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Additive Viele Kunststoffabfälle werden bei der energetischen Verwertung oder als Ressource für die werkstoffliche Wiederverwertung – das Recycling – sinnvoll eingesetzt. Additive der BASF, Ludwigshafen, erleichtern nicht nur das Recycling, sondern verhelfen manchen Rezyklaten sogar zu besonderen Eigenschaften, die über diejenigen von Neuware hinausgehen. Kunststoffe sind auf ihrem Lebensweg hohen Belastungen ausgesetzt, bereits durch ihre Verarbeitung aber auch durch Alterung, Hydrolyse oder Kontakt mit Säuren. Unbehandelte Rezyklate sind daher meist wenig stabil.

Dieses Problem kann durch Zugabe neuer Stabilisatoren gelöst werden, zum Beispiel durch das funktionelle Additiv Joncryl ADR beim PET-Recycling oder durch die Recyclostab®-, Recycloblend- und Recyclossorb-Produkte. Im sogenannten 111 Navy Chair des US-Möbelherstellers Emeco kam der ausschließlich in den USA angebotene rezyklierte PET-Werkstoff Petra zum Einsatz. Rezyklierte Kunststoffe werden analysiert, um daraufhin optimale, komplementäre Additivpakete entwickeln zu können, die auf die geplante Neuanwendung zugeschnitten sind. Seit kurzem erkundet das Unternehmen aus der Pfalz zudem Technologien zur Steuerung der Viskosität von Polyolefin-Rezyklaten mit Hilfe des Prozess-Stabilisators Irgatec.

K 2013 Halle 05 / C21