Es besteht bis zu 98 Prozent aus rechtsdrehenden Milchsäureeinheiten. Der Rest sind linksdrehende Einheiten, die zufällig über die Ketten verteilt sind. Diese Zusammensetzung ist für die Verformbarkeit verantwortlich. Um dieses Problem zu beheben, haben das Fraunhofer IAP, Potsdam-Golm, und Uhde Inventa-Fischert zwei neue PLA-Typen entwickelt und die Milchsäureeinheiten auf neuartige Weise miteinander verknüpft. Typ c-PLA und besteht zu 100 Prozent aus rechtsdrehenden Milchsäureeinheiten, die wie Perlen auf einer Schnur angeordnet sind. sb-PLA besteht aus zwei Sorten Perlenschnüren, die entweder 100 Perlen rechts- oder 100 Perlen linksdrehender Milchsäureeinheiten umfassen. Die beiden Schnüre sind abwechselnd miteinander verbunden. Die schlagzähmodifizierten PLA-Typen sind bis 75 °C beziehungsweise 90 °C formstabil und kristallisieren schneller als herkömmliches PLA. Das sb-PLA lässt sich nahezu ebenso gut verarbeiten wie der erdölbasierte Kunststoff ABS.