder für MINT-Bildung begeistern. Am 27.10.2023 fand die erste Kinder-Uni an der Technischen Hochschule Rosenheim statt. Unter dem interrogativen Motto „Was haben Regenwürmer mit Kunststoffen zu tun?“ nahmen mehr als 60 Schülerinnen und Schüler zwischen sieben und zwölf Jahren teil. Die Veranstaltung begann mit einer für Kinder konzipierten Vorlesung zum Thema Kunststoff von Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe. Die Prodekanin der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Leiterin des Studiengangs Medizintechnik gab zahlreiche Beispiele für die Verwendung von Plastik im Alltag. Strübbe exemplifizierte den Kunststoffeinsatz unter anderem anhand des Fahrzeugbaus. „Autos bestehen zu etwa einem Viertel aus Kunststoff. Das ist wichtig, weil sich damit im Vergleich zu Metall viel Gewicht einsparen lässt. Ein leichteres Fahrzeug braucht weniger Treibstoff“, so die Ingenieurin. Anschließend erläuterte sie, welche verschiedenen Arten von Polymeren es gibt und wie diese aufgebaut sind. „Stellt euch so ein Polymer vor wie einen unglaublich langen Regenwurm. Wenn ein Polymer fünf Zentimeter dick wäre, dann hätte es eine Länge von etwa 1.000 Kilometern, also von hier bis nach Spanien“, erklärte Strübbe dem jungen Auditorium.
Prodekanin Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe will Kinder für MINT-Bildung begeistern. (Bild: TH Rosenheim)

Die Kinder-Uni begann mit einer altersgerechten Vorlesung von Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe zum Thema Kunststoff. Die Prodekanin der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Leiterin des Studiengangs Medizintechnik gab zahlreiche Beispiele für die Verwendung von Plastik im Alltag. Strübbe exemplifizierte den Kunststoffeinsatz unter anderem anhand des Fahrzeugbaus. „Autos bestehen zu etwa einem Viertel aus Kunststoff. Das ist wichtig, weil sich damit im Vergleich zu Metall viel Gewicht einsparen lässt. Ein leichteres Fahrzeug braucht weniger Treibstoff“, erklärte die Ingenieurin dem jungen Auditorium.

 

Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe.
Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe (Bild: TH Rosenheim)

Anschließend erläuterte sie, welche verschiedenen Arten von Polymeren es gibt und wie diese aufgebaut sind. „Stellt euch so ein Polymer vor wie einen unglaublich langen Regenwurm. Wenn ein Polymer fünf Zentimeter dick wäre, dann hätte es eine Länge von etwa 1.000 Kilometern, also von hier bis nach Spanien“, so Strübbe, die MINT-Bildung für Kinder als „extrem wichtig“ erachtet.

Kinder stellen Becher und Chips her

Im Technikum Kunststoffverarbeitung stellten die Kinder dann unter Anleitung der Mitarbeiter Joghurtbecher aus ökologischem Kunststoff und Einkaufswagen-Chips her. Zudem konnten sie beobachten, wie Folie mit der aerodynamischen Beschaffenheit von Haifischhaut hergestellt wird.

Parallel dazu verbrachten die Eltern gemeinsame Zeit bei einer MINT-Aufgabe und einem Rundgang über den Rosenheimer Campus. „Wir möchten den Eltern die Möglichkeiten geben, mit ihren Kindern ganz einfach zuhause MINT-Experimente durchzuführen“, betonte Strübbe. Die Kinder gaben der TH Rosenheim zufolge positives Feedback. „Ich fand es total toll, einmal in einem Vorlesungssaal zu sitzen“, so die zwölfjährige Lena. „Es hat hier so viel Spaß gemacht! Besonders im Labor zu sehen, wie man Folien mit Haifischhaut macht, mit denen dann Flugzeuge kraftstoffsparender fliegen können“, kommentierte der gleichaltrige Noah.

Früh übt sich: Mithilfe der Kinder-Uni in Rosenheim sollen Schülerinnen und Schüler bereits im Grundschulalter Einblicke in die technisch-naturwissenschaftliche Arbeitspraxis erhalten.
Früh übt sich: Mithilfe der Kinder-Uni in Rosenheim sollen Schülerinnen und Schüler bereits im Grundschulalter Einblicke in die technisch-naturwissenschaftliche Arbeitspraxis erhalten. (Bild: TH Rosenheim)

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Kinder-Uni findet am 01.12.2023 statt. An diesem Tag referiert Prof. Marcel Tilly zum Thema Künstliche Intelligenz. Die letzte Vorlesung im Wintersemester hält Prof. Christian Kortüm am 19.01.2024 unter dem Motto „Vom Wald ins Wohnzimmer“.

(Quelle: TH Rosenheim)

31.10.23: Nachhaltigkeitswerkstatt für Schülerinnen

Unter dem Namen „Her(bst)camp“, einem Wortspiel aus dem englischen Pronomen und der deutschen Jahreszeit, veranstaltete die TU Dresden auch in diesem Jahr eine Nachhaltigkeitswerkstatt für Schülerinnen. Die sich explizit an Mädchen richtende Veranstaltung fand am 12.10.2023 am Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (IAK) in Pirna statt.

Am diesjährigen Her(bst)camp im sächsischen Pirna nahmen zehn Mädchen teil.
Am diesjährigen Her(bst)camp im sächsischen Pirna nahmen zehn Mädchen teil. (Bild: TU Dresden)

Zehn Schülerinnen tauschten sich mit IAK-Mitarbeitern über Kreislaufwirtschaft aus und sortierten Kunststoffe am NIR-Scanner des Instituts, der größten Versuchsanlage zur thermischen Behandlung von Abfällen in Deutschland. Dadurch konnten sie beispielsweise Organismen beim Produzieren von Biogas beobachten.

(Quelle: TU Dresden)

27.10.23: VDWF-Azubi-Rundgang auf der Fakuma 2023

Auf der Fakuma 2023 veranstaltete der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) mehrere Azubi-Rundgänge. Diese führten die Auszubildenden über weite Teile des Messegeländes, an Ständen ausgewählter Unternehmen wurden Stopps eingelegt.

 

Haben sich in Bewegung gesetzt: Auszubildende beim Azubi-Rundgang durch die Hallen der Fakuma 2023. Dort veranstaltete der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) mehrere Azubi-Rundgänge. Diese führten die Auszubildenden über weite Teile des Messegeländes, an Ständen ausgewählter Unternehmen wurden Stopps eingelegt.
Haben sich in Bewegung gesetzt: Auszubildende beim Azubi-Rundgang durch die Hallen der Fakuma 2023. (Bild: Redaktion)

Dort stellten die Unternehmensvertreter ihren Betrieb kurz vor und gaben den Auszubildenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dies waren die sechs Stops des ersten Rundgangs am ersten Messetag:

Nach der circa zweistündigen Tour tauschten sich Marc Metzner, Azubi-Scout beim VDWF sowie Organisator des Rundgangs, und die Auszubildenden über ihre gewonnenen Eindrücke aus den Standbesuchen aus. Metzner unterstrich abschließend die Wichtigkeit einer soliden Ausbildung und Nachwuchsgewinnung für die Branche, die unter Fachkräftemangel leidet.

Marc Metzner, Azubi-Scout beim VDWF, holt nach dem Rundgang Feedback ein und betont die guten Karrierechancen in der Kunststoffindustrie.
Marc Metzner, Azubi-Scout beim VDWF, holt nach dem Rundgang Feedback ein und betont die guten Karrierechancen in der Kunststoffindustrie. (Bild: Redaktion)

Auf Nachfrage der Redaktion zu seinen Beweggründen, erklärte der 25-jährige Niko Kretschmar, seit September 2023 bei Werz im ersten Ausbildungsjahr zum Werkstoffprüfer, dass er bereits mit 19 Jahren dort als Ferienjobber tätig war. Nach einem abgebrochenen Bachelorstudiengang Chemieingenieurwesen an der Universität Ulm entschied er sich für eine Ausbildung bei der Härterei für Werkzeug- und Formenbau auf der Schwäbischen Alb.

26.10.23: ADK wirbt für Naturwissenschaften und Technik

Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer ADK.
Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer ADK. (Bild: Niedersachsen Metall)

Dr. Volker Schmidt leitet als hauptamtlicher Geschäftsführer das operative Geschäft des Arbeitgeberverbands der deutschen Kaut­schuk­industrie (ADK).

Im Gespräch mit unserem Schwestermagazin KGK äußert er sich zur aktuellen und zukünftigen Situation der Branche sowie zur Nachwuchsgewinnung.

 

25.10.23: Kinder-Uni an der TH Rosenheim

Am 27.20.2023 startet die erste Kinder-Uni an der Technischen Hochschule Rosenheim. Unter dem als Fragestellung formulierten Motto „Was haben Regenwürmer mit Kunststoffen zu tun?“ sollen Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren drei Mal im Semester einen Einblick in Vorlesungen und Labore geboten bekommen.  Während die Kinder den Einblick erhalten, können die Eltern an einer Campusführung teilnehmen. Zudem bekommen sie ein Booklet, in dem zehn fertig vorbereitete, in den heimischen vier Wänden durchführbare MINT-Experimente für sie und ihre Kinder beschrieben werden.  Fehlende MINT-Bildung ist ein Grund für den Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie. Die TH Rosenheim weist explizit auf die Wichtigkeit ebenjener Bildung hin und führt praktische Anwendungen, Problemlösungskompetenz, Alltagsrelevanz, Zukunftsfähigkeit sowie Innovation und Forschung als Argumente dafür an. Darüber hinaus will die TH Rosenheim gezielt Mädchen und Frauen für MINT-Bildung gewinnen. Ihre Unterrepräsentierung führt die Hochschule unter anderem auf Stereotype, kulturelle Einflüsse sowie mangelnde Vorbilder und Sichtbarkeit zurück. Zudem sieht sie pädagogische Ansätze, da Unterrichtsmethoden und Lehrmaterialien Geschlechterstereotype enthalten können. Als Lösungsansätze führt die TH Rosenheim gezielte Bildungsinitiativen, Sensibilisierung für Geschlechtergleichstellung, die Förderung von Vorbildern und die Gestaltung einer inklusiven Lernumgebung an.
Mit bunten Farben und altersgerechten Motiven will die TH Rosenheim Teilnehmer für ihre Kinder-Uni gewinnen. (Bild: TH Rosenheim)

Am 27.10.2023 startet die erste Kinder-Uni an der Technischen Hochschule Rosenheim. Unter dem interrogativen Motto „Was haben Regenwürmer mit Kunststoffen zu tun?“ sollen Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren drei Mal im Semester einen Einblick in Vorlesungen und Labore geboten bekommen.

Während die Kinder den Einblick erhalten, können die Eltern an einer Campusführung teilnehmen. Zudem bekommen sie ein Booklet, in dem zehn fertig vorbereitete, in den heimischen vier Wänden durchführbare MINT-Experimente für sie und ihre Kinder beschrieben werden.

Fehlende MINT-Bildung ist einer der Gründe für den Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie. Die TH Rosenheim weist explizit auf die Wichtigkeit ebenjener Bildung hin und führt praktische Anwendungen, Problemlösungskompetenz, Alltagsrelevanz, Zukunftsfähigkeit sowie Innovation und Forschung als Argumente dafür an.

MINT-Kenntnisse sind eine unabdingbare Grundlage für eine Tätigkeit in der Kunststoffindustrie.
MINT-Kenntnisse sind eine unabdingbare Grundlage für eine Tätigkeit in der Kunststoffindustrie. (Bild: TH Rosenheim)

Darüber hinaus will die TH Rosenheim gezielt Mädchen und Frauen für MINT-Bildung gewinnen. Ihre Unterrepräsentierung führt die Hochschule unter anderem auf Stereotype, kulturelle Einflüsse sowie mangelnde Vorbilder und Sichtbarkeit zurück. Zudem sieht sie pädagogische Ansätze, da Unterrichtsmethoden und Lehrmaterialien Geschlechterstereotype enthalten können.

