3 Männer vor den Maschinen im Technikum

Claus Wilde, Geschäftsführer von Engel Deutschland, Prof. Peter Michel, der als Leiter des Geschäftsfelds Polymeranwendungen am Fraunhofer IMWS den Bereich Polymerverarbeitung am Fraunhofer PAZ verantwortet, und Franz Füreder, Vice President der Business Unit Automotive von Engel Austria (von links) bei der Eröffnung des Fraunhofer-Pilotanlagenzentrums. (Bild: Engel)

Vom Monomer über die Polymersynthese und Kunststoffverarbeitung im Pilotmaßstab bis hin zum geprüften Serienbauteil entwickelt das Fraunhofer PAZ neue Produktionsverfahren und Technologien über die gesamte Wertschöpfungskette von Leichtbaukomponenten. Mit diesem interdisziplinären Ansatz und seiner Größe ist die Forschungseinrichtung einzigartig in Europa. Der thermoplastbasierte Leichtbau ist ein Entwicklungsschwerpunkt.

Auch Engel gehört zu den Treibern des verstärkten Einsatzes von Thermoplasten in Leichtbauanwendungen. Vor allem aus zwei Gründen, wie Franz Füreder, Vice President Automotive von Engel, betont: „Zum einen ermöglichen die thermoplastischen Composites eine kosteneffiziente Serienproduktion. Zum anderen können diese Materialien sehr gut in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.“

Warum die Produktionszellen flexibel sind

Der österreichische Maschinenhersteller lieferte beide Produktionszellen als integrierte und vollständig automatisierte Systemlösungen. Eine Engel v-duo 700 Vertikalmaschine wurde mit einem Engel Easix Knickarmroboter und einem großen IR-Ofen – ebenfalls aus der eigenen Entwicklung und Produktion des Maschinenbauers – kombiniert. Herzstück der zweiten Produktionszelle ist eine Engel duo 900 Spritzgießmaschine mit horizontaler Schließeinheit mit zwei Engel Easix Robotern. Hier befindet sich ein IR-Ofen in vertikaler Ausführung oberhalb der Schließeinheit, was ein besonders schnelles Hothandling von Organoblechen und Blanks aus UD-Tapes erlaubt. Zusätzlich integrierte der Maschinenhersteller Spritzgießtechnologiepakete, zum Beispiel für das physikalische Schäumen.

„Fraunhofer entschied sich bewusst für zwei Maschinen unterschiedlicher Bauarten, die beide in der weltweiten Automobilindustrie vielfach Einsatz finden“, berichtet Claus Wilde, Geschäftsführer von Engel Deutschland. „Für jedes Bauteil lässt sich damit individuell evaluieren, welche Maschinenbauart und Technologie den effizientesten und wirtschaftlichsten Produktionsprozess ermöglicht.“

Engel und Fraunhofer PAZ planen, in verschiedenen Entwicklungsprojekten künftig eng zusammenzuarbeiten. Gemeinsame Veranstaltungen zum Thema thermoplastischer Composite-Leichtbau im Fraunhofer PAZ in Schkopau sind bereits in Vorbereitung.

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