Karoshi – das ist japanisch und heißt auf Deutsch so viel wie: „Tod durch überarbeiten”. Dass es hierfür im Land der aufgehenden Sonne ein eigenes Wort gibt, ist gleichermaßen interessant wie erschreckend. Es gibt aber noch ein weiteres japanisches Wort, das weiter nicht von ersterem entfernt sein könnte, und trotzdem in enger Beziehung steht: Inemuri, zu Deutsch: „anwesend sein und schlafen”. Was in Japan schon eine lange Tradition hat, setzte sich auch in unseren Breitengraden in den vergangenen Jahren unter dem Namen „Powernapping” durch, also der kurze, oberflächliche Schlaf, der nicht länger als 20 Minuten andauert. Strategisch gelegt um die Mittagszeit, erhöht dieses kleine Verdauungsnickerchen nicht nur die Konzentration und Leistungsfähigkeit und ist dadurch Mittel für mehr Arbeitssicherheit und geringere Fehlerquoten, sondern hat auch langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit. So wirkt es präventiv gegen Burn-out-Syndrom und verringert das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung. Nicht zuletzt bestätigen Mitarbeiter von Unternehmen, die den regelmäßigen Kurzschlaf eingeführt haben, dass sie sich auch später am Abend fit fühlen und ihren Feierabend besser genießen können. Hierdurch erweist sich Powernapping als praktisches Tool der Mitarbeitermotivation.

Design für erfolgreiches Nappen
Die für den Energieschlaf passende Ladestation kommt von der Firma Eurofoam mit der Liege Inemuri. Entwickelt mit Physiotherapeuten und Schlafforschern und einem Design in den Proportionen des Goldenen Schnitts, bietet sie optimale Voraussetzungen zum Powernappen. Erste Designstudien für die Liege gehen zurück bis ins Jahr 2004, damals noch unter dem Namen Napshell, über die wir in Ausgabe 11/08 berichteten. Die Herz-Waage-Position, die der Benutzer durch die Form der Liege automatisch einnimmt, entlastet das Herz, unterstützt die Durchblutung des Körpers und fördert so das rasche Erholen des Liegenden. Dies unterstützt eine viscoelastische Auflage, die für eine gleichmäßige Druckverteilung sorgt. Kern der Liege ist eine Füllung aus Polyurethanschaum, demselben Kunststoff, der auch als Filtermaterial oder für Reinigungsschwämme zum Einsatz kommt und mit dem Eurofoam seit 50 Jahren Erfahrungen sammelt. Das Unternehmen setzt hier die Comfort-Version seines Produktportfolios ein, die der dreidimensionale Zellstruktur einer Bienenwabe nachempfunden ist. Diese Struktur ermöglicht eine gute Punktelastizität sowie eine hohe Luftdurchlässigkeit. Der Schaum reagiert auf durch Körperwärme verursachte Temperaturänderungen und passt sich so den Konturen optimal an. Hierdurch entsteht für den Benutzer ein Gefühl, das laut Hersteller am besten mit dem des Schwebens zu vergleichen ist.

 

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Philip Bittermann