Zwei spritzgegossene quadratische Kunststoffplatten, ein spritzgegossener Filter, drumherum verteiltes weißes Granulat

Für den Spritzguss, die Extrusion und den 3D-Druck geeignete PE-UHMW-Typen ermöglichen erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber der spanenden Bearbeitung von Halbzeugen. (Bild: Dreyplas)

Der Kunststoffdistributor Dreyplas, Meerbusch, stellt zur Fakuma Anwendungsmöglichkeiten des ultrahochmolekularen Polyethylens Lubmer von Mitsui Chemicals heraus. Gegenüber herkömmlichen, gesinterten Halbzeugen sorgt dieses für erhebliche Kosteneinsparungen bei der Herstellung von Formteilen und Profilen, die über sehr gute Gleiteigenschaften verfügen. Dieser Vorteil ergibt sich aus der thermoplastischen Verarbeitbarkeit im Spritzguss und in der Extrusion. So lassen sich problemlos Teile mit engen Toleranzen und sehr geringen Rautiefen herstellen. Dabei verringert sich der erforderliche Zeitaufwand erheblich, und die großen Mengen teurer, nicht wiederverwertbarer Produktionsabfälle aus der spanenden Halbzeugbearbeitung entfallen. In aktuellen Abmusterungen bei Anwendern stellt das Material auch seine sehr gute Eignung für den 3D-Druck unter Beweis. Den Unterschied zwischen den jeweiligen PE-UHMW-Typen besteht in der Länge der Molekülketten. Diese ist bei konventionellen Typen so groß, dass diese nicht aufgeschmolzen werden können, sondern zu Halbzeugen gesintert werden. Dem gegenüber ist das Molekulargewicht bei den in Granulatform gelieferten Lubmer-Typen gerade so weit reduziert, dass die Verarbeitung auf herkömmlichen Spritzgießmaschinen und Extrudern möglich ist. Dies sorgt für eine größere gestalterische Freiheit als bei der spanenden Bearbeitung von Halbzeugen, und zudem lassen sich die ohnehin reduzierten Produktionsabfälle wieder aufschmelzen und umweltschonend erneut dem Prozess zuführen. Trotz der reduzierten Molmasse sorgt das Material bei glatten Reibpartnern wie Stahl ein ähnlich gutes tribologisches Verhalten wie Bauteile aus gesintertem Halbzeug. Dies und seine Recyclingfähigkeit im Polyolefinstrom machen es in vielen Anwendungen zu einer nachhaltigen Alternative zu technischen Kunststoffen. Es kann bei bis zu –200 °C dauerhaft eingesetzt werden.

Fakuma 2021: Halle B1, Stand 1004

Quelle: Dreyplas

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