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Fachkräfte gesucht! (Bild: Simone Hägele – fotolia.de, PV)

Beim Ausbildungsdienstag bietet jedes Unternehmen aus dem Branchenverbund immer dienstags um 14.30 Uhr einen Praxisnachmittag an. Der Kontakt kann direkt über die Betriebe oder das Polysax-Kunststoff-Zentrum in Bautzen hergestellt werden. „Als kleinen Anreiz erhalten Teilnehmer unter anderem einen 15 Euro Gutschein“, sagt Axel Mantey. Um sich, unter anderem über die Fachkräftesituation austauschen zu können, sollen außerdem nun regelmäßig Veranstaltungen für die Mitglieder der Wirtschaftsinitiative organisiert werden. Das erste Treffen im Polysax-Bildungszentrum am 14. Juli steht unter der Überschrift „Fachkräftesicherung“.

Kunststoffbranche in Ostsachsen macht sich stark gegen den Fachkräftemangel

Neben dem Thema Fachkräfte und Ausbildung soll auch ein starker Auftritt als High-Tech-Branche ein weiterer Eckpunkt der künftigen Vorstandsarbeit werden. „Wir wollen wieder stärker Repräsentant  und Interessensvertretung der gesamten ostsächsischen Kunststoffindustrie werden. Mit Veranstaltungen, wie dem Stammtisch oder dem Ausbildungsdienstag wollen wir dafür sorgen, dass wir als Kunststoffbranche in der Region besser wahrgenommen werden“, sagt Axel Mantey. In Ostsachsen beschäftigen heute 90 meist mittelständische Unternehmen rund 3.500 Mitarbeiter.

Schüler für Kunststoffverarbeitung begeistern

Den ersten Polysax-Stammtisch besuchen auch zwei Schüler vom „Maker-Space Geistesblitz“ in Löbau. Die Gymnasiasten haben vor drei Jahren eine Coworking Space – eine moderne Werkstatt – zum Basteln, Tüfteln und Reparieren gegründet. Auf ihre Initiative findet in diesen Sommerferien die
erste „Lausitztour Recycling“ statt, bei der Jugendliche aus Görlitz, Weißwasser und Löbau bei  offenen Werkstätten Müll „verwandeln“. Mittels 3D-Druck werden die Teilnehmenden eine eigene Form für den Spritzguss entwickeln und in diese das Recyclingmaterial spritzgießen.

Für das Projekt wird über Crowdfunding noch Unterstützung gesucht. „Bei diesem Stammtisch bringen wir Nachwuchs, Fachkräfte und Unternehmen zusammen“, sagt Axel Mantey. Für ihn ist das Löbauer Projekt ein gutes Beispiel, Kunststoff ein bessere Lobby zu geben. „Polysax hält das Kunststoff-Image hoch. Unsere Unternehmen sind Zulieferer nachhaltiger Produkte für unterschiedliche Branchen.“ Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau, Elektroindustrie, Haushaltsindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik und Telekommunikation greifen auf technische Kunststoffteile und Baugruppen aus der Region östlich von Dresden zurück.

Angebote für den Fachräfte-Nachwuchs im Polysax-Bildungszentrum

Perspektivisch soll das Polysax-Netzwerk noch wachsen. Neben Axel Mantey wurden Annett Pischel (Geschäftsführerin Schoplast Plastic GmbH in Bischofswerda) und Andreas Seibel (Geschäftsführer DRS Salzenforst) als Stellvertreter auf der Mitgliederversammlung gewählt. Den Polysax-Verein
haben Betriebe der Kunststoffindustrie im Februar 2009 gegründet, später wurden die Hochschulen der Region mit ins Boot geholt. Die Initiative hat derzeit 54 Mitglieder und Mitgliedsunternehmen. Mit dem Landkreis Bautzen gründete der Verbund 2011 ein Technikum in der Bautzener Edisonstraße als Zentrum für die kunststofftechnische Bildung. Derzeit werden dort Jugendliche als Verfahrensmechaniker und Anlagenführer ausgebildet. Zudem gibt es Plätze für Umschüler in der Kunststoffbranche. Angeboten wird auch die Meisterausbildung. Das Polysax-Bildungszentrum entwickelt auch speziell auf aktuelle Trends der Kunststofftechnik zugeschnittene Bildungsangebote für Brancheneinsteiger sowie Fachseminare für Arbeitnehmer.

Kontakt zum Ausbildungsdienstag für Schüler und Schulen: Telefon 03591 532227-0 / E-Mail info@polysax.de

(ega)

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