Simona produziert unter anderem Halbzeuge und Fertigteile aus Kunststoff. (Bildquelle: alle Simona)

Simona produziert unter anderem Halbzeuge und Fertigteile aus Kunststoff. (Bildquelle: alle Simona)

In Europa konnten die Umsatzerlöse moderat um 1,6 Prozent auf 273,5 Mio. EUR erhöht werden. Während in Deutschland, der Schweiz und Österreich ein gutes Wachstum erzielt wurde, litt Westeuropa unter der schwachen Entwicklung in Frankreich und Italien. Die Umsätze in Osteuropa konnten leicht zulegen. In den USA wurden Umsatzerlöse von 114,2 Mio. EUR erwirtschaftet, was eine Steigerung von 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dabei haben eine nach wie vor dynamische Flugzeugindustrie und eine positive Entwicklung im klassischen Industriegeschäft zu einem organischen Umsatzwachstum von 10,2 Mio. EUR geführt. Die Akquisition von Simona PMC, einem US-amerikanischen Extrusionsunternehmen, hat mit Umsatzerlösen von 9,3 Mio. EUR zum Wachstum beigetragen. Asien behauptete sich stabil vor dem Hintergrund einer nachlassenden Konjunktur in China. Die Umsatzerlöse in dieser Region lagen mit 30,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Resultate der Geschäftsbereiche

Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile konnte die Umsatzerlöse um 6,3 Prozent auf 333,7 Mio. EUR steigern. Einem starken Geschäft für Aviation Anwendungen und einem stabilen Geschäft im Kernmarkt der chemischen Prozessindustrie stand ein schwaches Geschäft mit Bau- und Werbeanwendungen gegenüber. Die Akquisition von Simona PMC in den USA ergänze die Kernkompetenz Extrusion im Produktbereich Halbzeuge und erlaube den Zugang zu neuen Materialien und Märkten, heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus diversifiziere Simone durch diesen Unternehmenskauf das Produktportfolio in den USA und stärke ihre Marktposition.

Im Produktbereich Rohre und Formteile hat die Gruppe dank eines starken vierten Quartals die Wachstumsziele erreicht und den Umsatz um 4,9 Prozent auf 84,2 Mio. EUR gesteigert. Treiber waren ein weltweit positives Industriegeschäft sowie eine gute Entwicklung bei Infrastrukturanwendungen in Deutschland und Osteuropa. Die in 2017 begonnene Neuausrichtung der Division Rohre und Formteile trägt gemäß Simona erste Früchte.

Mit dem Ergebnis zeigt sich der Konzern zufrieden. Es wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) von 33,2 Mio. EUR (Vorjahr 31,1 Mio. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge liegt mit 8,0 Prozent im Zielkorridor von 7-9 Prozent. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) konnte deutlich um 31 Prozent auf 32,3 Mio. EUR (Vorjahr 24,6 Mio. EUR) gesteigert werden, vor allem aufgrund positiver Währungseffekte. Das Ergebnis je Aktie ist von 29,08 EUR auf 40,24 EUR gestiegen. Den Aktionären wird auf der Hauptversammlung am 07. Juni 2019 eine von 12 auf 14 EUR erhöhte Dividende vorgeschlagen.

Wechsel in der Führungsspitze

Simona hat die Führungsstruktur 2018 für die Zukunft vorbereitet. Mit Dr. Jochen Hauck hat ein erfahrener Fachmann der Kunststoffindustrie zum 01.01.2019 die Rolle des COO übernommen. Dirk Möller, der fast 25 Jahre als COO Verantwortung im Vorstand getragen hat, wird noch bis Mitte dieses Jahres an Bord sein, um einen kontinuierlichen Übergang zu gewährleisten. Im Ressort Finanzen und Verwaltung hat das Unternehmen diesen Übergang bereits zur Mitte des Jahres 2018 vollzogen und mit Michael Schmitz einen internen Nachfolger als CFO der Simona Gruppe für den in den Ruhestand getretenen Fredy Hiltmann gefunden. Wolfgang Moyses, seit 1999 im Vorstand und seit 2003 CEO von Simona, hat angekündigt, seinen im Oktober 2019 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht zu verlängern. Ein Nachfolger wurde noch nicht genannt.

Ausblick und Zahlen Q1 2019

Simona will den Umsatz vor dem Hintergrund einer schwächeren Weltkonjunktur auch im laufenden Geschäftsjahr steigern. 2019 sollen ein Konzernumsatz von 435-450 Mio. EUR und eine EBIT-Marge von 6-8 Prozent erreicht werden. „Strategisch haben wir drei Kernziele definiert: eine strategische Neuausrichtung unseres Halbzeuggeschäfts in Europa mit dem Ziel die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, die Signifikanz in Asien durch aktive M&A sowie Investitionen in den Ausbau der Fertigung zu erhöhen und den Aufbau eines globalen Business Segments für den wachsenden Markt der Halbleiterindustrie.“, so Moyses.

Der Konzern ist mit einem starken Umsatzwachstum und einem zufriedenstellenden Ergebnis in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. Die Umsatzerlöse konnten trotz einer nachlassenden Weltkonjunktur und einer spürbaren Verunsicherung bei Kunden um 12,4 Prozent auf 111,0 Mio. EUR (Vorjahr 98,7 Mio. EUR) gesteigert werden. Das EBIT beträgt 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). Als Gründe für den Rückgang nennt Simona deutlich gestiegene Energie- und Frachtkosten sowie die Insolvenz eines Kunden im Bereich Caravan in Nordamerika, die das Ergebnis mit außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR belastet hat. Die EBIT-Marge liegt mit 7,6 Prozent unter Vorjahr (9,2 Prozent) aber im Zielkorridor von 6-8 Prozent.