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EREMA_Heitzinger_Woess_Rachinger class="caption-text">Managing Director Michael Heitzinger, Business Development Manager Christoph Wöss und Product Group Manager Patrick Rachinger auf der Baustelle für das neue Kundenzentrum, in dem eine Vacunite-Anlage für Material-Testläufe installiert wird. (Bild: Erema)

„Trotz coronabedingt rückläufiger Getränkeabsätze und in der Recyclingbranche angespannter Situation durch den Preisverfall bei Neuware ist das Interesse an unseren PET-Recyclingtechnologien ungebrochen hoch“, berichtet Christoph Wöss, Business Development Manager in der Erema Group. Grund dafür sind zum einen die ausgereiften Technologien, die hohe Produktsicherheit, stabile Prozesse und Wirtschaftlichkeit vereinen, und zum anderen das Bekenntnis aller namhaften Markenhersteller sowie von Politik und Gesellschaft zum Kunststoffrecycling und zur Kreislaufwirtschaft. Die EU hat ihre Position dazu unter anderem in Vorgaben für Recyclingquoten und Mindestrezyklat-Anteilen in PET-Flaschen festgemacht.

Die Gesamtkapazität aller bisher für unterschiedliche Anwendungen verkauften PET-Recyclingmaschinen beziffert man bei Erema mit 2,6 Mio. Tonnen pro Jahr, wobei die Tendenz zuletzt eindeutig in Richtung Großanlagen ab 2.000 kg/h zeigt. Herausragend in dieser Kategorie ist ein in diesem Jahr in Mexiko installiertes Recyclingsystem, bestehend aus zwei Vacurema Basic T Maschinen mit einer Durchsatzleistung von je 4.000 kg/h sowie einer Solid State Polykondensation (SSP). „Der Kunde plant damit eine Jahresproduktion von bis zu 60.000 Tonnen lebensmitteltauglichem rPET. Für uns sind das die größten Anlagen, die wir jemals gebaut haben, in unseren Auftragsbüchern steht aber bereits die Order für eine noch größere“, so Christoph Wöss.

Besonders zufrieden zeigt man sich bei Erema mit dem Markterfolg der innovativen Vacunite Technologie für das Bottle-to-Bottle-Recycling. In nur knapp zwei Jahren wurde das energieeffiziente Anlagenkonzept, eine Entwicklungskooperation mit Polymetrix, bereits an 13 Kunden weltweit verkauft. Das Vacunite-Verfahren vereint Vakuum- und Stickstoff-Technologie, gewährleistet eine außerordentlich hohe Dekontaminationseffizienz und sorgt mit sehr guten rPET-Farbwerten auch dafür, dass im Endprodukt „Bottle“ höhere rPET-Anteile möglich sind. Eine dieser Anlagen wurde kürzlich bei der RCS Gruppe in Deutschland in Betrieb genommen. Alexander Rimmer, Geschäftsführer der RCS Gruppe zeigt sich mit den Qualitätswerten des damit produzierten rPET mehr als zufrieden: „Unsere Analysen belegen, dass wir bei allen potenziellen Kontaminanten Werte erreichen, die deutlich unter unseren Zielwerten liegen oder gar nicht detektierbar sind“, sagt er.

Für jede PET-Anwendung die passende Recyclinglösung

Das Wachstum wird aber nicht allein von der guten Entwicklung im Bottle-to-Bottle Bereich getragen. Die Verarbeitung von PET-Flakes in einem Verarbeitungsschritt direkt zu Preforms (Flakes-to-Preform) oder zu Folien – möglich auch mit dem Multi Purpose Reactor als Nachrüstlösung für bestehende Folien-Extrusionsanlagen (Bottle-to-Sheet) -, insbesondere aber auch zu Regranulat für die Textilindustrie (Bottle-to-POY) befördert die Nachfrage in diesem Segment ebenso. Insgesamt konnte Erema von Oktober 2019 bis Oktober 2020 innerhalb eines Jahres 42 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 643.000 t/a ausliefern. Das entspricht in etwa der Gesamtkapazität aller von 2011 bis 2018 verkauften PET-Recyclingmaschinen.

Erweitertes Rund-um-Service Paket

Der erfolgreichen Entwicklung der PET-Recycling Sparte am Markt folgend, wachsen auch die Expertenteams in der Verfahrenstechnik und für die Inbetriebnahme dieser speziellen Anlagen. Als Serviceleistung für die Anwender übernehmen Mitarbeiter die Anträge auf Bewertung des jeweiligen Recyclingprozesses durch die European Food and Safety Authority (Efsa) und beraten und unterstützen bei den Vorbereitungen für die Zulassungsverfahren, welche für die Produktion von lebensmitteltauglichem rPET nötig sind. Und schließlich wird derzeit nach den Produktions- und Büroflächen auch das Kundenzentrum in der Unternehmenszentrale in Ansfelden erweitert. Voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte 2021 können Materialtests auch mit dem Vacunite-Verfahren bei Erema vor Ort durchgeführt werden.

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