Oktober 2010

Andere Länder, andere Sitten: In Australien und einer Reihe anderer Länder werden im Betonbau so genannte „rebar chairs“ aus Kunststoff eingesetzt. Diese stützen und stabilisieren die Stahlbetonstreben und werden zusammen mit dem Beton vergossen. In Europa dagegen wird der Draht nur eingelegt und an den Enden miteinander verbunden. Um den bis dato üblichen, aber technisch sehr komplexen Produktionsprozess für diese Abstützlagen zu optimieren, benötigte der Hersteller dieser Kunststoffteile ein individuelles Greifersystem, das 16 dieser Abstützlagen (vier Stück in jeweils vier Reihen) gleichzeitig aus dem Spritzgießwerkzeug entnimmt, dann jedes über eine pneumatische Dreheinheit jeweils im 45 Grad Winkel dreht, damit die Teile in der korrekten Position in der Verpackung abgelegt werden können, in die später die australischen Betonbauer hinein greifen.

Das Problem: Die auf dem Markt verfügbaren Dreheinheiten waren zu groß und zu schwer gebaut. Aufgrund der geringen Nestabstände der einzelnen “rebar chairs” im Werkzeug konnten Standard-dreheinheiten nicht eingesetzt werden. Die Realisierung des gewünschten Greifers rückte damit in weite Ferne. Erst als sich das Unternehmen mit diesem Problem an die australische Vertretung Enkosi der Fipa, eines deutschen Systemanbieters für Greifersysteme und Vakuumtechnik, wandte, kam der richtige Dreh heraus. Eine individuell angefertigte und sehr kleine Dreheinheit sollte der Schlüssel zum Erfolg sein.Die Fipa-Ingenieure entwickelten darauf hin innerhalb kürzester Zeit eine anwenderspezifische Lösung: Eine kompakte Miniatur-Dreheinheit – kaum größer als eine Streichholzschachtel – die optimal in das gewünschte Greifersystem passt.

Kleine Dreheinheit, aber auch stabil, zuverlässig und kostengünstig

Klein, stabil, zuverlässig und kostengünstig – so sollte die neue Lösung sein. Und damit das genaue Gegenteil des Systems, mit dem bisher gearbeitet wurde: Mittels Pneumatikzylinder wurde jede Abstützlage aus der Spritzgussmaschine gegriffen, in der Luft um 45 Grad gedreht und danach abgelegt. Diese aufwändige Konstruktion mit Pneumatikzylindern führte zu einem großen, massiven und dadurch wenig stabilen Aufbau des gesamten Greifersystems. Um die Effizienz und Zuverlässigkeit seiner Prozesse zu steigern, war es das Ziel, das vorhandene System zu optimieren – mit einer stabileren Rahmenkonstruktion und einer kleinen Dreheinheit, die sich konstant auf den benötigten Drehwinkel von 45 Grad einstellen lässt. Und außerdem noch bezahlbar ist.

Bei der Konzeption und Realisierung der Miniatur-Dreheinheit konzentrierten sich die Ingenieure der Fipa auf das Wesentliche. Es wurde auf alles verzichtet, was technisch nicht zwingend erforderlich war. Bereits nach wenigen Tagen erhielt der Spritzgießer eine kleine, kompakte Dreheinheit, die technisch genauso funktioniert wie große, herkömmliche Dreheinheiten. Die kleine Bauweise in Form einer Streichholzschachtel ist für das Unternehmen jedoch um ein vielfaches wirtschaftlicher:
Die Außenabmessungen der Miniatur-Dreheinheit sind bis zu 50 Prozent kleiner als bei bestehenden Dreheinheiten. Das ermöglicht ihren Platz sparenden, einfachen Einbau. Zudem bringt sie nur 85 Gramm auf die Waage. Dadurch sinkt das Gesamtgewicht des Greifersystems, welches folglich leichter zu handhaben ist.
In der Dreheinheit wurde eine Luftdurchführung eingebaut, so dass die Luft über den Sauger direkt abgeführt werden kann. Ungeachtet der kleinen Bauweise sind sämtliche wichtigen Funktionen für einen effizienten Prozessablauf integriert. Der Winkel der Miniatur-Dreheinheit wurde konstant auf 45 Grad fixiert – für ein zuverlässiges, positionsgenaues Ablegen der Werkstücke.

180°-Schwenkbereich und weitere Baugrößen für breite Anwendbarkeit

Eine so kompakte und leichte Dreheinheit ist nach Einschätzung des Herstellers bislang einzigartig auf dem Markt (siehe Tabelle). Sie bietet einen Schwenkbereich von 0 bis 180 Grad und lässt sich je nach Anwendung auch auf andere Größen konfigurieren. Damit profitieren von der Neuentwicklung sämtliche Branchen, bei denen das Handlinggut im Materialfluss positionsgenau in einem bestimmten Winkel versetzt abgelegt oder übereinandergestapelt werden muss. Das betrifft neben der Spritzgießindustrie insbesondere die Verpackungsbranche.

Kosteneffizienz
Lösung für Greif- und Ablageprobleme bei engen Nestabständen

Mit einer individuell entwickelten Miniatur-Dreheinheit für die positionsgenaue Ablage von Spritzgießteilen (die nach der Entnahme aus dem Werkzeug um einen bestimmten Winkel gedreht werden müssen) spart ein australischer Hersteller von Kunststoff-Abstützlagen für den Betonbau Platz und Geld und verbessert damit auch die Effizienz seines gesamten Produktionsprozesses. Dazu entwickelte die Fipa, ein Spezialist für die Entwicklung kompletter Greifsysteme, eine 85 Gramm leichte Dreheinheit von der Größe einer Streichholzschachtel. Mit ihr kann der gewünschte Drehwinkel von 45 Grad fest eingestellt werden. Sämtliche am Markt bisher verfügbaren Dreheinheiten waren für das Greifersystem zu groß und auch zu schwer. Sie konnten daher nicht eingesetzt werden.

 

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