PET-Aufbereitung und Umgang mit Rezyklaten

Trocknungssystem zeichnet sich durch eine selbstadaptive Technologie aus. (Bildquelle: Piovan Group)

Trocknungssystem zeichnet sich durch eine selbstadaptive Technologie aus. (Bildquelle: Piovan Group)

In Düsseldorf wird die neue Genesys-Baureihe ihre Weltpremiere feiern. Dieses Trocknungssystem zeichnet sich durch eine selbstadaptive Technologie aus, die nun auch für die Aufbereitung von recyceltem PET optimiert ist. Der neue Trockner kann den Trocknungsprozess durch Einstellen aller kritischen Parameter automatisch steuern: vom Prozessluftdurchsatz bis zu seinem Taupunktwert, von der Verweilzeit bis zur Temperatur, wobei er optimale Betriebsbedingungen bei variierenden Situationen in puncto Produktion pro Stunde, Ausgangstemperatur und Feuchtigkeit des Kunststoffgranulats aufrechterhält. Zu den Innovationen dieser Maschine der neuen Generation gehören eine intuitivere Steuerung und eine verbesserte Selbstregulierung. Deutliche Verbesserungen wurden auch bei der AIPC-Technologie (Automatic Injection Pressure Control – automatische Steuerung des Injektionsdrucks) erzielt, die die niedrigsten Produktionskosten für jeden Preform gewährleistet – nicht allein im Hinblick auf die Energieeinsparung, sondern auch auf die Optimierung des gesamten Preform-Produktionsprozesses bei erhöhter Endproduktqualität und Ausschussreduzierung. Bei den Lösungen für PET können die Messebesucher in Düsseldorf das neue benutzerfreundliche Instrumentarium zur Analyse der Preformqualität kennen lernen. Mit diesen Geräten können die wichtigsten Parameter, wie beispielsweise der Acetaldehydgehalt in Preforms, einfach und intuitiv gemessen werden.

Genaue Dosierung

Die Konzerngesellschaft Fdm aus Troisdorf, die sich auf die Herstellung hochentwickelter Lösungen für Extrusionsanwendungen spezialisiert hat, stellt auf der K 2019 neue Dosiertechnologien vor: den GDS 5, den neuen gravimetrischen Mischer der GDS-Linie, der für den Anbau von bis zu 5 Granulatstationen und einer Siemens SPS-Anlage optimiert ist und sich dabei durch platzsparendes Design auszeichnet.

Neue Lösungen zum Materialumschlag

Penta, die Konzerngesellschaft, die große Systeme zur Lagerung, Förderung und Dosierung von Materialien in Form von Pulver oder schwer rieselfähigen Gütern entwickelt und produziert, präsentiert die jüngsten Innovationen in der Produktion von Rohren und Kabeln für das Management von Additiven im Compoundierungsbereich. Vakupulse ist ein System, das dazu eingesetzt wird, die Dichtstrom-Materialförderung vorzuführen, die sich besonders für den Transport empfindlicher Rohstoffe bei niedrigen Geschwindigkeiten und Durchsätzen über kurze Strecken eignet. Erstmals ausgestellt wird eine manuelle Kupplungsstation, die mit einem neuen Kupplungssystem ausgestattet ist. Diese Einheit ermöglicht es, die Rohre einfach – sogar mit nur einer Hand – anzuschließen. Es ist dichtungsfrei, um Verunreinigung zu vermeiden, und stellt sicher, dass Kunststoffgranulat nur mit Edelstahl in Berührung kommt. Das neue RFID-Taggingsystem (Radio Frequency Identification) überprüft die Übereinstimmung zwischen Ausgangs- und Zielpunkt. Bei einem Fehler aktiviert das Fördersystem den Förderzyklus nicht und umgeht so das Risiko von Kontamination zwischen verschiedenen Materialien. Ein System von LEDs, das auch auf einem speziellen Display dupliziert werden kann, führt den Bediener. Die LEDs wechseln beim Koppeln der Förderleitungen die Farbe und ermöglichen das Überprüfen von aktiven Verbindungen auf einen Blick.

Geeignet für medizinische Anwendungen

Auf der Messe präsentiert Piovan auch Innovationen im medizinischen Bereich: Eine neue Mikrodosiereinheit wird erstmalig vorgestellt. Diese Einheit kann die Verarbeitungsmaschinen gleichzeitig mit einem Granulat beschicken, wobei sie äußerst genau arbeitet, um Anforderungen zu erfüllen, die vor allem aus hochtechnischen Bereichen wie der Medizin und dem Präzisionsmikroguss auftreten. Ergänzt wird die Palette von Geräten für Medizinanwendungen durch reinraumgeeignete Maschinen wie den filterlosen, druckluft- und wartungsfreien Pureflo-Materialabscheider, und den emissionsfreien DPA-Trockner.

Kühlungslösungen

Aquatech, die Konzerngesellschaft für industrielle Kühl- und Temperiertechnik, stellt Produktinnovationen in den Bereichen Temperiergeräte und adiabatische Freikühler vor. Die Temperiergeräte-Produktreihe Easytherm wird durch die neuen Druckwasser-Temperiergeräte ergänzt. Die Digitempevo-Thermo-Chiller mit Wasserkühlung stellen eine hohe Leistung bei sehr niedrigem Energieverbrauch sicher. Besonders im Fokus steht auch die Kühlgerätelinie Easycool+: Diese Serie extrem kompakter Chiller wurde mit dem Ziel konzipiert, designt und konstruiert, die spezifischen Kühlanforderungen von industriellen Kunststoffprozessen mit konkurrenzloser Effizienz zu erfüllen.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Piovan entwickelt Technologien und Lösungen, die dazu beitragen, den Einsatz von recycelten Materialien zu erhöhen, so dass aus dem Rohstoff Post-Consumer-PET eine breite Palette von Produkten entstehen kann. Seit 2006 entwickelt das Unternehmen Technologien, um recyceltes Material erneut in Flaschen zu verwandeln. Die Entscheidung, in hocheffiziente Lösungen zu investieren, hat es möglich gemacht, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch bei der Kunststoffverarbeitung zu reduzieren.

Immer näher an Industrie 4.0

Die Gruppe bietet umfassende Smart-Factory-Lösungen an. (Bildquelle: Piovan Group)

Die Gruppe bietet umfassende Smart-Factory-Lösungen an. (Bildquelle: Piovan Group)

Industrie 4.0 ist ein Schlüsselthema, das zunehmend im Fokus steht. Mit anhaltenden Investitionen in Innovation erweitert Piovan den Funktionsumfang der Überwachungssoftware Winfactory 4.0. Diese Software beinhaltet auch ein Modul zur Überwachung der Energieeffizienz und – ab diesem Jahr – ein Modul zur Überwachung von Aquatech-Lösungen. Datenkontextintegration und digitale Vernetzung während des gesamten Prozesses: Das sind die Leitlinien von Industry 4.0, nach denen das neue Materialverfolgungssystem MTS entstanden ist. MTS besteht aus einem neuen Barcode-Terminal, das Barcodes zur Identifizierung von Benutzern und Materialien lesen kann, und einer neuen App, die den Bediener bei der Verwaltung von Rohstoffen unterstützt. Das System ermöglicht es, die Lagerung von Materialien zu optimieren und den Fluss von verschiedenen Chargen von der Anfangsphase bis zum Endprodukt zu identifizieren.

  Halle/Stand  9/B60