Als Lösungsansätze führt die TH Rosenheim gezielte Bildungsinitiativen, Sensibilisierung für Geschlechtergleichstellung, die Förderung von Vorbildern und die Gestaltung einer inklusiven Lernumgebung an.

(Quelle: TH Rosenheim)

24.10.2023: VDWF zeichnet Master-Absolventen aus

Im Rahmen der Förderpreis-Verleihung für herausragende Abschlussarbeiten der Hochschule Schmalkalden durch den Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) wurde der Ingenieur Markus Diegel ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte jährliche Preis für Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Schmalkalden wurde nun zum vierten Mal vergeben.

Eingerahmt von Claudia Michel vom VDWF-Team Schmalkalden und Verbandspräsident Prof. Thomas Seul: der Preisträger des VDWF-Studienförderpreises 2023 Markus Diegel.
Eingerahmt von Verbandspräsident Prof. Thomas Seul und Claudia Michel vom VDWF-Team Schmalkalden: der Preisträger des VDWF-Studienförderpreises 2023 Markus Diegel. (Bild: Hochschule Schmalkalden)

„Die Verleihung des Förderpreises steht für die geteilte Überzeugung des VDWF und des Ausbildungsausschusses der Hochschule, dass der Fertigungsstandort Deutschland – mehr als in den Jahrzehnten zuvor – auf junge Köpfe angewiesen sein wird, um auch in Zukunft mit technologischen Innovationen erfolgreich zu wirtschaften“, erklärt Prof. Thomas Seul, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule und Präsident des VDWF.

Die Verleihung des Förderpreises war Teil der diesjährigen Immatrikulationsfeier an der Hochschule Schmalkalden.
Die Verleihung des Förderpreises war Teil der diesjährigen Immatrikulationsfeier an der Hochschule Schmalkalden. (Bild: Hochschule Schmalkalden)

Der diesjährige Preisträger wurde für seine mit der Gesamtnote 1,0 bewertete Masterarbeit mit dem Titel „Qualifizierung eines neuartigen In-Situ-Kennzeichnungssystems für spritzgegossene Kunststoffbauteile, insbesondere zur Anwendung in der Medizintechnik“ ausgezeichnet.

Abformungen der Markierungselemente im Kunststoff.
Abformungen der Markierungselemente im Kunststoff. (Bild: Markus Diegel / Formconsult)

Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Formconsult, einem auf Mehrkomponenten- und Zweifarbentechnik spezialisierten Hersteller von Präzisionswerkzeugen mit Sitz in Schmalkalden. Die gewonnenen Erkenntnisse aus Diegels Masterarbeit sollen im Unternehmen zeitnah in die Praxis umgesetzt werden.

(Quelle: VDWF)

10.10.2023: Duale Ausbildung – Diskussion mit Kultusminister bei Roth

Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz.
Seit 2014 hessischer Kultusminister: Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz. (Bild: Bundesrat)

Anfang Oktober folgten rund 100 Gäste der Einladung von Roth Industries nach Buchenau zum Podiumsgespräch „Hessischer Kultusminister im Dialog – Duale Ausbildung“.

Neben Ralph Alexander Lorz diskutierten die CDU-Politikerin Marie-Sophie Künkel, der Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill Dietmar Persch, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biedenkopf Frank Interthal und Michael Donges, Personalleiter des gastgebenden Unternehmens. Themen waren unter anderem der demographische Wandel, Abwanderungstendenzen und Unternehmensbindung.

„Das duale System benötigt starke Partner: Starke ausbildende Unternehmen und starke berufliche Schulen“, so Lorz, der „attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für Bewerber einerseits, die Unterstützung schwächerer Auszubildender andererseits“ als entscheidende Faktoren für die Gewinnung neuer Fachkräfte sieht.

Quelle: Roth

06.10.2023: Maschinenbau-Branche plant Personalaufbau

Laut der VDMA-Umfrage „Arbeitsmarkt & Nachwuchsentwicklung im Maschinenbau“ aus dem September planen 62 % von über 400 befragten HR-Entscheidern, zusätzliche Fachkräfte mit technischem Hintergrund einzustellen. 44 % wiederum wollen ihr Stellenangebot für Ingenieure und IT-Experten ausweiten. Auch für nicht-technische Bereiche werden Mitarbeiter gesucht.

 

Frau, die eine Maschine bedient.
Fachkräftemangel und Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sind zentrale Herausforderungen der Maschinenbau-Branche. (Bild: Shutterstock)

Auch wenn die Tendenz im Vergleich zum Frühjahr leicht rückläufig ist, berichten rund 70 % der Unternehmen von starken Engpässen bei technischen Fachkräften, fast jedes zweite beklagt fehlende Ingenieure. Durch die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist auch die Fluktuation bei vielen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten leicht gestiegen.

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

05.10.2023: Maus-Türöffner-Tag bei Scheplast

5 Kinder
Fachkräfte von morgen? (Bild: Scheplast)

Mehr als 70 kleine und große Besucher kamen zum Aktionstag „Türen auf mit der Maus“. Scheplast ist es wichtig, schon die Kleinsten darüber zu informieren, wie wichtig das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist. Nicht von ungefähr hat das Unternehmen, dessen Vision „Liebe deinen Planeten und schütze die nächste Generation“ lautet, im Jahr 2018 den Umweltpreis erhalten. Gelingen soll dies dadurch, dass natürliche Ressourcen richtig eingesetzt und mit jedem produzierten Kunststoffteil die Welt verbessert wird.

Die Kinder konnten auf Ihrer Reise durch die Firma live erleben, wie aus Kunststoffgranulat nachhaltige Kunststoffteile entstehen können. Mit Begeisterung standen sie an der großen Spritzgußmaschine und waren fasziniert, wie am Ende grüne Becher aus der Maschine kommen. An vielen verschiedenen Mitmachstationen konnten die Kinder beispielsweise verschiedene biobasierte und biologisch abbaubare Granulate anschauen, fühlen, riechen und erraten. Auch die Station zum Recyclingkreislauf und dem Thema wie aus einer recycelten Kunststoffflasche neue Produkte entstehen können, fand großen Andrang. Die Maus und der Elefant waren natürlich auch mit dabei, auf dem Maltisch wurden tolle Bilder gezaubert und beim Gewinnspiel gab es eine Kuschelmaus sowie Eier von den firmeneigenen Hühnern zu gewinnen. Die Kinder wollten gar nicht mehr nach Hause gehen – vielleicht kommen sie irgendwann als Auszubildende zurück.

Quelle: Scheplast

02.10.2023: Fachkräfte für Kunststoffmantelrohr-Montage

Das SKZ in Halle bietet verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten für Personal im Fernwärmebereich an. Dafür werden auch Teilnehmer aus den Bereichen Rohrleitungs-, Tief- und Anlagenbau qualifiziert.

Dadurch sollen Fachkräfte für die Montage von Kunststoffmantelrohren im Fernwärmeleitungsbau ausgebildet werden. In einem fünftägigen Lehrgang erlernen die Teilnehmer die Muffenmontage als Verbindungstechnik für Kunststoffmantelrohre und das dazugehörige Ausschäumen des Muffenhohlraumes mit Polyurethan.

Die Fernwärmeversorgung erfordert entsprechend gedämmte Rohrsysteme, um Energieverluste beim Transport zu minimieren. Auch der Einbau von Aderverbindungen, die eine Überwachung und Fehlerortung von Fernwärmesystemen ermöglichen, wird behandelt. Der Kurs schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab.

Arbeiter beim Verlegen eines Kunststoffmantelrohrs.
Unabdingbar für den Fernwärmeleitungsbau: Kunststoffmantelrohre. (Bild: BU: Carina Heinze, SKZ)

Darüber hinaus können Kunststoffschweißer für das Schweißen von Kunststoffmantelrohren aus Polyethylen (PE) zertifiziert werden. In diesem fünftägigen Lehrgang werden unter anderem PE-Schweißverbindungen an Muffen und Mantelrohrformstücken hergestellt.

Des Weiteren gibt es entsprechende Angebote für Bauaufsichtspersonal, Vorarbeiter und Mitarbeiter der Qualitätssicherung. So findet am 13. und 14. Dezember 2023 in Halle die SKZ-Veranstaltung „Muffenmontage an Kunststoffmantelrohren (KMR)“ in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) statt.

Den Teilnehmern wird der aktuelle Wissensstand auf Basis der europäischen Normen, des AGFW-Regelwerkes und praktischer Erfahrungen vermittelt. Zudem wird die Fehlerortung durch Leckwarnsysteme thematisiert.

An beiden Nachmittagen finden in den SKZ-Technika praktische Live-Vorführungen zur Muffenmontage und zu Schweißverfahren statt. Die Veranstaltung richtet sich an Branchenvertreter, die in die Auftragsvergabe, Planung, Bauleitung, Montage, Qualitätskontrolle und den Netzbetrieb von Kunststoffmantelrohrsystemen involviert sind.

(Quelle: SKZ)

21.09.2023: Engel unterstützt SKZ mit neuer Spritzgießmaschine

André Ortner, Head of Marketing Europe Central bei Engel, Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology bei Engel, Sebastian Dombos, Geschäftsführer Engel Deutschland Nürnberg, Georg Schwalme, SKZ Bereichsleitung Spritzgießen und Additive Fertigung, Benjamin Baudrit, SKZ stellvertretende Geschäftsführung, Robert Held, SKZ Gruppenleitung Bildung Spritzgießen (v.l.) bei der Maschinenübergabe in Würzburg.
Kooperationen sind auch bei der Aus- und Weiterbildung wichtig. André Ortner, Head of Marketing Europe Central bei Engel, Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology bei Engel, Sebastian Dombos, Geschäftsführer Engel Deutschland Nürnberg, Georg Schwalme, SKZ Bereichsleitung Spritzgießen und Additive Fertigung, Benjamin Baudrit, SKZ stellvertretende Geschäftsführung, Robert Held, SKZ Gruppenleitung Bildung Spritzgießen (v.l.) bei der Maschinenübergabe in Würzburg. (Bild: Engel)

Am SKZ steht fortan eine vollelektrische Spritzgießmaschine, ausgestattet mit Assistenzsystemen, linearer Automation sowie intelligenter Temperierlösung, von Engel für die Ausbildung und das Training zur Verfügung.

Die kompakte Automationszelle kann zukünftig von den rund 1.200 Schulungsteilnehmern pro Jahr im Bereich Spritzgießen verwendet werden. Sie bereichert das Schulungsangebot vom Grundlagenkurs über den Geprüften Einrichter bis hin zum Geprüften Werkzeugkonstrukteur für die Zielgruppe der Quereinsteiger bis hin zum spezialisierten Facharbeiter.

Nach der bereits bestehenden vollelektrischen Duroplast Maschine für den Bereich der Forschung, stellt Engel nun eine weitere Anlage für die zukünftige Ausbildung in der Kunststoffbranche zur Verfügung.

Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.

19.09.2023: Berufsorientierungsprojekt Laborführerschein

Die Kunststoff-Initiative Bonn / Rhein-Sieg setzt die Kooperation mit dem Deutschen Museum Bonn bezüglich des Laborführerscheins fort. Das mehrfach ausgezeichnete Berufsorientierungsprojekt findet zum zweiten Mal statt.

In diesem Jahr geht es für die teilnehmenden Schüler erneut zum Maschinenbauer Kuhne nach Sankt Augustin und nach Niederkassel-Mondorf zu Siegfried Pohl Verpackungen, wo unter anderem Kunststoffbeutel produziert werden. Der Laborführerschein bietet Anknüpfungspunkte zu naturwissenschaftlich-technischen und besonders chemienahen Ausbildungsberufen. Vorgestellt werden die Alltagswelten unterschiedlicher technischer Berufsumfelder. Die Schüler lernen die berufliche Welt auf den Praxisstationen der Kunststoffindustrie kennen. Vier Workshops finden im Deutschen Museum Bonn, drei an tatsächlichen Ausbildungsorten der Unternehmen statt.

