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Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 legt das Unternehmen verschiedene Geschäftsbereiche zusammen und reduziert deren Zahl von 14 auf 10. Zudem verschlankt der Konzern seine Verwaltung weltweit durch funktionsübergreifenden Stellenabbau und die Konsolidierung einzelner Bereiche. Die Business Units Butyl Rubber (BTR) und Performance Butadiene Rubbers (PBR) gehen über in die Business Unit Tire & Specialty Rubbers (TSR). Gründe sind die überlappende Kundenstruktur, regionale Marktüberschneidungen sowie Ergänzungen in den Wachstumsmärkten. Den Geschäftsbereich leitet künftig Jorge Nogueira. Darüber hinaus führt der Konzern die Business Units High Performance Elastomers (HPE) und Keltan Elastomers (KEL) unter dem Namen High Performance Elastomers (HPE) wieder zusammen. Auch hier sind signifikante Schnittmengen in der Kundenstruktur die Hauptgründe. Jan Paul de Vries führt die neue Business Unit. Die Spezialchemie-Produktlinie des Geschäftsbereichs Rubber Chemicals (RUC), die Business Unit Functional Chemicals (FCC) sowie die Business Unit Rhein Chemie (RCH) werden in der neuen Business Unit Rhein Chemie Additives (ADD) zusammengeführt. Leiter des neuen Geschäftsbereichs ist Anno Borkowsky. Um die Verwaltung zu verschlanken, fasst der Konzern die Group Functions Aliseca (ASC), Industrial & Environmental Affairs (IEA) sowie Innovation & Technology (INN) in der neuen Stabsfunktion Production, Technology, Safety & Environment (PTSE) zusammen. Par Singh übernimmt die Leitung der Group Function. Die Group Function Internal Auditing (IA) und der Bereich Corporate Security werden in die Group Function Law and Intellectual Property (LIP) integriert. Die neue Stabsfunktion Legal & Compliance (LEX) leitet Jochen Schroer. Claus Zemke, derzeit Leiter Unternehmenskommunikation des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf, Ditzingen, übernimmt spätestens am 1. Januar 2015 die Leitung der Group Function Corporate Communications (COM).

Im Rahmen der zweiten Stufe prüft der Konzern alle Produktionsanlagen mit Blick auf Markterfordernisse und Synergien. Par Singh leitet die Initiative. Die Effektivität und Effizienz der internationalen Vertriebsstrukturen prüft eine Gruppe um Torsten Derr. Weitere Details zur Restrukturierung folgen am 6. November im Rahmen eines Medien- und Kapitalmarkttages.

Der Markt im zweiten Quartal 2014
Eine gute Nachfrage nach Agrochemikalien, positive Impulse aus der Baubranche, aber auch eine anhaltend schwierige Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken sowie negative Wechselkurseffekte prägten die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2014. Der Konzern verzeichnete gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen mit Ausnahme von Lateinamerika einen Volumenzuwachs. Konzernweit ergab sich ein Absatzplus von zwei Prozent. Dieser Anstieg konnte den Preisrückgang von fünf Prozent nicht völlig ausgleichen. Insgesamt sank der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 5,7 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro.

Das Ebitda vor Sondereinflüssen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Prozent auf 239 Millionen Euro. Verantwortlich für diese Entwicklung waren höhere Absatzmengen, die gestiegene Auslastung der Produktionsanlagen sowie Einsparungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm Advance. Damit liegt das operative Ergebnis am oberen Ende der erwarteten Bandbreite zwischen 220 und 240 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen stieg auf 11,8 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorjahr. Das Konzernergebnis verbesserte sich wesentlich auf 55 Millionen Euro nach neun Millionen Euro ein Jahr zuvor. Grund dafür waren unter anderem ein verbessertes Finanzergebnis sowie geringere Sonderaufwendungen. Im Vorjahr waren 40 Millionen Euro für Restrukturierungen im Segment Performance Chemicals angefallen.

Der Umsatz im Segment Performance Polymers ging um 12,1 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück. Ursächlich waren vor allem weiterhin niedrige Verkaufspreise in allen Kautschuk-Geschäften. Das Ebitda vor Sondereinflüssen im Segment stieg insbesondere aufgrund der besseren Auslastung der Produktionsanlagen um 28 Millionen Euro auf 122 Millionen Euro. Im Segment Performance Chemicals wuchs der Umsatz vor allem aufgrund gestiegener Absatzmengen um 1,4 Prozent auf 569 Millionen Euro. Positive Impulse setzten beispielsweise die Geschäfte mit Materialschutzprodukten, Lederchemikalien oder Pigmenten. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 86 Millionen Euro um 28,4 Prozent deutlich über dem Wert des Vorjahres von 67 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr präzisiert der Konzern die Ebitda-Prognose auf 780 bis 820 Millionen Euro.

(su)