Im dem Forschungsprojekt ‚Dreamcompoundconti‘ erarbeiten Covestro und fünf Universitäten beziehungsweise Forschungseinrichtungen ein kontinuierliches Verfahren zur industriellen Produktion des neuen Hochleistungskunststoffs. (Bildquelle: Covestro)

Im dem Forschungsprojekt ‚Dreamcompoundconti‘ erarbeiten Covestro und fünf Universitäten beziehungsweise Forschungseinrichtungen ein kontinuierliches Verfahren zur industriellen Produktion des neuen Hochleistungskunststoffs. (Bildquelle: Covestro)

Über die Zusammensetzung des neuen Kunststoffes teilen Covestro und die beteiligten Partner nur so viel mit, als dass er auf zwei sehr gut zugänglichen Basischemikalien beruht, die bereits für die Produktion von Schaumstoffen eingesetzt werden. Prof. André Bardow von der RWTH Aachen über diesen Hochleistungskunststoff: „Er ist stabil bei hoher Härte, außerdem beständig gegen Hitze und viele Lösungsmittel. Test-Mengen des neuartigen Materials werden bereits hergestellt.“

Ein erstes Life Cycle Assessment (LCA) der RWTH Aachen für den industriellen Herstellungsprozess zeigte, dass dieser Hochleistungskunststoff im Vergleich zu ähnlichen Thermoplasten um mehr als 20 Prozent geringere Treibhausgas-Emissionen für die Produktion aufweist. Gleichzeitig kommt das neue Herstellungsverfahren, das die Projektpartner erarbeiten und umsetzen wollen, mit weniger Lösungsmitteln aus. Es wird daher eine deutlich bessere Ökobilanz im Vergleich zu konventionellen Prozessen erwartet. Wesentlicher Grund dafür ist ein neuartiges Katalysatorsystem für die Umsetzung der Basischemikalien. Es spart im gesamten Prozess Kohlendioxid-Emissionen und Energie ein, weil im Vergleich zur Produktion herkömmlicher Hochleistungsthermoplasten aufwändige Prozessschritte entfallen.

In dem vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Forschungsprojekt ‚Dreamcompoundconti‘ wird nun ein kontinuierliches Verfahren entwickelt, um den Hochleistungskunststoff in umweltverträglich und wirtschaftlich im Industriemaßstab produzieren zu können. Das BMBF fördert das Vorhaben über die nächsten drei Jahre mit bis zu 1,5 Millionen Euro – im Rahmenprogramm ‚Forschung für Nachhaltigkeit (FONA³)‘ in der Maßnahme ‚r+Impuls – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz‘ mit Förderkennzeichen 033R199. (dw)