Borealis Erema Cooperation

Manfred Hackl, CEO Erema Group (links) mit Günter Stephan, Head of Mechanical Recycling, Borealis Circular Economy Solutions, Borealis. (Bildquelle: Borealis)

Geplantes Ziel dieser Kooperation ist der schnelle Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft – dabei werden Borealis und Erema vor allem in den folgenden Bereichen verstärkt zusammenarbeiten:

  • Beim Entwickeln optimierter Technologien und Prozesse des mechanischen Recyclings, indem die jeweiligen Kernkompetenzen der beiden Unternehmen genutzt werden: Borealis’ Fachkenntnisse im Polymerbereich, Eremas Expertise im Engineering. Zu diesem Zweck sind gemeinsame Tests, Versuche und Pilotprojekte geplant.
  • Wissensaustausch und Best Practices, um neue und praktische technische Lösungen zu entwickeln und zu implementieren.
    • Optimierte Rezyklate sollen in größeren Mengen verfügbar sein, verbesserte mechanische Eigenschaften aufweisen, sich für High-End-Anwendungen eignen und innerhalb kürzerer Zeit im Markt eingeführt werden.
  • Eingesetzte Rohstoffe und produzierte Rezyklate (Pellets) standardisieren und homogenisieren, um umfassendere Einsatzmöglichkeiten von Recyclinglösungen für individuelle Endanwendungen zu schaffen, vor allem für Konsumprodukte des täglichen Gebrauchs.
  • Ausbau der mechanischen Recyclingindustrie: Erforschung des Potentials größerer Anlagen und steigender Produktionsmengen, um Liefersicherheit und -zuverlässigkeit für den Markt sicherzustellen.
  • Zusammenarbeit für fortschrittlichere Marktforschung, um ausreichende Mengen spezifischer Materialarten zu liefern, die von den Kunden gewünscht werden.

Langjährige Kooperation basiert auf gemeinsamen Zielen

Die Erema Group mit Hauptsitz in Ansfelden, Österreich, steht Borealis‘ nicht nur geografisch nahe: Beide Unternehmen verbindet ein starkes Bekenntnis zu ihrer Vorreiterrolle auf dem Weg zur Kunststoffkreislaufwirtschaft. Mehr als 6.000 Erema-Systeme sind aktuell weltweit in Betrieb und produzieren jährlich insgesamt mehr als 14,5 Mio. Tonnen Kunststoffpellets. Die Erema Group strebt kontinuierlich danach, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu bewerben und in die Tat umzusetzen. Der Aufbau enger Beziehungen zu Partnern aus der Wertschöpfungskette erwies sich stets als guter Weg, um die Lücken im Kunststoffzyklus zu schließen: Um die richtigen Lösungen anbieten zu können, ist es entscheidend, die unterschiedlichen Herausforderungen, mit denen die verschiedenen Akteure entlang der Wertschöpfungskette konfrontiert sind, bis ins kleinste Detail zu verstehen.

Borealis hat die Führungsrolle in der Branche im Zusammenhang mit der Neudefinition von Polyolefinprodukten und -anwendungen übernommen. Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft entwickelt der Materialhersteller neuartige polyolefinbasierte Lösungen, um diese im Rahmen der Kreislaufwirtschaft zu implementieren. Beispielsweise in Form von High-End-Verbundstoffen, die in der Automobilindustrie angewendet werden oder Post-Consumer-Rezyklatarten für Konsumverpackungen. Borealis ist bestrebt, die Menge an Kunststoffmüll von Beginn an zu minimieren, indem das Unternehmen auf rezyklierbare Designs und den verstärkten Einsatz wiederverwendbarer Verpackungsmodelle setzt. Zudem hat das Unternehmen für diese Zwecke die Kommunikationsplattform Ever Minds ins Leben gerufen.

Mechanisches Recycling für die Kreislaufwirtschaft

In den vergangenen Jahren hat der Rohstoffhersteller seinen Aktivitätsbereich über die Polyolefinneuware hinaus ausgeweitet und ist in den Bereich des mechanischen Kunststoffrecyclings eingestiegen. Im Zuge dessen erwarb der Kornzern im Jahr 2016 den deutschen Kunststoffrecycler Mtm Plastics, Niedergebra, sowie im Jahr 2018 das österreichische Recyclingunternehmen Ecoplast. Beide Unternehmen, die nun Teil der Borealis Gruppe sind, stehen bereits seit geraumer Zeit mit der Erema Group in Verbindung.

„Um die Kunststoffkreislaufwirtschaft in die Tat umzusetzen, müssen wir als Branche Maßnahmen setzen, Innovationen schaffen und entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten“, erklärt Lucrèce Foufopoulos-De Ridder, Borealis Executive Vice President Polyolefins und Innovation & Technology.

„Wir freuen uns über diese Kooperationsvereinbarung. Sie stellt für beide Unternehmen einen großartigen Schritt nach vorne dar. Unsere verstärkte Zusammenarbeit wird sicherlich eine beschleunigende Wirkung beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft haben“, ist Manfred Hackl, CEO Erema Group, überzeugt.

Erfahren Sie mehr über die Kooperation zwischen Borealis und Erema in diesem Video mit Günter Stephan und Manfred Hackl.

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