Weiße Eierbecher aus bioabbaubarem Partikelschaum. Im gleichen Werkzeug wurde auch EPP (blau) und m-PPE (grau) verarbeitet. (Bildquelle: Simone Fischer/Redaktion Plastverarbeiter)

Weiße Eierbecher aus bioabbaubarem Partikelschaum. Im gleichen Werkzeug wurde auch EPP (blau) und m-PPE (grau) verarbeitet. (Bildquelle: Simone Fischer/Redaktion Plastverarbeiter)

Basis des neuartigen Partikelschaums ist das Biopolymer PHBH, das sowohl im Wasser als auch im Erdreich abgebaut wird. Die Perlen können mit den gleichen Maschinen wie die bereits am Markt befindlichen Partikelschäume verarbeitet werden. Es ist kein zusätzliches Treibmittel erforderlich. Der Verarbeitungsdruck liegt zwischen 1 bis 1,8 bar, die aktuelle Dichte bei rund 50 g/l. Die mechanischen Eigenschaften des E-PHBH liegen zwischen denen von EPE und EPP. Die Wärmeformstabilität des Materials liegt bei 120 °C und es erfüllt die Brandprüfung nach FMVSS 302 (DIN 75200). Im horizontalen Brandtest ist es selbstlöschend.

Für Verpackungen und technische Formteile

Der Rohstoffhersteller Kaneka, Tokio, Japan, hat den Unternehmen aus Lautert mit der Prozessentwicklung für den bioabbaubaren Partikelschaum beauftragt. Der Formenbauer fungiert als unabhängige Plattform und hat ein Laborwerkzeug mit umfangreicher Messensorik gebaut, mit dem die Verarbeitungsparameter ausgearbeitet wurden. „Wir haben es geschafft, dass das neuartige Material auf Standardschäumautomaten verarbeitet werden kann“, freut sich der Geschäftsführer Thorsten Michel.

Kaneka plant die Markteinführung des Materials Ende 2020.