Andrea Niehaus (Deutsches Museum Bonn), Felix Kuhne (Kuhne) und Antonio Casellas (Förderverein Wissenschaf(f)t Spass).
V.l.n.r.: Andrea Niehaus, Deutsches Museum Bonn, Felix Kuhne, Kuhne, und Antonio Casellas, Förderverein Wissenschaf(f)t Spass. (Bild: Kunststoff-Initiative Bonn / Rhein-Sieg)

Der Besuch durch Schüler von Haupt- und Gesamtschulen der Klassenstufe 8 wird vom Museum und den Unternehmen gemeinsam vorbereitet. Bei der Betriebsbesichtigung werden Arbeitgeber und Ausbildungsberufe vorgestellt. Das aktive Einbeziehen von Auszubildenden in den Betrieben ermöglicht den Schülern Kontakt auf Augenhöhe. In den Betrieben absolvieren die Teilnehmer verschiedene Aufgaben und stellen ihre Ergebnisse in der Gruppe vor.

Zu den Teilnehmern der Kunststoff-Initiative gehören neben Kuhne und Siegfried Pohl Verpackungen die Dr. Reinold Hagen Stiftung, Hennecke, Lemo Maschinenbau und Röchling Industrial.

(Quelle: Kunststoff-Initiative Bonn / Rhein-Sieg)

14.09.2023: Empa entwickelt mit Kindern ein Buch über Nachhaltigkeit

Schulmädchen und Forscher erarbeiten Ideen zu Nachhaltigkeit.
Gedankenaustausch: Schulmädchen und Forscher erarbeiten Ideen zu Nachhaltigkeit. (Bild: Empa)

Gemeinsam mit Schulkindern und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) entwickeln Empa-Forscher ein Kinderbuch zur Kreislaufwirtschaft. Das Projekt, das den offiziellen Titel „Co-creating Circular Futures“ trägt, wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen des Agora-Programms, dem Wirtschaftsverband Swico und dem Haushaltsgerätehersteller V-Zug unterstützt.

Die 13 Kinder der dritten bis sechsten Klasse hatten im Unterricht bereits Themen rund um Umwelt, Energie und nachhaltige Kreisläufe kennengelernt und sich in Kleingruppen Gedanken gemacht, wie Menschen in Zukunft nachhaltiger essen, wohnen, reisen und lernen könnten. Forscher des Empa-Labors „Technologie und Gesellschaft“ stellten ihnen diesbezüglich nun Fragen, erklärten Zusammenhänge und lieferten die wissenschaftliche Basis für die kreativen Ideen der Kinder.

Das Projekt wurde von Harald Desing, bei Empa in der Abteilung „Technology & Society“ tätig, initiiert. Die Idee dafür kam ihm während des Covid-Lockdowns. „Ich merkte, dass die Kinderbücher meiner beiden Söhne fast ausschließlich die Welt von gestern darstellten“, so der Empa-Forscher. „Wenn wir als Wissenschaftler von einer kreislauffähigen und nachhaltigen Zukunft sprechen, ist das sehr abstrakt“, ergänzt er und weist auf „trockene und zuweilen schwer verständliche Zahlen, Formeln und Diagramme“ hin.

Zettel, auf den ein Kind Ideen zu Energieeffizienz geschrieben hat.
Kindlicher Input zu Energieeffizienz. (Bild: Empa)

Kindliche Kreativität und Unvoreingenommenheit sollen den Wissenschaftlern laut Empa den Realitätsbezug ermöglichen. Desing zufolge liefern Erwachsene feste Vorstellungen, Kinder hingegen Ideen. Für das Projekt arbeitet er mit der Begabtenförderung an der PHSG zusammen. „Die Kinder kommen das ganze Semester lang für einen Vormittag pro Woche zu uns, und wir haben Zeit, mit ihnen in ein Thema einzutauchen, etwa mit Spielen, Experimenten, fachlichen Inputs, Theaterszenen und skizzenhaften Tagebüchern“, kommentiert Marion Rogalla, Leiterin der Begabtenförderung Rorschach und Rorschacherberg und Erziehungswissenschaftlerin an der PHSG, die Kooperation.

„Es macht Spaß, die eigene Fantasie zu brauchen, um sich Sachen für die Zukunft auszudenken“, so der neunjährige Schüler Lars, dem besonders die Idee für einen Zug gefällt, der mit Solarpanels seinen eigenen Strom produziert und auch den Bahnhof über die Oberleitung mit Strom versorgt. Der zwölfjährige Arjan hat durch das Projekt offensichtlich etwas über die Notwendigkeit ordnungsgemäßer Müllentsorgung gelernt: „Ich wusste nicht, dass es mehrere Millionen Jahre dauert, bis sich eine weggeworfene Glasflasche zersetzt!“

In einem ersten gemeinsamen Workshop haben Kinder und Forscher Visionen für nachhaltige Städte der Zukunft entwickelt. In einem zweiten Workshop soll es darum gehen, eine Geschichte zu erzählen, die in dieser Welt spielt. Auf der Grundlage dieser beiden Workshops will die Designerin und Künstlerin Maya Ivanova ein illustriertes Kinderbuch entwerfen, das Anfang 2024 veröffentlicht werden soll. Mit zusätzlichem Begleitmaterial, das die PHSG entwickelt, soll dieses auch im Unterricht zum Einsatz kommen.

(Quelle: Empa)

08.09.2023: 104 junge Menschen starten ihre Ausbildung bei Arburg

Der Ausbildungsjahrgang 2023 von Arburg.
Der Ausbildungsjahrgang 2023 von Arburg. (Bild: Arburg)

Am 1. September 2023 begrüßte die geschäftsführende Gesellschafterin Renate Keinath 82 neue Auszubildende und 22 DHBW-Studentinnen und Studenten. Somit absolvieren aktuell 327 junge Menschen ihre Ausbildung in Loßburg.

„Die Zahl von aktuell insgesamt 249 Auszubildenden und 78 Studenten belegt ganz intensiv, welch hohen Stellenwert die Ausbildung für Arburg hat“, betonte Renate Keinath, die als geschäftsführende Gesellschafterin Personalmanagement die angehenden Mitarbeiter im Namen der gesamten Geschäftsführung begrüßte. „Auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten halten wir an unserer hohen Ausbildungsquote von rund zehn Prozent fest. Denn unsere qualifizierten Nachwuchskräfte werden es sein, die mit ihrem Know-how unsere Firma weiter nach vorne bringen.“

So vielfältig wie die Berufe und Studiengänge sind auch die angehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus 38 verschiedenen Gemeinden kommen. Einige der Auszubildenden sind älter als 30 Jahre und haben bereits erste Berufserfahrungen gesammelt. Und immer mehr junge Frauen machen eine technische Ausbildung zum Beispiel zur Mechatronikerin, Zerspanungsmechanikerin und Elektronikerin.

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07.09.2023: Alpla startet mit 22 Auszubildenden ins Lehrjahr

Am 1. September startete Alpla mit 22 Auszubildenden an den Standorten Hard und Fußach ins Lehrjahr 2023/24 – zwei aus der Gruppe erlernen den neu angebotenen Ausbildungsberuf Fertigungsmesstechniker. In den vergangenen Jahren begannen jeweils rund 15 Personen ihre Ausbildung bei dem österreichischen Unternehmen. Die neuen Auszubildenden verteilen sich auf folgende Berufe: Kunststoffverfahrenstechniker, Elektrotechniker, Fertigungsmesstechniker, Zerspanungstechniker, IT-Betriebstechniker, Konstrukteur Werkzeugbau, Konstrukteur Maschinenbau, Medienfachmann und Betriebslogistiker.

Alpla ist „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ sowie „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ des Landes Vorarlberg und betreibt auch in Deutschland an neun Standorten eigene Lehrwerkstätten unter dem Namen Future Corner. Das duale System der praktischen und theoretischen Ausbildung wurde seit 2013 nach China, Mexiko, Indien, Polen und Südafrika exportiert. Die derzeit 271 Auszubildenden weltweit können seit Herbst 2022 im Rahmen eines globalen Austauschprogramms Erfahrungen an den anderen Ausbildungsstandorten sammeln.

(Quelle: Alpla)

Auszubildende in blauen Polos mit der Aufschrift Alpla.
22 Personen begannen am 1. September 2023 ihre Ausbildung bei Alpla in Hard und Fußach. Mit im Bild ist ein im Jahresverlauf übernommener Auszubildender im vierten Lehrjahr. (Bild: Alpla)

05.09.2023: Praxisorientierte Ausbildung neuer Fachkräfte bei VW

VW Golf im Maßstab 1:18.
In der Berufsausbildung der Volkswagen AG in Wolfsburg arbeiten Auszubildende verschiedener Fachbereiche an der Simulation einer Fahrzeugauslieferung des VW Golf im Maßstab 1:18. (Bild: Igus)

Um eine praxisorientierte Ausbildung neuer Fachkräfte ermöglichen, setzt Volkswagen Wolfsburg auf zwölf Einzelstationen für Metall, Pneumatik, 3D-Druck, Elektrik, Robotik, SPS und Visualisierung. Auszubildende aus verschiedenen Fachbereichen arbeiten an der Simulation einer Fahrzeugauslieferung des VW Golf im Maßstab 1:18.

Die sogenannte Smart Factory, Bestandteil des Getriebekurses in den Ausbildungsberufen der Volkswagen AG, beinhaltet zwölf Einzelstationen für Metall, Pneumatik, 3D Druck, Elektrik, Robotik, SPS und Visualisierung. Diese ergeben zwei parallellaufende Produktionslinien. Hierbei wird, beginnend am Presswerk über den Karosseriebau, Lackiererei, Hochzeit, Montage und Fahrzeugauslieferung, die Golffertigung simuliert.

Bei der Produktionssimulation wird vor allem darauf geachtet, dass der Antriebsmechanismus gut sichtbar ist, außerdem soll eine elektrische Lösung statt der bisherigen pneumatischen Lösung gefunden werden. Um die Bewegung verfolgen zu können, wurde die Rutsche aus durchsichtigem Makrolon hergestellt. Igus, Hersteller von unter anderem Energieketten,  Gleitlagern und Gewindetechnik, unterstützte das Projekt mit Produkten und in beratender Funktion.

(Quelle: Igus)

31.08.2023: Bodenbeläge aus Altreifen begehen

Ein Mädchen und ein Junge vor einem Laptop.
Das spielerische Ausprobieren von Lernportalen soll jungen Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung helfen. (Bild: FSB Cologne)

Anlässlich ihres Klimaschultags, der am 25. Oktober 2023 im Rahmen der Messe FSB in Köln stattfindet, lädt die Initiative New Life Garten- und Landschaftsbauschüler und -auszubildende ein, ihren Messestand (Halle 9/Stand D84) zu besuchen und dabei das Lernportal „New Life Macht Schule“ spielerisch auszuprobieren. Auf einem 17 m langen Parcours können die Teilnehmer zudem unterschiedliche Bodenbeläge aus Reifen-Gummigranulat erkunden.

(Quelle: Initiative New Life)

30.08.2023: Empa-Sommercamp gibt Kindern Vorgeschmack auf MINT-Fächer

Zu Beginn des Sommers 2023 nahmen 21 Kinder am Empa-Sommercamp teil, das mittels Workshops einen Einblick ins Ingenieurwesen und die Materialforschung sowie einen Vorgeschmack auf die MINT-Fächer im kommenden Schuljahr gibt.

So konnten die Kinder beispielsweise mit Informatikern erste Codier- und mit Physikern erste Mikroskopie- und Röntgenerfahrungen sammeln. Zudem durften sie Drohnen steuern und konnten Feuerlösch-Techniken erlernen.

