Fakuma-Fahnen

Die Fakuma 2021 war ein Erfolg. Vom 12. bis 16. Oktober konnten Fachbesucher auf dem Messegelände in Friedrichshafen Trends und Innovationen live vor Ort erleben. (Bild: P.E. Schall)

Zur ersten großen internationalen Präsenz-Messe in diesem Herbst sind insgesamt 1.470 Aussteller aus 39 Ländern nach Friedrichshafen gekommen. Auf einer Fläche von 85.000 m² wurden den Fachbesuchern Neuheiten, Trends und die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Unternehmen geboten. In diesem Jahr hatte sich die Messe den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling gewidmet.

Nach der Pause zum erfolgreichen Re-Start

Fakuma 2021
Die Fakuma 2021 hat ihre Pforten geschlossen. (Bild: Redaktion / Bechlarz)

Nachdem die letztjährige Fakuma aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, standen dieses Jahr die Ampeln auf „grün“. Vom 12. bis 16. Oktober hieß es dann wieder: Pforten auf für Trends, Themen und Innovationen innerhalb der Kunststoffbranche. Trotz der weiterhin angespannten Reisebeschränkungen weltweit, beweist der vom Messeveranstalter P.E. Schall ausgewiesene Auslandsanteil von 40 %, wie wichtig die Messe auch in diesen Zeiten für die Branche im Gesamten ist.

Gleiches hob auch Annemarie Schur, Fakuma-Projektleiterin beim Messeveranstalter P. E. Schall, hervor: „Für die Unternehmen unserer Branche ist die Fakuma eine der wichtigsten Industriemessen überhaupt. Die Fakuma hatte sogar in diesem Jahr noch mehr Bedeutung. Zum einen, weil Präsenzmessen erst in diesem Herbst 2021 wieder möglich sind, und zum anderen, weil der Themenkomplex Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit ein immenses Aufgabengebiet ist, das wir alle anpacken müssen.“

Die Fachmesse wollte sich deshalb auch in diesem Jahr als internationale Branchen-Plattform positionieren und gemeinsam mit Ausstellern einen wesentlichen Beitrag für wegweisende und zukunftsweisende Lösungen zu den Themen unserer Zeit leisten.

Herausforderungen gemeinsam angehen

Martin Bastian
Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ in Würzburg während seiner Eröffnungsrede. (Bild: Redaktion / Bechlarz)

Dass insbesondere die derzeitige Situation, in Verbindung mit den wichtigen Themen wie Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit oder auch Digitalisierung, die Branche vor Herausforderungen stellt, die nur zusammen zu meistern sind, unterstricht auch Messeveranstalterin und Geschäftsführerin P. E. Schall, Bettina Schall. „Wir wollen jetzt gemeinsam nach vorn in die Zukunft schauen. Diese Fakuma ist die passende Plattform dafür. In diesem Herbst zählen keine Rekordzahlen, keine Superlative. Was allein zählt, ist, dass wir alle gemeinsam diesen Re-Start lebendig machen und unsere Aufgaben anpacken“.

"Mehr Verantwortung übernehmen für das, was mit dem Kunststoff passiert"

Bereits während der Pressekonferenz zur Eröffnung der Messe gingen darauf nicht nur die Geschäftsführerin ein, auch Gastredner wie Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ in Würzburg, setzte in seinem Fachreferat vor dem Auditorium von Fachpresse und Gästen den Finger darauf, was in der Branche zu tun ist: „Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen für das, was mit dem Kunststoff passiert.“ Er verwies auf die zahlreichen Vorteile von Kunststoff und die Notwendigkeit der Sensibilisierung in der Gesellschaft. „Wir müssen dafür sorgen, dass Kunststoff nicht nur akzeptiert, sondern mit Begeisterung eingesetzt wird. Und wir müssen noch viel mehr über den Nutzen aufklären.“ „Wir müssen schon in den Schulen und Kindergärten präsent sein und klarmachen, dass wir ohne Kunststoffe die Energiewende nie und nimmer hinkriegen.“

Nicht weniger eindringlich war auch das Plädoyer von Dr. Thomas Probst, Hauptreferent beim Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, der einen Blick hinter die Kulissen der Recyclingwirtschaft gewährte und über Hürden und Schwierigkeiten beim Recycling referierte. „In der breiten Wahrnehmung werden Kunststoffe nicht verstanden“, betonte dieser.

Gut besuchte Messehallen – Trends und Neuheiten überall

Die Messehallen waren vom ersten Messetag an sehr gut besucht. Fachbesucher konnten sich ein Bild über Neuigkeiten und konkrete Lösungsperspektiven in der Kunststoffbearbeitung machen. „Viele traditionsreiche Weltmarktführer haben die Krise genutzt, um Innovationen voranzutreiben. Der Trend zur Digitalisierung hat sich beschleunigt. Konzepte zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffprodukte sind firmenübergreifend erarbeitet worden. Jede Krise hat auch ihre Chance, und viele kluge Köpfe haben diese genutzt“, sagt Sandra Füllsack, Geschäftsführerin der Motan Holding und Sprecherin des Fakuma-Ausstellerbeirats. Die 27. Ausgabe der Fakuma war einmal mehr Business-Plattform für Neuheiten entlang der Wertschöpfungsketten, für neue Produkte technologische Lösungen und dem fachlichen Austausch untereinander.

Die nächste Fakuma findet dann, in ihrer 28. Ausgabe, vom 17. bis 21. Oktober 2023 statt.

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