Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess, verfolgt ambitionierte Klimaschutzziele. (Bildquelle: Lanxess)

„Mit der Akquisition von Chemtura kommen wir einen weiteren großen Schritt bei unserer Neuausrichtung voran“, erklärt Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess. (Bildquelle: Lanxess)

Mit dem Zukauf baut Lanxess, Köln, sein Additiv-Portfolio deutlich aus und wird so zu einem der führenden Akteure weltweit in diesem Bereich. Neben den Additiven integriert der Konzern auch die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen. Insgesamt übernimmt der Kölner Spezialchemie-Konzern weltweit rund 2.500 Chemtura-Mitarbeiter an 20 Standorten in elf Ländern. Die bisherigen Chemtura-Geschäfte stehen für einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro.

„Mit der Akquisition von Chemtura kommen wir einen weiteren großen Schritt bei unserer Neuausrichtung voran“, erklärt Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess, und fügt hinzu: „Jetzt fokussieren wir unsere Kräfte auf eine zügige und reibungslose Integration der neuen Geschäfte und Mitarbeiter sowie auf eine optimale Betreuung unserer neuen und bestehenden Kunden.“

Additive bilden eigene Säule im Unternehmen

Sein gesamtes Additivgeschäft bündelt Lanxess ab sofort im neuen Segment Specialty Additives. Dieses Segment ist eine zusätzliche Säule im Konzern mit einem Jahresumsatz von rund 2 Mrd. EUR und rund 2.900 Mitarbeitern weltweit. Zu diesem Segment gehören die neuen Geschäftsbereiche Additives und Rhein Chemie. Das gebündelte Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven ist im Geschäftsbereich Additives verankert, den Anno Borkowsky leitet.

Durch die Übernahme ist Lanxess in Nordamerika deutlich stärker aufgestellt. Dort verfügt der Konzern jetzt über 24 Produktionsstandorte (vorher zwölf) und beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter (vorher rd. 1.500). Der globale Umsatzanteil der Region Nordamerika steigt von rund 17 auf etwa 21 Prozent.

Die erwarteten jährlichen Synergie-Effekte aus der Transaktion betragen rund 100 Mio. EUR und sollen bis zum Jahr 2020 realisiert werden. Die Übernahme von Chemtura wird sich voraussichtlich bereits im ersten vollen Geschäftsjahr positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken. Finanziert hat Lanxess die Übernahme über zwei Unternehmensanleihen und eine Hybridanleihe sowie aus liquiden Mitteln. Die Anleihen wurden bereits 2016 erfolgreich und zu attraktiven Konditionen platziert. Anfang Februar stimmten die Chemtura-Aktionäre der Übernahme durch Lanxess zu.

(dl)


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