(Quelle: Empa)

25.08.2023: Kunos coole Kunststoffkiste

aufgeklappter Experimentierkoffer
Mit dem Inhalt des Koffers können 5 Experimente durchgeführt werden, die den Kindern die Vielfältigkeit von Kunststoffmaterialien näherbringen. (Bild: Plastics Europe Deutschland)

Grundschulkinder für Naturwissenschaften begeistern, das ist das Ziel von Kunos cooler Kunststoffkiste. Auf der Kuno-Webseite dreht sich alles um die fünf spannenden Kunststoff-Experimente, mit denen Grundschulkinder ihr Interesse für die Naturwissenschaften entdecken können. Erklärvideos und Anleitungen bieten anschauliche Informationen für Lehrkräfte und Multiplikatoren. Daneben informiert die Webseite auch darüber, wer das Experimentierset über welche Wege bestellen kann. Ein Tipp: pro Grundschule in Deutschland ist eine Kiste kostenlos erhältlich; für Unternehmen kostet die tolle Kiste 125 Euro. Außerdem informiert der Onlineauftritt zu aktuellen Kuno-Terminen wie den zahlreichen Fortbildungen, Tagungen, Lehrerkonferenzen und Bildungskongressen, auf denen Plastics Europe Deutschland den Lehrkräften das Experimentierset für den eigenen Unterricht näherbringt. (Quelle: Plastics Europe Deutschland)

Alina Heihoff (2.v.r.) nimmt den Nachwuchspreis von Prof. Dr. Martin Bastian, Garance Bussière und Mathieu Le Bras (beide Plastic Omnium) (v.l.n.r) entgegen.
Alina Heihoff (2.v.r.) nimmt den Nachwuchspreis von Prof. Dr. Martin Bastian, Garance Bussière und Mathieu Le Bras (beide Plastic Omnium) (v.l.n.r) entgegen. (Bild: Luca Hoffmannbeck, SKZ)

23.08.2023: SKZ-Nachwuchspreis für Chemiestudium-Absolventin

Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat im Rahmen seines Netzwerktags Alina Heihoff, Absolventin des Studiengangs Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, für Ihre Arbeit "Abschätzung der Benetzung in Klebverbindungen mittels Wetting Envelope" den mit 2.000 € dotierten Nachwuchspreis verliehen.

Heihoffs Forschungsarbeit untersucht den Einfluss der Oberflächenenergie von Klebstoffen auf die Fügeteilbenetzung. Die Ergebnisse tragen laut SKZ dazu bei, die Qualität und Zuverlässigkeit von Klebverbindungen zu erhöhen. Der SKZ-Nachwuchspreis wird seit 2013 vergeben und in diesem Jahr von Plastic Omnium gesponsert.

(Quelle: SKZ)

Gelbes Warnschild mit der Aufschrift AZUBIS GESUCHT! LEERSTELLE.
Auch im Ausbildungsjahr 2023/24 suchen Unternehmen händeringend Auszubildende. (Bild: PhotoSG – Stock.adobe.com)

22.08.2023: Ausbildung auf historisch niedrigem Niveau

Das Statistische Bundesamt resümiert für 2022 einen historischen Tiefstand an jungen Menschen in Ausbildung. Insgesamt befanden sich Ende 2022 deutschlandweit 1.216.300 Personen in einer dualen Berufsausbildung, 3 % weniger als ein Jahr zuvor. Der Mangel an Auszubildenden besorgt auch die Kunststoffindustrie, wo händeringend Fachkräfte gesucht werden.

Die Rangfolge der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe veränderte sich 2022 kaum: Die meisten Neuabschlüsse waren im Beruf Kaufmann/-frau im Einzelhandel (22.800) zu verzeichnen, gefolgt von den Kaufleuten für Büromanagement (22.500), Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen (20.700), Verkäufer/-innen (20.600) und Fachinformatiker/-innen (17.600). Auch 2022 entfiel gut ein Fünftel (22 %) aller Neuverträge auf diese fünf Ausbildungen.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

 

Foto von Bettina Dempewolf, Leiterin Kommunikation bei Plastics Europe Deutschland.
Fordert frühe Fachkräftewerbung: Bettina Dempewolf, Leiterin Kommunikation bei Plastics Europe Deutschland. (Bild: Luca Hofmannbeck)

17.08.2023: Über 50 % der Stellen im Lehrjahr 2023/24 sind unbesetzt

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres äußert sich Bettina Dempewolf, Leiterin Kommunikation bei Plastics Europe Deutschland, im Interview zu den aktuellen Zahlen und Aktivitäten des Vereins bezüglich Nachwuchsgewinnung.

16.08.2023: Immer mehr deutschen Firmen fehlen Fachkräfte

Die jüngste Konjunkturumfrage des Münchner Ifo Instituts bei etwa 9.000 Unternehmen aus ganz Deutschland zeigt, dass demnach im Juli 43,1 % der Firmen unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften litten, nach 42,2 % im April 2023. „Trotz schwächelnder Konjunktur sind viele Unternehmen weiterhin händeringend auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern“, sagt Ifo-Experte Stefan Sauer. Im Juli 2022 war das Allzeithoch von 49,7 % erreicht worden.

Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung finden 75,3 % nicht die Bewerber, die sie brauchen. Etwa zwei Drittel der Unternehmen im Verkehrsbereich sowie der Architektur- und Ingenieurbüros berichten von Fachkräftemangel – ein neuer Höchststand für diese Branchen. Unter den EDV-Geräteherstellern sind 43,1 % der befragten Firmen betroffen. Im Maschinenbau liegt der Anteil derzeit bei 40,9 %. Insgesamt hat sich der Anteil im Verarbeitenden Gewerbe geringfügig auf 34,6 % verringert. Im Handel und im Bauhauptgewerbe klagen etwas weniger als ein Drittel der Unternehmen über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

11.08.2023: VDMA kritisiert Rente mit 63

Die Überlegungen der Ampelkoalition, die gesetzliche Rente weiter auszubauen, kommentiert VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann wie folgt: "Bereits die Einführung der abschlagsfreien "Rente mit 63" war eine dramatische Fehlentscheidung. Die Politik hat damit einen gravierenden Fehlanreiz geschaffen und den Fachkräftemangel ohne Not nochmals deutlich verschärft. Denn die Regelung wird überwiegend von gut ausgebildeten und überdurchschnittlich verdienenden Personen in Anspruch genommen, die dann als Fachkräfte in den Unternehmen fehlen.“

Da im Maschinenbau Fachkräfte über die Hälfte der Beschäftigten ausmachen, ist dieser Industriezweig von den Folgen der Rente mit 63 stark betroffen.

(Quelle: VDMA)

07.08.2023: Zeit die Türen zu öffnen

Die Maus
Türen auf für das Image der Kunststoffbranche. (Bild: WDR)

Türen auf mit der Maus 2023 heißt es am 3. Oktober und der Kunststoffbranche bietet sich deutschlandweit die Gelegenheit den Fachkräften von morgen die Techniken von heute zu zeigen, die hinter vielen Produkten in ihren Kinderzimmern, in Freizeit und Schule stecken. Auf diese Weise können Firmen die Kinder informieren und für den Werk- und Wertstoff Kunststoff begeistern. Die Gestaltung des Tages liegt in den Händen der Unternehmen. „Wir sind alle Teil der Gesellschaft und damit Multiplikatoren für ein gutes Image von Kunststoffen“, meint Bettina Dempewolf, Leiterin Kommunikation bei Plastics Europe Deutschland. „Öffnen Sie die Türen Ihrer Unternehmen! Gerne unterstützen wir Sie mit Kunos cooler Kunststoffkiste.“

Türen auf mit der Maus - Die Seite mit der Maus - WDR (wdrmaus.de)

01.08.2023: Absolventenfeier bei Folienhersteller 

Ende Juli feierten 25 Absolventinnen und Absolventen bei Südpack in Ochsenhausen ihren Ausbildungsabschluss. 21 von ihnen starten nun bei dem Folienhersteller in ihren erlernten Berufen die berufliche Laufbahn. Philipp Seifert, Absolvent des Studienganges Maschinenbau mit Schwerpunkt Kunststofftechnik, wurde als einer der Besten seines Jahrgangs geehrt.  

(Quelle: Südpack)

Junge Fachkräfte: Absolventinnen und Absolventen bei Südpack freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss.
Junge Fachkräfte: Absolventinnen und Absolventen bei Südpack freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss. (Bild: Südpack)
Irena Heuzeroth, am SKZ tätig als Senior Trainer und E-Learning-Entwicklerin.
Irena Heuzeroth, am SKZ tätig als Senior Trainer und E-Learning-Entwicklerin. (Bild: Luca Hoffmannbeck, SKZ)

31.07.2023: Kann E-Learning gegen den Fachkräftemangel helfen? 

Auch Fortbildungsmangel kann zum Fachkräftemangel beitragen. Das SKZ in Würzburg hat seit kurzem E-Learning-Kurse im Programm. Neben Einstiegskursen zum Thema Werkstoffkunde gibt es auch Angebote zu Extrusion und Additiver Fertigung. Module zum Spritzgießen und zur Werkzeugtechnik werden gerade entwickelt. Irena Heuzeroth, eine der federführenden Entwicklerinnen der webbasierten Trainings, erläutert das Projekt. 

(Quelle: SKZ)

25.07.2023: So unterstützt Haitian die Aus- und Weiterbildung am SKZ

Der Spritzgießmaschinenhersteller Haitian hat dem SKZ Würzburg eine Spritzgießmaschine für das Weiterbildungstechnikum zur Verfügung gestellt. Diese steht zukünftig rund 1.000 Schulungsteilnehmern jährlich zur Verfügung. Die weiteren Details erfahren Sie hier.

Christoph Mussauer, Leiter des Spritzgießtechnikums, Georg Schwalme, Bereichsleiter Spritzgießen/Additive Fertigung und Niels Herz, Vertriebsleiter Haitian International Germany, bei der Übergabe der neuen Spritzgießmaschine (v.l.n.r.).
Christoph Mussauer, Leiter des Spritzgießtechnikums, Georg Schwalme, Bereichsleiter Spritzgießen/Additive Fertigung und Niels Herz, Vertriebsleiter Haitian International Germany, bei der Übergabe der neuen Spritzgießmaschine (v.l.n.r.). Diese wird im Weiterbildungstechnikum des SKZ in Würzburg zum Einsatz kommen. (Bild: SKZ)

25.07.2023: Wie ein Maschinenbauer dem Fachkräftemangel begegnet

Der Arbeits- und Fachkräftemangel betrifft auch den Maschinenbauer Arburg. Werner Faulhaber, Bereichsleiter Entwicklung, und Michael Vieth, Ausbildungsleiter bei Arburg, erläutern im Interview mit dem PLASTVERARBEITER, welche Möglichkeiten ihr Unternehmen für die Kunststoffverarbeiter bereitstellt, um Fachkräfte zu entlasten und junge Menschen für Technik zu begeistern. Hier erfahren Sie es.

24.07.2023: Hersteller von Spritzgießwerkzeugen für Ausbildung prämiert

Bei einer Umfrage der Ausbildungsplattform Azubi-Plus erhielt der Hersteller von Spritzgießwerkzeugen Zahoransky mit 1.089 von 1.295 möglichen Gesamtpunkten das Siegel ‚Best Place to Learn‘. „Wir bieten eine Vielzahl von Benefits für unsere Belegschaft – von einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung über umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten in der Zahoransky-Akademie bis hin zu weitreichenden finanziellen und gesundheitlichen Angeboten. Das macht uns auch für die angehenden Fachkräfte attraktiv“, so Maxima Lott, Personalsachbearbeiterin bei Zahoransky.

