Je emissionsärmer und energiesparender die Abfalllogistik und die Aufbereitungstechnik sind, umso geringer ist der ökologische Ballast der Recycling-Materialien. (Bildquelle: Alba Group)

Kunststoff-Recycling: Je emissionsärmer und energiesparender die Abfalllogistik und die Aufbereitungstechnik sind, umso geringer ist der ökologische Ballast der Recycling-Materialien. (Bildquelle: Alba Group)

In der diesjährigen Studie lag der Fokus auf den Stoffströmen Kunststoffe, Metalle, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton, Glas und Holz. Die Ergebnisse beim Kunststoff-Recycling zeigen, dass beispielsweise die Primärproduktion von 1 t Polypropylen – der weltweit am zweithäufigsten eingesetzte Kunststoff – rund 5,2 t Rohstoffe verbraucht und dabei 1,7 t Treibhausgase freisetzt. Bei der Herstellung von 1 t Polypropylen aus Sekundärrohstoffen hingegen werden durchschnittlich nur 224 kg Ressourcen verbraucht und 966 kg Treibhausgase freigesetzt.

Voraussetzung für eine schonende Kreislaufführung sind Recompounding-Verfahren wie Recycled-Resource, mit dem das Alba-Tochterunternehmen Interseroh aus Köln den Materialkreislauf von Kunststoffen geschlossen hat. Fraunhofer Umsicht hat ermittelt, dass die gebündelten Recyclingaktivitäten des Umweltdienstleisters und Rohstoffversorgers im vergangenen Jahr rund 30,2 Millionen t Primärressourcen geschont und zugleich rund 4,1 Millionen t Treibhausgasemissionen eingespart haben. Um auf natürliche Weise ebenso viele Treibhausgase zu binden, wäre ein Mischwald von rund 410 000 ha Fläche nötig – das entspricht in etwa der Größe des Ruhrgebiets.

„Je emissionsärmer und energiesparender Abfalllogistik und Aufbereitungstechnologie sind, desto leichter wird auch der ökologische Rucksack der Recyclingmaterialien“, betont Dr. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement beim Fraunhofer Umsicht. „Deshalb führt erst eine hochwertige Kreislaufführung wie die der Alba Group zu einer eindeutig positiven Umweltbilanz. Unsere Studie soll dafür sensibilisieren, auf welchem Weg sich eine nachhaltigere Wirtschaftsweise tatsächlich erreichen lässt.“

Die vollständigen Studienergebnisse sowie Best Practices für Recycling aus der Alba Group sind auf dem auf dem Informationsportal www.resources-saved.com zu finden. (dw)