Laut der Marktstudie ist Titandioxid das wichtigste Pigment. (Bildquelle: Ceresana)

Laut der Marktstudie ist Titandioxid das wichtigste Pigment. (Bildquelle: Ceresana)

Bei der Kunststoffherstellung werden zum Einfärben häufig nicht Pulver, Pasten oder flüssige Zusatzstoffe den Rohpolymeren zugegeben, sondern Masterbatches. Hierbei handelt es sich um Granulate mit einer hohen Konzentration von Farbmitteln, anderen Additiven oder auch Füllstoffen. Vorgemischte Konzentrate mit genau definierten Eigenschaften erleichtern das Verarbeiten und erhöhen die Prozesssicherheit: Farb-Masterbatches enthalten Pigmente oder Dyes; Additiv-Masterbatches verändern gezielt andere Eigenschaften von Kunststoffen. Dabei können verschiedenste Zusatzstoffe kombiniert werden, zum Beispiel Stabilisatoren, Antioxidantien, Antistatika oder Flammschutzmittel.

Der meistverkaufte Masterbatchtyp sind derzeit weiße Masterbatches. Die weltweite Nachfrage danach stieg in den letzten acht Jahren um durchschnittlich 2,1 Prozent jährlich. Dabei ist Titandioxid (TiO2) das wichtigste Produkt: Die Kunststoffindustrie färbt mit diesen weißen Pigmenten in großem Umfang beispielsweise Spielsachen, Elektrogeräte, Automobilteile, Möbel oder Kunststofffolien. Außerdem absorbiert Titandioxid UV-Strahlen und schützt daher gegen schädliche Sonnenstrahlen. An zweiter Stelle folgen Farb-Masterbatches, in die zum Beispiel bunte anorganische und organische Pigmente oder Effektpigmente eingearbeitet sind. Die Farbe Schwarz wird meist durch Carbon Black (Industrie-Ruß) erzielt. Carbon Black wird oft für leitfähige Verpackungen, Filme, Fasern, Formen, Röhren und Kabel verwendet; ein bekanntes Endprodukt sind aber auch Abfallsäcke. In vielen Kunststoffanwendungen, besonders für technische Polymere, bietet Carbon Black als Farbzusatz Vorteile: Ruß ist sehr widerstandsfähig gegenüber Farbveränderungen und Verblassen – sogar unter extremen Bedingungen im Freien.

Verpackungshersteller sind Hauptabnehmer

Der Verbrauch von Masterbatches folgt dem Weltmarkt für Kunststoffe: Die wichtigsten Endanwendungen sind Verpackungen, Bauprodukte, Fahrzeuge, Elektro und Elektronik sowie weitere Industriegüter. Der bedeutendste Absatzmarkt im Jahr 2019 waren Verpackungen mit 36 Prozent der gesamten Nachfrage. Mit beträchtlichem Abstand dahinter lag an zweiter Stelle die Bauindustrie, gefolgt von den Bereichen Industrie und Fahrzeuge. In die Kategorie „Verpackungen“ fallen alle Masterbatches für flexible Kunststoffverpackungen, etwa Folien, Beutel und Säcke, und für starre Verpackungen, wie beispielsweise Joghurtbecher, Dosen, Flaschen und Deckel.

Die Studie in Kürze

Kapitel 1 der neuen Marktstudie von Ceresana bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des Weltmarkts für Kunststoff-Masterbatches – einschließlich Prognosen bis 2027: Für jede Region wird die Entwicklung von Verbrauch und Umsatz dargestellt. Die Nachfrage wird dabei jeweils separat angegeben für die unterschiedlichen Typen: weiße Masterbatches, schwarze Masterbatches, Farb-Masterbatches sowie Additiv-Masterbatches. Zudem werden die verschiedenen Anwendungsbereiche einzeln untersucht: Verpackungen, Bauindustrie, Fahrzeuge, Elektro und Elektronik, Industrie und sonstige Anwendungen.

In Kapitel 2 werden die bedeutendsten 16 Länder einzeln betrachtet. Dargestellt werden dabei jeweils der länderspezifische Verbrauch, der Verbrauch je Masterbatch-Typ sowie der Umsatz. Zudem wird der Verbrauch für die einzelnen Anwendungsgebiete analysiert.

Kapitel 3 bietet ein nützliches Herstellerverzeichnis der 52 bedeutendsten Produzenten von Kunststoff-Masterbatches. Es ist übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Zu den bedeutendsten Herstellern zählen zum Beispiel Alok Masterbatches, Astra Polymers Compounding, Avient Corporation, Americhem, Ampacet Corporation, Cabot Corporation, Global Colors Group, Lehmann & Voss, Prayag Polytech und RTP Company. (sf)