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In der Region Südwestdeutschland, Nordschweiz und Vorarlberg sind viele kunststoffverarbeitende Betriebe ansässig, die Spritzgießteile für die Mikrotechnik, die Feinwerktechnik und die Medizintechnik herstellen. Eine Mikro-Spritzgießmaschine, die gerade für das Spritzgießen von Kleinst- und Präzisionsteilen, beispielsweise für die Medizintechnik, entwickelt wurde, kommt somit den Anforderungen der Industrie entgegen.

Neben der Möglichkeit der Werkzeugbemusterung bietet das KISW kundenspezifische Spritzgießversuche und Entwicklungen auf dem Gebiet der Mikrotechnik an. Desweiteren ist geplant, dass das Institut und der Spritzgießmaschinenbauer gemeinsam Seminare für das Mikrospritzgießen anbieten, bei denen das gesamte Gebiet des Mikrospritzgießens von der Formteilgestaltung, der Maschinentechnik, dem Spritzgießprozess bis zur Werkzeugtechnik behandelt wird.

Die servoelektrische Präzisionsspritzgießmaschine Micropower 15/7,5 Unilog B6 hat eine Schließkraft von 15 t mit zentraler Krafteinleitung über eine 5-Punkt Kniehebelschließeinheit und zeichnet sich durch eine sehr gute Zugänglichkeit aus. Kleine Schussgewichte mit besonders engen Toleranzen werden durch spezifische Mikro-Spritzaggregate des Maschinenherstellers erzielt.

Das Spritzaggregat besteht aus einer Schneckenplastifizierung und einer Kolbeneinspritzung. Die Schnecke mit 14 mm Durchmesser zieht normales Granulat ein, es muss kein Mikrogranulat verwendet werden. Das dosierte Volumen wird an den Spritzzylinder übergeben. Die Einspritzung erfolgt mit einem Kolben von nur 8 mm Durchmesser, der sehr dicht an das Formnest heran reicht und somit die Präzision verbessert. Außerdem wird hierdurch das Angussgewicht erheblich minimiert. Spritzgewichte von Tausendstel eines Gramms bis zu einem maximalen Schussvolumen von 3 cm³ können bei sehr geringem Angussgewicht mit Spritzdrücken bis zu 2.500 bar realisiert werden.

(dw)