(Quelle: Zahoransky)

17.07.2023: Junior Ingenieur Akademie gegen Fachkräftemangel

Im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie waren Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Leipziger Schulen im Kunststoff-Zentrum in Leipzig zu Gast. Die Junior-Ingenieur-Akademie (kurz JIA) ist ein Bildungsprogramm der Deutschen Telekom Stiftung, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder zu begeistern und somit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Weitere Hintergründe haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Schüler an einem Mikroskop im SKZ-Schülerlabor.
Ansatz gegen den Fachkräftemangel: Schülerinnen und Schüler können am SKZ in Peine aktiv in die Welt der Kunststoffe und den Betriebsalltag der Kunststoffproduktion blicken. (Bild: SKZ)

10.07.2023: SKZ-Standort Peine mit Schülerlabor erhält neuen Leiter

Der SKZ-Standort in Peine erhält mit Andreas Grzeskowiak einen neuen Leiter. „Ich habe 1999 hier meine Fortbildung zum Industriemeister Kunststoff- und Kautschuktechnik absolviert und war schon damals von der Praxis- und Industrienähe der Inhalte beeindruckt. Das durfte ich als Trainer dann fortführen und möchte diese Stärke des SKZ auch als Standortleiter weiter ausbauen“, erklärt Grzeskowiak.

Der Standort wurde kürzlich um ein SKZ-Schülerlabor erweitert und ist damit auch in der frühen Bildung aktiv. Dadurch leistet das Institut neben den Weiterbildungsaktivitäten auch einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie.

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23.06.2023: Interview zum Fachkräftemangel in der Kautschukindustrie mit Professor der TH-Bingen

Prof. Dr.-Ing. Herbert Baaser von der Technischen Hochschule Bingen erklärt im Interview, wie es um die nächsten Generationen der Fachkräfte in der Kautschukindustrie bestellt ist.

Als Experte für unter anderem Kontinuums-, Festkörper- und Schädigungsmechanik sowie inelastisches Materialverhalten und FEM-Pre- and Postprocessing genießt sein Wort in der Branche einen guten Ruf.

21.06.2023: Ausbildung in neuem Gewand

Das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik wurde modernisiert. Somit werden mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres erstmals Kunststoff- und Kautschuktechnologen ausgebildet.

Für die Kunststoffindustrie wird es immer herausfordernder, junge Menschen zu begeistern. So kann aktuell nur weniger als die Hälfte der Ausbildungsplätze für den/die Kunststoff- und Kautschuktechnologen/in mit qualifizierten Interessentinnen und Interessenten besetzt werden – Fachkräftemangel ist die logische Konsequenz. Eine Neuordnung des Berufsbilds wurde notwendig.

Wie diese Neuordnung aussieht, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Verkehrsschild
Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. August kommt der Ausbildungsberuf der Kunststoff- und Kautschukbranche im neuen und modernisierten Gewand daher. (Bild: Pro-K)

23.05.2023: Bester Absolvent in der Verfahrensmechanik ausgezeichnet

Frank Kössig, der bei Arburg seine Ausbildung als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik abgeschlossen hat, wurde in Berlin von DIHK-Präsident Peter Adrian und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ausgezeichnet. Adrian und Heil beglückwünschten 216 Absolventinnen und Absolventen und überreichten ihnen Pokale und Urkunden. Die Preisträgerinnen und Preisträger haben im vergangenen Jahr bei den Industrie- und Handelskammern die höchsten Punktzahlen in ihren Berufen erreicht und sich damit unter knapp 300.000 Prüfungsteilnehmern durchgesetzt. „Wir sind sehr stolz auf unseren Spitzen-Azubi und auf den erfolgreichen Jahrgang bei Arburg“, betonte Ausbildungsleiter Michael Vieth.

Frank Kössig ist mit 98 von 100 erreichbaren Punkten in der Prüfung der beste Absolvent in der Verfahrensmechanik für Kunststoff- und Kautschuktechnik und mit Leidenschaft dabei. „Am meisten an meinem Beruf gefällt mir, dass er abwechslungsreich und immer wieder aufs Neue herausfordernd ist. Ich bereite die Spritzgießmaschinen und die Automation so vor, dass der Kunde die gewünschten Kunststoffteile vollautomatisiert fertigen kann, und das ist jedes Mal eine neue und individuelle Aufgabe“, kommentierte Kössig. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung arbeitet die junge Fachkraft nun in der Abteilung Automation & Turnkey Solutions bei Arburg. Dort werden komplette Anlagen aus Maschine, Robot und Peripherie konzipiert und gefertigt. Bereits in seiner Ausbildung habe ihn das Programmieren begeistert.

Kopf-an-Kopf-Rennen der jungen Fachkräfte

Mit der Auszeichnung als zunächst Landes- und dann Bundesbester konnte Frank Kössig erst gegen Ende der Prüfungszeit rechnen: Es gab ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Arburg-Kollegen Dennis Sagel, der seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit 97 Punkten abschloss. Derzeit führt die junge Fachkraft im Bereich Montage Prozesstests durch, ab Juli wird er dann ebenfalls in der Abteilung Automation & Turnkey Solutions tätig sein.

Die Nationale Bestenehrung der DIHK am 15. Mai 2023 fand zum 17. Mal statt. Dieses Jahr wurden 216 junge Männer und Frauen aus 208 Ausbildungsberufen im Berlin Congress Center (BCC) geehrt. Fünf Mal erreichten zwei Auszubildende die gleiche Punktzahl in ihren Abschlussprüfungen. DIHK-Präsident Peter Adrian dankte in seiner Rede den ausbildenden Betrieben, den Eltern der Auszubildenden und den Ausbilderinnen und Ausbildern, ohne die so viel erfolgreiche Berufsqualifizierung nicht denkbar wäre.

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11.05.2023: Fachkräftemangel durch demografischen Wandel

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland einzuschätzen, präsentierte Carolina Hupfer, Geschäftsführerin für Wirtschaft und Zentrale Aufgaben bei Plastics Europe Deutschland (PED), eine Umfrage der Mitgliedsunternehmen. „Die drei größten Investitions-Hindernisse sehen unsere Mitglieder in den hohen Energiepreisen, bürokratischen und langsamen Genehmigungsverfahren, beispielsweise für Industrieanlagen, sowie dem demografischen Wandel und dem dadurch drohenden Fachkräftemangel", so Hupfer.

„Die Arbeit der Bundesregierung in der jetzigen Legislaturperiode ist absolut entscheidend für die Zukunft unserer Industrie in Deutschland und Europa“, ergänzte PED-Geschäftsführer Ingemar Bühler.

(Quelle: PED)

03.05.2023: Lehr- und Lernmethoden gegen Fachkräftemangel

Die Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) eröffnet in Würzburg das an das SKZ angegliederte Trainingszentrum Qualitätswesen (TZQ). Neben Schulungszwecken soll das TZQ auch genutzt werden, um mit Lehr- und Lernmethoden dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Im TZQ werden jährlich rund 90 verschiedene Kurse angeboten. Von den förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von circa 9,5 Mio. Euro tragen der Bund 50 % und das Land Bayern 25 %. Der Eigenanteil des SKZ beträgt 3,9 Mio. Euro.

(Quelle: SKZ)

28.04.2023: Fachkräftemangel Thema bei „DKG West meets Science“

Am 28.04.2023 fand unter dem Motto „Shaping the Future of Rubber Research“ an der RWTH Aachen die Fachtagung „DKG West meets Science“ statt.

Laut Dr. Harald Keuter, Leiter der Regionalgruppe West der Deutschen Kautschuk Gesellschaft, betrifft der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel inzwischen nicht mehr nur die Industrie, sondern auch die Forschungseinrichtungen, die zudem vermehrt um Fördermittel kämpfen. Neben Nachhaltigkeitsthemen treiben auch neue Regularien, REACH und insbesondere die drohenden PFAS-Restriktionen die Branche um. „Gummi ist in den meisten Lebensbereichen essenziell, aber eben nicht sexy“, so Keuter.

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25.04.2023: Fachkräftemangel Thema beim Tag der Kautschukindustrie 2023

Rund 200 Personen folgten der Einladung des WdK und kamen am 25.04.2023 zum Tag der Kautschukindustrie nach Berlin. Neben hohen Energiepreisen und behördlichen Regulierungen war der Fachkräftemangel, der sich langsam zum Arbeitskräftemangel entwickelt, das beherrschende Thema.

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14.04.2023: Auszubildenden-Zahlen in der Kunststoffindustrie sinken weiter

Der Kunststoffindustrie geht der „Rohstoff Mensch“ verloren. Und das in einer Zeit, in der laut einer GKV-Umfrage knapp 30 % aller Unternehmen der Kunststoffverarbeitung in Deutschland ihren Personalbestand im Jahr 2023 gerne erweitern würden. Immerhin planen weitere 60 % mit einer Beibehaltung der Beleg­schaft. Folglich geht es hier um eine gesunde Branche mit zukunfts­trächtigen Arbeitsplätzen – für die sich allerdings immer weniger junge Menschen begeistern können.

So belegen aktuelle Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer: Immer weniger junge Leute wählen den Ausbildungsberuf zum Kunststoffverfahrensmechaniker. Demnach wurden 2022 insgesamt 1.429 neue Aus­bildungsverträge in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang um gut 8 % gegenüber 2021. Die Gesamtzahl der Auszubildenden in diesem Bereich sank ebenfalls deutlich um knapp 14 %.

Die Suche nach technischem Nachwuchs bleibt schwierig

„Die Zahlen bestätigen das, was wir auch in unseren Gesprächen mit Mitglieds­unternehmen sehen: Die Suche nach technischem Nachwuchs bleibt schwierig. Die Kunststoffverarbeitende Industrie könnte in der technischen Berufsausbildung gut zweimal so viele Ausbildungsplätze besetzen, wie es aktuell der Fall ist“, kommentierte Ralf Olsen, Haupt­geschäftsführer Pro-K. „Gut ist, dass das Thema mittlerweile bei der Politik angekommen ist. Mit der Exzellenzinitiative der Bundesregierung soll nun auch in den Gymnasien stärker als bisher auf die duale Berufsausbildung hingewiesen werden, so dass sich mehr junge Menschen für eine (technische) Berufsausbildung entscheiden“, so Olsen.

Ausbildungsmöglichkeiten in den Fokus stellen

Und auch die Branche selbst bleibt aktiv: So zeichnet der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie unter Federführung von Pro-K seit 2001 mit dem Günter-Schwank-Preis die besten Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik eines Jahrgangs aus – und informiert dabei über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Kunststoff­industrie. Dazu kommen weitere Bausteine wie etwa die Kunststoff-Ausbildungsinitiative Kai auf der K-Messe in Düsseldorf: In Ausstellungen, Diskussionsrunden und an Forschungsständen erleben Auszubildende, Schülerinnen und Schüler und Studierende von morgen hier die Arbeit mit Kunststoff hautnah.

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16.03.2023: Auswirkungen des Fachkräftemangels auf Werkzeug- und Formenbauer

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs nahm Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger an einem Runden Tisch zu den Herausforderungen des Werkzeug- und Formenbaus am 16.03.2023 in Fürth teil.

Fuchs hatte diesen Austausch mit regionalen Branchenvertretern beim Werkzeugspezialisten Hoefer & Sohn gemeinsam mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) initiiert.

Im Rahmen des Fachgesprächs wurde darüber diskutiert, welche politischen Maßnahmen in Bayern erforderlich sind, um Perspektiven für den Werkzeug- und Formenbau im Bundesland zu schaffen. Die Werkzeug- und Formenbauer sehen sich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, der demografische Wandel mit dem damit verbundenen Fachkräftemangel ist ein zentraler Punkt.

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17.02.2023: GKV nach wie vor besorgt wegen Fachkräftemangel

Im Rahmen der Jahreswirtschaftspressekonferenz des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) konnte keine Entwarnung beim Thema Fachkräftemangel melden, der offenbar durch die Imagekrise des Werkstoffs Kunststoff weiter verstärkt wird. Die meisten Fachkräfte fehlen in den Bereichen Kunststofftechniker und Verfahrensmechaniker sowie technische Auszubildende.

