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PPA-Compound Für die Entwicklung der Ejot Delta PT Schraube kommt ein modifiziertes Hochtemperatur-Compound auf Basis von Akromid T (PPA) von Akro-Plastic zum Einsatz. Das Thema Leichtbau stellt auch im Kleinen viel Potenzial zur Verfügung, so dass auch für Verbindungselemente wie Schrauben Kunststoff statt  Metall zum Einsatz kommen kann, um eine weitere Gewichtsreduktion zu erreichen. 

Bei der gezielten Suche nach geeigneten Materialien hat der Schraubenhersteller Ejot den Kunststoff-Spritzguss positiv getestet, da mit diesem Verfahren die komplexen Konturen der Schrauben in einem Arbeitsgang abgebildet werden können. Das Entwicklungsteam des Compoundeurs wählte ein PPA-basiertes Hochtemperaturcompound für die Anwendung aus. Die Konturen der umzusetzenden Schrauben waren jedoch um ein Vielfaches filigraner, als bei bisherigen Automobilanwendungen, in denen Metallersatz schon erfolgreich realisiert wurde.

Demnach bestand die Aufgabe darin, das Compound so zu modifizieren, dass Fließfähigkeit, Kristallinität und Verarbeitungsverhalten optimal auf das Bauteil abgestimmt sind, um so eine nahezu gleiche Geometrie in der Serienfertigung für die neue Schraubengeneration zu erreichen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der hohe Glasfasergehalt von 50 Prozent dar. Die Flanken des Gewindes mussten optimal ausgeformt werden, daher musste auch die Kristallinität in den dünnwandigen Bereichen möglichst hoch sein, damit die maximale mechanische Festigkeit und Oberflächenhärte erreicht werden konnten.

Alle Punkte konnten zur Zufriedenheit des Anwenders erarbeitet werden. Die neue Schraube wurde erfolgreich im Markt eingeführt. Sie ist bis zu 80 Prozent leichter als ihr Pendent aus Stahl. Trotz der Gewichtsreduktion wird dieselbe verbindungstechnische Sicherheit erzielt wie bei Anwendung der Metallschrauben des Herstellers.

K 2013 Halle 06 / B42