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Kräftiges Plus

Im Dezember 2020 war die Produktion bereits um 6 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, womit der damalige Rückgang nicht nur aufgeholt, sondern der Produktionsstand des Dezember 2019 sogar übertroffen wurde. Zum bisherigen Dezemberhoch aus 2017 fehlten nur knapp 2 Prozentpunkte. Im Januar 2021 konnte die Produktion um 2,4 % zulegen, und das Produktionsniveau lag 2 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat vom bisherigen Januarhoch 2018 auch nur noch knapp 2 Prozentpunkte entfernt. Fazit: Die Kunststoffverarbeitung erreicht fast wieder alte Produktionsrekorde.

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Luftholen vor dem Sprung

Neun Quartale taumelte die Kunststoffverarbeitung im Rückwärtsgang. Mit Beginn des vierten Quartals 2021 im Oktober und November konnte sie wieder aufatmen und Luft holen. Um dann im Dezember und Januar zum Sprung auszuholen. Mit über 4 % Plus erreicht man fast wieder altes Rekordniveau. Nur im vierten Quartal 2017 lag die Produktion höher. Wahrscheinlich wird auch das erstes Quartal 2021 insgesamt ein kräftiges Plus bescheren. Wie es dann allerdings nach dem sich ankündigenden dritten Lockdown weitergehen könnte, ist schwer zu prognostizieren. Aber Hoffnung ist erlaubt.

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Ein vielversprechender Jahreswechsel

Die Entwicklung um die Jahreswende ist oftmals ein Indikator für die Verfassung der Kunststoffverarbeitung und bestimmt die Erwartungen für das kommende Jahr mit. Nimmt man die Produktionsentwicklung um den Jahreswechsel zum Maßstab, dann hat 2021 sehr vielversprechend begonnen. Nur zweimal hat sich die Produktion um die Jahreswende – also aktuell im Zweimonatszeitraum Dezember 2020 und Januar 2021 – besser entwickelt: Zum Jahreswechsel 2013/14 und 2017/18. Ausgehend davon darf man 2021 als mindestens aussichtsreich einschätzen. Aber die Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit der Pandemie bleiben uns wohl noch einige Zeit erhalten und können die Lage schnell ändern und eine nachhaltige Erholung verzögern.

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Die Entwicklung der Teilbranchen

Im zweiten und dritten Quartal 2020 war die Produktionsentwicklung in allen Teilbranchen der Kunststoffverarbeitung negativ. Bei den besonders betroffenen Technischen Teilen und Kon­sumwaren schlugen neben der Pandemie (Lockdown, Lieferverzögerungen bei Zulieferteilen) auch die Friktionen in Verbindung mit der Umstellung auf E-Mobilität zu Buche: Modellwechsel- und verzögerungen, Verunsicherung der Kunden und Kaufzurückhaltung. Mit Beginn des vierten Quartals schafften es alle Teilbranchen bis auf Technische Teile und Konsumwaren ins Plus. Um die Jahreswende sehen wir nun überall, wenn auch teils bescheidenes, Wachstum.

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Lockdown und danach

Im ersten Lockdown von März bis Juni 2020 war die Produktion der Kunststoffverarbeitung um 15,3 % zurückgegangen. In der Lockerungsphase von Juli bis Oktober lag die Produktion weiterhin, aber überall nur noch einstellig, unter der des Vorjahreszeitraums. Am meisten litten die Produzenten von Technischen Teilen und Konsumwaren (TT/K). Die Hersteller von Baubedarfsartikeln hingegen konnten sich während der Lockerung als einzige ein schmales Plus erarbeiten. Im neuen Lockdown light seit November ist die Produktion in allen Teilsegmenten gestiegen, am schwächsten bei TT/K. Baubedarfsproduzenten legen um beinahe 8 Prozent zu.

ist freier Mitarbeiter des Plastverarbeiter.

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