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Ski-Stars wie Bode Miller oder Lindsey Vonn greifen auf Ski-Schuhe der Marke Heierling zurück. Das Unternehmen mit Firmensitz in Davos, Schweiz, fertigte bereits 1885 Skischuhe und setzt für aktuelle Modelle ein thermoplastisches Copolyester-Elastomer ein. „Wer heute im alpinen Rennsport Spitzenleistungen bringt, stellt höchste Anforderungen an sich und sein Material. Gleiches gilt auch für uns als Partner der Top-Athleten dieses Sports“, begründet Hans-Martin Heierling, Geschäftsführer und Eigentümer des Unternehmens seine Entscheidung für den Werkstoff Riteflex TPC-ET RKX-350 von Celanese, Sulzbach (Taunus). „Das Material macht den Schuh nicht nur wesentlich leichter sondern bietet darüber hinaus einen progressiv-dynamischen Flex über alle Temperaturbereiche.“

Produziert wird der Heierling H1 in Kooperation mit Alpina Sports, Friedberg. Er ist der erste Skischuh unter der Marke Heierling seit die eigene Produktion im Jahr 1997 eingestellt wurde. Schale und Manschette werden im Spritzgussverfahren aus dem Polyester gefertigt. Die Montage mitsamt Innenschuh und die individuelle Anpassung erfolgen in der Werkstatt von Heierling. „Das Ergebnis ist ein Skischuh, der den Abfahrtsläufer auch in Ex-tremsituationen optimal unterstützt.

Insbesondere der Schuh sorgt unabhängig von den äußeren Bedingungen für die optimale Balance zwischen Stabilität und Flexibilität sowie für durchgängig gute Rückstelleigenschaften. Das verbessert die Kontrolle über den Ski und ermöglicht schnellere Reaktionen. „Auch wer nicht in erster Linie nach Geschwindigkeit strebt, erlebt ein komfortableres, dynamischeres Fahrgefühl. Außerdem verändert sich beim Ein- und Ausstieg die Härte nicht“, ergänzt Heierling.

Eine Mischung aus hart und weich

Das TPC-ET besteht aus einer Mischung aus Hart- und Weichsegmenten, die die gewünschten Eigenschaften eines Elastomers und der leichten Verarbeitbarkeit eines Thermoplasts vereinen. Es ist geeignet für einen Temperaturbereich zwischen -40 °C und 121 °C und flexibel sowie schlagzäh, auch bei niedrigen Temperaturen. Der Werkstoff kommt ohne Weichmacherzusätze aus. Seine Flexibilität verdankt er der Block-Co-Polymerstruktur. Außerdem zeigt das Elastomer eine hohe mechanische Festigkeit, ein gutes Rückstellvermögen sowie eine hohe Verschleiß- und Widerstandsfestigkeit gegen Chemikalien und Alterung.

Der Werkstoff wurde bereits erfolgreich bei anderen Sportgeräten eingesetzt, angefangen beim Laufbahnbelag über Stabhochsprungstäbe und Fußballschuhstollen bis hin zu Snowboardbindungen.

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Über den Autor

Henning Küll ist verantwortlich für Media Relations – Engineered Materials bei Celanese in Sulzbach im Taunus. henning.kuell@celanese.com