Weiss Kunststoffverarbeitung verdoppelt Produktionsfläche in Ungarn

Weiss produziert anspruchsvolle Spritzgussbauteile vor allem für die Automobilindustrie und hat 2007 das Werk in Györ (Weiss Hungaria) eröffnet, um die dortigen Produktionswerke der Automobilhersteller zu beliefern und – im zweiten Schritt – einen eigenen Kundenkreis in Osteuropa aufzubauen.

Diese Strategie konnte erfolgreich umgesetzt werden. Geschäftsführer Jürgen B. Weiß: „Von 2007 bis 2010 haben wir vom Stammhaus Illertissen aus auch die Aufträge für Györ akquiriert. Inzwischen steht auch der Vertrieb dort auf eigenen Beinen und konnte in den vergangenen zwei Jahren namhafte ungarische Unternehmen als Kunden gewinnen und erwirtschaftet zwischenzeitlich 20 % des Györ-Umsatzes aus eigener Akquise. Dazu gehören neben Automobilzulieferern auch Unternehmen aus dem Maschinenbau.“

Die Erweiterung der Produktionsfläche auf 5000 m2 hat zum Ziel, die Produktions- und Montagekapazitäten der steigenden Nachfrage anzupassen. Auch die sehr gute Auslastung im Stammwerk Illertissen hat die Entscheidung, in Györ zu investieren, beeinflusst. Dazu hat das Unternehmen in Deutschland neue Maschinen für die Produktion von anspruchsvollen Spritzgusskomponenten in Hart-Weich-Technologie sowie mit angespritzten Dicht- und Schäumelementen angeschafft. Da dort die Ausbaumöglichkeiten begrenzt sind, wurden andere Maschinen nach Györ transferiert.

Das Werk Györ arbeitet nach den gleichen Standards und Qualitätsmaßstäben wie der Stammsitz Illertissen. Die einzigen Unterschiede in der Arbeitsteilung beider Werke sind der höhere Automationsgrad in Illertissen und die Tatsache, dass Györ überwiegend für osteuropäische Kunden produziert. 2013 erzielte das ungarische Werk mit 20 Spritzgießmaschinen und 91 Mitarbeitern einen Umsatz von 6,4 Mio. Euro und verbrauchte etwa 350 t Material (Zum Vergleich das Stammwerk in Illertissen mit 65 Spritzgießmaschinen verbrauchte etwa 2.700 t Material und erzielte 34,8 Mio. Euro Umsatz bei 176 Mitarbeitern).

Derzeit fertigt das Werk in Györ hochwertige technische Kunststoff-Spritzgusskomponenten, die in nachfolgenden Prozessschritten zu einbaufertigen Bauteilen komplettiert werden können. In den im November 2013 in Betrieb genommenen 2. Bauabschnitt hat Weiss 900.000 Euro Baukosten und weitere 600.000 Euro in den Ausbau des Maschinenparks investiert. Jetzt sind die räumlichen Kapazitäten vorhanden, um die Expansion des Werkes voranzutreiben.

Jürgen B. Weiss: „Wir sind gut ausgelastet und werden daher in 2014 nochmals 700.000 Euro in Maschinen und Anlagen investieren.“ Parallel wird auch in Illertissen investiert. Dort ist für 2014 unter anderem die Anschaffung der fünften 2K-Spritzgießmaschine geplant, auf der unter anderem Automotive-Komponenten wie beispielsweise Akustik- und Feuchtigkeitssperren beziehungsweise Teile für die Karrosserieversteifung gefertigt werden.

(dw)

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?

Unternehmen

Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG

Rudolf-Diesel-Straße 2-4
89257 Illertissen
Germany