Bei den Qualitätstests der Masken wird zusätzlich zu den Filtereigenschaften auch der Sitz der der Maske beurteilt. (Bildquelle: Maik Tepper/RWTH)

Bei den Qualitätstests der Masken wird zusätzlich zu den Filtereigenschaften auch der Sitz der der Maske beurteilt. (Bildquelle: Maik Tepper/RWTH)

Unterstützung erhielt die RWTH Aachen aus der Industrie des die Spin-offs Furthrresearch und vom ZumoLab sowie der Messtechnikfirma TSI. Am Messstand in der Aachener Verfahrenstechnik (AVT) sind in den letzten Wochen bereits zahlreiche Masken geprüft und zumeist positiv bewertet worden.

„Seit Beginn der Coronakrise benötigen die Krankenhäuser deutlich mehr FFP2-Masken. Diese beziehen sie zum Teil von neuen Lieferanten. Wir wollen mit unserer Initiative zur sicheren Versorgung des medizinischen Personals beitragen und haben deshalb innerhalb weniger Tage das Testverfahren entwickelt, welches die Krankenhäuser in ihrer Qualitätskontrolle unterstützt“, erläutert Dr.-Ing. John Linkhorst, Oberingenieur am Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik. Zunächst galt die Messkampagne der Uniklinik RWTH Aachen. Inzwischen unterstützen Die Wissenschaftler deutschlandweit Kliniken und weitere Einrichtungen wie Feuerwehren und Rettungsdienste.

Prüfung in drei Stufen

Das Verfahren orientiert sich an den entsprechenden DIN-Normen und testet die Masken als Ganzes inklusive Verarbeitung. Die AVT prüft in drei Stufen: Zunächst gilt es, den Sitz der Maske auf einem Puppenkopf zu beurteilen. Ein guter Sitz stellt sicher, dass keine Viren an der Maske vorbei in die Atemwege gelangen können. Anschließend zeigen Messungen in einem Maskenhalter die Filtrationsleistung. Schließlich werden die Eigenschaften des eigentlichen Filtermaterials geprüft, um Fehlerquellen zu identifizieren.

„Ist hochwertiges Filtermaterial ohne Fehlstellen zu einer gutsitzenden Maske verarbeitet, können wir das eindeutig feststellen. Die Krankenhäuser werden von uns hierüber umgehend informiert und können auf dieser Basis über die weitere Verwendung der Masken entscheiden“, so Umweltingenieurwissenschaftlerin Anna Kalde, wissenschaftliche Mitarbeiterin des DWI, die gemeinsam mit Michael Alders die Maskentests organisiert.

Die Unterstützung durch die Partner aus der Region trug wesentlich zum Projekterfolg bei. So stellte TSI für den Messstand einen Aerosolgenerator und -detektor zur Verfügung. ZumoLab ermöglichte durch Bereitstellung von Steuerungssoftware und einer Messbox das Speichern der Daten. Die Tests begleitet Furthrresearch mit Know-how und Datenmanagementsoftware. (jhn)