Fließheck des DS4 Autos

Blick auf das Fließheck des Modells DS4 der Marke DS Automobiles. (Bild: Stellantis)

Erstmals wird der Kunststoff Polypropylen (PP) in Verbindung mit Kurz-Glasfasern in strukturellen Bauteilen im Automobilbereich verwendet. Beim Modell DS4 der Premium-Marke DS Automobiles des Konzerns Stellantis kommt die Material-Kombination bei der Heckklappenverkleidung des Automobilmodells zum Einsatz. Ermöglicht wird dies durch die Zusammenarbeiter von Sumika Polymer Compounds (Sumika) und Flex-N-Gate Europe.  

Sumika entwickelt und stellt hochwertige thermoplastische Polyolefin-Compounds und Elastomere her. Flex-N-Gate bietet Designdienstleistungen im Automobilbereich an - von der ersten Konzeptdarstellung bis hin zu voll funktionsfähigen Prototypen für die Entwicklung von Automobilanwendungen.

Welche Anforderungen musste das Material erfüllen?

Kunststoffteil für Automobil
Flex-N-Gate Europe hat sich mit Sumika zusammengetan und gemeinsam die weltweit erste Heckklappenverkleidung für das Automobil aus kurzem glasfaserverstärktem Polypropylen für das neue DS4-Fließheck von Stellantis produziert. (Bild: Sumika Polymer Compounds)

Der steigende Trend zur E-Mobilität hat den Bedarf an Leichtbaulösungen erhöht, da der Ausgleich der Last- und Achsgewichtsverteilung des Fahrzeugs für die Leistung und Kraftstoffeffizienz wichtig ist. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) und Hybrid-Elektrofahrzeuge (HEVs) stellen die Automobilhersteller vor neue Herausforderungen in Bezug auf den Ausgleich des Kofferraumgewichts.

Die Materialwahl für die Formung eines komplexen, großen inneren Heckklappenteils für das DS4-Fließheck von Stellantis, das Metalleinsätze und -vorrichtungen ermöglicht, musste eine homogene Glasfaserdispersion in sehr langen Strömungslängen bieten, eine sehr gute mechanische Leistung bieten und eine Class-A-Oberfläche erreichen, die auch die Farb- und UV-Spezifikationen des OEMs umfasste.

Sumika kombinierte ein PP mit hoher Fließfähigkeit der Muttergesellschaft Sumitomo Chemical und einzigartige kurze Glasfasern mit fortschrittlicher Schlichte- und Bindetechnologie, um ein maßgeschneidertes Thermofil HP-Compound zu entwickeln. Dieses bietet höhere mechanische Eigenschaften als langglasfasergefüllte PP-Compounds.

 

Mobility & Polymer Summit 2022

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29. & 30. November 2022, Süddeutscher Verlag, München (Bild: Redaktion KGK)

Alle neuen Technologien in den verschiedenen Mobilitätskonzepten erfordern Bauteile und Komponenten aus Kunststoff. Doch eine Kernfrage der Zulieferer lautet: Wohin geht die Reise und welche Produkte und Anforderungen sind für neue Fahrzeuge und Antriebe gefragt? Auf dem Mobility & Polymer Summit gehen wir dieser Frage nach und lassen führende Experten aus der Automobil- und der kunststoffverarbeitenden Zulieferindustrie zu Wort kommen. Wir geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Ausblicke auf neue Produkte.

Link zum Mobility & Polymer Summit

Welche Vorteile vereint das Material?

Das kurzglasfaserverstärkte PP-Compound ermöglichte das einfache Verarbeiten während des Einspritzens mit weniger Düsen, eine perfekt glatte und hervorragende Oberflächenästhetik ohne sichtbare Schweißlinien und eine kürzere Zykluszeit von bis zu 5 %, wodurch Energie gespart wurde. Das Bauteil ist auch am Ende der Lebensdauer vollständig recycelbar.

Die Stellantis DS4 Innenheckklappe wird auf dem Stand von Sumika Polymer Compounds auf der K 2022 in Düsseldorf ausgestellt.

Halle/Stand 7.2/A14

Quelle: Sumika Polymer Compounds Europe

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