Einwegverpackungen werden bei Verbrauchern immer unbeliebter. (Bildquelle: stock.adobe.com)

Verpackungen für Lebensmittel und Medizinprodukte sollten während der Corona-Krise als systemrelevant eingestuft werden. (Bildquelle: stock.adobe.com)

Die systemrelevante Bedeutung von Lebens- und Arzneimittelverpackungen sowie Verpackungen für Medizinprodukte muss bei künftigen Entscheidungen über Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter, Quarantäneanordnungen oder Betriebsschließungen berücksichtigt werden. Für Mitarbeiter in diesen Betrieben sollte eine Notbetreuung in Kitas und Schulen flächendeckend möglich sein. Ein offizieller Nachweis, dass Mitarbeiter Teil der kritischen Infrastruktur sind, sollte ermöglichen, dass insbesondere Produktions-Mitarbeiter weiterhin zu jeder Zeit ihrer Arbeit nachgehen können.

Freigabe für Schnellspuren an Grenzübergängen

Um die Versorgung mit Lebensmittel- und Arzneimittelverpackungen sowie Verpackungen für Medizinprodukte in Europa zu gewährleisten, sollten auch Transporte mit diesen Verpackungen und ihren Rohstoffen an den Grenzübergängen Schnellspuren nutzen können.

Frankreich hat seine Ernährungsindustrie inklusive der Hersteller von Lebensmittelverpackungen bereits als prioritäre Industrie eingestuft. Die IK hat die Bundesregierung und den zuständigen Krisenstab gebeten, auch in Deutschland Verpackungen als „integralen Bestandteil und systemrelevante Produkte im Zusammenhang von Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ einzustufen und sie damit den kritischen Dienstleistungen im Rahmen der Verordnung zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz gleichzustellen. (jhn)