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10.02.2023: DKG-Geschäftsführer besorgt wegen Fachkräfte- und Azubimangel

Michael Patrick Zeiner, Geschäftsführer der Deutschen Kautschuk Gesellschaft, sorgt sich um Nachwuchs in und für die Branche: „Was uns alle umtreiben muss: Sinkende Studienanfängerzahlen in den für uns wichtigen MINT-Fächern, Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen und ein zunehmender Fachkräftemangel in unserer Industrie. Auch die DKG selbst hat ein Nachwuchsproblem, wenn ich mir die Altersstruktur unserer Mitglieder anschaue. Uns bleibt also gar nichts anderes übrig, als unsere Aktivitäten hier auszubauen und zu verstärken".

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20.01.2023: Weiterbildungsportal für Kunststofftechnik gegen Fachkräftemangel

Viele Unternehmen in der Kunststoffindustrie berichten von einem sich verschärfenden Fachkräftemangel. Gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für branchenfremde Mitarbeiter, um fachspezifische Kenntnisse zu erlangen, werden meist nur als Präsenzseminar angeboten. Mit der Plattform atyoucation.com steht ein neues Online-Weiterbildungsportal zur Verfügung, das somit ortsungebunden ist.

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13.12.2022: Weiterbildung in Teilzeit: SKZ und IHK kooperieren

Seit 1967 bildet die IHK Würzburg-Schweinfurt in Zusammenarbeit mit dem Kunststoff-Zentrum SKZ Industriemeister Kunststoff und Kautschuk aus. Ab 2023 kann die Weiterbildung auch berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden.

Der Bedarf an der Ausbildung ist nach wie vor groß und wird im Zeitalter des Fachkräftemangels weiter ansteigen. Deshalb kann die berufliche Weiterbildung ab 2023 auch in Teilzeit absolviert werden. Statt in sieben Monaten, die der Erwerb des Meistertitels normalerweise in Anspruch nimmt, werden die Inhalte auf 18 Monate gestreckt, sind aber durch Online-Unterrichtsanteile und Blockveranstaltungen berufsbegleitend möglich.

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12.09.2022: Auszeichnung für Engagement bei der Berufsausbildung

Für seine Verdienste um die Zusammenarbeit der deutschsprachigen Kunststoffverbände und sein Engagement bei der Berufsausbildung wurde Hans Prihoda jetzt der Ehrenpreis zum Günter-Schwank-Preis verliehen.

Mehr als 20 Jahre war der Kommerzialrat Bundesinnungsmeister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und dort für die Kunststoffverarbeiter verantwortlich. In Prihodas Amtszeit hatte die Förderung des Fachkräftenachwuchses auch über die Landesgrenzen hinaus einen hohen Stellenwert.

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08.09.2022: Arburg begrüßt 106 Nachwuchskräfte

In diesem Jahr starteten 75 Auszubildende und 31 DHBW-Studentinnen und Studenten ihre berufliche Laufbahn bei Arburg. Um das hohe Niveau der dualen Ausbildung auszubauen, arbeitet das Unternehmen eng mit den Berufsschulen, den Dualen Hochschulen sowie dem Campus Schwarzwald zusammen. Dem Fachkräftemangel muss entgegengewirkt werden. „Die Zahl von aktuell insgesamt 213 Auszubildenden und 91 Studenten belegt eindrucksvoll, welch hohen Stellenwert die Ausbildung für Arburg hat“, so Renate Keinath, geschäftsführende Gesellschafterin Personalmanagement. Der Maschinenhersteller bilde ungebremst weiter aus und übernehme jedes Jahr praktisch alle Absolventen in ein festes Arbeitsverhältnis.

Wie gestaltet sich der Berufseinstieg?

Um den Berufseinstieg zu erleichtern, wurde von Ausbildungsleiter Michael Vieth und seinem 20-köpfigen Team ein umfassendes Programm erarbeitet. In den ersten Tagen geht es darum, das Unternehmen zu entdecken und mit den Azubi-Kollegen und -Kolleginnen Bekanntschaft zu machen sowie mit den jeweiligen Jahrgangsbetreuern, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Neben Führungen durch das Unternehmen stand das Kennenlernen der Produktpalette, der Unternehmensphilosophie und auch des 2.000 m² großen Ausbildungscenters, das der zukünftige Arbeitsplatz und die Anlaufstelle sein wird, auf dem Programm.

Auch außerhalb des Unternehmens sind Aktivitäten geplant. Bei einem Team-Building-Event mit der Akademie Eigensinn beschäftigen sich die Berufsanfänger mit dem Thema Fehlerkultur. Dabei lernen sie, wie sie sich selbst besser einzuschätzen können und wie die Kommunikation untereinander gestärkt werden kann. In der Einführungswoche kommt auch die Action nicht zu kurz: Ob Mountainbike-Tour, Escape-Spiele, Barista-Kurs, Adventure Golf, wandern oder ein Sportkurs im firmeneigenen Gesundheitscenter – die Berufsstarter haben die Qual der Wahl. Zudem ist ein gemeinsames Grillen mit den Ausbilderinnen und Ausbildern geplant.

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18.08.2022: Dem Maschinenbau fehlen zunehmend Fachkräfte

Der Juli-Umfrage des Ifo Instituts zufolge leidet der deutsche Maschinenbau unter zunehmendem Fachkräftemangel. Zutreffen würde das auf 43 % der befragten Unternehmen der Branche. Im Vormonat April waren es noch 38,7 %.

„Die Maschinenbauer spüren jetzt die Folgen des Personalabbaus vor und während der Corona-Pandemie“, kommentierte Nicolas Bunde, Branchenexperte am Ifo Institut. „Jetzt suchen die Betriebe händeringend geeignetes Personal“.

Nicht nur ausgebildete Mechatroniker, Mechaniker und IT-Spezialisten fehlen, auch bei geringqualifizierten Beschäftigten meldeten erste Unternehmen einen Mangel. 9,4 % der befragten Maschinenbauer sagten dies, nach 8,3 % im April. Noch stärker wird die Branche durch den Mangel an wichtigen Vorprodukten eingeschränkt. Das sagten 90,7 % der Firmen, nach 90,6 % im Juni.

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08.08.2022: Wie Herrmann Ultraschall dem Fachkräftemangel entgegenwirkt

Um jungen motivierten Menschen eine berufliche Perspektive in einem professionellen Umfeld zu bieten, hat Herrmann Ultraschall unter anderem in eine modern ausgestattete Ausbildungswerkstatt mit Ausbildern und eine hauseigene Academy zur Fortbildung investiert. Ein Anreiz ist das sogenannte Azubi-Mobil für den Jahrgangsbesten inklusive Tankkarte. Ein Vertreter der Auszubildenden und Studierenden sitzt auch im Mitarbeiterrat, einem Gremium zur Mitarbeiterbeteiligung.

„Wir haben ehemalige Auszubildende, die nebenberuflich ihren Bachelor und Master gemacht haben und dadurch innerhalb der Firma schnell Karriere machen konnten. Einige sind inzwischen leitende Führungskräfte mit entsprechendem Firmenwagen. Für uns als Familienunternehmen ist die Ausbildung junger Fachkräfte ein wichtiges Anliegen“, kommentierte CEO Thomas Herrmann das Vorgehen.

Welche Ausbildungsangebote gibt es?

Neben dualen Studienplätzen gibt es vor allem im gewerblichen Bereich ein vielfältiges Angebot. „Das Unternehmen ist sehr technisch orientiert, da wir komplexe Schweißsysteme produzieren“, so Herrmann. „Gerne würden wir auch mehr weibliche gewerbliche Azubis einstellen – gerade Zerspanungsmechanikerinnen suchen wir besonders. Wir arbeiten in der Zerspanung mit einem wertvollen Rohstoff – Titan – und benötigen Topleute“, so der CEO. Weitere Ausbildungsberufe wurden zum klassischen technischen und kaufmännischen Angebot hinzugefügt, beispielsweise Fachkraft für Lagerlogistik und Industriekauffrau.

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03.07.2022: Reisekostenübernahme und kostenlose Mitgliedschaften für Studierende als Anreiz

Prof. Dr.-Ing. Andreas Limper, Geschäftsführer der DKG, sieht „Kunststoff-Bashing“ als Grund dafür, dass sich das Interesse junger Menschen vermehrt auf andere Bereiche fokussiert: „Die Studentenzahlen im Feld der Polymerverarbeitung gehen daher vielfach zurück. Die Kautschuktechnologie, als weitere Spezialisierung der Polymerverarbeitung, ist davon dann in besonderem Maße betroffen. Mittelfristig wird deshalb die Anzahl der Absolventen mit „Kautschukwissen“ zurückgehen. Es ist daher unserer aller Aufgabe, für die Kautschukindustrie zu werben. WdK und DKG sind hier beispielsweise im Bereich der DKT aktiv, etwa, indem wir Studenten Reisekosten zum Messebesuch finanzieren. Die DKG bietet Studentinnen und Studenten darüber hinaus eine kostenlose Mitgliedschaft an“.

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01.07.2022: Nachwuchsförderung auf der DKT

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Deutsche Kautschuk-Tagung 2021 erst im Jahr 2022 statt. Vom 27. bis 30. Juni wurden auf der DKT in Nürnberg die Themen präsentiert und diskutiert, die die Branche bewegen. Der Fachkräftemangel war ein zentraler Aspekt auf der Fachtagung: das Forum junger Forscherinnen und Forscher und das Educational Symposium für Brancheneinsteigerinnen und -ingenieure stellen zwei Ansätze dar, mit denen der Fachkräftenachwuchs gefördert werden soll.

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30.06.2022: Fachkräftemangel auch Thema beim Netzwerk- und Technologietag des SKZ

Das SKZ lud nach Würzburg und rund 600 Besucher folgten der Einladung. Beim Netzwerk- und Technologietag am 30.06.2022 war allerlei geboten.

SKZ-Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian wies in seinem Plenarvortrag darauf hin, dass die Nachwuchsgewinnung, -förderung und Ausbildung ein zentrales Anliegen des SKZ sei. Bei den Vorträgen am Nachmittag war unter anderem der Fachkräftemangel Thema und Gegenstand der Diskussion.

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24.6.2022: Fachkräftemangel als größtes Risiko für den Maschinenbau eingestuft

Der Verband Deutscher Maschinen-u. Anlagenbau (VDMA) führte vom 21. bis 23.06.2022 mit 520 Mitgliedsunternehmen eine Blitzumfrage durch. Diese ergab, dass sowohl Produktion als auch Lieferfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland immer stärker durch Materialengpässe und Fachkräftemangel behindert werden.

Neben anderen negativen Faktoren wie beispielsweise dem Krieg in der Ukraine beklagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers „Personalmangel bei der Auslieferung sowie in der eigenen Produktion“. Die Fachkräfteengpässe haben sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. 78 % der Unternehmen haben einen merklichen oder gravierenden Mangel an Personal. Lediglich 3 % der Unternehmen rechnen mit einer Entschärfung der Personalsituation in den nächsten drei Monaten.

„60 Prozent der Unternehmen sehen die Demografie und den Fachkräftemangel als großes Risiko an“, kommentierte Wiechers. Damit wurde der Fachkräftemangel unter acht zentralen aktuellen Themen des Maschinenbaus als größtes Risiko eingestuft und sogar noch vor der Antwortkategorie "Inflation/restriktive Geldpolitik" genannt.

„Um die vielen Facharbeiter, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, adäquat zu ersetzen, müssen junge Nachwuchskräfte eine attraktive Ausbildung im Maschinenbau und eine gute Perspektive geboten bekommen. Dies wird aber allein nicht ausreichend sein, um den Bedarf zu decken. Auch gezielte Zuwanderung wird notwendig sein, um die Arbeitskräftelücke zu reduzieren“, forderte Wiechers.

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22.06.2022: Gewinner des Wettbewerbs Industrie 4.0-Talente ausgezeichnet

Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, überreichte im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung die Siegerurkunde an die Auszubildenden Nico Schoch und Nils Frey. Der Industrie 4.0-Talente-Wettbewerb der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk, wurde bereits zum dritten Mal ausgerichtet.

