(Bildquelle: Kautex)

Kautex Maschinenbau verzeichnet geringeren Auftragseingang. (Bildquelle: Kautex)

In 2018 ist allein in China, dem weltgrößten Automobilmarkt, die Pkw-Produktion zum ersten Mal seit 20 Jahren zurückgegangen. Im Januar dieses Jahres gab es laut Branchenverband CAAM (China Association of Automobil Manufacturers) gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 14,4 Prozent. Aufgrund seines hohen Exportanteils von über 90 Prozent bekommt der deutsche Maschinenbauer diese negative Entwicklung zu spüren. „Einige unserer Kunden im Automobilsegment haben heute Überkapazitäten“, berichtet Andreas Lichtenauer, Managing Partner bei Kautex Maschinenbau. „Teilweise stehen dort Maschinen still.“

Personalanpassung am Standort Bonn

Im Rahmen neuer Antriebskonzepte für Pkw hat Kautex Maschinenbau frühzeitig damit begonnen, in die Entwicklung alternativer Energiespeicher zu investieren. Hierbei spielt das Entwickeln von Composite Druckbehältern als zusätzliches Standbein neben dem Tankgeschäft eine große Rolle. Der zurückgegangene Auftragseingang kann jedoch nicht ausgeglichen werden. Deshalb sieht sich das Unternehmen gezwungen, den in den letzten Jahren stark angestiegenen Personalbestand am Standort Bonn anzupassen, so Dr. Olaf Weiland, Vorsitzender der Kautex-Geschäftsführung.

Neuausrichtung des Vertriebs

„Die aktuellen wirtschaftlichen Veränderungen, aber auch veränderte Kunden- und Marktanforderungen verlangen bei Kautex ein Umdenken in vielen Bereichen“, so Dr. Weiland. „Erste Priorität hat ein umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung in allen Unternehmensprozessen. Außerdem stellen wir uns vertrieblich fokussierter auf.“ So wird der bisher branchenübergreifend tätige Vertrieb neu ausgerichtet und mit einem Spartenfokus auf die Segmente Verpackung und Automotive aufgeteilt.

Investition in nachhaltige Lösungen

Ein weiterer wichtiger Schritt für den Hersteller von kunststoffverarbeitenden Maschinen ist die Weiterentwicklung im Einsatz von Kreislaufmaterial. „Das Recycling von Kunststoffen zu fördern und mit unseren Partnern an einer Optimierung der Materialkreisläufe zu arbeiten, sehen wir im Unternehmen als wichtige Verantwortung“, erklärt Andreas Lichtenauer. Zurzeit wird verstärkt an technischen Lösungen gearbeitet, um beim Verarbeiten von Kreislaufmaterial die Stellung des Unternehmens bei Maschinen für Kunststoffverpackungen zu sichern und auszubauen. (sf)