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Nachdem die Fachmesse Euromold im vergangenen Jahr einen elfprozentigen Rückgang bei den Ausstellerzahlen erlitt, „geht es in diesem Jahr wieder aufwärts“, sagt Dr. Eberhard Döring, Geschäftsführer des Veranstalters Demat, auf einer Pressekonferenz in Stuttgart. Die Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, findet vom 1. bis   4. Dezember 2010 in Frankfurt am Main statt. Döring sprach davon, dass die Messe „auf alle Fälle mehr als 1350 Aussteller“ – so viele waren es 2009 – gewinnen werde; laut der gleichzeitig verteilten Pressemitteilung der Demat werden sogar 1500 Aussteller erwartet, womit die Messe wieder an frühere Zahlen anknüpfen würde. Die gute Entwicklung der Messe, so Döring, sei vor allem auf deutlich gestiegene Anmeldungszahlen aus dem Ausland zurück zu führen; derzeit seien es 36 Prozent, bezogen auf alle Aussteller. Zudem will Döring in der Halle 10 nun auch das erste Obergeschoss nutzen, und zwar für das Thema „Design + Engineering“. Die Halle   10 werde damit die Themen „Werkstoffe“, „Simulation + Virtual Reality“ sowie „Rapid Prototyping und Manufacturing“ beherbergen. Somit bilde diese Halle einen Marktplatz der modernen Produktentwicklung, weshalb man sie als das „House of Creation“ bezeichne, so Döring weiter. Der Zuspruch seitens einzelner Aussteller-Fachbereiche zur Messe sei „ähnlich wie in den Vorjahren“. Nach derzeitigem Stand sei der Werkzeug- und Formenbau mit rund 23 Prozent die größte Ausstellergruppe, gefolgt von „Rapid Prototyping und Tooling“ (knapp 10 Prozent), „Simulation + Virtual Reality“ (knapp 9 Prozent); einen starken Zuwachs verzeichne vor allem der Bereich „Design“. Weitere Highlights der Euromold sind die Sonderschauen „Energieeffizienz und Werkzeugbau“ und „e-Production für Jedermann“, sowie hochkarätige Konferenzen, Foren und Workshops. Mit dem Gastland Türkei widmet sich die Euromold in diesem Jahr einer aufstrebenden Wirtschaftsnation, die besonders im Bereich Automobilbau und Elektronik eine wichtige Position einnimmt. Laut Samil Özogul, dem Präsidenten des türkischen Verbandes für Werkzeug- und Formenbau UKUB, boomt die Automobilproduktion (Pkw- und leichte Nutzfahrzeuge) in der Türkei seit zehn Jahren. Sie werde angetrieben von großen europäischen wie auch asiatischen Herstellern. 2008, so berichtete er, wurden 1,1 Mio. Automobile   gebaut und davon 910000 exportiert. Derzeit zähle dieser Industriesektor 350000 Beschäftigte. In den vergangenen Jahren wurden in türkischen Automobilproduktion 22 neue Modelle und ebenfalls 22 Modell-Erneuerungen gebaut. Rund 60 Prozent der dafür benötigten Werkzeuge werde importiert, berichtete Özogul. Bis 2015 sollen in der Türkei jährlich 2 Millionen Autos und von den Bändern laufen, wodurch das Land zu den weltweit zehn größten Produktionsländern beziehungsweise zu den drei größten europäischen Herstellerländern im Automobilsektor zähle. Diese Entwicklung biete der Zulieferindustrie, speziell auch im Werkzeug- und Formenbau in der Türkei, eine gute wirtschaftliche Perspektive. Dies schließe auch ausländische Werkzeugbauer ein, die zu diesem Zweck vielfach Tochterunternehmen in der Türkei gegründet hätten.

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