Coffee to go Becher

Nachhaltiger Kaffeebecher (Bild: Haidlmair)

Brauner Kaffeebecher mit Deckel.
Wiederverwendbarer Coffee-to-go-Becher in 3-Komponententechnologie. (Bild: Haidlmair)

Auf der diesjährigen K-Messe stellt Wittmann Battenfeld wiederverwendbare Coffee-to-go-Becher aus drei Komponenten her. Anhand dieser Anwendung werden die Vorteile als auch die Qualitätsverbesserung durch eine Verfahrenskombination gezeigt. Zusätzlich zur Mehrkomponententechnik wird die Strukturschaumtechnologie Cellmould zum Reduzieren des Materialeinsatzes eingesetzt. Der Becher aus Bornewables von Borealis, Wien, Österreich, wird mit einer servohydraulischen Smart-power 400/750H/210S/525L Combimould mit einer Dreheinheit und einem Werkzeug von Haidlmair, Nußbach, Österreich, gefertigt. Der aus erneuerbaren Rohstoffen, das heißt nicht erdölbasiertem Feedstock, hergestellte Kunststoff ist lebensmittelecht und spülmaschinengeeignet sowie ISCC PLUS-zertifiziert (International Sustainability & Carbon Certification). Der Feedstock zum Herstellen des Materials stammt aus Biomasse, Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation, die nicht in Konkurrenz zur menschlichen Nahrungskette stehen. Produktsicherheit und Leistungsmerkmale entsprechen denen neuer Polyolefine bei einer gleichzeitig deutlichen Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Das Werkzeug von Haidlmair wurde für den Einsatz von Bornewables Material ausgelegt. Eine Besonderheit des Werkzeugs ist der Einsatz von Hybridelementen in der Formplatte, um die Kühlung zu optimieren. Diese Hybrid- elemente werden auf einer Lasertec-Maschine direkt beim Werkzeugbauer in einem Arbeitsschritt gefertigt. Sie sind eine Kombination aus herkömmlich bearbeitetem Werkzeugstahl und 3D-gedruckter Gelbbronze. Der in der ersten Kavität erzeugte Becher in Klar-optik wird in der zweiten Kavität mit einer Schale umspritzt und erhält durch das Aufschäumen mit der Cellmould-Technologie noch einen zusätzlichen Isoliereffekt. Die Schale besteht aus einem Bornewables PP Blend mit guter Haptik für einen sicheren Griff. In einer Nebenkavität wird der Deckel für den Becher gespritzt. Dieser besteht aus demselben Werkstoff wie der Grundköper, kann aber aufgrund der Werkzeugbautechnik individuell eingefärbt werden. Die Materialauswahl wurde aufgrund der Funktion und der klaren Optik getroffen. So ist der gesamte Becher nicht nur aus erneuerbaren Rohstoffen gefertigt, sondern kann auch im Sinne der Circular Economy sowohl wiederverwendet als auch zu 100 % rezykliert werden. Die Teile werden mit einem Wittmann Roboter WX142 entnommen, auf einem Förderband abgelegt und einer Schlauchbeutelanlage zugeführt und verpackt. Das hier eingesetzte Verpackungsmaterial stammt aus der gleichen Produktfamilie wie der Becherwerkstoff.

