Juni 2013

Generative Fertigungsverfahren Lange dauert es nicht mehr, bis wir wie Jean-Luc Picard aus der Science-Fiction-Serie ‚Star Trek: Das nächste Jahrhundert‘ eine Tasse Earl Grey bei einem ‚Replikator‘ genannten 3D-Drucker bestellen. Zumindest, wenn die Technik generativer Fertigungsverfahren sich weiter so rasant entwickelt wie in den letzten Jahren. Die Geräte ermöglichen es, Computermodelle ohne Zwischenschritt in fertige Bauteile zu übersetzen. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen unendlich vielfältig, ob Protoyp oder 3D-Modell als Entwicklungszwischenschritt.

In unserer letzten Umfrage wollten wir wissen, was die Leser des Plastverarbeiter von generativen Fertigungsverfahren halten und wo sie Potenzial, aber auch Defizite sehen. Demnach schätzen die Teilnehmer der Umfrage neben dem schnellen Aufbau von Prototypen (40 Prozent der Antworten), dass ihnen 3D-Drucker keinerlei geometrische Einschränkungen auferlegen (ebenfalls 40 Prozent). Hohlstrukturen oder in sich verdrehte Bauteile, alles kein Problem. Jeder Vierte sieht einen Vorteil dieser Verfahren darin, leichte und gleichzeitig stabile Teile aufbauen zu können. Durch die exakte Umsetzung von Strukturberechnungen und -simulationen, lässt sich die Abweichung zwischen CAD-Modell und fertigem Bauteil besser abschätzen.

Andererseits sind 25 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht von der Technik überzeugt. Ebenso viele sind den generativen Fertigungsverfahren eigentlich nicht abgeneigt. Allerdings lohnt sich die Anschaffung für ihre eigene Produktion nicht, da sie zu große Stückzahlen herstellen, die zu produzierenden Teile zu groß oder zu wenig komplex sind.

Mit der Komplexität der Bauteile ist das so eine Sache: Einerseits lohnt sich der Einsatz von 3D-Druckern nur für Bauteile, die auf herkömmliche Weise hergestellt noch teurer sind als mit generativen Verfahren. Andererseits kommt die Qualität der Schicht für Schicht aufgebauten Produkte nicht immer an die der Originale heran. Darin sehen gut zwei Drittel der Teilnehmer Nachholbedarf. Vielleicht lassen sich diese Probleme mit neuen Materialien beheben. Diese sind für die Hälfte der Teilnehmer eines der Hindernisse dafür, dass sich generative Fertigungsverfahren in der Breite durchsetzen.

INDEX im Monat Juli: Kunststoffe in Bauwesen und Gebäudetechnik

 

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