War es bisher oft noch ausreichend, stichprobenartige Qualitätskontrollen durchzuführen, so fordern viele Abnehmer heute eine 100-Prozent-Kontrolle. Doch die Kontrolle jedes einzelnen Teils, das eine Spritzgießmaschine mit einem Vielfach-Kavitäten-Werkzeug verlässt, überfordert das menschliche Auge. Auch Folien oder Rohre, die mit hoher Geschwindigkeit aus dem Extruder schießen, können so nicht zu 100 Prozent geprüft werden. Eine Maschine – eine Kamera – hat solche Einschränkungen dank neuer Technologie nicht.

Immer dann, wenn Arbeit zu monoton wird, arbeiten wir daran, diese Aufgaben an Maschinen zu delegieren. Elektronik und Informationstechnologie haben die Automatisierung ermöglicht und so in letzter Konsequenz für den Erfolg der Industrie in Hochlohnländern gesorgt. Bei „Machine Vision“ befeuert die IT wieder ein Stück weit die Entwicklung in der Qualitätssicherung. Perfekte Teilequalität ist unabdingbarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Industrieproduktion im Hinblick auf die Entwicklung einer intelligenten Fabrik – Smart Factory.

Bei den Verfahren zur Bildaufnahme in der industriellen Bildverarbeitung haben wir jüngst – dank IT – eine schnelle Technologie-Entwicklung miterlebt. Gute Systeme sind heute zu einem weit besseren Preis-Leistungsverhältnis verfügbar, was der Verbreitung in neue Anwendungen aller Industriebranchen durchaus förderlich ist. Und so ganz nebenbei: Gehört „Machine Vision“ nicht bereits zu Ihrem Alltag – oder nutzen Sie noch kein Smartphone?

 

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Christine Koblmiller, Redakteurin