Recyclinganlage

Bei seinem ersten Auftritt auf der Ifat stellt Covestro unter anderem iRecyclingtechnologien vor. Hier eine Pilotanlage zur smarten Pyrolyse. (Bild: Covestro)

Covestro treibt die Entwicklung von innovativen und ressourcenschonenden Verfahren voran, um seine Produkte recyclingfähig zu machen. In den Märkten, in denen Covestro aktiv ist, will das Unternehmen deshalb vermehrt auf Nachhaltigkeit und Zirkularität beruhende Materiallösungen anbieten. Die eigene technologische Entwicklung fokussiert sich dabei auf vier Recyclingansätze. Neben dem mechanischen Recycling, das bereits für den Hochleistungskunststoff Polycarbonat und Thermoplastisches Polyurethan (TPU) zur Anwendung kommt, entwickelt Covestro chemische Recyclingverfahren: Dazu zählen Chemolyse, smarte Pyrolyse und enzymatisches Recycling. Ziel dieser Verfahren ist es, rezyklierte Kunststoffe in Neuwarenqualität herzustellen und dabei den Umweltfußabdruck gegenüber konventioneller fossil-basierter Produktion von Polymeren und Polymerrohstoffen signifikant zu senken.

„Wir verstehen uns als treibende Kraft der in Entwicklung befindlichen Kreislaufindustrie, bei der perspektivisch Chemie- und Entsorgungswirtschaft enger zusammenwachsen und Synergien geschaffen werden müssen“, erklärt Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro. „Wir gehen hier für die gesamte Branche mit Elan voran: Mit verschiedenen Recycling-Ansätzen können wir zielgerichtet die verschiedenen Rohstoffe zurückgewinnen, die wir für die Produktion unserer Kunststoffe benötigen. Unser Ziel ist, Materialien aus Altprodukten vollständig im Kreis zu fahren, um fossile Rohstoffe und Treibhausgasemissionen einzusparen und gleichzeitig recycelte Hochleistungsmaterialien in Neuwarenqualität anzubieten.“

Schaubild der Recyclingverfahren
Neben dem mechanischen Recycling entwickelt Covestro auch chemische Recyclingverfahren. Dazu gehören die Chemolyse, die smarte Pyrolyse und das enzymatische Recycling. (Bild: Covestro)

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

So sollen Anwender zirkuläre Lösungen besser erkennen

Bis 2030 will das Unternehmen rund eine Milliarde Euro in Projekte zur Kreislaufwirtschaft investieren. In Leverkusen betreibt das Unternehmen bereits eine Pilotanlange zum chemischen Recycling von Polyurethan-Weichschäumen.

Darüber hinaus wird man auf der Ifat präsentieren, wie zirkuläre Lösungen im Produktportfolio für den Anwender noch besser erkennbar werden. Mit dem Konzept „CQ“ zeigt das Leverkusener Unternehmen für seine Produkte künftig die alternative Rohstoffbasis an, wenn sie mindestens 25 % beträgt. „CQ“ steht dabei für Circular Intelligence. Zu den ersten „CQ“-Produkten gehört Desmodur CQ. Polyurethane auf Basis von Desmodur CQ kommen unter anderem in Polstermöbeln, Matratzen oder in der Wärmedämmung zum Einsatz. Sie werden beispielsweise als Lacke für Autos oder Haushaltsgeräte verwendet.

„Um sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen, brauchen wir einen Wandel, einen Paradigmenwechsel, für uns, unsere Kunden und jeden in der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig muss der Nutzen in der Anwendung solcher Lösungen klar erkennbar sein. Die chemische Industrie muss sich als zentraler Teil der Wertschöpfung grundlegend verändern – hin zu alternativen Rohstoffen und erneuerbaren Energien“, sagt Sucheta Govil, Chief Commercial Officer und Mitglied des Vorstands von Covestro. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, um unsere Produktion vollständig zirkulär und letztlich unabhängig von fossilen Ressourcen zu machen. Damit unterstützen wir eine Vielzahl von Branchen, den CO2-Fußabdruck ihrer eigenen Produkte zu verringern“, so Govil.

Polyurethan-Hartschäume chemisch recyceln

Neue Recyclingverfahren sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen einer vollständigen Zirkularität. So koordiniert das Unternehmen beispielsweise das EU-Projekt „Circular Foam“ mit 22 Partnern aus neun Ländern. Ziel des Projekts ist es, innovative chemische Recyclingverfahren für Polyurethan-Hartschäume zu entwickeln. PU-Hartschäume tragen als Dämmmaterial zur Energieeffizienz von Kühlgeräten und Gebäuden bei – für einen nachhaltigen Lebenszyklus fehlen bislang jedoch ein koordiniertes Abfallmanagement sowie geeignete Recyclingverfahren. Durch chemisches Recycling könnten ab 2040 jährlich bis zu eine Million Tonnen Abfall und 2,9 Mio. t CO2 eingespart werden.

Hier spricht Covestro auf der Ifat

Zum Auftakt der Ifat am Montag, 30. Mai 2022, ist Sucheta Govil Gast des Eröffnungspanels der Messe. Thema wird die Rolle von Umwelttechnologien für eine nachhaltigere Zukunft sein. Zu den Teilnehmenden gehören die Gründerin Mikela Druckman, Expertin für KI im Recycling sowie Mitglied des WEF Global Future Council, Prof. Dr. Erich Zahn, Mit-Autor des Club of Rome-Berichts „Die Grenzen des Wachstums“, Dr. Johannes Kirchhoff, Vorstand der Initiative Circular Economy vom Bundesverband der deutschen Industrie, sowie Ren Xiaoyuan, (UNEP) Young Champions of the Earth 2020 und Gründerin des Wasser-Informationsnetzwerks MyH2O.

Vorstandschef Markus Steilemann wird am Dienstag, 31. Mai, um 14.15 Uhr auf einem Podium des BDI das Thema „Globale Wertschöpfung in der Krise? Die Circular Economy als Europas Antwort” mit Delara Burkhardt, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Delegation im Europäischen Parlament, Dr. Christoph Epping, Leiter der Unterabteilung für Kreislaufwirtschaft im Bundesministerium für Umwelt-, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, diskutieren. Am Mittwoch, 1. Juni, wird Markus Steilemann um 12.15 Uhr eine Einführung in die Podiumsdiskussion „Chemie für zirkuläre Mobilität: Chemisches Recycling als Baustein einer zirkulären Wertschöpfung für Automotive?“ mit Experten von Audi, Covestro und der TU Dortmund geben.

DGAW - Gemeinschaftsstand (Halle/Stand - A6 125/224)

VCI - Mitaussteller (Halle/Stand - A6 231)

Quelle: Covestro

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COVESTRO AG

Kaiser-Wilhelm-Allee 60
51373 Leverkusen
Germany