Thema "Kunststoffe im Automobilbau" stößt erneut auf reges Interesse

Prof. Dr. Rudolf Stauber, Geschäftsführer der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, gratuliert Jakob Onken, RWTH Aachen, zum laut VDI besten Nachwuchs-Forschungsprojekt. (Bildquelle: David Löh/Redaktion Plastverarbeiter)

Zum Auftakt verlieh Prof. Dr. Rudolf Stauber, Geschäftsführer der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, den mit 3.000 EUR dotierten VDI-Nachwuchspreis. In diesem Jahr war Jabok Onken der Glückliche. Die Jury zeichnete ihn für seine Forschungsarbeit an einem elektrisch und thermisch leitfähigen Kunststoff-Compound aus. Anschließend begann das Vortragsprogramm mit einem Beitrag zu Automobil-Trends, den Wolfgang Müller-Pietralle von Volkswagen hielt. In einem Satz zusammengefasst drehten sich seine Ausführungen darum, die Individual-Mobilität bleibt, sie wird jedoch durch automones Fahren ergänzt. Anschließend stellte Patrick Stenner von der TU München das Elektroauto-Projekt Visio-M vor. Dieses soll so teuer, sicher und agil wie ein moderner Kleinwagen sein. Das gezeigte Modell verspricht tatsächlich, alle Anforderungen zu erfüllen – vorausgesetzt es findet sich ein Automobilhersteller, der es in Serie produziert. Als dritter und letzter Referent, bevor es in eine der drei parallelen Vortragssessions ging, sprach Prof. Dr. Andreas Gebhardt, Fachhochschule Aachen, über die Einsatzmöglichkeiten und die Zukunft von 3D-Druck-Verfahren. Er sieht großes Potenzial der additiven Fertigung für die Entwicklung. Diese könnte seiner Ansicht nach mit 3D-Druck nicht nur schneller vonstatten gehen, sondern auch bessere Produkte liefern. Im Idealfall vermeidet die Technik in Großserie produzierte Bauteile, die im Praxiseinsatz versagen. An diesen Vortrag schlossen sich Vorträge zu Themenblöcken wie Interieur, Werkstoffe und Verfahren oder Leichtbau an. Diese enthielten jeweiles mehrere Vorträge zu aktuellen Entwicklungen oder künftigen Trends.

(dl)