Oktober 2013

Um die wirklich beste Bauweise für eine Kunststoff-Lösung zu finden, ist ein hinsichtlich des Werkstoffes und Verfahrens vorurteilsfreies und unbelastetes Herangehen von größter Bedeutung. Gefragt sind daher unabhängige Experten, die einerseits werkstoffseitig auf Kunststoff-Lösungen hoch spezialisiert, verfahrens- und anwendungsseitig hingegen möglichst breit aufgestellt sind. Sie sollten ferner über branchenspezifisches und auch übergreifendes Werkstoff-Wissen verfügen und sowohl in der Welt der Kunststoffe und Faserverbunde als auch der der Metalle bestens zu Hause sein.

Potenzialanalyse und methodisches Konstruieren

Die Entwicklungsspezialisten von Adete, Kaiserslautern, gehen nach einer Entscheidung auf Basis der Potenzialanalyse, welches Bauteil am besten durch Kunststoff substituiert werden soll, und bei der anschließenden systematische Bauweisen-Analyse in zwei Stufen vor: Zunächst werden mögliche Bauweisen-Ansätze unabhängig von Werkstoff und Fertigungsverfahren nach Kreativmethoden zusammengestellt und gemäß dem Prinzip des methodischen Konstruierens anhand von objektiven, kundenspezifischen Kriterien, die im Wesentlichen aus einem zuvor erstellen detaillierten Lasten- und Pflichtenheft abgeleitet sind, bewertet.

Die Bewertungskriterien decken die Teilgebiete Geometrie und Design unter Berücksichtigung des vorhandenen Bauraums, strukturmechanische Anforderungen, Lastfälle, Umgebungsbedingungen, Werkstoffe und Fertigung, Kosten und Wirtschaftlichkeit sowie Lebensdauer und erforderliche Stückzahl ab. Die Bedeutung jedes einzelnen Bewertungskriteriums wird in enger Abstimmung mit dem Anwender durch zugehörige Gewichtungsfaktoren berücksichtigt.

Bewertungsprozess mit Punktesystem

Der damit transparente und auch für den kunststofftechnischen Nicht-Fachmann klar nachvollziehbare Bewertungsprozess auf der Basis eines Punktesystems ermöglicht es, systematisch die am besten geeigneten Bauweisekonzepte für eine Kunststoff- und Faserverbund-Lösung zu identifizieren. Dabei kann es oftmals auch sinnvoll sein, das Konzept mit der zweit- und drittbesten Bewertung weiter im Bewertungsprozess zu belassen, alle anderen hingegen auszusortieren. Im nachfolgenden zweiten Schritt werden auf Basis der vorangegangenen grundlegenden Bauweisen-Auswahl und der Anforderungen des Lasten- und Pflichtenheftes in analoger Weise die am besten geeigneten Werkstoffe und zugehörigen Fertigungsverfahren ermittelt.

Von großer Bedeutung für die Praxistauglichkeit der zweistufigen, systematischen Bauweisenanalyse ist, dass sie auf den in der Ingenieurswelt bewährten Prinzipien des methodischen Konstruierens basiert, wie sie auch bei der Verwendung von metallischen Werkstoffen vielfach angewandt werden. Der Spezialist für Kunststoff- und Faserverbund-Lösungen hat diese Methodik nun auf die Bewertung von Kunststoff-, Faserverbund- und auch Hybrid-Bauweisen übertragen und weiterentwickelt.

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