PUR-Formteile

PUR-Verarbeitung Das Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, Aachen entwickelt zur Herstellung von geschäumten PUR-Formteilen eine neue Schäumtechnologie. Die Technologie ermöglicht den Einsatz von CO2 als Treibmittel. Es gilt als aussichtsreiche und umweltfreundliche Alternative zum chemischen Schäumen mit Wasser, das Hartsegmente und Versprödungen im PUR-Bauteil verursacht. Bisher führen aber große Mengen von CO2 als Treibmittel zu einem unkontrollierbaren Schäumprozess.

Erste Untersuchungen zeigen, dass das CO2-Verfahren deutlich geringere Raumgewichte erzielt als dies bisher möglich war. Um ein kontrolliertes Aufschäumen des Reaktionsgemischs zu erreichen, wird in der Schäumform ein Gasgegendruck erzeugt. Dieser Werkzeuginnendruck, der über dem Dampfdruck des gelösten CO2 liegt, verhindert ein frühzeitiges Aufschäumen. Mit einer gezielten Reduktion des Innendrucks können der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit des Aufschäumens gesteuert werden. Ein zu schnelles Aufschäumen und Kollabieren des Schaums wird damit unterbunden.

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