Die VMAP-Projektpartner planen einen gemeinsamen Standard, den anschließend die eine herstellerunabhängige Community weiterverfolgen soll. (Bildquelle: Simcon)

Die VMAP-Projektpartner planen einen gemeinsamen Standard, den anschließend die eine herstellerunabhängige Community weiterverfolgen soll. (Bildquelle: Simcon)

Unter Projektführung des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI gilt es, mithilfe des Standards die gesamte Wertschöpfungskette in der industriellen Produktion zu verbessern: Die reibungslose, automatisierte Kommunikation soll den Entwurfsprozess vereinfachen und Zykluszeiten in der Konstruktionsoptimierung reduzieren. Unter anderem Industrieunternehmen wie Audi, Bosch und Philips sowie Softwarehersteller verschiedener Branchen und Hochschulen arbeiten an dem Projekt mit.

„Ich gehe jetzt schon davon aus, dass die neue Schnittstellensprache die Effizienz unserer Kunden in Produkt- und Prozessentwicklung erheblich steigert“, freut sich Dr.-Ing. Paul F. Filz, Gründer und Mitgeschäftsführer von Simcon – Anbieter von Software für die Spritzgießsimulation von Kunststoffbauteilen. „So werden wir einen Beitrag zur einer noch besseren und nachhaltigeren Wertschöpfung in der Gestaltung von Spritzgießbauteilen und -werkzeugen leisten.“ Unter anderem gehört Simcons Simulationssoftware Cadmould – nach eigenen Angaben – für die produzierende Industrie im Bereich Kunststoffe zu den maßgebenden Entwicklungswerkzeugen.

Herstellerneutrale Community

Im Laufe des Jahres 2020 wollen die Projektpartner den Standard gemeinsam erarbeiten; anschließend soll die offene und herstellerunabhängige Community „Material Data Exchange Interface Standard“ seine Einhaltung verfolgen und die Weiterentwicklung vorantreiben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt – ebenso weitere nationale Institutionen aus Österreich, den Niederlanden und Kanada. (jhn)