Der Kompost wird nicht mit Partikeln von biologisch abbaubare Kunststoffe belastet.(Bildquelle: aa_amie - stock.adobe.com)

Der Kompost wird nicht mit Partikeln von biologisch abbaubaren Kunststoffen belastet. (Bildquelle: aa_amie – stock.adobe.com)

„Mit diesem Schritt wird Klarheit geschaffen und wir entsprechen dem Wunsch nach Überprüfung des Abbaus bei anlagenüblichen kürzeren Rottezeiten. Nun steht der Nutzung der Beutel nichts mehr im Wege“, sagt Michael von Ketteler, Geschäftsführer des Verbund kompostierbare Produkte.

Das Zertifizierungszeichen gilt ausschließlich für Bioabfall-Beutel und ergänzt die Norm DIN EN 13432. Diese europäische Norm fordert nicht nur den biologischen Abbau von Materialien, vergleichbar mit natürlichen Substanzen wie Cellulose. Es enthält auch strenge Kriterien bezüglich chemischer Inhaltsstoffe und Schwermetalle. Zudem verpflichtet es zu ökotoxikologischen Tests. Nur durch dieses Paket an Vorgaben kann eine vollständige Unbedenklichkeit von Materialien zur Sammlung von Bioabfällen nachgewiesen werden. Somit wird sichergestellt, dass kein Mikroplastik im Kompost verbleibt.

„Das DIN Plus-Zeichen garantiert – zusätzlich zu den Vorgaben des Keimlings nach DIN EN 13432 – dass die Bioabfall-Beutel die Forderungen der Wertschöpfungskette in Deutschland an kürzere Rottezeiten von maximal sechs anstelle von maximal zwölf Wochen erfüllen“, sagt Dr. Oliver Ehlert, Sachverständiger der DIN Certco. „Wir sind ab sofort auf Prüfung und Zertifizierung zugelassener Materialien vorbereitet“, fügt Ehlert hinzu. Der Hintergrund: Das Kreislaufwirtschaftsgesetz und die Bioabfallverordnung von 2012 verpflichtet die Kommunen seit dem Jahr 2015, ihren Bürgern eine Möglichkeit zur getrennten Sammlung von Küchenabfällen bereitzustellen. Durch diese Bioabfälle wird erneuerbare Energie und Kompost erzeugt. (jhn)