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Der „GenerationenPakt“ soll dem Unternehmen und den Arbeitnehmern Vorteile bringen – insbesondere durch mehr Planungssicherheit für alle Seiten. Bereits ab Mitte des Jahres soll der „GenerationenPakt“ in einem ersten Schritt mit Tarifmitarbeitern der Jahrgänge 1959 bis 1961 gestartet werden. Mit diesem Referenzprojekt will Evonik bereits im Sommer 2014
den Generationenpakt in die Praxis umsetzen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in Deutschland derzeit rund 21.000 Mitarbeiter.

Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik
Industries, erläutert dazu: „Das Modell trägt dem Wunsch vieler
älterer Arbeitnehmer Rechnung, nicht abrupt in Rente zu gehen
und ihren Ausstieg aus dem Berufsleben lieber über mehrere Jahre
hinweg zu gestalten. Diesen Wunsch haben wir aufgegriffen und
ihn mit der Übernahme von jungen Ausgebildeten verknüpft. Wir
wollen auf diese Weise unsere Personalplanungen noch verlässlicher machen und jungen Menschen klare Perspektiven für
die Zeit nach ihrer Ausbildung geben.“

Ralf Hermann, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Evonik Industries AG, erklärt, dass das Unternehmen mit diesem „GenerationenPakt“  erfolgreich Elemente aus unseren Tarifverträgen der IG BCE  Altersfreizeiten, Demografie) und betrieblicher Regelungen, zum Beispiel Lebensarbeitszeitkonten, zu einem neuen, attraktiven Modell verbindet.

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), begrüßt die neue Vereinbarung: „Das ist richtungsweisend – denn es zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, gemeinsam um die Berücksichtigung verschiedener Interessen zu ringen. Und es ist ein Beleg dafür, dass das deutsche Modell der sozialen  Marktwirtschaft auch im 21. Jahrhundert zeitgemäße Lösungen hervorbringt.“

Evonik setzt darauf, dass die Vereinbarung hilft, die Palette an Ausbildungsplätzen auf die in ein paar Jahren anstehenden  Nachbesetzungen von Arbeitsplätzen noch gezielter abzustimmen. Thomas Wessel verdeutlicht: „Der GenerationenPakt bietet auch Chancen, dass ein Auszubildender auf seinen ganz konkreten künftigen Arbeitsplatz vorbereitet werden kann. Und ein erfahrener Mitarbeiter kann sein persönliches berufliches Wissen und seine Erfahrung gezielt an seinen künftigen Nachfolger weitergeben. Wir bauen für den  Wissenstransfer eine Brücke der Generationen.“