Kleine Flüssigsilikonmengen dosieren

Die Verarbeitung von Silikon wird an zwei Exponaten gezeigt. Mit einer servohydraulischen Smartpower 120/350 LIM werden mit einem 4-fach-Werkzeug von Nexus, Eberstalzell, Österreich, in einem Spritzvorgang vier verschiedene Deckel für Getränkedosen und -flaschen aus Flüssigsilikon hergestellt. Die offene Bauweise der Spritzeinheit der Spritzgießmaschine ermöglicht eine einfache Integration der LSR-Dosieranlage. Die Nexus X200-Dosieranlage ist mit einem neuen Servomix-Dosiersystem ausgestattet und über die OPC-UA-Integration Euromap 82.3 mit der Maschinensteuerung B8 verbunden. Das Werkzeug arbeitet bei der Kaltkanaltechnologie mit der Flowset Nadelverschlussregelung. Die Teile werden mit einem Wittmann Roboter W918 entnommen und mittels Schlauchbeutelanlage verpackt. Bei der zweiten auf der K vorgestellten LSR-Anwendung handelt es sich um die Herstellung einer Membrane für einen hochwertigen Kleinstlautsprecher aus Thermoplast und Flüssigsilikon. Diese wird mit einer Micropower 15/10H/10H Combimould mit einem 1-fach-Werkzeug von Starlim Spritzguss, Marchtrenk, Österreich, produziert. Die Wahl eines 1-fach-Werkzeugs dient dazu, die Präzision des Werkzeugs in Kombination mit der für das Fertigen von Mikroteilen konzipierten Maschine aufzuzeigen. Oftmals müssen bereits in der Prototypenphase kostenintensive Mehrfachwerkzeuge konzipiert werden, nur um dem notwendigen Mindestdurchsatz der Maschine gerecht zu werden. Die gezeigte Maschine ist mit einem 2-stufigen Schnecken-Kolben-Thermoplastaggregat und einem 2-stufigen Schnecken-Kolben-LSR-Aggregat ausgestattet. Bei der LSR-Dosierpumpe von EMT Dosiertechnik, Werdohl, handelt es sich um ein 1-Liter-Kartuschensystem, das für kleinste Dosiervolumen entwickelt wurde. Durch das gleichmäßige Entleeren der Kartuschen wird hohe Präzision bei gleichbleibender Qualität garantiert. Die Mischstrecke ist auf ein Minimum reduziert, sodass eine rasche Reinigung möglich und der Materialverlust beim Materialwechsel sehr gering ist.

Vergrößerung einer Membrane.
Membrane aus Thermoplast und Flüssigsilikon für hochwertigen Kleinstlautsprecher. (Bild: Starlim Spritzguss)

Wie Leichtbautechnologie Ressourcen schont

Im Bereich der Gasinnendrucktechnologie Airmould stellt Wittmann Battenfeld seine neuen Entwicklungen vor. Zu sehen sind das Druckregelmodul Airmould 4.0 als auch das Handbediengerät für diese Technologie. In einem Airmould / Cellmould Center stehen Experten des Unternehmens den Besuchern für Beratung zum Einsatz der Airmould-Technologie als auch der Strukturschaumtechnologie Cellmould zur Verfügung. Beide Technologien ermöglichen Materialeinsparungen bei der Teileproduktion, die sich außerdem auf das Gewicht und die Herstellkosten der Teile auswirken.

Energieverbrauch im Fokus

Alle von der Wittmann Gruppe in Düsseldorf gezeigten Maschinen sind mit der Energiemanagementsoftware Imagoxt ausgestattet. Die Software ist eine Eigenentwicklung von Wittmann Digital, vormals ICE-Flex, mit Sitz in Mailand, und erlaubt die skalierbare Anzeige und Visualisierung von Energieverbräuchen der angeschlossenen Maschinen und Geräte. Ebenso berechnet das Programm direkt den CO2-Verbrauch und bereits erzielte Energieeinsparungen. Alle berechneten Werte können in Berichten abgelegt werden und stehen somit für langfristige Analysen zur Verfügung. Das Programm läuft als Webapplikation sowohl als optionale Erweiterung des MES Programms Temi+ von Wittmann als auch als eigenständiges Programm. An einem auf der K-Messe am Wittmann Battenfeld Stand eigens eingerichteten Temi+ Expert Center haben die Messebesucher die Möglichkeit, detaillierte Informationen zum MES Programm als auch zur Energiemanagement-Software zu erhalten. Weiterhin bietet das Center die Option, sich zum Verbessern des Energiemanagements und damit zur Kostenreduktion im eigenen Unternehmen beraten zu lassen.

Quelle: Wittmann Battenfeld Deutschland

K 2022: Halle 15, Stand C06

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