Dieser wurde ins Leben gerufen, da „für eine erfolgreich etablierte Der Industrie 4.0-Talente-Wettbewerb der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk, wurde bereits zum dritten Mal ausgerichtet. Dieser wurde ins Leben gerufen, da „für eine erfolgreich etablierte digital vernetzte Wertschöpfungskette ein früher und praktischer Kontakt der Auszubildenden mit dem Thema Industrie 4.0 heute essentiell ist“.

Im Rahmen der Preisverleihung präsentierten die Azubis Nico Schoch und Nils Frey, die beide eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik absolvieren und an der Weiterentwicklung der ausgezeichneten Automation rund um die „smarte Bratwurst“ beteiligt waren, ihr Projekt Dr. Patrick Rapp. Der Staatssekretär zeigte sich von der unkonventionellen Idee und deren Ausführung beeindruckt und ließ sich von den Azubis die Herausforderungen bei der Entwicklung der smarten Grillstation erläutern. Auch aufgrund dieser interessanten Einblicke hat er im Anschluss seinen Besuch bei Arburg in Loßburg angekündigt.

Das steckt hinter der smarten Bratwurst

Das Azubi-Projekt zum Thema Industrie 4.0, mit dem das Team ins Rennen ging, ist schon seit 2016 bei den Arburg Technologie-Tagen in Loßburg, dem jährlichen Inhouse-Event mit Tausenden Besuchern aus aller Welt, immer wieder im Einsatz und sorgt dabei für Furore. Es wird durch jeden neuen Azubi-Jahrgang weiter ausgebaut und technisch verfeinert. Das interdisziplinäre Azubi-Team besteht aus Auszubildenden der Berufe Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker, aus Industriekaufleuten sowie DHBW-Studierenden der Fachrichtungen Maschinenbau und Mechatronik.

Schaltschrank und Mechanik von Auszubildenden selbst realisiert

Im Grunde handelt es sich um eine Grillstation, die komplett auf Arburg-Technik basiert und Würstchen automatisch im Durchlauf anbrät. Die Komponenten im Zusammenspiel: Ein Thermolift-Trockner bringt die vorgegarten Würstchen auf Temperatur. Nach dem Einlegen in eine spezielle Aufnahme werden sie in einem Original Allrounder-Zylindermodul fertig gebraten. Das anschließende Handling – Pappteller vorbereiten, Würstchen auflegen, Senf portionieren und Würstchen-Aufnahmen rückführen – übernehmen zwei Multilift Robot-Systeme. Der Schaltschrank für die Steuerung (SPS) der Grillstation sowie die gesamte Mechanik bis hin zu Aufbau und Verdrahtung des Schutzzauns haben die Auszubildenden selbst realisiert.

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21.6.2022: Schaeffler und SKZ entwickeln Fachkräfte weiter

Das Würzburger SKZ vergibt seine diesjährige Auszeichnung „Premiumpartner Bildung“ an zehn Unternehmen, die gemeinsam mit dem Institut die Weiterbildung in der Kunststoffbranche vorantreiben. Zu den Prämierten gehört auch die Schaeffler Academy.

Welche Kriterien Unternehmen erfüllen müssen, um diesen Status zu erlangen, erklärte Matthias Ruff, Vertriebsleiter am SKZ in Würzburg: „In die engere Kandidatenauswahl kommen Unternehmen, die gemeinsam mit uns innovative Lernformate entwickeln, die Weiterbildung der Mitarbeiter nachhaltig forcieren und ausbauen sowie über den Standard hinaus durch professionelle Trainings die Kunststoffbranche entscheidend voranbringen“.

Die Auszeichnung wird immer für das vergangene Jahr vergeben. 2021 haben die Schaeffler Academy und das SKZ gemeinsam über 150 Schulungen durchgeführt, Fachkräfte weiterentwickelt sowie neue Fachkräfte geschult. „Dank der Partnerschaft können wir dem Aus- und Weiterbildungsbedarf in der Kunststofftechnik am Standort Höchstadt optimal nachkommen und allen Mitarbeitenden aus dem Bereich ein großes Portfolio an spezifischen Lernangeboten ermöglichen“, kommentierte Thomas Waidner, zuständig für Shopfloor Learning bei der Schaeffler Academy.

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17.06.2022: Millenials als Fachkräfte gewinnen und halten

Millenials, die Jahrgänge 1980 bis 2010, sind laut Dr. Steffi Burkhart, Mitglied im Kuratorium der Stiftung flexible Arbeitswelt, aufgrund ihrer Deutungshoheit des Internets (über-)lebenswichtig für Unternehmen.

Was treibt junge Menschen an?

Junge Mitarbeiter wollen Impact erzeugen, mit dem was sie tun. Sie sind stark angetrieben durch eine hohe Beitragsorientierung und wollen mit ihrer Arbeit einen relevanten Beitrag in die Organisation, in sich, in die Gesellschaft leisten. Ein bekanntes Beispiel ist Greta Thunberg und die Vertreter der Generation Z, die sich für die Bekämpfung des Klimawandels einsetzen. Welchen Beitrag leisten junge Menschen also mit dem, was sie tun? Wie häufig können junge Menschen mit ihren Kunden sprechen, für die sie einen Impact erzeugen? Findet dieser Austausch nicht statt, wird der Antrieb der Beitragsorientierung nicht aktiviert...

Eine andere Quelle für Sinn bei und innerhalb der Arbeit ist die Gemeinschaftsorientierung, die auch bei jungen Menschen stark ausgeprägt ist – die nur leider während der Corona-Pandemie stark gelitten hat. Es gibt beispielsweise viele Berufseinsteiger, die kennen seit zwei Jahren ihre Kollegen nicht, haben bisher nur im Home-Office gearbeitet und fühlen sich beruflich sozial isoliert. Weshalb im Übrigen besonders bei der Generation Z die Wechselbereitschaft derzeit hoch ausgeprägt ist.

Deshalb sind Weiterbildungsmöglichkeiten der Schlüssel

Eine weitere Quelle von Sinn liegt in der Möglichkeit, eigene Leidenschaften und Stärken bei der Arbeit einbringen zu dürfen. Das Empowern von Mitarbeitern, On-demand Weiterbildungsmöglichkeiten für die fachliche und persönliche Entwicklung, schnelles und häufiges Feedback zu eigenen Aufgaben und Leistungen sind alles Beispiele, wie leidenschaftsorientierte Menschen motiviert werden können. Wer als Organisation "Best in Class" beziehungsweise "Best in Industry" sein möchte, muss den Fokus auf die Excellence der Aus- und Weiterbildung junger Talente legen. Nur so werden Sie zum Champion ihrer Branche. Beispiele: Goldman Sachs im Investment Banking, McKinsey in der Beratung, Google im IT-Bereich. Alles Leader ihrer Branche, weil sie die beste Ausbildung ermöglichen. Wer bei Google war, braucht keinen Lebenslauf mehr ...

Um als Unternehmen Antworten auf die so wichtige Sinnfrage von Mitarbeitern zu geben, ist es wichtig, auf alle Dimensionen von Sinnhaftigkeit einzuzahlen und nicht nur auf Statussymbole wie Zertifikate, Boni oder materielle Incentives.

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17.06.2022: Leiter der Kunststoff- und Elastomertechnik an der THWS erwartet „Fachkräftemangel auf allen Ebenen“

Prof. Dr. Volker Herrmann, Leiter der Fakultät Kunststoff- und Elastomertechnik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) beklagt einen kontinuierlichen Rückgang der Anfängerzahlen im Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik. Er verzeichnet diesen Rückgang seit zehn Jahren, seit 2019 mit zusätzlicher Verschärfung. „Jetzt kann man spekulieren, woran das liegt. Sicherlich wurde im Zuge der Bologna-Reform das Angebot um viele neue Bachelorstudiengänge erweitert, teilweise mit klangvollen Bezeichnungen, da kann einem Schüler schon mal die schnelle Orientierung und das zielgerechte Anvisieren der Zukunftspläne verloren gehen. Andererseits befinden wir uns bereits im demografischen Wandel und die Gesamtanzahl der Schulabsolventen nimmt bereits ab. Aber was insbesondere den jüngsten Abfall der Anfängerzahlen betrifft, hier dürfte der emotional getriebene und in den Medien meist negativ beladene Diskurs zum Thema Kunststoff die größte Rolle spielen. Bei Gesprächen in Schulen sind das die Themen, die von den Schülerinnen und Schülern sofort angesprochen werden (Rohölknappheit, Ressourcenschonung, Umweltverschmutzung…). Hier sind Aufklärungsarbeit und groß angelegte Kampagnen, wie sie ja schon vom GKV („Dein Kunststoff“) angegangen wurden, wichtig und notwendig für die Zukunft. Dennoch sind wohl jetzt schon Nachwuchsprobleme in den typischen Ingenieurdisziplinen wie Materialentwicklung, Verarbeitung, Produktentwicklung oder Werkstoffprüfung nicht mehr zu vermeiden. Und die kunststoffverarbeitende Industrie klagt auch über nicht besetzte Ausbildungsplätze. Die klassischen Ausbildungsberufe der Kunststoffbranche werden auch nicht mehr so nachgefragt wie früher. Es ist ein Fachkräftemangel auf allen Ebenen zu erwarten“, so Herrmann.

(Quelle: Prof. Dr. Herrmanns Statement finden Sie eingebettet in diesem Artikel)

14.06.2022: Junior-Akademie: MPDV will Jugend für MINT-Berufe gewinnen

Robotik gewinnt immer mehr an Bedeutung in unserem Alltag. Um möglichst früh Kindern und Jugendlichen einen spielerischen Zugang zu diesen Themen zu ermöglichen, öffnet das IT-Unternehmen MPDV in Mosbach regelmäßig für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen und Schularten seine Türen und lädt zu unterschiedlichen Workshops ein.

Am 2. und 3. Juni 2022 war es endlich wieder so weit: Für 13 Mädchen und Jungen der Realschule Osterburken fand nach dreijähriger Pause der erste Robotik-Workshop statt. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Ideen, die den Alltag leichter machen. Mit der Unterstützung von Experten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Andreas Schnirch und Joachim Pfisterer, sowie Lehramtsstudierenden entwickelte der potenzielle IT-Nachwuchs von morgen einen Roboterhund und einen Getränkeroboter: MINT-Produkte.

Welches Ziel verfolgt die Junior-Akademie?

„Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Tag ein erster Einstieg in die Programmierung und Robotik. Die Junior-Akademie ist der ideale Partner für Schulen, um die Kinder und Jugendlichen praxisnah und vor Ort im Unternehmen für Technik und Informatik zu begeistern. Aber am wichtigsten ist, dass bei allen der Spaß im Vordergrund steht“, erklärt Joachim Pfisterer, pensionierter Lehrer und Gründer des Vereins Jugend@Technik.

Bereits seit 2014 engagiert sich MPDV mit der eigens in Kooperation mit dem Verein Jugend@Technik gegründeten Junior-Akademie für den Nachwuchs und zeigt Kindern und Jugendlichen, wie viel Spaß MINT-Themen, insbesondere das Programmieren machen kann. Für das laufende Jahr sind weitere Workshops für Schülerinnen und Schüler von der 6. bis 10. Klasse geplant.

Wie wird der Nachwuchs außerdem gefördert?

Die Junior-Akademie ist Teil der umfangreichen Nachwuchsförderung der MPDV im MINT-Bereich. So bietet das Unternehmen mit dem Format “Smart Factory@School” eine Workshopreihe für Schüler ab der 11. Klasse beziehungsweise dem ersten Ausbildungsjahr an. Ziel des Formats ist es, interaktiv und praxisnah das Thema Industrie 4.0 kennenzulernen und die Chancen der Digitalisierung in der Fertigung aufzuzeigen.

Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr an einem dreitägigen Sommerferienprogramm (1. bis 3. August) mit dem Titel Smart Factory@Holiday teilnehmen. Mitmachen können interessierte Jugendliche ab der 10. Klasse.

