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Nachdem Braskem auf der K 2007 sein erstes Projekt zur Gewinnung von „grünem“ Ethen aus Ethanol des Zuckerrohrs vorgestellt hatte, setzt das brasilianische Petrochemieunternehmen das Projekt nun pünktlich zur K 2010 um: Ende September nimmt in Triunfo im Süden Brasiliens eine neue Anlage die Produktion von Polyethylen (PE) aus dem grünen Ethen auf. Das so gewonnene Bio-PE bietet die gleichen Eigenschaften wie herkömmliches PE. Die Sollproduktion der mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet rund 270 Mio. Euro erbauten Anlage liegt bei 200000 t/a Ethen bzw. PE. Damit steigt Braskem nach eigenen Angaben zum globalen Marktführer in der Herstellung von Biopolymeren auf.

Die Technologie für die Herstellung von Kunststoffen aus Ethanol existiert bereits seit den 1970er-Jahren, wurde jedoch aufgegeben, weil sie mit den konventionellen Produkten auf Rohölbasis nicht konkurrieren konnte. Seitdem entwickelte Braskem den Herstellungsprozess kontinuierlich weiter. Heute ist das Bio-PE nicht nur eine wettbewerbsfähige Alternative zu herkömmlichem PE, sondern auch im Hinblick auf den CO2-Footprint sehr interessant. Bei seiner Herstellung – von der Zuckerrohrpflanzung bis zur Ethanol- und Kunststoffgewinnung – werden je produzierter Tonne Polymer 2,5 t CO2 aus der Atmosphäre verbraucht.

Das Bio-PE soll nicht der einzige Biokunststoff aus dem Hause Braskem bleiben. In den Labors des Unternehmens wird bereits an der Entwicklung von grünem Polypropylen (PP) gearbeitet.

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