Innovationspreis für Generative Verfahren des Fraunhofer ILT

Die Gruppe des Fraunhofer ILT treibt seit über 20 Jahren die Generativen Fertigungsverfahren, die für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion stehen, voran. In diesem Bereich haben die Laserexperten für verschiedene Werkstoffe und verschiedene Anwendungen Laserverfahren systematisch weiterentwickelt und zur industriellen Reife geführt.

„Mit dem Selective Laser Melting SLM können maßgeschneiderte Bauteile aus Metall wie Implantate oder Funktionsteile für den Werkzeugbau in kleinen Stückzahlen just in time und wirtschaftlich in kürzester Zeit auf der Basis von 3D-Computerdatensätzen gefertigt werden“, erläutert Dr. Wilhelm Meiners, Leiter der Gruppe Rapid Manufacturing am Fraunhofer ILT. Mit seinen Kollegen meldete er das Verfahren 1996 als Patent an. „Nun folgt aber der nächste Schritt für die generativen Fertigungsverfahren“, ist sich Meiners sicher, „vom Nischeneinsatz des Rapid Prototyping hin zum Rapid Manufacturing, also der schnellen Herstellung individualisierter Produkte in kurzer Zeit in beliebigen Stückzahlen.“

Neben dem SLM treibt das Team auch das Laserauftragschweißen LMD zur Instandsetzung, Modifikation und Neuteilfertigung konsequent voran. Hauptanwendungen sind zurzeit die Instandsetzung von Triebwerkskomponenten für Flugzeuge oder Werkzeugen für verschiedene Branchen. „Während beim SLM das Bauteil aus einem Pulverbett heraus, schichtweise durch gezielte Laserbestrahlung jener Stellen, die später als festes Material übrig bleiben sollen, erzeugt wird, entstehen Bauteile beim LMD durch einen Pulverstrahl aus einer Düse, der punktuell mit einem Laserstrahl aufgeschweißt wird“, erläutert Dr. Andres Gasser, Leiter der Gruppe Laserauftragschweißen. „Mit SLM lassen sich sehr filigrane und komplexe Bauteile generieren, während das LMD besonders für die Herstellung großer Bauteile oder für die Instandsetzung geeignet ist.“

Die generativen Fertigungsverfahren, ob SLM oder LMD, eröffnen der Industrie neue Geschäftsmodelle wie Mass Customization, Open-Innovation oder Co-Creation, bei denen der Endabnehmer sein gewünschtes Produkt weitgehend selbst oder mitgestalten kann.

 

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