Seit Anfang Mai 2022 ist das Mosbacher IT-Unternehmen mit ihren Bildungsangeboten als außerschulischer Lernort bei der Initiative „WIR - lernen 4.0-BW“ vertreten. Durch die vom Land Baden-Württemberg geschaffene Plattform können sich Unternehmen und Verbände landesweit mit Schulen vernetzen, um Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern mit ihren Angeboten Praxiseinblicke in die digitale Transformation zu ermöglichen.

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04.04.2022: Arburg übernimmt 29 gewerbliche Auszubildende

Am 4. April 2022 übergab Renate Keinath, Arburgs geschäftsführende Gesellschafterin im Bereich Personalmanagement, im Zuge der Freisprechfeier die Zeugnisse und Preise an die ehemaligen Auszubildenden. „Die heutige Freisprechfeier möchte ich nutzen, um Sie für Ihren weiteren Weg bei Arburg zu motivieren“, betonte Keinath, die sich freut, „dass wir auch in dieser schwierigen Zeit alle 29 gewerblichen Auszubildenden des Jahrgangs 2018 übernehmen konnten“.

Im Namen der gesamten Arburg-Geschäftsführung gratulierte die Gesellschafterin zu den bestandenen Abschlussprüfungen und bedankte sich ausdrücklich auch beim Ausbildungsteam für dessen hochmotivierten Einsatz. Das Unternehmen biete eine dreifach zertifizierte Ausbildung und sei auch beim Thema Digitalisierung ausgezeichnet. So gehörten beispielsweise Notebooks, Video-Chats, Learn-Management und Fernzugriff schon vor Corona zum Alltag der Auszubildenden. „Dank des Online-Unterrichts und digitaler Methoden haben Sie quasi nebenbei eine sehr hohe IT-Kompetenz erworben“, kommentierte Keinath.

Dynamik der Ausbildungszeit als Fachkraft behalten

Auch Ausbildungsleiter Michael Vieth wünschte den neuen Arburg-Mitarbeitenden in seiner Rede einen guten Start in ihr Berufsleben. In seiner Rede blickte er auf schwierige Rahmenbedingungen zurück: „Euch hat ‚Social Distancing‘ begleitet und ihr habt erfahren, wie es ist, in der digitalen Kommunikation Klimmzüge und Saltos zu schlagen“. Als wichtige Tipps gab er den Freigesprochenen mit, flexibel, mutig und neugierig zu bleiben: „Behaltet bitte die Dynamik Eurer Ausbildungszeit bei und helft nun als Arburg-Fachkräfte, richtig und schnell auf neue Einflüsse zu reagieren. Jede und jeder von Euch wird Mut brauchen, um den bevorstehenden Wandel mitzugestalten. Fragt dabei auch nach dem ‚Warum‘ und geht den Dingen auf den Grund“.

Stellvertretend für alle Absolventen dankte die Fachkraft Yves Mensak, ausgelernter Elektroniker für Automatisierungstechnik, Keinath und der gesamten Geschäftsleitung: „Wir danken Ihnen für das Vertrauen und die überragenden Arbeitsplätze, die uns Arburg bietet. Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können, als hier weiterzuarbeiten“. Weil es auf dem Arbeitsmarkt immer weniger richtig gute Fachkräfte gibt, setzt man in Loßburg weiterhin stark darauf, Nachwuchs selbst zu finden und auszubilden. Das Unternehmen engagiert sich deshalb unter anderem als Bildungspartner von Kindergärten, Schulen und Hochschulen in der Region.

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22.03.2022: Mit Automation gegen Fachkräftemangel

Die Messe für Robotik und Automation Automatica hat in ihrem Trendindex 2022 Fach- und Führungskräfte aus Industrie-Unternehmen befragt, die über den Einsatz von Robotik und Automation entscheiden.

Von den 100 in Deutschland befragten Industrieentscheidern sprachen sich rund 80 % für Robotik und Automation aus, um dem verschärften Fachkräftemangel zu begegnen. Von den für den Trendindex befragten Industrieentscheidern arbeiten 55 % im produzierenden Gewerbe und 45 % in der Industrie.

„Die Auftragsbücher der Robotik und Automation sind derzeit gut gefüllt. Disruptionen in den Lieferketten und ein stark steigender Fachkräftemangel sind jedoch ziemliche Bremsklötze“, kommentierte Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA-Fachverband Robotik und Automation. „Für die Unternehmen ist es daher eine vordringliche Aufgabe, ihre qualifizierten Mitarbeiter zu halten und neues Fachpersonal zu finden. Eine steigende Automatisierung kann Personalengpässen zusätzlich entgegenwirken“, so Schwarzkopf.

Mitarbeitende durch Roboter entlasten

Wie die Automatica-Umfrage zeigt, wollen die Unternehmen ihre Belegschaft mit Robotereinsatz von gefährlichen, monotonen und schmutzigen Aufgaben entlasten. Gut jeder zweite Industrie-Entscheider bewertet diese Möglichkeit sogar als ein „sehr wichtiges“ Motiv, um sich für den Einsatz von Robotik zu entscheiden. Die große Mehrheit spricht sich zudem dafür aus, mit dem „Kollegen Roboter“ zu automatisieren, um sinkende Mitarbeiterzahlen als Folge des demographischen Wandels auszugleichen (80 %) und gleichzeitig einer Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland entgegenzuwirken (78 %).

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06.12.2021: Fachkräftemangel begegnen innerhalb der Industrie 4.0

Wie kann der deutsche Maschinenbau dem Fachkräftemangel begegnen, um den Herausforderungen der Industrie 4.0 in Zukunft gerecht zu werden? Es gilt der sinkenden Zahl an Fachkräften in Europa entgegenzuwirken. Dabei ist der demographische Wandel als Teil des Problems zu nennen. Hinzu kommt aber, dass sich fachliche Anforderungen an die existierenden Fachkräfte immer schneller verändern. Schließlich bringt die Digitalisierung viele begleitende transformative Prozesse in Gang, die das traditionelle Arbeitsumfeld herausfordern, wie der Wechsel von IT zu OT, der steigende Bedarf an digitalen Diensten oder Cloudanwendungen sowie die wachsende Bedeutung von Daten.

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06.09.2021: 20 Jahre Bildungsarbeit: Kunos Kunststoff-Kiste mit Jubiläum

Das Experimentierset Kunos coole Kunststoff-Kiste für Grundschulkinder von Plastics Europe Deutschland feiert 20-jähriges Jubiläum. Seit Einführung des Kunststoff-Experimentierkastens wurden diese bundesweit mehr als 15.000 Mal verteilt.

„Die Idee, schon Grundschulkinder an die Naturwissenschaften heranzuführen, war vor zwanzig Jahren noch alles andere als selbstverständlich. Der Konsens lautete, erst wenn Lernende abstrakt denken können, seien sie bereit für Fächer wie Chemie und Physik“, erklärt Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von Plastics Europe.

Die ernüchternden Ergebnisse der Pisa-Studie führten zu einem Umdenken. Und so entwickelte der Verband der Kunststofferzeuger gemeinsam mit der späteren Professorin für Chemie-Didaktik, Gisela Lück, das Experimentierset.

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17.08.2021: Fachkräftemangel: Rehau verlagert Fertigung nach Litauen

Rehau baut seine neue Fabrik für Mikrokabelkanal-Systeme in der Freien Wirtschaftszone Klaipėda (FEZ), Litauen. Als Grund nennt das Kunststoff-Unternehmen unter anderem das dortige große Potential an Fachkräften mit professioneller Einstellung und hoher Arbeitsmoral.

Litauen ist im Bereich der Hochschulbildung EU-weit führend und verfügt über einen vielfältigen Nachwuchs: 41.500 Ingenieurspezialisten, über 31.500 IT-Spezialisten und mehr als 40.000 Studenten in diesen beiden Fachrichtungen zusammen. Außerdem steht Litauen laut Bloomberg bei der Effizienz des Hochschulwesens weltweit auf Platz 2.

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13.08.2021: Mehr als ein Drittel der Gummi- und Kunststoffwarenhersteller finden nicht genügend Fachkräfte

Die vierteljährliche Umfrage des Münchner Ifo Instituts zeigt, dass immer mehr Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften klagen. Der Anteil stieg von 23,6 % im April auf 34,6 % im Juli. 38,4 % der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren leiden unter Fachkräftemangel.

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23.06.2021: Ausbildungsdienstag für Schüler gegen Fachkräftemangel

Die ostsächsische Kunststoff-Initiative Polysax will mehr Jugendliche für die Branche begeistern. Mit dem neuen Ausbildungsdienstag sollen Schüler vor Ort einen Einblick in teilnehmende Unternehmen erhalten. „Schon seit über einem Jahr gibt es keine Ausbildungsveranstaltungen mehr. Wenn wir nicht in die Oberschulen kommen können, laden wir die Fachkräfte von morgen zu uns ein“, kommentiert der neue Polysax-Vorsitzende Axel Mantey. Der 48-Jährige ist Geschäftsführer des kunststoffverarbeitenden Unternehmens Gerodur in Neustadt/Sachsen.

Beim Ausbildungsdienstag bietet jedes Unternehmen aus dem Branchenverbund immer dienstags um 14.30 Uhr einen Praxisnachmittag an. Der Kontakt kann direkt über die Betriebe oder das Polysax-Kunststoff-Zentrum in Bautzen hergestellt werden.

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12.08.2020: Digitale MINT-Unterstützung für Grundschüler

Der Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe weist darauf hin, dass das Experimentierset Kunos coole Kunststoff-Kiste seit 10. August 2020 eine neue Webseite besitzt. Auf der Onlinepräsenz dreht sich alles um die fünf spannenden Kunststoffexperimente, mit denen Grundschulkindern für die Naturwissenschaften begeistert werden sollen. Erklärvideos und Anleitungen bieten anschauliche Informationen für Lehrkräfte, für Pädagogen anderer Bereiche und für viele weitere Interessierte. Zudem stehen zukünftig auch generelle Themen rund um die Bedeutung und Förderung der MINT-Fächer (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Blickpunkt des frisch gestarteten Webauftritts.

Neben den Videos und Anleitungen zu den Experimenten informiert die Webseite auch darüber, wer das Experimentierset über welche Wege bestellen kann. Ein kleiner Tipp für Interessierte: Ein Exemplar pro Grundschule in Deutschland ist kostenlos erhältlich. Außerdem informiert der Onlineauftritt zu aktuellen Kuno-Terminen wie den zahlreichen Fortbildungen, Tagungen, Lehrerkonferenzen und Bildungskongressen, auf denen der Verband Lehrerinnen und Lehrern das Experimentierset für den eigenen Unterricht näherbringt.

Spielerisch für MINT-Fächer begeistern

Seit mittlerweile 19 Jahren gibt es Kunos coole Kunststoff-Kiste, doch bereits davor war der Verband der Kunststofferzeuger in der Schularbeit aktiv. So werden die heute noch erfolgreichen Materialien – das Schulbuch „Kunststoffe – Werkstoffe unserer Zeit“ sowie die umfangreiche Kunststoffprobensammlung – sowohl von Sekundarstufen und Berufsschulen als auch von Quereinsteigern bereits seit vielen Jahren genutzt.

Mit der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 wuchs in ganz Deutschland die Erkenntnis, dass junge Menschen früher mit Naturwissenschaften vertraut gemacht werden sollten. Der Verband ergänzte sein Bildungsprogramm, um speziell die Wissbegierde von Grundschulkindern zu fördern. Kuno ermöglicht spielerisches Entdecken von naturwissenschaftlichen Phänomenen und legt damit den Grundstein für das Verständnis von Technik und Naturwissenschaft im späteren Leben. In Zeiten des abnehmenden Interesses junger Menschen an MINT-Berufen ist das Experimentierset somit auch ein wichtiger früher Beitrag gegen den Fachkräftemangel.

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