Am Stand von Boy fanden sich in diesem Jahr noch mehr Fachbesucher ein als bei der K 2016. (Bildquelle: alle Dr. Boy)

Am Stand von Boy fanden sich in diesem Jahr noch mehr Fachbesucher ein als bei der K 2016. (Bildquelle: alle Dr. Boy)

Boy zeigte auf der K 2019 neben der Premiere seiner neuen 100 E hybrid mit servoelektrischer Spritzeinheit an nahezu allen Exponaten interessante Automationen. Die Boy 100 E hybrid kann nach Aussage des Herstellers ab sofort optional als eSP-Option für die Maschinengrößen von Boy 60 E bis Boy 125 E geordert werden. Die servoelektrische Spritzeinheit biete insbesondere bei kurzen Zykluszeiten und hohen Dosiermengen einen hohen wirtschaftlichen Vorteil. Durch die Unabhängigkeit von Schließ- zur Spritzseite sind auch alle Fahrbewegungen der Schließeinheit parallel zum Dosieren möglich.

Eine Boy 125 E beeindruckte  das Messepublikum mit einem clever in Richtung der Maschinenachse integrierten Linearhandling LR 5. In dieser Bauweise wird keine zusätzliche Stellfläche für das Handling benötigt. Auch die Messethemen Circular Economy und zunehmende Digitalisierung der Branche setzte der Spezialist für Spritzgießautomaten bis 1250 kN Schließkraft mit interessanten Anwendungen kompetent um. So wurden auf eigenen Spritzgießautomaten biobasierte Materialien problemlos eingesetzt. Das Unternehmen setzt mit Vermeidung von Angüssen, direktes Anspritzen bei Einkavitätenwerkzeugen und Einsatz von Heisskanaltechnologien zudem auf Abfallvermeidung statt einer Wiederverwendung von Rezyklaten.

Zunehmende Digitalisierung: Messebesucher konnten sich ihre mit individuellem QR-Code markierten Kaffeebecher automatisch fertigen und mit dem Heißgetränk füllen lassen.

Zunehmende Digitalisierung: Messebesucher konnten sich ihre mit individuellem QR-Code markierten Kaffeebecher automatisch fertigen und mit dem Heißgetränk füllen lassen.

Zum wachsenden Digitalisierungsgrad der Spritzgießmaschinen hielt Boy eine genussvolle Lösung für die Besucher bereit: An einer Kaffeebar konnten sie sich über Eingabeterminals ein leckeres Heißgetränk ordern. Die 2K Kaffeebecher wurden im Mehrkomponentenverfahren von einer Boy 125 E in Verbindung mit einer Boy 2C S gespritzt. Die Umsetzung des Grundkörpers in die Kavität zur Umspritzung mit der zweiten Komponente erfolgt auch durch den LR 5. Des Weiteren übernahm dieses Handling die Weitergabe der Tassen und stellte diese im nächsten Arbeitsgang auf einem Förderband ab. Ein Cobot mit kollaborierender Robotertechnik von Kuka ergriff die Tasse und führte sie an einen Drucker der Firma Leibinger. Die vom durstigen Messebesucher individuell eingegebenen Daten sowie Prozessparameter wurden als QR-Code auf den Griff des Kaffeebechers aufgedruckt. Anschließend führte der Roboter die Tassen unter einen Kaffeeautomaten der Firma Kaffeepartner und servierte das Heißgetränk dem Besucher in die Hand. Das Zusammenspiel von zwei Spritzgießautomaten, dem Handling LR 5 sowie dem Kuka-Roboter erfolgte durch die komplette Vernetzung der Komponenten. Die hohe Konnektivität der einzelnen Geräte demonstrierte anschaulich die zunehmende Digitalisierung von Maschinen anhand einer komplexen Messeanwendung.