In der Unternehmenszentrale in Ansfelden, Österreich, wurden unter anderem Produktionsflächen verdoppelt und das Versuchszentrum erweitert. (Bild: Erema/Wakolbinger)

In der Unternehmenszentrale in Ansfelden, Österreich, wurden unter anderem Produktionsflächen verdoppelt und das Versuchszentrum erweitert. (Bild: Erema/Wakolbinger)

„In einem Jahr, das jeden von uns vor besondere berufliche und private Herausforderungen gestellt hat, sind wir besonders stolz darauf, dass es uns so gut gelungen ist, ein sicheres Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter zu schaffen, unsere Kunden zufriedenzustellen und die Neuheiten, die wir zuvor auf der K 2019 präsentieren durften, weltweit am Markt einzuführen“, bilanziert Manfred Hackl, CEO der Erema Group.

Technologische Antworten auf gestiegene Qualitätsansprüche

Im mehr als 100 Ländern weltweit sind derzeit rund 7.000 Maschinen aus dem Unternehmensverbund in Betrieb. Die Mitarbeiteranzahl stieg auf insgesamt 660. Technologisch basiert das Wachstum in allen Segmenten auf der hohen Regranulatqualität, die mit den jeweiligen Recyclinglösungen erzielt wird. Diese machen es mittlerweile möglich, auch Post Consumer Rezyklat für Verpackungen im Kosmetik- und Lebensmittelbereich einzusetzen, weshalb Recyclingunternehmen in deren Anschaffung eine wichtige Investition in die Zukunft sehen. Sichtbar wird das beispielsweise an der Auftragsentwicklung für Anlagen des Typs Intarema TVEplus mit Refresher für die Produktion von geruchsoptimiertem Rezyklat. Allein die Recyclingkapazität dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauften Anlagen liegt bei 250.000 Jahrestonnen.

In der Applikation PET Recycling entscheiden sich Unternehmen, die für die Getränkeindustrie produzieren, immer häufiger für die vor zwei Jahren auf den Markt gebrachte Vacunite Technologie. Erst kürzlich gab der belgische PET-Flaschen- und Preform-Hersteller Resilux bekannt, dass er damit seine Bottle-to-Bottle Recyclingkapazität verdoppeln wird. Darüber hinaus verfügt der Anlagenbauer mit der Vacurema Technologie über ein Verfahren, das nicht nur für Bottle-to-Bottle Anwendungen, sondern für unterschiedliche weitere Verarbeitungsmöglichkeiten geeignet ist, etwa PET to sheet, PET to fibre oder PET to strapping.

Manfred Hackl, CEO Erema Group. (Bild: Erema/Wakolbinger)

Manfred Hackl, CEO Erema Group. (Bild: Erema/Wakolbinger)

Alle genannten Recyclingtechnologien ebenso wie die Corema Maschinen, die Recycling und Compounding in einem Arbeitsschritt ermöglichen, können mit einem umfassenden Qualityon Paket zur Überwachung von Farb- und MVR-Werten ausgestattet werden. Auf der Plattform Bluport gebündelte digitale Assistenzsysteme unterstützen die Maschinenbetreiber bei Qualitätskontrolle und Steigerung der Maschinen-Performance. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Entwicklungsarbeit geleistet. Mit dem dadurch erreichten hohen Qualitätslevel bedienen wir nun genau die Anforderungen der wachsenden Anzahl an Markenherstellern, die sich zum Kunststoffrecycling und zur Kreislaufwirtschaft bekennen“, so Hackl.

Ein ähnliches Bild zeigt der Blick auf das Inhouse Segment. Mit Erema und dem auf Shredder-Extruder-Technologie spezialisierten Tochterunternehmen Pure Loop sowie mit Plasmac bietet die Gruppe auch für Inhouse Betreiber ein breit gefächertes Maschinenangebot für unterschiedliche Anforderungen beim Recycling von Produktionsabfällen. Die beiden letztgenannten Unternehmen können den Anwendern nun auch in den USA Materialtests auf den jeweiligen Maschinentypen anbieten. Am Plasmac Standort in Italien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Produktionsflächen verdoppelt und ebenfalls ein neues Vorführzentrum für Maschinenabnahmen errichtet.

Bestens gerüstet für die Zukunft

Komplettiert wird der Unternehmensverbund durch Umac (Handel mit Gebrauchtanlagen), 3S (Entwicklung und Produktion von Kernteilen) und Keycycle (Planung, Engineering und Turnkey-Projekte), womit die Erema Gruppe das gesamte Spektrum des mechanischen Kunststoffrecyclings abdeckt. Dazu Hackl: „Wir haben in den vergangenen drei Jahren knapp 60 Mio. Euro in Modernisierung und Erweiterung unserer Standorte sowie in die Verdichtung unseres Servicenetzwerkes für Kunden investiert und die Auftragslage ist gut. Wir blicken also sehr zuversichtlich in die Zukunft.“ (sf)