Bereits zum 16. Mal wurde dieses Jahr vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik IPT und dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen der Werkzeugbau des Jahres gekürt. Zur Ermittlung der Finalisten und Sieger wurden die teilnehmenden Unternehmen mit einem umfangreichen Fragebogen und Besuchen vor Ort systematisch geprüft und verglichen.
Aus den über 300 Unternehmen blieben schlussendlich die 12 Finalisten übrig. Bei der feierlichen Preisverleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurden die vier Kategoriesieger sowie der Gesamtsieger und damit der „Werkzeugbau des Jahres 2019“ geehrt. Auch wenn sich Fassnacht in diesem Jahr dem Unternehmen Fritz Stepper, Pforzheim, beim Gesamtsieg geschlagen geben musste, konnte das Unternehmen aus Bobingen erneut den 1. Platz in der Kategorie „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ erreichen.
Die Jury mit Vertretern aus Industrie, Politik, Verbänden und Wissenschaft lobte bei dem schwäbischen Unternehmen insbesondere den klaren Fokus auf die Herstellung komplexer Spritzgießwerkzeuge und die konsequente Nutzung industrieller Standards in einem eigentlich stark handwerklich geprägten Betrieb sowie die aktiv gelebte familiäre Arbeitsatmosphäre mit hoher Eigenverantwortung der Mitarbeiter.

Sechsmal Kategoriesieger und einmal Gesamtsieger

Für Fassnacht ist dies nicht die erste erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb. In den Jahren 2004 und 2009 konnte das Unternehmen jeweils den 2. Platz erreichen. Den 1. Platz in seiner Kategorie konnte das schwäbische Unternehmen bereits in den Jahren 2005, 2007, 2010, 2012, und 2017 feiern. Über die Kategoriegrenzen hinaus kann der Werkzeug- und Formenbauer sogar einen Gesamtsieg aus dem Jahr 2007 vorweisen.
Damit hat Fassnacht bei insgesamt acht Wettbewerbsteilnahmen sechsmal den Sieg in seiner Kategorie erringen können. Eine Leistung die den Betrieb mit nur 24 Mitarbeitern im gesamten Teilnehmerfeld einzigartig macht. Denn kein anderes Unternehmen kann so viele Kategoriesiege vorweisen.
Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Faßnacht sieht das allerdings nicht als Grund, um sich jetzt auszuruhen. Er will weiter auf die Stärken von Fassnacht aufbauen, sodass sich das 1990 gegründete Unternehmen auch die nächsten 30 Jahre in einem stark umkämpften Markt erfolgreich behaupten kann.