Neste hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2030 jährlich 1 Mio. Tonnen Pyrolyseöl aus dem chemischen Recycling zu verarbeiten. (Bild: Neste)

Neste hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2030 jährlich 1 Mio. Tonnen Pyrolyseöl aus dem chemischen Recycling zu verarbeiten. (Bild: Neste)

Der Verarbeitungslauf markiert einen sehr wichtigen Meilenstein hinsichtlich Nestes strategischen Zielen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Ersetzen von Rohöl in den eigenen Ölraffinerien. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, ab 2030 jährlich 1 Mio. Tonnen Pyrolyseöl aus dem chemischen Recycling zu verarbeiten. Vor dem Testlauf wurden zusätzlich zu umfassenden Analysen im Hinblick auf die Produktionsanlagen und -prozesse umfangreiche Forschungs- und Labortests durchgeführt, um die Machbarkeit und die Sicherheit beim Verarbeiten dieses neuen recycelten Rohmaterials zu gewährleisten.

Mengen sukzessive steigern

Nach und nach sollen die Verarbeitungsvolumen erhöht werden, um weiterhin zu lernen und um Wertschöpfungsketten sowie Verarbeitungstechnologien zu entwickeln. Die Vorbereitungen für die nächsten Verarbeitungsläufe in 2021 in Neste’s fossiler Ölraffinerie in Porvoo laufen bereits.

Gemeinsam mit Ravago und weiteren Partnern entlang der Wertschöpfungskette entwickelt das Unternehmen chemische Recyclingtechnologien und -kapazitäten, um das Recycling von Kunststoffabfallströmen zu ermöglichen, die als nicht geeignet für das mechanische Aufbereiten gelten und die aktuell der Verbrennung oder Deponien zugeführt werden. Durch das Bereitstellen von Kunststoffabfall bleibt der Wertstoff Kunststoff im Umlauf und es bieten sich gleichzeitig neue Möglichkeiten, um die Abhängigkeit vom Rohöl beim Herstellen von neuen Kunststoffen zu reduzieren.

Anteil an Alterra Energy erworben

Alterras Anlage zum chemischen Recycling im industriellen Maßstab in Akron, Ohio, USA. (Bild: Alterra)

Alterras Anlage zum chemischen Recycling im industriellen Maßstab in Akron, Ohio, USA. (Bild: Alterra)

Nestes Kapitalbeteiligung unterstützt die Expansion von Alterra Energy. Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen umfasst die gemeinsame Entwicklung dieser Technologie sowie deren globale Lizenzierung. Dies ermöglicht den Partnern die Zusammenarbeit beim Vermarkten von Alterras proprietärer thermochemischer Verflüssigungstechnologie in Europa.

Das Ziel der beiden Unternehmen ist die beschleunigte Akzeptanz von chemischem Recycling und die Entwicklung von weiteren Kapazitäten, sodass aus schwer verwertbarem Kunststoffabfall Hochleistungspolymere und -chemikalien hergestellt werden können. Die Zusammenarbeit der Unternehmen unterstützt die Pläne von Alterra Energy, im Jahr 2021 einen hochmodernen Standort in Europa zu errichten. (sf)