Die Gelsenkirchener Gruppe ist unter anderem Spezialist für anspruchsvolle Schlauchsysteme. (Bildquelle: Masterflex)

Die Gelsenkirchener Gruppe ist unter anderem Spezialist für anspruchsvolle Schlauchsysteme. (Bildquelle: Masterflex)

Wesentlich für den Umsatzrückgang war die Schließung des chinesischen Standorts für mehrere Wochen innerhalb des 1. Quartals. Dadurch entfiel ein geplanter Umsatz von 0,4 Mio. EUR. Mittlerweile wird aber wieder nahezu bei voller Auslastung produziert. „Wir haben uns im 1. Quartal gut geschlagen – insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Schließung in China sowie der anspruchsvollen Vorgaben aus dem Vorjahresquartal“; kommentiert Dr. Andreas Bastin, CEO der Masterflex Group mit Haupstitz in Gelsenkirchen. „Sehr positiv bleibt weiter die Entwicklung in der Medizintechnik. Umsatzseitig konnten wir die Schließung in China und die derzeitige Automotive-Schwäche zwar nicht ganz kompensieren. Aber wir haben allein im 1. Quartal unseren Auftragsbestand um 3,5 Mio. EUR ausgebaut, wovon zwei Drittel auf die Medizintechnik entfielen.“

Das operative EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) konnte im 1. Quartal 2020 mit 2,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahresquartals bestätigt werden. Die EBIT-Marge lag entsprechend bei 10,0 % nach 9,8 % im Vorjahreszeitraum. Deutlich verbessert hat sich das Finanzergebnis aufgrund des 2019 abgeschlossenen neuen Konsortialdarlehens. Entsprechend konnte Masterflex das Konzernergebnis leicht von 1,2 Mio. auf 1,3 Mio. EUR verbessern.

Vorsichtig optimistische Prognose

CEO Dr. Andres Bastin (Bildquelle: Masterflex Group)

CEO Dr. Andres Bastin (Bildquelle: Masterflex Group)

Für das 2. Quartal 2020 erwartet die Gruppe deutlich stärkere Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Wir rechnen erst für das 3. oder vielleicht auch erst 4. Quartal mit einem sich allmählich wieder verbessernden Umfeld“, sagt CEO Bastin. „Insgesamt bleiben wir für 2020 durchaus verhalten optimistisch. Wir haben das Unternehmen sehr robust aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Dazu tragen auch ein Kassenbestand von derzeit 6,9 Mio. EUR sowie ein positiv-intensiver Austausch mit unseren Bankpartnern bei.“ Dank der signifikanten Umsatzanteile von Medizin-, Labor- und Lebensmitteltechnik wurde das Unternehmen als systemrelevant eingestuft. Bis auf die kleinen Standorte in Frankreich und England konnten alle deutschen und US-amerikanischen Standorte in laufender Produktion gehalten werden. „Die Lieferketten sind bislang sehr stabil. Wir haben Zielbranchen mit wachsender Nachfrage ebenso wie über andere mit derzeit schwachem Umfeld. Diese gegenseitige Kompensation ist eine vernünftige Ausgangslage, um gut aus der Krise zu kommen“, so Bastin. Derzeit erarbeitet die Masterflex Group unterschiedliche Szenarien, um möglichst bis zur Veröffentlichung der Quartalsmitteilung am 13. Mai 2020 eine Prognose von Richtwerten für die weitere Entwicklung im Gesamtjahr 2020 abgeben zu können.