Extrusionsanlage von Bausano

Naturfaserverbundwerkstoffe werden stark nachgefragt. Nun reagiert Bausano und passt seine Extrusionsanlagen entsprechend an, um Kunststoffabfälle und Naturfasern darauf verarbeiten zu können. (Bild: Bausano)

Bausano hat seine Extrusionsanlagen so optimiert, dass sich darauf auch Kunststoffabfälle aus PVC, PE oder PP und Naturfasern verarbeiten lassen, darunter Holzmehl und Stoffe pflanzlichen Ursprungs wie Reishülsen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Algen, Mandelschalen, Avocadokerne, Kork und andere pflanzliche Rückstände.

„Naturfaserverbundwerkstoffe sind eine praktikable Alternative im Bauweisen und in der Architektur. Sie sind praktisch Teil einer Kreislaufwirtschaft: So stammt das verwendete Holz in der Regel aus Abfällen der Möbelindustrie, die recycelt und neu extrudiert werden, wodurch die Abholzung von Wäldern eingeschränkt wird“, sagt Clemente Bausano, Vice President von Bausano.

Der Markt für Naturfaserverbundwerkstoffe wächst - die Nachfrage nach Verarbeitungsanlagen auch

Werken an einer Dosieranlage auf einer Extrusionsanlage
Naturfasern mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 12 % lassen sich auf Extrusionsanlagen des italienischen Maschinenbauers verarbeiten. (Bild: Bausano)

Der Markt für Naturfaserverbundwerkstoffe unterliegt einem starken Wachstum. Die Materialien sind nicht nur komplett recycelbar, sie bringen auch eine hohe Beständigkeit gegenüber Korrosion, Witterungseinflüssen, UV-Strahlen und Wasserundurchlässigkeit mit sich und eignen sich daher insbesondere für Verkleidungen, Möbel und Fußbodenbeläge im Innen- und Außenbereich, vor allem für Bohlenbeläge. Darüber werden Naturfaserverbundwerkstoffe aufgrund ihrer höheren Beständigkeit immer häufiger in der Automobilindustrie eingesetzt, etwa für den Einsatz in der Innenverkleidung von Fahrzeugtüren, Armaturenbrett und Kofferraum sowie für Leichtbaukomponenten.

„Europa ist derzeit der weltweit drittgrößte Markt für Holz-Kunststoff-Verbundstoffe, und ich glaube, dass die Umwelt- und Klimapolitik der EU große Chancen für das Wachstum des Sektors bietet, insbesondere durch die ‚Renovation Wave‘-Strategie, die Teil des von Brüssel geförderten Green Deal ist“, so Bausano. „Für Bausano ist die Erweiterung dieser Extruderbaureihe Teil eines umfassenderen Programms, das darauf abzielt, die in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgelegten Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen."

So hat Bausano seine Extrusionsanlagen optimiert

Bausano hat seine Extrusionstechnologie so optimiert, dass bis zu 100 phr Holz oder Naturfasern eingearbeitet werden können. Die besondere Konfiguration als gegenläufiger Doppelschneckenextruder ermöglicht das sorgfältige Vermischen des aufgeschmolzenen Polymers mit den Fasern, wobei das Gemisch ohne Schmelzepumpe durch das Werkzeug geleitet wird. So ist es möglich, Profile direkt aus dem Rohmaterial zu extrudieren (Direktextrusion) oder das Material vom Granulat ausgehend zu verarbeiten (Indirekte Extrusion).

Bei der Direktextrusion lassen sich auf Extrusionsanlagen der Italiener Fasern mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 12 % bei einer dreimal höheren Geschwindigkeit verarbeiten als mit marktüblichen Lösungen. Auf den Granulieranlagen ist auch das Verwenden von Recyclingmaterial möglich, mit dafür konfigurierten und vorgeschalteten Vormischsystemen oder gravimetrischen Dosiersystemen. Das so gewonnene Granulat kann entweder per Spritzgießen oder Extrusion mit Doppel- oder Einschneckenextrudern zu einem Fertigprodukt verarbeitet werden. Die Anlagen lassen sich individuell mit modularem Zubehör konfigurieren. Eine spezielle Beschichtung verlängert die Lebensdauer von Schnecken und Zylindern auf bis zu 25.000 Stunden.

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