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LASERSCHWEISSEN Mit der Wahl der richtigen Wellenlänge ist es Forschern am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen gelungen, zwei transparente Kunststoffkomponenten durch Laserschweißen zusammenzufügen. Bisher musste der obere Fügepartner transparent sein, damit der Laser ungehindert hindurchstrahlen kann, während der untere Schweißpartner die Strahlung absorbiert. Dazu sind meist Rußpartikel notwendig, mit denen der Kunststoff versetzt ist. Ziel der Forschergruppe um Dr.-Ing. Alexander Olowinsky, Projektleiter am ILT, war es, eine Lösung zu finden, die ohne Absorbermaterialien auskommt. Die besten Ergebnisse erzielten die Forscher bei einer Wellenlänge von etwa 1700 nm. Damit die Energie des Lichts in die Fügeebene trifft, wurden spezielle Linsensysteme entwickelt. Diese fokussieren den Lichtstrahl so, dass die höchste Energiedichte und somit die höchste Temperatur genau in der Fügeebene herrschen.

Im von der EU-Kommission geförderten Projekt „PolyBright“ arbeiten die Forscher weiter daran, die richtigen Absorptionsbanden mit den passenden Lichtquellen zu vereinen. „Ergebnis muss ein möglichst kostengünstiges Lasersystem sein, das in einer möglichst hohen Geschwindigkeit präzise schweißt“, so Olowinsky.