Dr. Christoph Steger, CSO der Engel Holding. (Bildquelle: Engel)

Dr. Christoph Steger, CSO der Engel Holding. (Bildquelle: Engel)

Konkret erwartet Engel, das Geschäftsjahr 2018/19 Ende März 2019 mit einem Gruppenumsatz von rund 1,6 Mrd. EUR abzuschließen. Dies entspräche einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete der Maschinenbauer einen Umsatz von 1,51 Mrd. EUR  und damit weltweit ein Plus von elf Prozent. In der Umsatzverteilung macht Europa mit 53 Prozent den Hauptanteil aus. Amerika liegt aktuell bei 24 und Asien bei 22 Prozent des Umsatzes. „Der Umsatzanstieg in Asien ist der mit Abstand größte innerhalb der Engel Gruppe“, berichtet Dr. Christoph Steger, CSO der Engel Holding, „und Asien entwickelt sich weiter sehr dynamisch.“

Handelsdifferenzen machen eine Prognose für Engel schwierig

Weniger erfreulich dagegen sind die jüngsten Entwicklungen in Nordamerika. Die Abschwächung resultiert in erster Linie aus dem Verhalten der großen, internationalen Konzerne, die sich nach den jüngsten wirtschaftspolitischen Entwicklungen in einer abwartenden Haltung befinden. Kleinere, lokale Unternehmen bleiben auf Investitionskurs.

Blick in das Werk in Schwertberg Österreich (Bildquelle: Engel)

Blick in das Werk von Engel in Schwertberg Österreich (Bildquelle: Engel)

Die Handelsdifferenzen machen weitere Prognosen schwierig, zumal sie auch auf die europäischen Exporte Einfluss nehmen könnten. Viele internationale Konzerne haben ihren Stammsitz in Europa und beschaffen von dort aus Maschinen und Fertigungslösungen für ihre weltweiten Standorte. Bis dato ist von einem Rückgang der europäischen Exporte nichts zu spüren.

Deutschland ist für Engel nach wie vor der umsatzstärkste Markt und wichtiger Innovationsmotor. Hierzu tragen vor allem zwei Faktoren bei: Zum einen die globale Expansion vieler in Deutschland ansässiger Unternehmen und zum anderen der technologische Entwicklungsstand mit anspruchsvollen Anlagenprojekten.

Mit verstärkten Teams für neue Anforderungen gerüstet

Nicht nur in Bezug auf den Umsatz, sondern auch auf die Zahl der Mitarbeiter ist Engel so groß wie nie zuvor in seiner Geschichte. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres werden global 6.800 Menschen für den Spritzgießmaschinenbauer arbeiten, rund die Hälfte davon in Österreich.

Mit dem Ausbau der personellen Ressourcen trägt das Unternehmen den sich verändernden Anforderungen seiner Kunden Rechnung. Der Trend zur Digitalisierung sowie die Prozessintegration und Automatisierung erfordern immer mehr Beratungsleistung. Außer im Vertrieb wurden weltweit vor allem im Service die Teams gestärkt.

Simplicity als Erfolgsfaktor

Technologisch gehört das Optimieren des Spritzgießprozesses zu den vorrangigen Herausforderungen, wobei das Augenmerk der Anwenderfreundlichkeit der Anlagen gilt. Die voranschreitende Prozessintegration und Automatisierung der Fertigungsprozesse steigern die Fertigungseffizienz und Qualität. Dies hat komplexere Prozesse zur Folge und läuft somit oft dem Wunsch nach mehr Effizienz und Flexibilität oft entgegen. Dieser Herausforderung begegnet Engel mit seinem Simplicity-Ansatz, durch den sich auch komplexe Prozesse einfach und sicher beherrschen lassen, ohne den Funktionsumfang einzelner Maschinen und Anlagen einzuschränken. (sf)